COSTA RICA

Reisetagebuch Costa Rica, Jänner/Februar 2020-Links:

VULKAN IRAZÚ
GUÁPILES-IM REGENWALD
REGENWALD – TORTUGUERO
FARBENPRACHT DER PFLANZEN
SCHULBESUCH
VULKAN ARENAL
KAFFEEPLANTAGE
MONTEVERDE-NEBELWALD
RINCÓN DE LA VIEJA
PAZIFIKKÜSTE-QUEPOS-Hotel Parador

Mein Costa Rica ABC

Anreise: Unsere Anreise im JÄNNER nach San Juan erfolgte mit Zug und Flugzeug (Edelweiß- Swiss Air- beide Airlines gehören zur Lufthansa). Der Hinflug dauerte ab Wien 11 Stunden, der Rückflug mit Rückenwind 10 Stunden. Beim Hinflug war die Klimaanlage des Flugzeuges so kalt eingestellt, dass ich froh war, eine Winterjacke dabei zu haben. Später während der Rundreise in den Bussen, ging es mir ebenso.
Atlantik: Der Atlantik auf der Nordöstlichen Seite des Landes ist kühl und rau und hat uns nicht zum Baden eingeladen. (Unter 25 Grad)
Bekleidung: Sowohl leichte Sommerkleidung als auch Regenkleidung sind wichtig. Badesachen, Mücken-spray und Sonnenschutz nicht vergessen. Eine warme Jacke und festes Schuhwerk sowie eine leichte lange Hose für Wanderungen im Dschungel sind ebenfalls erforderlich.
Bildung: Wird in CR großgeschrieben. Seit die Armee 1948 abgeschafft wurde, fließt dieses Budget in die Bildung. Es herrscht Schulpflicht mit einer Vorschule ab vier Jahren. Wir waren selbst in einer Schule und hatten den Eindruck, von motivierten und interessierten Kindern. Es gibt keinen Analphabetismus und kein Kind muss in CR auf der Straße leben.
Biodiversität: Die Pflanzenwelt ist wegen des feuchtwarmen Klimas enorm vielfältig. Es gibt alleine 1200 Arten von Farnen. Ähnlich sieht es in der Tierwelt aus- (ca. 800 Vogelarten). 5% der gesamten Pflanzenwelt der Erde gedeihen auf Costa Rica, das flächenmäßig 51. 100 Quadratkilometer nur wenig größer als die Schweiz mit 41 285 Quadratkilometer ist. 27% der gesamten Landesfläche stehen unter Naturschutz. 50% des Landes sind heute wieder bewaldet. (Sekundärwald)
Costa-Ricaner: Rund 5 Millionen Einwohner leben in der Präsidialrepublik. 94 % Mestizen („Mischlinge“) und Weiße, 3 % Schwarze 1 % Indios, 1 % Chinesen und 1 % Sonstige. 52 % sind römisch-katholisch, 22 % Protestanten, inkl. evangelikaler Gruppierungen (Quelle Wikipedia).
Der größte Teil der Schwarzen, die einst als Hilfsarbeiter zum Eisenbahn und Straßenbau eingesetzt wurden, leben an der Atlantikküste. In anderen Landesteilen herrschen die Mestizen mit spanischem Wurzeln vor. Das ist das Ergebnis der unrühmlichen Vergangenheit der spanischen Konquistadoren in Costa Rica. Die männlichen Indios ließ man ermorden, die Frauen wurden zu ‚Paarungszwecken‘ am Leben gelassen. Die Menschen erlebten wir als entspannt, freundlich und hilfsbereit. Es gibt relativ wenig Kriminalität.
Einflüsse: Seit 1821 ist CR von Spanien unabhängig.
Handelspartner sind Europa und USA. Das Land wird gerne von Schweizern als Auswanderungsland genutzt. Es gibt einige Landstriche, wo man sich auf Grund der Natur und Architektur in der Schweiz wähnt. Amerikanisch stämmige Quäker habe es hier im Tourismus zu großem Wohlstand gebracht. Die Handelsbilanz des Landes ist dennoch konstant negativ.
