ENDLICH! 😅

Es ist soweit. Mein neuestes Werk ist veröffentlicht. Es war NICHT einfach! Seit 2008 ging ich mit diesem Projekt ‚schwanger‘. Unmittelbar nach der Weltumsegelung fragten mich viele, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben, aber ich lehnte ab. Ein dreijähriger Ausstieg auf einer kleinen Segelyacht schien mir nicht eines Buches wert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich nicht WIRKLICH jemand dafür interessierte. Natürlich war diese Reise für einige spannend und wir wurden gebeten Vorträge zu halten. Aber wenn sie uns danach Fragen stellte und wir antworteten, hatten wir den Eindruck, als hörten uns die meisten nur mit halbem Ohr zu. Und zack, nach dem letzten Satz, berichteten sie übergangslos von ihren eigenen Segelerlebnissen. Einmal wurden wir allen Ernstes gefragt, wie oft wir während der Atlantiküberquerung geankert hätten … ⚓💭

Viele Jahre später kramte ich meine Tagebücher wieder hervor und begann darin zu lesen. Schnell zog mich der Mikrokosmos des damaligen Lebens in seinen Bann und ich versank in meinen eigenen Geschichten. Unwillkürlich fragte ich mich: ‚War diese Frau wirklich ich?‘ Wie habe ich das alles ausgehalten? Dieses Leben auf drei Quadratmetern zu zweit, das Kochen bei jedem Seegang, den Partner täglich 24 Stunden um mich, drei Jahre lang …

Aber dann las ich von den Sternstunden auf See, dem einmaligen Gefühl während der langen Wachen, in denen man niemals allein war. Von den Kreaturen im und über dem Ozean, welche meist unsichtbar und doch stets präsent waren. In diesen Momenten fühlte ich mich wie ein winziger Teil des großen Ganzen. 💫

Ich begann zu schreiben, ohne viel darüber nachzudenken ob es stilistisch anspruchsvoll, oder grammatikalisch auf der Höhe war. Ich verzettelte mich enorm, weil ich versuchte auch die turbulente Zeit danach einfließen zu lassen. Ich ließ ein Exemplar bei BoD drucken und gab es Freunden zum lesen. Die Reaktionen waren nebulös- höflich, abnickend, aber nicht wirklich überzeugend. Ich legte das Werk zur Seite und vergaß es.

Kurz vor meiner Pensionierung, dachte ich darüber nach, wie ich mir die Zeit vertreiben würde. Geschrieben habe ich schon immer gern und was die Fantasie in meinen Aufsätzen anbelangte, war ich schon in der Schule gut. Ich würde wieder schreiben. Soviel stand fest. Diesmal holte ich mir professionelle Hilfe in einem Autoren-Workshop und geriet prompt in einen Schreibtaumel. Zur gleichen Zeit entdeckte ich Story one. Diese Plattform eignete sich wunderbar dafür, meinen Stil zu finden und zu verbessern. Ich schrieb Kurzgeschichten und sie kamen recht gut an. Und weil es bei diesem Verlag so genial einfach war, veröffentlichte ich drei Büchlein. Das alles war äußerst erfreulich und tat meinem Schreiben gut, aber es weckte auch einen gewissen Ehrgeiz und die Erinnerung an mein vergessenes Werk.

Ich kramte das Buch wieder hervor und bat die Seminarleiterin, es über die Weihnachtsfeiertage zu lesen. Als Beurteilung wollte ich nur Hot oder Schrott gelten lassen. Zu meiner Überraschung fand sie es lesenswert, bemerkte aber gleichzeitig, dass es noch einiger Korrekturen bedurfte und ich die Abschnitte nach der Reise weglassen solle. Das würde den nur Leser verwirren. Und weil es gerade so gut passte, fragte ich, ob sie das Buch gemeinsam mit mir lektorieren möchte. Die Angelegenheit nahm ein volles Jahr in Anspruch, denn uns beiden fehlte die Zeit, es schneller durchzuziehen. Aber wir brachten es zu Ende. Inklusive Exposé für die Verlage. Just nach der Fertigstellung kam Corona. Ich schrieb fünfzehn zum Thema passende Verlage an. Alle bis auf drei schickten freundliche Absagen. Na ja, was hatte ich erwartet?

Zwei Monate später stieß ich zufällig auf Morawa, einen österreichischen Verlag, mit einer Self- Publishing Plattform. Es passte sofort. Freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterinnen unterstützten mich und waren da, wenn ich sie brauchte. Bis zur Veröffentlichung dauerte es dennoch zwei weitere Monate. Hauptsächlich deshalb, weil ich versuchte dem Manuskript quasi ‚zu Fuß‘ mittels Korrekturprogrammen und einer Freundin den letzten Schliff zu verpassen. Irgendwann nach dem gefühlten vierzigsten Mal, hatte ich genug vom Korrekturlesen und übergab das Manuskript einer professionellen Agentur. Das hätte ich besser schon früher gemacht, denn dann hätte es mein Techniker mit seiner nervlich angeschlagenen Frau nicht so schwer gehabt … Obwohl; ich litt genauso. Denn mein Mann teilt mich äußerst ungern. Auch nicht mit einem Manuskript in dem er nicht einmal vorkommt.

Aber jetzt ist gut und die Fische fliegen endlich!

🐬🐬🐬🐬🐬

Erhältlich in allen Buchhandlungen oder online.
SBN/EAN978-3-9911039-6-7
Paperback – Verlag My Morawa

https://www.morawa.at/detail/ISBN-9783991103967/Padi-Lo/Wenn-Fische-fliegen-lernen#null

8 Comments on “ENDLICH! 😅

  1. Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch! 🙂
    Am Montag habe ich vor, meine Lieblingsbuchhandlung zu besuchen. Dann werde ich den freundlichen Damen den Zettel in die Hand drücken und alles weitere wird sich dann ergeben. 😀

    Liebe Grüße,
    Werner

    Gefällt 1 Person

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