Costa Rica 2020- 4.Tag- Regenwald – Tortuguero

Eine Reise in die Tiefen des Urwaldes von Tortuguero

Der Tag gehört diversen Bootsfahrten in die Seitenarme des Naturschutzgebietes. Unsere Truppe setzt sich aus zwei Nationalitäten zusammen. Schweizer und Österreicher. Die Stimmung ist gut. Die meisten sind fröhlich und wir kommen uns bei den gemeinsamen Ausflügen rasch näher.

Reiseleitung

Unser Reiseleiter versorgt uns reichlich mit Informationen und wird nicht müde, täglich die vorbildliche Haltung Costa Ricas zum Umweltschutz zu erwähnen. Dennoch rasen wir mit Benzin- betriebenen Booten durch die Kanäle. Vorbei an den Müllhalden der primitiven Wellblech Baracken. Auch am karibischen Strand liegt Müll. Schuld sei das angrenzende Nicaragua. „Die werfen alles ins Meer,” sagt der Reiseführer …

Bunte Tierwelt

Auf unseren Fahrten durch den Dschungel sehen wir Tucans, Reiher, und Rallen, Leguane, Kaimane, bunte Eidechsen, Fledermäuschen, Faultiere und Brülläfchen. Was wir nicht sehen sind Schlangen.🐍Das Szenario unberührter Natur ist fantastisch und der bisher beeindruckendste Teil der Rundreise. Wir fühlen uns in die Uhrzeit zurück versetzt. Am Ende fahren wir in einen in den Fünfzigern von Tropenholz Händlern angelegten Seitenarm, der für Transportzwecke angelegt wurde. Damals wurden viele Quadratkilometer abgeholzt. Heute ist alles wieder mit sogenanntem Sekundärwald bedeckt. Der Führer lässt den Motor abstellen und bittet uns für zwei Minuten zu schweigen, die Augen zu schließen und mit dieser kleinen Geste der Natur Respekt zu zollen. Eine schöne Idee bei der alle gerne mitmachen…

Urtümliche Vegetation
Krabbenreiher
Leguan
Fledermäuschen während der Siesta

Die ‚Bitch‘ unter den Vogeldamen …

Wir lernen eine Vogelart kennen, deren Weibchen als ‚Prinzessin‘ bezeichnet werden. Bei dieser Gattung der Rallen werden für die Weibchen von den  werbenden Männchen Nester gebaut. Wenn aber das Design den kritischen Augen der Umworbenen nicht entspricht, zerstört die anspruchsvolle Dame das Nest mit eigenem Schnabel.  Das wiederholt sich so lange, bis ihr das neue Heim endlich gefällt. Sie setzt sich anschließend in das gemachte Nest, legt die Eier und haut ab. Sie überlässt dem Männchen die alleinige Brutpflege. Der Vogelvater muss nun den Nachwuchs nicht nur ausbrüten, sondern danach auch für Nahrung sorgen, was ihn gewaltig stresst, denn er kann den Nachwuchs nicht zu lange allein lassen. Die Nesträuber warten nämlich schon. Das kümmert die ‚Prinzessin‘ nicht im geringsten. Sie vergnügt sich anderwertig … Das nennt man dann ‚gefiederte Emanzipation‘. 🐦

Wie geht es weiter?

Morgen packen wir zum dritten Mal die Koffer und brechen wieder auf. Obstplantage, eine Schule und ein wenig Freizeit danach. Klingt anstrengend? Ja, ist es. Aber auch immer wieder schön!🐸🍉🍌🍋🥝

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