Elektrizität/Handy/Tarife: Reisestecker nicht vergessen! Die Stromspannung beträgt 110-120 V bei 50-60 Hz. Die US- amerikanischen Flachstecker sind gebräuchlich und man kann sie vor Ort in den größeren Läden in den Elektroabteilungen kaufen. Handy: In den meisten Hotels ist kostenloses WLAN vorhanden. Manchmal allerdings nur in der Lobby. Roaming- Gebühren sind sehr teuer. Man kann aber auch Pre- Paid Karten kaufen. Landesvorwahl: 00506
Essen und trinken: Reis und Bohnen mit unterschiedlichen Beilagen wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Alkohol ist teuer. Eine kleine Flasche Bier ab 3,5 Dollar. Es empfiehlt sich dort zu essen, wo es auch die Einheimischen tun. Am Mittagsbuffet zahlten wir zwischen 32 und 12 Dollar pro Person.
Früchte: Sie werden uns fehlen; Ernte-frische Ananas, Mangos, Papayas und Bananen. Einfach köstlich und immer der erste Gang beim Frühstück. Die Fruchtsäfte sind verhältnismäßig günstig und schmecken herrlich.
Gastarbeiter: Wie in allen anderen Ländern auch. Was die Einheimischen um geringen Lohn nicht mehr machen wollen, machen die Gastarbeiter. Allerdings erhalten diese eine frei Unterkunft, Strom und Wasser. Ihre Kinder werden automatisch in das Bildungssystem integriert. Sie arbeiten hauptsächlich in den Plantagen.
Geografie: Topographisch lässt sich Costa Rica in fünf Großräume gliedern.
die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, speziell die Cordillera de Talamanca
das Valle Central mit der Hauptstadt San José
die Schwemmlandebenen der Karibikküste
die zentrale Pazifikküste
die trockene Halbinsel Guanacaste im Nordwesten
In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane, darunter der Turrialba. Die drei am meisten besuchten sind der Volcán Poás (2704 Meter), der Arenal (1633 Meter) und der Irazú (3432 Meter). Der Chirripó Grande (3820 Meter)[5] ist der höchste Berg des Landes. (Quelle Wikipedia)
Hunde: Wohin das Auge reicht. Jeder Haushalt hat mindestens einen. Sie sind genau so entspannt wie ihre Besitzer.
Impfungen: Keine vorgeschrieben.
Kaffee & Kakao- sind die Hauptexportmittel. Die Sorte Arabica aus CR gilt als die beste der Welt. Wenn man allerdings ein Tässchen Nespresso in Europa zum Kilo-preis von 90 Euro schlürft, darf man ruhig daran denken, dass die Hilfsarbeiter in den Plantagen für 50 Kilo handgepflückter Kaffeebohnen drei Dollar erhalten. 😦
Klima: Costa Rica hat drei Klimazonen. An der Pazifikküste herrscht von Dezember bis April die Trockenzeit und es ist heiß. Von Mai bis November hingegen kann es unangenehm schwül werden, denn das ist die Regenzeit. Ganz im Süden auf der Halbinsel Osa, herrscht immer schwüles Klima. An der Atlantikküste hat es konstant um die 26 Grad. In den von Gebirgen umgebenen Landesteilen im inneren hatte es um die 20 Grad. Nachts 16. Im Bergland kann die Temperatur auf 0 Grad abfallen.
Kriminalität: Costa Rica ist eines der sichersten Länder Mittelamerikas. Dennoch gibt es auch hier in den Großstädten rund um die Bahnhöfe Kriminalität. Auch rund um die Spielhallen (Casinos) gibt es Prostitution in typischem Rotlichtmilieu. Amerikaner sind die vorrangigen Kunden. Wir haben im geschützten Rahmen der Reisegruppe nicht viel davon mitbekommen. Außer in San Jose‘ im Umfeld des Casinos.
