Endspurt mit Bärlauch

Übermorgen geht es los. Noch schnell eingekauft und in den Wald gesaust um Bärlauch für unser Lieblings Pesto zu pflücken. Und weil ich schon dabei war, habe ich einen Vorrat für die Wintermonate angelegt. Bodo bringt noch schnell unseren „Würstelstand“ auf Vordermann. Typischerweise am allerletzten Abdruck, mit der Bemerkung „Kinder, wie die Zeit vergeht.“ So ist er eben. Alles Lästige und Unerledigte wird nonchalant an mich weitergeleitet, denn ein richtiger Mann beschäftigt sich nicht mit Nebensächlichkeiten.

Da es genug Unerledigtes gibt, bedeutet das für mich; gib Gas! Wir werden in zweieinhalb Wochen über 3000 KM zurücklegen, was ziemlich viel Autofahren und eher weniger Sightseeing bedeutet. Warum wir uns das antun? Keine Ahnung. Fragen sie meinen Mann. Fakt ist, dass wir am 9. Mai in Wien sein müssen, um uns in der Staatsoper, entspannt von der Reise, der Oper „Rigoletto“ hinzugeben. Ich bin mir sicher, wir schaffen das!

Happy Birthday, JOCHEN RINDT – 1942 – 1970

Du bleibst für mich der beste Rennfahrer aller Zeiten und warst gleichzeitig ein unglaublich cooler Typ! Die seelenlosen Roboter von heute, werden Dir niemals das Wasser reichen können!

Sesam öffne dich …

Jetzt steh ich mit meinem Kummer vielleicht ein bisschen allein da, aber ich muss meinem Unmut Luft machen. Einerseits reist ein bezopftes Mädchen durch Europa und moniert unsere marode Umwelt, andererseits scheint der Verpackungsindustrie nach nichts anderem der Sinn zustehen, als uns Konsumenten, zu ärgern.

Egal was ich kaufe, alles ist verpackt, als würden die verantwortlichen Manager abends am Biertisch sitzen, um angeheitert Brain zu stormen, wie sie uns das Leben schwerer machen können. Wenn ich meine neue Zahnpasta an die Bürste lassen möchte, muss ich vorerst die Folie herunter kletzeln und die hält, wie … Am allerschlimmsten sind die handwerklichen Hilfsmittel verpackt. Nicht nur, dass viele Artikel derartig öffnungssicher eingeschweißt sind, dass man selbst mit einer Schere Probleme hat, an das Objekt der Begierde heranzukommen, nein- man verletzt sich auch noch an den scharfen Hartplastik- Kanten.

Vermutlich deshalb, weil noch immer davon ausgegangen wird, dass nur Männer Handwerken. Ich fordere daher gendergerechte Verpackungen! (Scherz)
Ja ich weiß, vieles muss wohl wegen der Hygiene gut verpackt sein. Das ist ja in Ordnung. Wir leben halt in einer first World- super sauber- Zeit, aber ist es wirklich bei jedem Artikel notwendig? Jetzt werden schon Orangen geschält, um sie dann unter einer Plastikfolie anzubieten. Ist das noch normal?

Sind wir schon zu faul geworden, um eine Orange zu schälen? Oder ist das industrielle Absicht und Manipulation, mit dem Ziel der kollektiven Bequemlichkeit. Ok, das betrifft mich jetzt nicht wirklich, weil ich so etwas Schwachsinniges nicht kaufe, aber die Tatsache, dass die Industrie eine Zielgruppe namens Schälverweigerer ins Leben ruft, macht mich betroffen.

Wie lösen das ältere Menschen? Als inzwischen selbst nicht mehr die Jüngste, frage ich mich, wie machen es jene, mit arthritischen Fingern? Wie bringen sie den Drehverschluss eines Glases auf, wenn es mir schon Mühe bereitet. Kürzlich wollte ich ein Fläschchen mit Zitronensaft öffnen- das schaffte ich nicht. Ich musste meinen Mann bitten, mir zu helfen und selbst er musste sich ganz schön anstrengen. Spannend, wie die Industrie gedenkt, diesen ganzen Verpackungswahnsinn zu lösen.

Bisher sehe ich keine Veränderung. Außer einer Handvoll Läden, in denen man trendy „Zero Waste“ ausleben kann, ändert sich kaum etwas. Ich will aber auch nicht schwere Gläser hin und her schleppen müssen. Und schon sind wir bei folgendem Thema; ja was machst den DU denn dagegen? Ich sage es Euch. Ich bin nicht Industrie. Die aber, macht mir auch nach dem Gebrauch noch jede Menge Arbeit. Nachdem ich mich mit den Verpackungen abgemüht habe, darf ich den ganzen Mist auch noch trennen. Daher mache ich mir immer öfter den Spaß, die Verpackung gleich beim Händler zu entsorgen. In unseren Breiten, wird der Müll wenigstens recycelt, aber auch nur um mir alsbald in Form einer anderen Verpackung abermals das Leben schwer zu machen. Danke Verpackungsindustrie!

Apulien wir kommen!

