Still ruht der See

Während im Süden und Südosten unseres Landes der Schnee die Landschaft in winterliches Weiß verwandelt, wandern wir noch immer in feuchtkalten, nebelverhangenen Ebenen. Wir flanieren an Salzburgs Mattsee, einem kleinen, verträumten Gewässer, an dessen Ufer sich ein hübscher Ort gleichen Namens schmiegt. Es ist dieses Jahr so still wie alles jenseits der Shoppingcenter und Einkaufsmeilen.

Sie dürfen wieder und sie tun es ausgiebig. Nicht so intensiv wie in den Jahren zuvor, aber heftig genug, um mich davon abzuhalten, mich unter die vermummten Gestalten zu mischen.

Die Gesichter der Menschen, die uns begegnen, sind offen, aber sie unterhalten sich leise. Geduldig warten Kitesurfer auf Wind und sogar die Kinder wirken stiller als sonst. Wir selbst sind es auch, denn es ist alles gesagt. Wir sind der Erregungsdiskussionen müde. Flanieren schweigend nebeneinander die Promenade entlang. An den Uferböschungen ragen riesige Baukräne in den Himmel. Wer über Kapital verfügt, investiert in Beton und Immobilien. Kein Lüftchen regt sich. Die Kiter sind enttäusch. Sie beginnen in ihren Neoprenanzügen zu frieren und machen sich auf den Weg nach Hause.

Still ruht der See …

Währenddessen in Kärnten (mit kurzem dialektischen ‚Einwurf‘ meiner Tochter) …

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