Kultur: Musik, Nationaltheater
Costa Rica besitzt eine vielseitige Musikkultur von traditioneller einheimischer Musik über karibische Musik und allgemein lateinamerikanische Musik bis hin zu weltweiten Strömungen und Stilen. Neben den internationalen Charts haben vor allem lateinamerikanische Tanzmusik – von Salsa bis Reggaeton – aber auch andere Stile und Gruppen aus Lateinamerika großen Einfluss. Gleichzeitig gibt es eine reiche Kultur an aktiven Musikern und zahlreiche private und öffentliche Musiker-Gruppen (zum Beispiel Universitätsorchester). Zu den typischen Elementen traditioneller Musik zählen unter anderen Gesang, Marimba und Gitarre. (Quelle Wikipedia)
Monteverde: Touristisch voll erschlossen. Großartiger Nebelwald, den man über Hängebrücken erkundet. Hochburg für Fans von Canopy. Ihr Gequietsche hallt durch den gesamten Urwald …
Panamericana: Auch durch Costa Rica führt diese 28 000 km lange Schnellstraße durch Nord- Mittel und Südamerika. Für Fans von alten amerikanischen Trucks eine gute Gelegenheit.
Pazifik: Das Highlight im Westen. 27 Grad warm. Wir sprangen nahe Quepos in diesen mächtigen Ozean und genossen das wunderschöne Hotel Parador.
Pferde: Gibt es im ganzen Land. Man kann auch Trekkingtouren buchen. https://www.viator.com/de-DE/Costa-Rica-tours/Horseback-Riding/d747-g9-c26032
Preise: Costa Rica ist teuer. Schließlich gehört das Land politisch zu den stabilsten, sichersten und friedfertigsten in Lateinamerika. Und das seit mehreren Jahrzehnten. Soziale Sicherheit hat nun mal ihren Preis. Auch hier.
Putzerameise: Angeblich (Quelle Reiseleiter) fallen von Zeit zu Zeit die schwarzen Putzer- Ameisen über die costaricanischen Haushalte her. Mann zieht dann einfach für ein paar Tage zu ameisenfreien Freunden und wenn man zurück kommt, sind die Ameisen weg und das Haus ist frei von Ungeziefer …
Ralle: Emanzipierte Vogeldame die alle Arbeit wie Nestbau, Aufzucht der Kleinen und deren Fütterung den Männchen überlässt.
Regenwald: Ob Regen- Nebel oder Trockenwald, alle sind imposant und auf sicheren Pfaden gefahrlos zu erwandern.
Rundreise: Kann ich empfehlen. 12 Tage würde ich aber nicht mehr machen. Zwei Tage Erholung im Hotel sind zu wenig, denn jeden Tag vor 07 h früh aufstehen ist anstrengend.
Sauberkeit: Costa Rica inklusive seiner Unterkünfte und Gastronomie ist blitzblank und man sieht weniger Abfall neben den Straßen als bei uns. Vorbildlich!
Schlangen: In freier Wildbahn keine gesehen außer im Schlangenhaus und das ist gut so, denn in CR leben die giftigsten Schlangen der Welt. Am häufigsten erwischt es leider die Gastarbeiter in den Plantagen. 300 Bisse 2019- sieben davon tödlich.
Souvenir: Leider meistens Massenware. Schöne Handarbeiten sind selten und sehr teuer.
Sprache: Spanisch. In der Schule wird als Fremdsprache neben Englisch als Freifach auch Mandarin unterrichtet. Mit Englisch kommt man fast überall durch.
Umweltschutz: Wird in CR großgeschrieben. Natürlich bin ich auf die österreichische Initiative (Regenwald der Österreicher) besonders stolz! KlimaschutzNaturschutz und Waldschutz werden als wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik angesehen und werden konsequent umgesetzt. Hatten Holzfäller in den 1970er und 1980er Jahren rund 80 % des Regenwaldes gerodet, sind heute wieder mehr als 50 % des Landes von Wald bewachsen. Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus, von dem sowohl Einheimische als auch umweltbewusste Reisende profitieren. So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar für einen Besuch der Regenwälder und anderer ökologischer Ziele Costa Ricas aus.[9]
Rund 27 % der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. 2012 gab es 160 Schutzgebiete wie biologische Reservate, Nationalparks und Naturschutzgebiete.