Nun ist es bald soweit. Mein Mann freut sich schon wahnsinnig und ich? Na ja. Mal sehen. Apulien klingt in meinen Ohren gut, italienisch und leicht. An meisten freue ich mich auf die kulinarische Abwechslung, die ja immer mit einer solchen Reise verbunden ist. Obwohl- in der Gegend von Bari essen die Einheimischen die Meeresfrüchte roh! Da sag ich gleich; No Way!

Ob wir uns routenmäßig weiß Gott wie vorbereiten? Nein, nicht wirklich. Das Einzige was feststeht ist, dass wir die Runde im Osten hinunterfahren und im Westen wieder rauf. Bein hinunterfahren, besuchen wir Freunde in Valdobbiadene. Und jetzt kommt endlich etwas, was ich als Vorteil empfinde. Wir haben unser Häuschen mit und brauchen niemanden mit einer Übernachtung zu belasten. Außerdem schlafe ich sowieso lieber im eigenen Bett, als im fremden, aber das geht wohl nicht nur mir so.

Danach geht es weiter nach Duino, diesem verträumten italienischen Hafen, der kaum zu finden ist, es sei denn man kennt den Weg. In einem der beiden Restaurants gibt es den besten Pro Secco der Welt. Bisher konnten wir nicht allzu tief ins Glas schauen, denn meistens waren wir auf dem Weg zu unserem Schiff in Kroatien und wenn man sich nicht zusammenreißt, hat man im Nu einen sitzen. Und dann ist Sense mit Weiterfahren. Mit dem Womo ist das natürlich easy. Mann fällt zweimal um und landet anschließend im Bett. 

Was wir unbedingt sehen möchten, ist ganz im Süden Civita, Crotone, Vibo Valentia die Costa Saraceni und dann geht’s wieder hoch nach Neapel. Die Stadt, in der die Pizza erfunden wurde, muss ich unbedingt sehen. Sorry, schon wieder geht’s ums Essen. Grundsätzlich werden wir wie im Vorjahr, hauptsächlich die Küsten befahren. Wir sind ja beide meersüchtig.

Vielleicht geht sich ein Bad in Ionischen Meer aus? Ich meine Temperaturmäßig, denn unter 18 Grad geht auch bei mir nichts. Wie es dann weiter geht, steht noch nicht fest. Wir lassen uns einfach vom Leben überraschen. Unser „Würstelstand“, wie ich das alte Womo „liebevoll“ nenne, hält hoffentlich die geplanten drei Wochen durch und unsere Ehe auch!

Wer schützt uns vor den Ungeimpften?

Boa, ich kann es nicht mehr lesen oder hören. Diese unsägliche Impf- ja oder nein Diskussion nervt. Was gibt es hier zu diskutieren? Sein Kind nicht impfen zu lassen ist fast schon ein krimineller Akt. Und immer wieder sind es die Alternativen. Mit welchem Argument bitte? Dass ein Kind an der Impfung stirbt? Genau! Dabei wird von diesen verantwortungsvollen Impfgegnern gerne übersehen, dass längst eben durch die lasche Handhabung mit vorbeugenden Impfungen, ausgerottete Krankheiten wieder am Vormarsch sind. Ich frage die empörten Impfgegner nun folgendes; was ist nun das größere Risiko und was, wenn es nun ihr Kind betrifft? Oder anders- was, wenn ihr nicht geschütztes Kind mithilft eine Epidemie zu verbreiten. Denken sie einmal nach. Nur weil sich die Mehrzahl impfen lässt, können sie sich ihren Individualismus leisten. Ist das angekommen? In Zukunft kommt noch die warme Klimaphase in Europa hinzu und bringt neue Krankheiten mit sich. Mücken und Zecken erschließen sich neue Lebensräume. Hitzeperioden bescheren uns Dengue Fieber (Frankreich und Kroatien). In Griechenland gibt es erste Fälle von Malaria. Von diesen für uns ungewohnten Erkrankungen wurden in Europa seit einem Jahr mehr als 1500 Fälle bekannt! Ich kenne die Sandmücke und ihre schmerzhaften Folgen aus den Tropen und habe keine große Lust, sie hier in Europa wiederzutreffen. Aber es sieht danach aus. Und dann regt man sich über Schutzimpfungen auf? Meine arme Tante hat sich in den Fünfzigern, also noch gar nicht so lange her, als sie 12 Jahre alt war, über ein anderes Kind mit Kinderlähmung angesteckt. Sie starb nur drei Wochen später an der eisernen Lunge. Das war „ganz toll“ für Eltern und Familie. Sie hätten alles dafür getan, um dies zu vermeiden. Ok- es hat vermutlich KEINEN Sinn, bei den „Eingenähten“ mit Logik zu argumentieren, und schon gar nicht mit Zahlen oder Fakten. Nun denn- macht weiter, werdet glücklich, aber kommt nicht in meine Nähe, wenn es Euch erwischt. Danke!

Song des Tages- Ulla Meineke – Release 1986!

