SEGELN⛵

Weltumsegelung 1994-1997

Die Weltumsegelung führte uns von 1994 bis 1997 auf der sogenannten Barfußroute von Papenburg an der Ems aus rund um den Globus. Unser Schiff vom Typ Alpha wurde in der Werft Essliger und Abt am Bodensee gebaut und war damals schon über 30 Jahre alt und 32 Fuß (9,75 m) lang. Die Werft gibt es leider nicht mehr. Vermutlich war die gute Qualität langfristig wirtschaftlich nicht haltbar. Die Alpha 32 ist noch heute am Bodensee eine beliebte Yacht.

Bis auf diverse Havarien zu Beginn der Reise die vor allem unserer Unerfahrenheit geschuldet sind, war »Tiburon« eine treue Begleiterin, die uns während der gesamten Reise kaum Probleme machte. Selbst ein Sturm mit 60 Knoten+ am Kap der Guten Hoffnung konnte ihr nichts anhaben. Da sahen wir dabei schon blasser aus.

Das Buch zur Reise:

Soeben erschienen🙂🙃🙂

Wenn Fische fliegen lernen
Auf neuneinhalb Metern um die Welt.


Während heute top ausgestattete Yachten mit eigenem Blog und Sponsoren auf den Ozeanen reisen, war eine Weltumsegelung auf einem kleinen Segelboot Anfang der Neunziger ein echtes Abenteuer. Dies ist unsere Geschichte, die wir alles hinter uns gelassen haben, um drei Jahre lang gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu segeln, und eine Liebeserklärung an das Meer.
268 Seiten. Reich bebildert.
Bestellen direkt beim Verlag:
https://www.morawa.at/detail/ISBN-9783991103967/Padi-Lo/Wenn-Fische-fliegen-lernen#null
Erhältlich in allen Buchhandlungen oder online.
SBN/EAN978-3-9911039-6-7
Verlag: Morawa

🤩⛵🏖️🏝️⛰️🌐

Weitere Veröffentlichungen auf meiner Buchseite: https://wordpress.com/page/lopadistory.com/625

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Fotovideo der Reise um die Welt

Statement von Bobby Schenk

»Who is Who«

http://www.bobbyschenk.de/who/who53.html

Fotos

Aktuelles

20 Jahre später bin ich auf die Jeanneau 49 meines ‚Technikers‘ umgestiegen. Gemeinsam segeln wir nun auf der Adria. Das Schiff liegt in der Marina Vrsar, einem zauberhaften Hafenort in Istrien. Unsere schönsten Törns waren Opatija, der Velebitkanal und das faszinierende Revier von Montenegro.

Herbsttörn 2020

Ein klarer Morgen nach stürmischer Nacht

Um fünf Uhr früh weckt mich heftiges Knarzen und das Heulen des Sturms. Obwohl wir im sicheren Hafen liegen, schwankt das Schiff bedenklich. Regen prasselt auf das Oberdeck. Der Rumpf vibriert und ich werde in meiner Koje hin und her geschaukelt. Ich stehe auf und krabble verschlafen an Deck. Steile, konfuse Wellen im Hafen, wie man sie sonst nur auf offener See sieht. Die Laufplanke droht ins Wasser zu fallen. Ich suche nach einem Bändsel und sichere sie. Der Steg, an dem wir festgemacht haben hebt und senkt sich und unsere ‚Grande Liberté‘ fährt hart in die Belegleinen. Die wiederum knarzen mit einem alles durchdringendem Geräusch und das ist extrem nervtötend. Hoffentlich hält das Material das alles aus. Ok, kann ja nicht immer nur sanft und friedlich sein, denke ich. Schiet-Wetter gehört beim Segeln einfach dazu.