Es gibt 26 Nationalparks über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen. In dem 1969 erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park wirksam vor Bauern und Neusiedlern zu schützen. Dank der Privatinitiative Regenwald der Österreicher ist inzwischen die Situation deutlich besser geworden. (Quelle Wikipedia)
Vulkane: Es sind mehr als 120 und einige sind teilweise noch aktiv.
Währung: Colon. US- Dollar werden anstandslos genommen. Der Euro nicht. Wechselkurs: 1 Euro sind rund 600 Colon. Man wähnt sich im Italien von anno dazumal …
Wirtschaft: Man lebt in CR 1. vom Tourismus, 2. von der Landwirtschaft und 3. von der Industrie- hauptsächlich Electronic.
Zebu Rind: Dieses indische Buckelrind ist nahezu überall auf den Weiden anzutreffen.

Allgemeine Informationen

Diplomatische Vertretungen
Deutsche Botschaft
Edificio Torre La Sabana, 8 piso
1000 San José
Tel.: +506-2290-9091
Fax: +506-2231-6403
Web: http://www.san-jose.diplo.de/Vertretung/sanjose/de/Startseite.html
Österreichisches Honorargeneralkonsulat
Cariari, Bosque Dna. Rosa 2da Rotonda 100 oeste, 50 sur
Heredia
Tel.: +506-2239-3616
Fax: +506-2239-1354
E-Mail: consulado.austria@cr4a.com
Schweizerische Botschaft
Paseo Colon, Edificio Centro Colón, 10 piso, Apto. 895
1007 San José
Tel.: +506-2221-4829
Fax: +506-2255-2831
Web: http://www.eda.admin.ch/sanjose
Klima & Reisezeit
In Costa Rica gibt es zwar nur geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen, aber drei unterschiedliche Klimazonen: Entlang
der Pazifikküste kennt man sogar eine ausgeprägte Trockenzeit in den niederschlagsarmen, heißen Monaten von Dezember bis April
(Sommer, span. „verano“). Winde aus südwestlichen Richtungen sorgen hingegen für die schwülen und vergleichsweise
regenreichen Monate von Mai bis November (Winter, span. „invierno“). Nur ganz im Süden, auf der am Golfo Dulce gelegenen
Halbinsel Osa herrscht immerfeuchtes Klima vor. Auf der atlantischen Seite Costa Ricas liegen die Temperaturen konstant um 26 °C
und die Niederschlagsmengen sind ganzjährig fast doppelt so hoch wie am Pazifik. Im von Gebirge umgebenen Landesinnern, dem
„Valle Central“, liegen die mittleren Jahrestemperaturen um 20 °C und insgesamt entsprechen die Niederschlagsmengen denen der
Pazifikküste.
Ungeachtet der klimatischen Unterschiede kann das Land das ganze Jahr über bereist werden, denn auch während der Regenzeit
herrscht in der ersten Tageshälfte überwiegend gutes Wetter, und nur am Nachmittag kann es zu kurzen, aber heftigen Schauern
kommen. Dafür sind dann die Preise niedriger als im europäischen Winter, zur Hochsaison. Im Regenwald herrscht ganzjährig
extrem hohe Luftfeuchtigkeit mit stets starker Schauerneigung, während es im Bergland recht kühl werden kann. Hier fallen die
Temperaturen nachts mitunter bis fast zum Gefrierpunkt.
Generell empfiehlt es sich, leichte und schnell trocknende Kleidung mitzunehmen. Bei Touren im Regenwald sollte man
langärmelige Hemden und Hosen tragen, denn sie sind der beste Schutz vor Mücken und Kleintieren. Ein Regenumhang gehört
ebenso ins Gepäck wie etwas Warmes für Nächte im Bergland. Sonnencreme und Mückenschutzmittel nicht vergessen!