Reisen mit dem Wohnmobil

Von Mai bis Juli 2018 haben mein Mann und ich auf unserer alten Lady die Küsten Europas bereist. Ich sage es gleich; die Begeisterung meines Mannes für diese Art zu Reisen teile ich nicht. Schon mein Großvater hat verächtlich auf die „Zigeuner“ gedeutet, wenn, was selten vorkam, Reisende mit dem Wohnmobil bei uns am Hof nach einem Stellplatz fragten. Trotzdem ließ er sie übernachten und meine Großmutter freute sich über die neuen Bekanntschaften und interessante Gespräche. Sie war das genaue Gegenteil ihres Mannes.

Wie gesagt, ich halte es auch eher mit dem Großvater, aber was tut man nicht alles für seinen Herr und Gebieter. Wie dem auch sei ich bin jetzt dabei! Es gefällt mir sogar phasenweise ab und zu. Diese Art zu Reisen hat einen Vorteil; mann sieht unheimlich viel in relativ kurzer Zeit und das langwierige Anreisen und die Suche nach einer Unterkunft entfällt. Woran ich mich immer noch nicht gewöhnen kann, ist das aufeinander hocken auf engstem Raum.

Nichtsdestotrotz, folge ich meinem H&G auch heuer. Diesmal wird uns die Reise nach Apulien in das schönen Italien führen. Wir bereiten uns gerade darauf vor, in 14 Tagen geht es los und ich werde über unsere Erfahrungen berichten. Wenn ihr Lust habt, die Reise des letzten Jahres zu verfolgen, dann geht bitte auf meine „Reisen mit dem Wohnmobil“ – Seite. Dort könnt ihr euch verlinken.

Have Fun! Eure Lo

…weil’s wahr ist😉😅

Gedanken an einen gequälten Büffel von Rosa Luxenburg – als Brief an ihre Freundin. Dezember 1917

Ach, Sonitschka, ich habe hier einen scharfen Schmerz erlebt,
auf dem Hof, wo ich spaziere, kommen oft Wagen vom Militär,
voll bepackt mit Säcken oder alten Soldatenröcken und Hemden,
oft mit Blutflecken …,
die werden hier abgeladen, in die Zellen verteilt, geflickt,
dann wieder aufgeladen und ans Militär abgeliefert.
Neulich kam so ein Wagen, bespannt, statt mit Pferden, mit Büffeln.

Ich sah die Tiere zum erstenmal in der Nähe.
Sie sind kräftiger und breiter gebaut als unsere Rinder,
mit flachen Köpfen und flach abgebogenen Hörnern,
die Schädel also unseren Schafen ähnlicher,
ganz schwarz mit großen sanften Augen.

Sie stammen aus Rumänien, sind Kriegstrophäen …
die Soldaten, die den Wagen führen,
erzählen, daß es sehr mühsam war,
diese wilden Tiere zu fangen, und noch schwerer,
sie, die an die Freiheit gewöhnt waren,
zum Lastdienst zu benutzen.

Sie wurden furchtbar geprügelt,
bis daß für sie das Wort gilt „vae victis“*.

… An hundert Stück der Tiere sollen in Breslau allein sein;
dazu bekommen sie,
die an üppige rumänische Weide gewöhnt waren,
elendes und karges Futter.
Sie werden schonungslos ausgenutzt,
um alle möglichen Lastwagen zu schleppen,
und gehen dabei rasch zugrunde.

– Vor einigen Tagen kam also ein Wagen mit Säcken hereingefahren,
die Last war so hoch aufgetürmt,
daß die Büffel nicht über die Schwelle bei der Toreinfahrt konnten.
Der begleitende Soldat, ein brutaler Kerl, fing an,
derart auf die Tiere
mit dem dicken Ende des Peitschenstieles loszuschlagen,
daß die Aufseherin ihn empört zur Rede stellte,
ob er denn kein Mitleid mit den Tieren hätte!
„Mit uns Menschen hat auch niemand Mitleid“,
antwortete er mit bösen Lächeln und hieb noch kräftiger ein .

.. Die Tiere zogen schließ an und kamen über den Berg,
aber eins blutete …

Sonitschka,
die Büffelhaut ist sprichwörtlich an Dicke und Zähigkeit,
und die war zerrissen.

Die Tiere standen dann beim Abladen ganz still, erschöpft,
und eins, das, welches blutete,
schaute dabei vor sich hin
mit einem Ausdruck in dem schwarzen Gesicht
und den sanften Augen wie ein verweintes Kind.

Es war direkt der Ausdruck eines Kindes,
das hart bestraft worden ist
und nicht weiß, wofür, weshalb, nicht weiß, wie es der Qual
und der rohen Gewalt entgehen soll

… ich stand davor, und das Tier blickte mich an,
mir rannten die Tränen herunter
– es waren seine Tränen,
man kann um den liebsten Bruder nicht schmerzlicher zucken,
als ich in meiner Ohnmacht um dieses stille Leid zuckte.

Wie weit, wie unerreichbar,
verloren die freien saftigen grünen Weiden Rumäniens!
Wie anders schien dort die Sonne, blies der Wind,
wie anders waren die schönen Laute der Vögel
oder das melodische Rufen der Hirten.

