Vom Bienenstich und Bienensterben …

Als ich ein Kind war, hatten wir auf unserem Bauernhof viele Bienenstöcke. Es gab feinen Honig und die emsigen Tierchen gehörten zum Selbstverständnis meiner kleinen Welt. Stets achtete ich darauf, achtsam zu sein und nicht gestochen zu werden, damit die Biene nicht sterben musste.
Jahre später wurde die Mehlspeise Bienenstich zu meinen Lieblings Naschereien, denn als Kind kannte ich sie nicht, da es ja keine typisch österreichische, sondern deutsche Süßigkeit ist.

Der Sage nach kommt der Name der Mehlspeise aus Andernach am Rhein. Vor 500 Jahren hatten zwei Bäckerjungen nach der Arbeit noch Lust auf etwas Süßes. Sie kletterten sie auf die Stadtmauer, wo der Nachtwächter seine Bienenkörbe aufgestellt hatte. Zufälligerweise hatten die Linzer vom anderen Rheinufer gerade beschlossen, Andernach in böser Absicht in den frühen Morgenstunden anzugreifen. Das war der beste Zeitpunkt, weil die Andernacher richtige Feiernasen waren und recht lange schliefen. Der Grund war wieder einmal das liebe Geld – die Zolleinnahmen aus der Rheinschifffahrt. Und genau zu dieser Zeit waren die Bäckerburschen auf der Stadtmauer. Die erschraken und verjagden die Linzer in dem sie mit den Bienenkörben nach ihnen warfen und weil es sich mit Bienen unter der Ritterrüstung nicht so angenehm anfühlt, flüchteten die Angreifer. Aus den Dieben wurden Helden. Und seither gibt es den Bienenstich.

Aber nun wieder zurück zu den Bienen. Inzwischen liest man sehr oft vom Bienensterben. Ich wundere mich darüber, denn in unserem halbwilden Garten summt es allerorts. Und deshalb habe ich recherchiert.
Es war gar nicht so einfach glaubwürdige Fakten zu entdecken. Schließlich erschien mir folgender Link als der mit den meisten Fakten.

https://beegut.de/blogs/wissen/bienensterben

Zusammenfassung:
Global gesehen gibt es keinen Rückgang der Population der westlichen Honigbiene (Apis mellifera).
Im Gegenteil die Anzahl der Bienenstöcke ist seit 1961weltweit um 45 % gestiegen.
Bei Wildbienen sieht es anders aus. Die sind tatsächlich bedroht. Das hängt mit dem allgemeinen Schrumpfen jeglichen Artenreichtums zusammen, da wir Menschen immer mehr Territorien für uns besetzen.
Aber damit es den Bienen weiterhin gut geht, braucht es mehr Streuwiesen. Und wir können im Einzelnen mit jedem Blumenkasten und den richtigen Gartenblumen zum Fortbestand der Bienen beitragen. Hier helfen vor allem Bienen-freundliche Pflanzen wie Akelei, Lavendel, Astern, Lupinen. Ich frage mich ohnehin, warum nicht vor jedem Fenster in den Städten ein Blumenkasten hängt. Keine Pestizide verwenden, sondern natürliche Mittel. Das würde so manches Beton-Viertel im wahrsten Sinne des Worts aufblühen lassen und vielleicht auch zum Glück jedes Einzelnen beitragen. 🙂

Bienchen im Glück …

Ich wünsche Euch eine gute Woche

4 Comments on “Vom Bienenstich und Bienensterben …

  1. Wir hatten immer Geranien als Balkonpflanzen. Bis wir hörten, dass Geranien für Bienen und Hummeln keinen Nutzen haben. Nun haben wir unsere Balkonbepflanzung Bienen- und Hummelgerecht umgestaltet.

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  2. Die Idee unterstütze ich sofort. Auf unserem kleinen Balkon wimmelt es von Insekten. Wir haben sogar ein Insektenhaus an der Wand hängen. Man bietet damit nicht nur Insekten einen Platz an, sondern kann sich noch an der bunten Vielfalt der Blumen und Pflanzen erfreuen.

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