Essen & Trinken
An den typischen Bestandteilen der deftig-bodenständigen Küche Costa Ricas kommt niemand vorbei: Reis und Bohnen begegnet
man ebenso häufig wie Bananen aller Art und vielfältigem Gemüse. Mais-Tortillas und Guacamole sind ebenfalls feste Größen. Auf
vielen Speisekarten findet man das Nationalgericht „gallo pinto“, das aus gebratenem Reis und Bohnen besteht, die in Rahm
angerührt und mit Spiegelei zum Frühstück serviert werden. Als Snack serviert man Bocas, Arreglados (belegte Sandwiches) und
Gallos (gefüllte Tortillas). Die typischen Restaurants, einfache Tavernen, heißen in Costa Rica „sodas“.
Reisen im Land
Eine relativ preisgünstige Möglichkeit, innerhalb Costa Ricas zu reisen, stellt das Flugzeug dar. Verschiedene Kleingesellschaften
decken das ganze Land ab. San José hat zwei Flughäfen: den internationalen Aeropuerto Juan Santamaría und den Inlandsflughafen
Tobías Bolaños. Darüber hinaus gibt es ein intaktes Überlandbussystem mit zuverlässigen Fahrplänen und gut gewarteten Bussen.
Streckennetzdichte und Verbindungsfrequenz nehmen allerdings ab, je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt.
Costa Rica mit dem Mietwagen zu erkunden, ist absolut problemlos (Mindestalter: 25 Jahre). Es herrscht Rechtsfahrgebot. Man
sollte sich jedoch darauf einstellen, dass die Beschilderung meist sehr zu wünschen übrig lässt und manche Straßen nach
Regenfällen nur schwer passierbar sind. Je nach Reiseziel bzw. Fahrstrecke leiht man sich am besten einen Geländewagen mit
Allradantrieb, der aber in jedem Fall im Voraus reserviert werden muss (und vor Fahrtantritt auf Schäden bzw. Gebrauchsspuren
untersucht werden sollte). Geschwindigkeitsbegrenzungen (60-100 km/h auf Landstraßen und 30-50 km/h in Ortschaften) und
Parkverbote (markiert durch einen gelben Streifen am Straßenrand) sollte man genau beachten, denn es wird streng kontrolliert.
Auch Costa Ricas Verkehrspolizisten setzen Radar-Pistolen gegen Raser ein.
Elektrizität
Die Stromspannung beträgt durchgehend 110-120 V bei 50-60 Hz. In der Regel trifft man auf Flachstecker US-amerikanischer
Bauart. Für eigene Geräte sollte man einen Adapter mitnehmen.
Zeit
In Costa Rica gilt die Central Standard Time (CST). Die Differenz der CST zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC),
beträgt -6 Stunden, die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -7 Stunden. Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist in Costa Rica
keine Sommerzeit vorgesehen, d.h. der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt -8 Stunden.

Anreise: Unsere Anreise im JÄNNER nach San Juan erfolgte mit Zug und Flugzeug (Edelweiß- Swiss Air- beide Airlines gehören zur Lufthansa). Der Hinflug dauerte ab Wien 11 Stunden, der Rückflug mit Rückenwind 10 Stunden. Beim Hinflug war die Klimaanlage des Flugzeuges so kalt eingestellt, dass ich froh war, eine Winterjacke dabei zu haben. Später während der Rundreise in den Bussen, ging es mir ebenso.
Atlantik: Der Atlantik auf der Nordöstlichen Seite des Landes ist kühl und rau und hat uns nicht zum Baden eingeladen. (Unter 25 Grad)
Bekleidung: Sowohl leichte Sommerkleidung als auch Regenkleidung sind wichtig. Badesachen, Mücken-spray und Sonnenschutz nicht vergessen. Eine warme Jacke und festes Schuhwerk sowie eine leichte lange Hose für Wanderungen im Dschungel sind ebenfalls erforderlich.