Und hier – diese fremde schaurige Stadt, der dumpfe Stall,
das ekelerregende muffige Heu mit faulem Stroh gemischt,
die fremden furchtbaren Menschen,
und – die Schläge, das Blut,
das aus der frischen Wunde rinnt …

Oh, mein armer Büffel, mein armer, geliebter Bruder,
wir stehen hier beide so ohnmächtig und stumpf
und sind nur eins in Schmerz, in Ohnmacht, in Sehnsucht…..
Quellennachweis: Wikipedia

Eine unendlich traurige Geschichte, über die Qualen wehrlosen Kreaturen, zugefügt von, grausamen und erbarmungslosen Menschen in abscheulichen Kriegszeiten. Die Frage ist; hat der Krieg das aus ihnen gemacht, oder sind sie so geboren…

ANTON DER SÄUFER

Wenn ich als kleines Mädchen zaghaft an Antons Tür klopfte, konnte ich sicher sein, eine Sekunde später ein generalstabsmäßiges „herein“ zu vernehmen. Anton lebte bei uns am Hof, im ehemaligen Gesindehaus, einem Wohntrakt im ersten Stocks, über den Stallungen. Im Gang roch es nach Schweinemist und Rauch. Wenn ich dann in seinem Zimmer stand, sah ich Anton nur schemenhaft, denn der Qualm der Zigaretten vernebelte den ohnehin düsteren Raum. Erhellt wurde dieser lediglich durch ein Bild über dem Bett, aus dem eine wunderschöne Frau verführerisch herabsah.

Anton saß wie immer, mit einer Selbstgedrehten zwischen seinen tabakbraunen Fingern, auf einem Stuhl und lächelte mich aus seinem zahnlosen Mund an. Er war groß und hager, das Gewand hing an ihm, wie an einem Kleiderständer. Er hatte ein Bein über das andere geschlagen. Das Knie stand spitz unter dem Hosenstoff hervor. Das Bein wippte in einem imaginären Takt. Er sah mich mit seinen blassblauen Augen an und wartete auf meine Fragen. Ich hatte immer Fragen. „Warum wäschst Du Deine Bettwäsche nicht, warum rauchst Du so viel, warum machst Du das Fenster nicht auf“. Anton lächelte mild und zuckte mit den dürren Schultern. Ich amüsierte ihn mit meiner Fragerei und er war froh, dass ich da war, und ihm Gesellschaft leistete.

Anton war schwerer Alkoholiker. Familie hatte er keine. Wir waren seine Familie. Am Hof war er mehr oder weniger geduldet, weil er ab und zu ein wenig mit half. Wie alt er wirklich war, wusste niemand. Der Alkohol hatte Gesicht und Körper gezeichnet. Alles, was er besaß, war ein altes Waffenrad, ein paar Zeitschriften und das was er am Leib trug.

Während unserer Unterhaltungen saß auf seinem Bett, auf der durch gelegenen Matratze und der ungewaschenen, muffigen Bettwäsche. Im schwachen Licht, war schwer zu erkennen, ob das Karo einmal rot oder blau gewesen war. Das war mir aber egal, weil ich Anton mochte. Er wirkte auf mich weise und gut. Wahrscheinlich, weil er immer aufmerksam zuhörte.

Nach unseren Treffen, schwang er sich etwas ungelenk auf sein altes Waffenrad und radelte dem Alkohol entgegen. Den gab’s reichlich, im Wirtshaus hinter der Kirche. Gegen 22 Uhr torkelte er sternhagelvoll, das Rad in zick zack Linien schiebend, nach Hause. Den gesamten Weg zurück, hielt er lautstarke Reden, die niemand verstand. Sein Gebrüll riss mich aus dem Schlaf. Jedes Mal rann mir ein kurzer Schauer über den Rücken, dann schlief ich wieder weiter.

Eines Tages, als wir Besuch von meinen kleinen Cousinen hatten und diese über Nacht blieben, kam es zum Eklat. Sie wurden vom Brüllen Tonis, im Schlaf überrascht. Die Mädels stürmten völlig verängstigt in das elterliche Schlafzimmer. Unter Tränen schworen sie, ein fürchterlicher Mann würde da draußen sein Unwesen treiben und sie holen. Sie waren nicht mehr zu beruhigen, bis meine Oma kam und sie aufklärte.

Meine Oma lud Toni ab und zu zur Jause ein, denn sie glaubte, er würde sonst verhungern, weil er nie etwas aß, sondern nur soff.

Und da war noch die Geschichte mit dem kirschgroßen Talg Gewächs in seinem Augenwinkel. Eines Tages war es weg. Oma fragte ihn, ob er beim Arzt gewesen sei, und er antwortete: „Nein, den habe ich mir letzte Woche mit dem Messer aufgeschnitten und dann ist alles herausgekommen. Viel Gelbes und Blut.“ Das hinterließ meine Oma mehr oder weniger fassungslos und macht noch lange als unglaubliche Geschichte die Runde.

