Was für ein herrlicher Duft!

Nach dem gestrigen verregneten Purzeltag locken heute die Sonne und der Garten. Kaum stehe ich im Grünen steigt mir ein unvergleichlich zarter, und delikater Duft in die Nase. DAS olfaktorische Highlight im Mai. Die Naturfreunde unter Euch ahnen es sicher schon – Es ist …

Das Maiglöckchen.

Foto: Aus meinem Garten

Die hübsche Pflanze bietet den Bienen zwar keinen Nektar, aber der Fruchtknoten ist sehr saftig. Deshalb wird sie trotzdem bestäubt. Dabei achtet die Pflanze darauf ihre Einzelblüten nicht selbst zu bestäuben. Sie mag quasi keine Inzucht. Ich liebe ihren Duft und würde mich am liebsten in ihre Blütenbeete legen, wenn es da nicht einen Haken gäbe. Wie bei einigen anderen Schönheiten der Natur ist auch bei Maiglöckchen Vorsicht geboten.

Schon eine Berührung kann eine Reizung der Haut oder der Augen nach sich ziehen. Vor allem die Blüten und Früchte, aber auch die Stiele und Blätter sind giftig. Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Beklemmungsgefühle sind, falls diese Pflanze versehentlich in den Mundraum gerät, nur der Anfang. Der Blutdruck steigt und fällt. Die Atmung wird tief und langsam und am Ende kann Herzstillstand eintreten. Deshalb sollte man beim Bärlauch pflücken, speziell mit Kindern darauf achten, nicht zufällig ein Maiglöckchen zu erwischen. Beide Gattungen sehen sich sehr ähnlich. Der Bärlauch blüht gerade, aber seine Blüte ist eine ganz andere, und auch der Duft ist kein Vergleich ….

Deshalb kann mich nichts davon abhalten, den Duft der Maiglöckchen zu genießen.

Photo by Corina Rainer on Unsplash

In diesem Sinne einen schönen 1. Mai und lasst Euch nicht unterkriegen!

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