Bildung: Wird in CR großgeschrieben. Seit die Armee 1948 abgeschafft wurde, fließt dieses Budget in die Bildung. Es herrscht Schulpflicht mit einer Vorschule ab vier Jahren. Wir waren selbst in einer Schule und hatten den Eindruck, von motivierten und interessierten Kindern. Es gibt keinen Analphabetismus und kein Kind muss in CR auf der Straße leben.
Biodiversität: Die Pflanzenwelt ist wegen des feuchtwarmen Klimas enorm vielfältig. Es gibt alleine 1200 Arten von Farnen. Ähnlich sieht es in der Tierwelt aus- (ca. 800 Vogelarten). 5% der gesamten Pflanzenwelt der Erde gedeihen auf Costa Rica, das flächenmäßig 51. 100 Quadratkilometer nur wenig größer als die Schweiz mit 41 285 Quadratkilometer ist. 27% der gesamten Landesfläche stehen unter Naturschutz. 50% des Landes sind heute wieder bewaldet. (Sekundärwald)
Costa-Ricaner: Rund 5 Millionen Einwohner leben in der Präsidialrepublik. 94 % Mestizen („Mischlinge“) und Weiße, 3 % Schwarze 1 % Indios, 1 % Chinesen und 1 % Sonstige. 52 % sind römisch-katholisch, 22 % Protestanten, inkl. evangelikaler Gruppierungen (Quelle Wikipedia).
Der größte Teil der Schwarzen, die einst als Hilfsarbeiter zum Eisenbahn und Straßenbau eingesetzt wurden, leben an der Atlantikküste. In anderen Landesteilen herrschen die Mestizen mit spanischem Wurzeln vor. Das ist das Ergebnis der unrühmlichen Vergangenheit der spanischen Konquistadoren in Costa Rica. Die männlichen Indios ließ man ermorden, die Frauen wurden zu ‚Paarungszwecken‘ am Leben gelassen. Die Menschen erlebten wir als entspannt, freundlich und hilfsbereit. Es gibt relativ wenig Kriminalität.
Einflüsse: Seit 1821 ist CR von Spanien unabhängig.
Handelspartner sind Europa und USA. Das Land wird gerne von Schweizern als Auswanderungsland genutzt. Es gibt einige Landstriche, wo man sich auf Grund der Natur und Architektur in der Schweiz wähnt. Amerikanisch stämmige Quäker habe es hier im Tourismus zu großem Wohlstand gebracht. Die Handelsbilanz des Landes ist dennoch konstant negativ.
Elektrizität/Handy/Tarife: Reisestecker nicht vergessen! Die Stromspannung beträgt 110-120 V bei 50-60 Hz. Die US- amerikanischen Flachstecker sind gebräuchlich und man kann sie vor Ort in den größeren Läden in den Elektroabteilungen kaufen. Handy: In den meisten Hotels ist kostenloses WLAN vorhanden. Manchmal allerdings nur in der Lobby. Roaming- Gebühren sind sehr teuer. Man kann aber auch Pre- Paid Karten kaufen. Landesvorwahl: 00506
Essen und trinken: Reis und Bohnen mit unterschiedlichen Beilagen wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Alkohol ist teuer. Eine kleine Flasche Bier ab 3,5 Dollar. Es empfiehlt sich dort zu essen, wo es auch die Einheimischen tun. Am Mittagsbuffet zahlten wir zwischen 32 und 12 Dollar pro Person.
Früchte: Sie werden uns fehlen; Ernte-frische Ananas, Mangos, Papayas und Bananen. Einfach köstlich und immer der erste Gang beim Frühstück. Die Fruchtsäfte sind verhältnismäßig günstig und schmecken herrlich.
Gastarbeiter: Wie in allen anderen Ländern auch. Was die Einheimischen um geringen Lohn nicht mehr machen wollen, machen die Gastarbeiter. Allerdings erhalten diese eine frei Unterkunft, Strom und Wasser. Ihre Kinder werden automatisch in das Bildungssystem integriert. Sie arbeiten hauptsächlich in den Plantagen.