Was aus Anton geworden ist, weiß ich nicht, denn ich verließ mein Elternhaus früh. Die Erlebnisse und Gerüche rund um Anton sind jedoch fest in meinen Erinnerungen verankert.
© LoPadi

Hattet ihr auch so ein tolles Wochenende?

I am flying …Ein für mich unvergessliches Erlebnis…Folgt einfach dem roten Link 🙂

Werben mit Facebook- zweiter Versuch…

Seit einigen Jahren werbe ich über Facebook. Mal mehr, mal weniger. Früher für eine Schüleraustausch- Seite jetzt für mein Buch. Die Anleitungen von Facebook sind mehr als detailliert und dahingehend gibt es nichts zu meckern.

Allerdings, wer nimmt sich schon die Zeit, stundenlang durch Anleitungen zu scrollen, um nur ja nichts falsch zu machen.
Die Ergebnisse der Kampagnen waren gelinde gesagt „mau“, obwohl ich über 300 Euro Werbebudget verblasen habe. OK, über vier Jahre hinweg nicht so schlimm, und man kann es ja steuerlich geltend machen.

Nichtsdestotrotz, blieb das Gefühl, etwas falsch zu machen. Aber was? Eine Freundin von mir hat ebenfalls über Facebook geworben. Es kamen auch vermehrt Likes, aber von irgendwelchen Menschen aus dem Niemandsland, die nicht nach der passenden Zielgruppe klangen.

Nach einer Umschau am Büchermarkt gestöbert, bin fündig geworden und habe mir ein vielversprechendes E-Book zu diesem Thema heruntergeladen. Damit habe ich heute eine Werbekampagne gestartet. Mit Verkaufslink und allem Drum und Dran. Es bleibt abzuwarten, ob die Kampagne diesmal ein besseres Ergebnis erzielt. Ich werde berichten.
Eure Lo

ABTÖRNER der Woche

Wem nützt die Sommerzeit? Gute Frage, oder? Ich weiß auch nicht. Vermutlich den Feiernasen, die sich im Sommer im Garten neben dem Schweins Kotelette noch zwei Bier mehr einschütten können. Die Gastronomie freut das sicher. Ab kommenden Sonntag wird die ewige Diskussion wieder eröffnet. Am letzten Sonntag im Oktober endet sie wieder. Aber zurück zum Thema; wem nützt es?

Schon sehr früh war klar, dass die Sommerzeit keinen entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch nimmt. Diese Argumente hält sich aber heute noch hartnäckig. Bereits 1916 wurde die Sommerzeit eingeführt. Der Grund war damals, das
die Sommerzeit die energieintensiven Materialschlachten des Ersten Weltkriegs unterstützen. 1919 wurde die Kriegsmaßnahme wieder abgeschafft. Im Zweiten Weltkrieg hat man die Sommerzeit ab 1940 bis November 1942 durchgezogen. Nur England behielt zwischen der Kriege die Sommerzeit bei. (Wen wundert’s)

Warum kann man sich nicht auf eine Zeit einigen? Von mir aus auch ständig Sommerzeit. Die Umstellung bringt den Schlafrhythmus durcheinander, die Kinder quengeln und überhaupt ist vieles aus der Balance. So, jetzt weiß ich wieder nicht, wem es nützt. Am ehesten noch den Bauarbeitern, die es im Hochsommer morgens noch kühler haben. Für sie freut es mich auf jeden Fall. Also doch einen Nutzen gefunden. Und ihr?

Ein Gedicht zum Wochenstart- „WAHRNEHMUNG“

Wahr und nimm, was meint das Wort? Versteh, was Du verstehen magst, nimm’s an, auch wenn Du dich dann plagst? Weil dein Verstand, wenn eingeschaltet, Information divers verwaltet? Ist es nicht so, dass man gern hört, was nicht die eigene Meinung stört? Vielleicht ist alles doch nicht wahr, denn Meinungen sind sonderbar. Vielleicht ist alles Unsinn nur- wir liegen falsch rund um die Uhr- und, was wir als Wahrheit sehen, ist so vielleicht, gar nicht geschehen. Sollten wir nicht in uns gehen, um Reaktionen zu verstehen, die unser Geist und die Erfahrung, sich holt aus alter Aufbewahrung?

Wir sind halt gut, im passend machen, von diesen angelernten Sachen. Wahr ist doch Nichts in Wirklichkeit, es sind nur Wahrheiten auf Zeit. Sie kommen, gehen, ändern sich. Wie war das noch? Was kümmerts mich! Wir nehmen wahr und halten fest, auch wenn es uns verzweifeln lässt. Das tut uns sehr oft gar nicht gut, zerstört Visionen, nimmt den Mut. Die Lösung kam mir über Nacht. Ich nehme wahr, was glücklich macht. Weil ich die Welt nicht ändern kann, fang ich jetzt bei mir selber an.

© LoPadi

Ein Traumtag am Millstättersee in Kärnten

Also, ich will heute gar nicht viele Worte verschwenden. Bin zum Wochenende kurz zu Tochter und Enkel gefahren und hatte einfach nur eine wunderbare Zeit. Den ganzen Tag in dieser wunderschönen Natur ist die beste Lebensfreude- Tankstelle der Welt :-)) Also -raus bei diesem Wetter!

