3. Was wurde aus dem WaldsterbenđŸŒČ*

Gesamter Waldbestand der Erde:

WĂ€lder bedecken große Teile der Erde. Im Jahr 2020 erstreckten sie sich ĂŒber zirka vier Milliarden Hektar – das entspricht etwa 31 Prozent der weltweiten LandflĂ€che. Mehr als die HĂ€lfte der globalen WaldflĂ€che (54 Prozent) liegt dabei auf dem Gebiet von nur fĂŒnf Staaten: Russland, Brasilien, Kanada, USA und China. Das kleine sĂŒdamerikanische Land Surinam ist dagegen das Land mit der höchsten Walddichte. 97,6 Prozent der FlĂ€che Surinams ist mit WĂ€ldern bewachsen. Eine hohe Walddichte besitzen auch Guyana, die Föderierten Staaten von Mikronesien, Gabun und die Salomonen.
Quelle: STATISTA

1981

Dr.agr. Bernhard Ulrich, Forstwissenschaftler und Ökosystemforscher, löst mit seinen Aussage „Die ersten großen WĂ€lder werden schon in den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren sterben, sie sind nicht mehr zu retten,“ eine neue Panikwelle und gleichzeitigen Hipe fĂŒr die GrĂŒnen aus. Die Partei schafft es ins Deutsche Parlament.
Mit reißerischen Slogans wie: „Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch“, versetzt man die die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Saurer Regen

Seine Erkenntnis gewann Ulrich aus dem Solling-Projekt. Er gelangte zu dem Ergebnis, dass auch im Solling, der als relativ unbeeinflusst galt, große Mengen an menschlich verursachten Luftverunreinigungen wie Schwefeldioxid und Stickoxide eingetragen werden.
SĂ€urebildende Abgase begĂŒnstigen die Entstehung von saurem Regen. Sie entstehen durch Stickoxide und Schwefeldioxide. Insbesondere der Verbrennungsvorgang fossiler Brennstoffe fördert den sauren Regen. Allerdings sind auch natĂŒrliche vulkanische AktivitĂ€ten fĂŒr diesen Prozess verantwortlich. Chemische Reaktionen in der AtmosphĂ€re können ebenfalls der Grund sein. Es bilden sich Gase und SĂ€uren, welche den pH-Wert des Regens reduzieren.

Maßnahmen

Aufgrund seiner Messungen stellt Ulrich 1979 die Prognose auf, dass in den nĂ€chsten Jahren in Deutschland großflĂ€chig WĂ€lder absterben werden. SĂ€mtliche Medien springen auf den Zug auf. Helmut Kohl veranlasst, dass Kohlekraftwerke Filter zur Rauchgasentschwefelung in ihre Schlote einzubauen haben. Die EU einigt sich auf verbindliche Abgaswerte fĂŒr Pkw, spĂ€ter werden LuftreinhalteplĂ€ne eingefĂŒhrt und Katalysatoren vorgeschrieben. Die Gesetztes Vorhaben stammen allerdings schon aus den Siebzigern.

Gegenstimmen

Professor Heinrich Spieker (Wikipedia erwĂ€hnt ihn bezĂŒglich Waldsterben ĂŒbrigens nicht …) widerspricht der These Ulrichs. Er behauptet in den Achtzigern seien maximal 10% des jĂ€hrlichen Zuwachses an Wald abgestorben. Das wĂŒrde bedeuten, dass der Wald sich unverdrossen vermehrt und sich nicht um politisch motivierte Panikmache schert.

1993 bis heute

1993 veröffentlichte der Bundesminister fĂŒr Forschung und Technologie die Bilanz aus 10 Jahren Waldbeobachtung. Das Expertengremium der Bundesregierun weist darauf hin, dass die SchadstoffeintrĂ€ge in der Luft zwar weiter reduziert werden sollten, aber die Forscher kommen auch zu dem eindeutig positiven Ergebnis.

Zitat:

„Das großflĂ€chige Absterben ganzer Waldregionen, wie es der Begriff Waldsterben unterstellt, wird heute von der Wissenschaft auch fĂŒr die Zukunft nicht befĂŒrchtet.“

Bundesministerium fĂŒr Forschung und Industrie 1993

Eine Analyse ĂŒber die Reaktion der Presse ergab, dass lediglich vier Tageszeitungen von 54 diese Signale der Wissenschaftler positiv aufgenommen haben. Vier positiv, 50 negativ.

FAZIT: „Nachtigall ick hör dir trapsen …“

Wie in einer ARTE-Dokumentation deutlich vor Augen fĂŒhrt, lösen sogenannte Wissenschaftler und vor allem die Medien immer wieder Angstwellen und Panik aus. Warum das so ist, sollte einmal untersucht werden. Wem nĂŒtzt es, ist ebenfalls eine immer wiederkehrende Frage. Mit Ökothemen kann man auf jeden Fall politische Karriere machen. Zumindest das, lĂ€sst sich heute mit Sicherheit behaupten. FĂŒr Interessierte hier die ARTE-Dokumentation. https://www.youtube.com/watch?v=fY6yp9P9BCQ

Wie ist Eure Meinung dazu?

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* Das ist meine neue Rubrik fĂŒr das Jahr 2023. Sie wird jeweils an Sonntagen in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden erscheinen.
Es behandelt drei Themenschwerpunkte: Natur, Mensch und Technik.

Recherchen erfordern viel Zeit und ich möchte keine halben Sachen machen. Die BeitrĂ€ge erheben keinen Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Unterschiedliche Sichtweisen habe ich berĂŒcksichtigt. Das Conclusio daraus ĂŒberlasse ich jedem Leser selbst.

5 Comments on “3. Was wurde aus dem WaldsterbenđŸŒČ*

  1. Da bin ich ganz bei dir. DafĂŒr mĂŒssten wir „Sinn und Verstand“ allgemeingĂŒltig definieren und als Voraussetzung festlegen. Liebe GrĂŒĂŸe und einen angenehmen Abend 🙂

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  2. Was spricht dagegen, unseren Planeten fĂŒr alle, die darauf leben, pfleglicher zu behandeln als wir es gerade tun, statt ihn mit seinen Ressourcen und alle Wesen darauf, inklusive der Menschen, zum Vorteil einiger Weniger weiterhin grenzenlos auszubeuten?

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