Geografie: Topographisch lässt sich Costa Rica in fünf Großräume gliedern.
die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, speziell die Cordillera de Talamanca
das Valle Central mit der Hauptstadt San José
die Schwemmlandebenen der Karibikküste
die zentrale Pazifikküste
die trockene Halbinsel Guanacaste im Nordwesten
In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane, darunter der Turrialba. Die drei am meisten besuchten sind der Volcán Poás (2704 Meter), der Arenal (1633 Meter) und der Irazú (3432 Meter). Der Chirripó Grande (3820 Meter)[5] ist der höchste Berg des Landes. (Quelle Wikipedia)
Hunde: Wohin das Auge reicht. Jeder Haushalt hat mindestens einen. Sie sind genau so entspannt wie ihre Besitzer.
Impfungen: Keine vorgeschrieben.
Kaffee & Kakao- sind die Hauptexportmittel. Die Sorte Arabica aus CR gilt als die beste der Welt. Wenn man allerdings ein Tässchen Nespresso in Europa zum Kilo-preis von 90 Euro schlürft, darf man ruhig daran denken, dass die Hilfsarbeiter in den Plantagen für 50 Kilo handgepflückter Kaffeebohnen drei Dollar erhalten. 😦
Klima: Costa Rica hat drei Klimazonen. An der Pazifikküste herrscht von Dezember bis April die Trockenzeit und es ist heiß. Von Mai bis November hingegen kann es unangenehm schwül werden, denn das ist die Regenzeit. Ganz im Süden auf der Halbinsel Osa, herrscht immer schwüles Klima. An der Atlantikküste hat es konstant um die 26 Grad. In den von Gebirgen umgebenen Landesteilen im inneren hatte es um die 20 Grad. Nachts 16. Im Bergland kann die Temperatur auf 0 Grad abfallen.
Kriminalität: Costa Rica ist eines der sichersten Länder Mittelamerikas. Dennoch gibt es auch hier in den Großstädten rund um die Bahnhöfe Kriminalität. Auch rund um die Spielhallen (Casinos) gibt es Prostitution in typischem Rotlichtmilieu. Amerikaner sind die vorrangigen Kunden. Wir haben im geschützten Rahmen der Reisegruppe nicht viel davon mitbekommen. Außer in San Jose‘ im Umfeld des Casinos.
Kultur: Musik, Nationaltheater
Costa Rica besitzt eine vielseitige Musikkultur von traditioneller einheimischer Musik über karibische Musik und allgemein lateinamerikanische Musik bis hin zu weltweiten Strömungen und Stilen. Neben den internationalen Charts haben vor allem lateinamerikanische Tanzmusik – von Salsa bis Reggaeton – aber auch andere Stile und Gruppen aus Lateinamerika großen Einfluss. Gleichzeitig gibt es eine reiche Kultur an aktiven Musikern und zahlreiche private und öffentliche Musiker-Gruppen (zum Beispiel Universitätsorchester). Zu den typischen Elementen traditioneller Musik zählen unter anderen Gesang, Marimba und Gitarre. (Quelle Wikipedia)
Monteverde: Touristisch voll erschlossen. Großartiger Nebelwald, den man über Hängebrücken erkundet. Hochburg für Fans von Canopy. Ihr Gequietsche hallt durch den gesamten Urwald …
Panamericana: Auch durch Costa Rica führt diese 28 000 km lange Schnellstraße durch Nord- Mittel und Südamerika. Für Fans von alten amerikanischen Trucks eine gute Gelegenheit.
Pazifik: Das Highlight im Westen. 27 Grad warm. Wir sprangen nahe Quepos in diesen mächtigen Ozean und genossen das wunderschöne Hotel Parador.
Pferde: Gibt es im ganzen Land. Man kann auch Trekkingtouren buchen. https://www.viator.com/de-DE/Costa-Rica-tours/Horseback-Riding/d747-g9-c26032
Preise: Costa Rica ist teuer. Schließlich gehört das Land politisch zu den stabilsten, sichersten und friedfertigsten in Lateinamerika. Und das seit mehreren Jahrzehnten. Soziale Sicherheit hat nun mal ihren Preis. Auch hier.