Halb wach, fülle ich einen Eimer mit Salzwasser und füge Spülmittel hinzu. Dann kippe ich die Mischung über die Leinen. Dabei schwanke ich wie eine Betrunkene und muss mich festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Nach dem »Leinengießen« kehrt etwas mehr Ruhe ein. ‚Funktioniert, ‘ denke ich zufrieden und krieche fröstelnd in meine Koje zurück. Kalt ist es geworden. Zeit abzureisen. Bei dem Wetter fällt der Abschied wenigstens nicht so schwer …
Ich finde keinen Schlaf mehr und lasse in Gedanken die vergangen drei Wochen revuepassieren.

Fazit: Schön wars!

Ein Kormoran trocknet sein Gefieder
Kulinarische Genüsse mit herrlicher Aussicht
Die Nachsaison ist unsere Saison …
Sanddorn

Frühjahrstörn 2020- Opatija

Immer wieder dieses Flair, anziehend und da ist noch mehr, zum Atem holen und zur Freude, Jahrhundertwende- Prunkgebäude, spürt man vergangenes und Zeiten, als Kaiserinen forschend schreiten am Lungomare so wie wir, heute Abend jetzt und hier …





Ausgelaufen, wieder am Meer- kaum Gezeiten- herrliches Gleiten. Leichtes kräuseln, ein wenig Wind- Wogen wie Seide- wie zufrieden wir sind …☀️⛵

Montenegro 2019

Nach unserem denkwürdigen Abschied von Kroatien🧐 empfängt uns Montenegro mit einer traumhaft schönen und weitläufigen Bucht und Pinien bewaldeten Ufern die von der Zivilisation weitestgehend unberührt geblieben sind.

Während wir bei völliger Windstille über spiegelglattes Wasser motoren, begegnen uns nur wenige Sportboote. Ein beeindruckendes Gebirgspanorama tut sich vor uns auf. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Kein Vergleich zum touristisch überlaufenen Dubrovnik. Hier strahlt alles Ruhe und Beschaulichkeit aus.

Relax!

Als die anfänglich ausladende Bucht sich in östlicher Richtung verengt, werden erste touristische Bauten sichtbar. Vereinzelt stehen Baukräne an Land, die vermuten lassen, dass die Hoffnung besteht mehr Touristen anlocken zu können. Uns allerdings, gefällt es wie es gerade ist. Einfach schön.😊

Wir fühlen uns ein bisschen wie zu Hause…

In Tivat klarieren wir ein. Es dauert geraume Zeit, bis wir das Hafenamt finden. Zwei freundliche Engländer weisen uns den Weg. Ich stehe mit der Bugleine parat und der Kapitän manövriert die Grande Liberté sicher an die weit über das Schiff hinausragende Pier.

Weit hinausragend bedeutet, dass ich mir schon beim Anlegemanöver Gedanken darüber mache, wie ich je hoch- kommen- geschweige denn die Leine belegen soll. Als es soweit ist, hilft mir ein Bootsmann von der Megayacht nebenan. Heute scheint unser Glückstag zu sein.🍀

Während sich der Kapitän mit den Papieren unter dem Arm an der Pier hochwuchtet, um einzuklarieren, warte ich an Bord und beobachte die Hafenmanöver der ankommenden Yachten. Von souveränen ruhigen Skippern bis zu wüst herumbrüllenden „Steuerzwergen” ist alles dabei. Es ist immer wieder amüsant die unterschiedlichsten Charaktere unter den Schiffsführern zu beobachten.🤦

An der Zoll Pier

Nach zwei Stunden kommt mein Mann leicht genervt vom montenegrinischen Beamtentum zurück. Noch schnell die soeben erstandenen Landesflagge gesetzt und ab in eine ruhige Bucht. Wir sind insgesamt zwei Yachten.

Kotor, zwei Tage später…
Die »Grande« im Hafen von Kotor
Die Altstadt von Kotor…

3 Comments on “SEGELN⛵

  1. leider ist meine herrliche Zeit auf Segelschiffen schon einige Zeit vorbei; es war nur ein kleines Hobby – in den Ferien, oder wenn Rasmus das Ijsselmeer überquert hatte und es sich wieder lohnte, die Genua raus zu holen
    😉
    schöner Blog, Chapeau
    der Piet

    Gefällt 1 Person

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