Endlich Frühling?

Gut fühlt sie sich an, die Sonne. Schon warm, aber noch nicht penetrant. Eine der schönsten Jahreszeiten hat begonnen. Die Tage beginnen wieder mit den lieblichen Gesängen der Vögel im Garten. Die Sonne malt ihr Licht auf die Schlafzimmerwand. Das wiederum, weckt mein Langschläfer-Gewissen. „Vergeude Deinen Tag nicht- auf, du Faule …“

Für eine Langschläferin wie mich nicht so einfach. Zu gerne pfeife ich auf die frühen Vogelsprüche und auf die dazu gehörigen Würmer und ich frage mich; doch noch einmal umdrehen? Augen wieder zu und weiterschlafen? Immer diese Entscheidungen. Früher war es einfach. Die Arbeit rief und fertig!

Und wenn ich jetzt schon am Nachdenken bin, stelle ich fest, dass mir die düstere Zeit auch sehr sympathisch ist. Ich mag die Dunkelheit. Ich fühle mich in ihr geborgen. Mein Lebensrhythmus ist in dieser Zeit besser getaktet. Ich esse zu Abend, wenn es dunkel wird. Auch habe ich gelesen, das sei gut für die Figur.

Wer nach 18:00 Uhr nicht mehr isst und 16 Stunden bis zum Essen vergehen lässt, bleibt angeblich schlank. Zumindest steht es so in diversen Expertenforen. Ich finde das super. Das bedeutet, ich kann ruhig länger schlafen, denn wenn ich erst um zehn aufstehe, halte ich es locker bis zwölf bis zum Frühstück durch. Wie einleuchtend!

Mein Mann sieht das leider nicht so, denn keine Nahrungsaufnahme bis Mittag, birgt die Gefahr des nahenden Hungertodes. Die Symptome sind ähnlich wie bei Männergrippe und ich denke, hier bedarf es keiner weiteren Erklärung. Deshalb liebt Mann das Tageslicht, denn da kann er mehr mampfen. Klar, bei einem Mann spielt das ja keine große Rolle, denn ein Mann ist immer attraktiv. Ein Mann ohne Bauch ist ja angeblich wie ein Himmel ohne Sterne! Ein blöder Spruch, aber wenn ich mich so umsehe, scheinen sich einige daran festzuhalten.

Gerade frag ich mich, wie ich vom Frühling in die Ernährung gerutscht bin, aber der Grund ist wahrscheinlich die Suche nach einer Rechtfertigung für längeres Schlafen. Egal, auch ich werde mich dem Diktat des frühen Vogels beugen müssen, denn sonst ist man gesellschaftlich erledigt. Leider kommt es demnächst noch ärger; SOMMERZEIT heißt die glänzende Idee und die beginnt seltsamerweise am letzten Sonntag im März, also im Frühling.

Noch eine Stunde früher aufstehen. Ja sind denn alle verrückt geworden? Ich kapiere es nicht. Und wenn ich etwas nicht kapiere, lese ich nach. Mein Mann behauptet nämlich, die Zeitumstellung hätte man wegen Energiesparmaßnahmen ins Leben gerufen. Papperlapapp stimmt nicht. Das ist längst widerlegt, will Wikipedia wissen. Ich sage das mit fester Stimme meinem Mann und was sagt der? „Wikipedia weiß auch nicht alles“.

Na gut, ich werde mich anpassen, denn man stelle sich vor, es läutet um neun Uhr morgens Sturm an der Haustür, man erwartet ein lang ersehntes Paket von Zarambo und muss im Negligé an die Tür. Peinlich! Also raus aus den Federn. Es ist Frühling!

© LoPadi

Abtörner der Woche – Gewalttätige rumänische Bettler

Was ist geschehen?

Seit Tagen wird in den Medien über angeblich rabiate rumänische Bettler diskutiert. Zur Vorgeschichte; in Salzburg haben die Franziskaner eine Obdachlosenstube eingerichtet, in der seit Jahren Bedürftige verköstigt werden. Selbstverständlich auch rumänische Bettler. Vor einigen Tagen ist die rumänische Bettlergruppe in Streit geraten und Pater Oliver ist dazwischen gegangen, weil er wie er sagt, fürchtete, „die stechen sich ab“. Die Rumänen behaupten aber, der Pater habe eine Frau gestoßen und wäre selbst tätlich geworden. Man habe sich nur gewehrt. Aussage gegen Aussage. So die Darstellung der Polizei.

Die Logik dahinter- Mein Hausverstand fragt sich nun folgendes; warum sollte ein Franziskaner einem Notleidenden weh tun wollen? Schließlich ist er es, der dieses Klientel
tagtäglich versorgt. Der Franziskaner Mönch behauptet weiters, es wäre nicht das erste Mal, das rumänische Bettler gewalttätig werden. Andere Obdachlose trauten sich nicht mehr in die Obdachlosenstube, weil sie die Brutalität der Rumänen fürchten.