Putzerameise: Angeblich (Quelle Reiseleiter) fallen von Zeit zu Zeit die schwarzen Putzer- Ameisen über die costaricanischen Haushalte her. Mann zieht dann einfach für ein paar Tage zu ameisenfreien Freunden und wenn man zurück kommt, sind die Ameisen weg und das Haus ist frei von Ungeziefer …
Ralle: Emanzipierte Vogeldame die alle Arbeit wie Nestbau, Aufzucht der Kleinen und deren Fütterung den Männchen überlässt.
Regenwald: Ob Regen- Nebel oder Trockenwald, alle sind imposant und auf sicheren Pfaden gefahrlos zu erwandern.
Rundreise: Kann ich empfehlen. 12 Tage würde ich aber nicht mehr machen. Zwei Tage Erholung im Hotel sind zu wenig, denn jeden Tag vor 07 h früh aufstehen ist anstrengend.
Sauberkeit: Costa Rica inklusive seiner Unterkünfte und Gastronomie ist blitzblank und man sieht weniger Abfall neben den Straßen als bei uns. Vorbildlich!
Schlangen: In freier Wildbahn keine gesehen außer im Schlangenhaus und das ist gut so, denn in CR leben die giftigsten Schlangen der Welt. Am häufigsten erwischt es leider die Gastarbeiter in den Plantagen. 300 Bisse 2019- sieben davon tödlich.
Souvenir: Leider meistens Massenware. Schöne Handarbeiten sind selten und sehr teuer.
Sprache: Spanisch. In der Schule wird als Fremdsprache neben Englisch als Freifach auch Mandarin unterrichtet. Mit Englisch kommt man fast überall durch.
Umweltschutz: Wird in CR großgeschrieben. Natürlich bin ich auf die österreichische Initiative (Regenwald der Österreicher) besonders stolz! KlimaschutzNaturschutz und Waldschutz werden als wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik angesehen und werden konsequent umgesetzt. Hatten Holzfäller in den 1970er und 1980er Jahren rund 80 % des Regenwaldes gerodet, sind heute wieder mehr als 50 % des Landes von Wald bewachsen. Zum Schutz des Waldes setzt Costa Rica erfolgreich auf den Ökotourismus, von dem sowohl Einheimische als auch umweltbewusste Reisende profitieren. So geben rund 1,5 Millionen Touristen jährlich fast 1,5 Milliarden Dollar für einen Besuch der Regenwälder und anderer ökologischer Ziele Costa Ricas aus.[9]
Rund 27 % der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. 2012 gab es 160 Schutzgebiete wie biologische Reservate, Nationalparks und Naturschutzgebiete.
Es gibt 26 Nationalparks über das Land verstreut mit ganz unterschiedlichen charakteristischen Merkmalen. In dem 1969 erlassenen Gesetz zur Erhaltung des Waldes wurde Santa Rosa im Nordwesten des Landes an der Pazifikküste als erster Nationalpark eingerichtet. Gleichzeitig wurde eine Nationalparkverwaltung geschaffen, die aber zunächst weder genügend finanzielle Mittel noch Personal besaß, um den Park wirksam vor Bauern und Neusiedlern zu schützen. Dank der Privatinitiative Regenwald der Österreicher ist inzwischen die Situation deutlich besser geworden. (Quelle Wikipedia)
Vulkane: Es sind mehr als 120 und einige sind teilweise noch aktiv.
Währung: Colon. US- Dollar werden anstandslos genommen. Der Euro nicht. Wechselkurs: 1 Euro sind rund 600 Colon. Man wähnt sich im Italien von anno dazumal …
Wirtschaft: Man lebt in CR 1. vom Tourismus, 2. von der Landwirtschaft und 3. von der Industrie- hauptsächlich Electronic.
Zebu Rind: Dieses indische Buckelrind ist nahezu überall auf den Weiden anzutreffen.

7 Comments on “COSTA RICA

  1. Immer wieder erfrischend deine Tages-Reiseberichte. So lässt sich der graue Büroalltag leichter aushalten…

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