Mit dem „Würstel stand“ nach Apulien- Tag eins: Salzburg/ Lignano 357KM

Entspannter Reisebeginn am Ostersonntag. Die Autobahn kaum befahren. Ich beginne mich langsam zu entspannen😅. Dieses Gefühl endet jäh, am ersten Rastplatz vor Udine. Als ich nach hinten gehe, gibt es eine böse Überraschung.
Alles nass! Das hatten wir doch schon im letzten Jahr 😢 Der Wassertank leckt! Ich wische und fluche. Schei…Womo! Aber nützt ja nichts. Bodo dichtet erst Mal provisorisch ab. Nach einem kurzen aber heftigen Disput fahren wir weiter.

In Lignano treffen wir auf Familie und Freunde. Ich überlege, meine Sachen in das Auto meiner Tochter zu packen und mit ihr wieder ins schöne sonnige Salzburger Land zu fahren. Meinem Mann gefällt diese Idee allerdings weniger und ich lasse mich mal wieder überreden. Kurz darauf steht „Würstelstand“unter einer ausladenden Pinie. Es weht ein frischer Wind aus Ost. Die Stimmung ist ebenfalls frostig.

Freunde laden uns in ihr Ferienhaus ein und wir werden kulinarisch verwöhnt. Bei süffigem Pro Secco diskutieren wir über Gott und die Welt. Bald sieht die Welt wieder freundlicher aus🍷

Die Nacht in der Aprilia Marittima, unter der ausladenden Pinie, verläuft wunderbar ruhig. Ich hole mir noch eine Decke, denn es ist empfindlich kalt. Ich sehe noch nach, ob der Tank noch dicht ist, dann versinke ich in einen tiefen, erholsamen Schlaf…

Lignano/Ravenna

295KM

Auf Grund der Schlechtwetter-Front im Norden Italiens, lassen wir das zweite Reiseziel Chioggia aus und fahren einen Campingplatz nahe Ravenna an. Die Dame am Empfang des Platzes wirkt etwas gestresst, beantwortet aber geduldig alle unsere Fragen.

Direkt vor dem Platz fährt der Bus Nummer 80 in zirka 15 Minuten, um 2,10 Euro, direkt nach Ravenna. Die Bustickets gibt’s praktischer Weise an der Rezeption.

Wir packen uns warm ein, denn es hat auf 14 Grad abgekühlt.😬Der starke Nordwestwind macht die Sache nicht besser. Gleich um die Ecke, nur 5 Minuten zu Fuß, tost die aufgewühlt Adria.

Es ist erst 15:00 Uhr. Der Tag ist noch lang. Wir beschließen das UNESCO Weltkulturerbe Ravenna zu besichtigen. Direkt vom Bahnhof aus, wo der Bus hält, sind wir in fünf Minuten in der Altstadt. Nun ja, was soll ich sagen; viele Baustellen, viele römische Mosaike, viele Marktstände mit billigem Ramsch.

Die wenigen geöffneten Lokale bieten Magen-unfreundliche Convenience Food. Ok, das Gelati ist😋! Etwas enttäuscht verlassen wir diese „einzigartige Schatztruhe- gefüllt mit Kunst, Geschichte und Kultur“, wie das Prospekt die Stadt beschreibt.

Was uns schon während der ganze Fahrt aufgefallen ist; den Italienern geht’s wirtschaftlich nicht gut. Jede zweite Fabrik geschlossen. Vergammelte Vorstädte, viel herum lungerndes „Multi- Kulti- Volk“ Die Italiener haben es nicht leicht, mit der Zuwanderung. Sie haben genug Probleme im eigenen Land.

Wir werden es nicht ändern, also fahren wir morgen nach San Marino, oder wenn das Wetter nicht besser wird, noch weiter in den Süden. Mal seh’n …

Mosaik Kunstschatz
Servietten Kunst meines Mannes.
Preis pro Nacht mit Strom 26 Euro ohne Kurtaxe
Camping Adriano

Paar Blümchen vom Wegesrand…

Action Reisen im Wohnmobil

Lopadistory View All →

Ich bin aufgeschlossen, schaue gerne hinter die Kulissen und lasse mich von Blendern nicht aufs Glatteis führen. Menschen die offen und freundlich sind und die zurücklächeln, wenn man sie auf der Straße trifft, schätze ich. Die Grantigen können mir gestohlen bleiben. Ich schreibe für mein Leben gerne und kann dies nun endlich ohne Einschränkung tun! Ruhestand ist schon was schönes- schwöre!

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