Logbuch 3.10.21

Wetter

Primošten: Wind SE 15-35 KN, Temperatur: 18-23° Wasser: 21-22°

Ab heute geht’s wieder zurück in den Norden. Leider. Der Wind ist uns hold. Er hat auf Süden gedreht. Die Prognosen prophezeien anspruchsvolles Segeln.🌬️ Unser Tagesziel ist die geschützte Bucht von Brbnj auf Dugi Otok. Mir wäre Molat lieber gewesen, aber der Kapitän+- alias Techniker hat am Schiff das Sagen.

Bis zum Ziel herrschen fantastische Bedingungen. Der Wind bläst mit flotten 20-35 KN. Alles gut, bis wir die Bucht erreichen. Das Einholen der Boje erweist sich als tückisch. Mit dem sonst funktionierenden Einmann-Patent eines Freundes geht es heute gar nicht. Die Festmacher an der Boje sind zu dick für den Schnappschäkel.

Nach vier Fehlversuchen wenden wir die altbewährte Methode des »Achterlichholens« an. Das bedeutet ich fange die Boje am Heck. Zack, ist sie auch schon da und ich kriege die Boje zwar an den Haken, aber der Zug ist wegen der einfallenden Böen so stark, dass ich ihn ins Wasser fallen lasse, bevor es mich von Bord reißt. Also nochmal! Diesmal klappt es mit dem Halten. Aber nur, weil der Techniker höchstselbst anpackt. Aber selbst ihm gelingt es nur mit Müh und Not die Boje zu halten. Stück für Stück ziehen wir die Leine nach vorne an den Bug. Ach ja, der Haken. Der muss auch noch herausgefischt werden. Ich bin außer Atem und unser beider Rücken attestiert uns einen leichten Hang zur Ignoranz altersbedingter Schwächen. So ist das nunmal, wenn 143 Jahre Schwerstarbeit leisten😉

Nun ist mir nach einem Gläschen Rum und dem Techniker nach einem Martini. Ich will nur mehr meine Ruhe. Den Mann ziehts an Land. Erst will ich nicht, aber kochen mag ich heute auch nicht. Also lass ich mich auf den Landgang ein.

Die Nacht

Es kann fast nichts mehr schiefgehen, denn das hatten wir heute schon. Das Essen war gut, der Wind ist eingeschlafen und wir beide werden das demnächst auch.

🥵🥱🥵🥱🥵🥱

2 Comments on “Logbuch 3.10.21

  1. Ich fand segeln auch nicht immer nur lustig. Das „Kurioseste“ haben wir auf der Alster mit einer kleinen Jolle erlebt, als die plötzlich mit ihrer Mastspitze im Schlick des Bodens steckte und wir von der DLRG an Land gebracht wurden. Und das am 1. April, als die Alster noch saukalt war.

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