Die Konsequenz daraus- Die Franziskaner haben nun quasi die Schnauze voll und schließen ihre gute Stube. Mein Hausverstand sagt: Hätte ich auch gemacht. Die Empörten im Social Media Dschungel sagen: Das ist unmenschlich! Ok, dem Pater eine reinzuhauen ist menschlich, aber eine Konsequenz daraus ist unmenschlich. Auch eine Logik!

Unsere Stadtregierung- tut wie immer nichts. Zumindest habe ich noch kein klares Statement vernommen. Wundert mich das? Nein. Laut Aussagen des Paters wüssten die Rumänen ganz genau über ihre Rechte Bescheid und wären hervorragend in Sippschaften organisiert. Zusätzlich werden sie noch von Sozialarbeitern unterstützt. Womit ich beim Thema Gutmenschen wäre, aber das möchte ich hier nicht diskutieren.

Warum ärgert mich das? Ich sehe nicht ein, dass wir Einheimischen nicht besser geschützt sind. In diesem Staat laufen zu viele Täterschutzprogramme. Das halte ich für schlicht und ergreifend inakzeptabel. Wir brauchen nicht noch mehr runde Tische, an denen unendlich lange diskutiert wird, damit die Zeit vergeht und gewisse Menschen ihre berufliche Daseinsberechtigung demonstrieren. Wir brauchen Lösungen. Wie die aussieht, kann sich jeder der des Hausverstandes mächtig ist, auch ohne Abitur vorstellen.
© LoPadi

Bis bald- Eure Lo

Mein Büchlein – soeben veröffentlicht und überall im Handel erhältlich :-) Kurzgeschichten aus dem Leben …

Ok- Eigenlob stinkt- aber heute am Weltfrauentag duftet es nach Frühlingsblumen und Glück. Ich bin glücklich! Was im tiefen Winter 2018 gesät wurde, ist nun endlich erblüht. Meine Familie und meine Freunde freuen sich mit mir und das bedeutet mir viel. Ich wünsche mir, dass ich auch einige von euch begeistern kann und freue mich auf massenweise Feedback. Herzliche Frühlingsgrüße- auch wenn nächste Woche noch ein wenig Schnee angesagt ist- eure Lo

„Mixed Pickles“ Kurzgeschichten die das Leben schreibt …

Ravenna- San Marino- Loreto- 303 KM

Wir „rasen“ gen Süden. Na ja, rasen ist vielleicht ein wenig übertrieben. Obwohl, 120 schafft unser Würstelstand locker! Was uns treibt? Die Schlechtwetterfront, die sich im Norden manifestiert. Also ab in den Süden 🌤️ Erstes Ziel: Die Republik San Marino. Das Steuerparadies empfängt uns mit Regen und Nebel. Wir parken auf einem der vielen Womo- Parkplätze unter dem Castello. Die Stellplätze verfügen sogar über Stromanschluss. Viele Italiener stehen hier mit ihren Wohnmobilen und bleiben über Nacht. Kommenden Donnerstag, den 25. April (Tag der Befreiung Italiens), ist der höchste Feiertag Italiens. Dieser wird für einen Urlaub genutzt.
Wir bleiben nur ein paar Stunden und wandern, wie die meisten, hinauf zum Castello. Oben angelangt, schlendern wir durch die engen Gassen, gönnen uns ein köstliches Gelati und genießen den wunderbaren Blick auf die saftig grünen Hügel im Tal.

Leider lasse ich mich dazu verleiten, einen Blick in das berühmte, aber abscheuliche Foltermuseum zu werfen. Angewidert, verlasse ich nach wenigen Minuten, die Stätte des Grauens. Was die Handlanger der Kirchenväter während der Inquisition den Ungläubigen und unter ihnen, vor allem den meist unterpriviligierten Frauen, den sogenannten „Hexen“- angetan haben, ist unfassbar grausam. Mich wundert, das viele Eltern ihren Kindern diesen Museumsbesuch antun. „Ach, sagt da zum Beispiel ein deutschsprachiger Vater zu seinem kleinen Sohn, auf die Frage, für was denn das Werkzeug vor ihm sei, jovial; damit hat man den Menschen die Augen ausgestochen…“ und wandert danach den Kleinen im Arm, gelassen zur nächsten „Attraktion“

Nach einem weitaus erfreulichrem Besuch eines Kunst- Museums, wandern wir zurück zum Würstelstand und machen uns auf den Weg zu einem Campingplatz, zirka 50 km südlich von Ancona. Während der Fahrt taucht vor uns auf einem Hügel, die imposante Basilika von Loreto auf. Spontan beschließen wir, das Bauwerk zu besichtigen. Das dies eine gute Idee ist, erkennen wir spätestens beim Betreten der Basilika. Wir haben beide im kirchlichen Bereich, viel gesehen, aber noch nie etwas Schöneres. Der reich verzierte marmorne Schrein, in dem die schwarze Madonna steht, macht uns sprachlos. Die Deckenfresken, die Altäre kurzum, die gesamte bauliche Meisterleistung lässt uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Weniger faszinierend finde ich eine junge Frau, die sich auf Knien rutschend und betend um den Schrein schleppt. Sie sieht gar nicht so sündig aus, eher der Welt entrückt …

Der Baumeister, welcher diesen Prachtbau zur Huldigung der Mutter Gottes erdacht hat, ist bis heute unbekannt. Wer auch immer es war- es muss ein genialer Mensch gewesen sein.

Der Hauptaltar

Der Schrein

Müde und hungrig fahren wir anschließend zum Campingplatz „Bella Mare“ in Porto Recanati. Den Stellplatz haben wir über Google gefunden. Diese Variante hat sich schon im Vorjahr bewährt. Der Platz ist riesig, hat hauptsächlich Grasflächen🤸 und ist kaum belegt. Er liegt direkt am Meer. Es ist noch immer sehr kühl und windig. Das Meer ist bewegt und die Brandung rauscht gewaltig an den Strand. Im Restaurant, welches zum Campingplatz gehört, genießen wir die maritime Küche. Es gibt sogar belgisches Bier! Ein perfekter Tagesausklang.🍻

Mit dem „Würstel stand“ nach Apulien- Tag eins: Salzburg/ Lignano 357KM

Entspannter Reisebeginn am Ostersonntag. Die Autobahn kaum befahren. Ich beginne mich langsam zu entspannen😅. Dieses Gefühl endet jäh, am ersten Rastplatz vor Udine. Als ich nach hinten gehe, gibt es eine böse Überraschung.
Alles nass! Das hatten wir doch schon im letzten Jahr 😢 Der Wassertank leckt! Ich wische und fluche. Schei…Womo! Aber nützt ja nichts. Bodo dichtet erst Mal provisorisch ab. Nach einem kurzen aber heftigen Disput fahren wir weiter.

In Lignano treffen wir auf Familie und Freunde. Ich überlege, meine Sachen in das Auto meiner Tochter zu packen und mit ihr wieder ins schöne sonnige Salzburger Land zu fahren. Meinem Mann gefällt diese Idee allerdings weniger und ich lasse mich mal wieder überreden. Kurz darauf steht „Würstelstand“unter einer ausladenden Pinie. Es weht ein frischer Wind aus Ost. Die Stimmung ist ebenfalls frostig.

Freunde laden uns in ihr Ferienhaus ein und wir werden kulinarisch verwöhnt. Bei süffigem Pro Secco diskutieren wir über Gott und die Welt. Bald sieht die Welt wieder freundlicher aus🍷

Die Nacht in der Aprilia Marittima, unter der ausladenden Pinie, verläuft wunderbar ruhig. Ich hole mir noch eine Decke, denn es ist empfindlich kalt. Ich sehe noch nach, ob der Tank noch dicht ist, dann versinke ich in einen tiefen, erholsamen Schlaf…

Lignano/Ravenna

295KM

Auf Grund der Schlechtwetter-Front im Norden Italiens, lassen wir das zweite Reiseziel Chioggia aus und fahren einen Campingplatz nahe Ravenna an. Die Dame am Empfang des Platzes wirkt etwas gestresst, beantwortet aber geduldig alle unsere Fragen.

Direkt vor dem Platz fährt der Bus Nummer 80 in zirka 15 Minuten, um 2,10 Euro, direkt nach Ravenna. Die Bustickets gibt’s praktischer Weise an der Rezeption.

Wir packen uns warm ein, denn es hat auf 14 Grad abgekühlt.😬Der starke Nordwestwind macht die Sache nicht besser. Gleich um die Ecke, nur 5 Minuten zu Fuß, tost die aufgewühlt Adria.

Es ist erst 15:00 Uhr. Der Tag ist noch lang. Wir beschließen das UNESCO Weltkulturerbe Ravenna zu besichtigen. Direkt vom Bahnhof aus, wo der Bus hält, sind wir in fünf Minuten in der Altstadt. Nun ja, was soll ich sagen; viele Baustellen, viele römische Mosaike, viele Marktstände mit billigem Ramsch.

Die wenigen geöffneten Lokale bieten Magen-unfreundliche Convenience Food. Ok, das Gelati ist😋! Etwas enttäuscht verlassen wir diese „einzigartige Schatztruhe- gefüllt mit Kunst, Geschichte und Kultur“, wie das Prospekt die Stadt beschreibt.

Was uns schon während der ganze Fahrt aufgefallen ist; den Italienern geht’s wirtschaftlich nicht gut. Jede zweite Fabrik geschlossen. Vergammelte Vorstädte, viel herum lungerndes „Multi- Kulti- Volk“ Die Italiener haben es nicht leicht, mit der Zuwanderung. Sie haben genug Probleme im eigenen Land.

Wir werden es nicht ändern, also fahren wir morgen nach San Marino, oder wenn das Wetter nicht besser wird, noch weiter in den Süden. Mal seh’n …

Mosaik Kunstschatz

Servietten Kunst meines Mannes.

Preis pro Nacht mit Strom 26 Euro ohne Kurtaxe
Camping Adriano

Paar Blümchen vom Wegesrand…

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