Stille, Idylle, Yoga und ein doofer …🙉

Heute habe ich meinen Techniker bei der Schiffsverschönerung allein gelassen, die Yogamatte geschultert und bin an den Strand. Schließlich sollte das Schiff einwintern auch mit ein wenig Urlaub verbunden sein. Und da es für mich kaum etwas schöneres gibt, als Asanas am Meer, zog ich los und suchte mir ein einsames Plätzchen … 🙏

Nach den Übungen entspannte ich mich ein wenig in der wärmenden Sonne, bis ein überambitionierter Mountainbiker die Stille und Idylle des Momentes zerstörte. Die stupid wummernden Bässe seines Handylautsprechers übertönen sogar das sanfte Rauschen des Meeres. Mir ist schleierhaft, warum manche vermeintlich coole Typen glauben, sie müssten einem ihren Musikgeschmack aufzwingen … 😏 Ich zog mich zurück und wanderte hinauf zur Kirche. Dabei entdeckte ich wieder viele neue Motive und experimentierte mit der Handykamera.

Danach ging es wieder hinunter an den Hafen, wo mir mein Techniker stolz seine Arbeit präsentierte. Ich verteilte 25 Deka Lob 🥇- was halt ein Mann so braucht- und zauberte ihm damit ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. So einfach ist das manchmal … 😉

Ein harter Job und schöne Lieder. 🐟🐟🐟

Nach getaner Arbeit, beschließen wir, bei herrlichem Sonnenschein, einen Spaziergang zu machen.☀️ Wie so oft, zieht es uns zu den Fischern an die Pier vis a vis.

Einige Männer sind gerade beim reinigen und aufräumen. Jeder Handgriff sitzt. Hundert Mal getan, routiniert und schnell. Die Schleppnetz-Ringe klirren beim Verstauen auf den Stahlrohren aneinader, die Fischbehälter donnern mit dumpfen Kunststoffgeschabe ineinander. Der finale Wasserstrahl entfernt die letzten Partikel an Schuppen, Blut und Schleim. Das verwischen der Spuren nach getaner Arbeit.

Das Licht der untergehenden Sonne wirkt auf mich wie die Bühnenbeleuchtung einer Theaterinszenierung. Einige Männer singen. Es sind melancholische und ins Herzen gehende Harmonien. Ich mag diese melodischen Gesänge. Sie laden zum Mitsummen ein.

Aber es ist beileibe keine romantische Inszenierung. Es ist harte Arbeit. Jeden Tag, bei jedem Wetter. Der Hunger nach Fisch und Meeresfrüchten muss immens sein, denn trotz der seltsamen Zeiten, verlassen Tonnen von Fisch die Trawler und irgendwer wird sie verzehren.

So wie wir; abends, gemütlich im Restaurant …

Euch allen eine gute Woche 🌄

Zusammenn geht halt nicht …

Da haut jetzt aber einer rein. Mein Techniker ist in seinem Element. Die Schleifmaschinen surren, die Flex jault und die Werkstatt versinkt in Staub und Spänen. So muss es sein. So ist der Mann ein Mann. Ab und zu öffne ich möglichst unauffällig die Tür in den geheiligten Arbeitsreich und linse vorsichtig auf die Work in Progress … Vorsichtig deshalb, weil ich nicht UNBEDINGT in jeden Arbeitsprozess mit eingebunden werden möchte. Ich muss ja nicht überall dabei sein. Aber zu spät! „Gut, dass Du da bist,“ tönt es „und halt mal fest,“ lauten die prompten und unmissverständlichen Anweisungen.

Allerdings- das mit dem unmissverständlich- ist so eine Sache. „Wo jetzt genau halten?“ frage ich. „Na wo schon “… Pfft, bin ich Gedankenleserin? Irgendwann halte ich endlich richtig und dann aber schon wieder falsch und alsbald regt sich ein Fluchtimpuls. Es ist nämlich so. Wir können gaaanz schlecht zusammen. (Arbeiten). Sonst schon, aber arbeiten … Ich komme vom Bauernhof, da heißt es Anpacken und mitdenken und weil ich schon soviel angepackt und mitgedacht habe, mache ich mir meine eigenen Gedanken wie es RICHTIG geht.

Das wiederum führt zu kleineren und größeren Konflikten, die durchaus damit enden können, dass ich nach dem fünften Mal hin und her beleidigt den den Arbeitsplatz verlasse und meine Assistenzstelle mit den Worten: „Mach doch deinen Kram allein“, hinschmeiße. So bin ich nun mal. Deshalb teilen wir unsere Arbeiten auf. Dann flutscht es wunderbar.

Die Polsterungen, der Fenster Ausbau, das Lackieren- all das wartet noch auf mich und zwar nur auf mich.
Weil zusammen arbeiten geht halt nicht …

Augenblicke …

Endlich eine Regenpause. Hurra, die Sonne scheint 🌞 Es ist später Nachmittag und ihre Strahlen tauchen den Garten in magisches Licht. Nichts wie raus, um die Gelegenheit zu nutzen. 📸

Schnee am Untersberg! ❄️ Der erste im heurigen Jahr. Zart wie Puderzucker aber es ist Schnee! Ich liebe das erste Weiß auf den Bergen.

Die Eiskristalle haben ein kühles Lüftchen mitgebracht und ich beeile mich, in meinem Indoor-Fähnchen, ein paar schöne Motive festzuhalten. Der Zauber ist nur von kurzer Dauer, denn schon bald überziehen die nächsten Regenwolken den Himmel und bald ist alles wieder trist und Grau. Mich fröstelt.

Schnell hinein in die warme Stube. Der Schokoladekuchen im Backrohr verströmt seinen herrlichen Duft im ganzen Haus. Fast wie Weihnachten. 🌟 Dann plötzlich höre ich die Eingangstür. Mein Techniker ruft. Er ist zurück von seinen Erledigungen. Ein unumgängliches Zeichen, meine kreative Schublade zu schließen. Er hat auch etwas mitgebracht. Ich ahne es schon …

Arbeit …

🌞🌤️⛅🌥️☁️🌨️

Feuchtgebiete 💦 …

Feuchtgebiete überall, nein- nicht das was manche denken
Feuchtgebiete überall, fühl nur Schmerz in den Gelenken
Feuchtgebiete überall, auf den Wegen und den Wiesen
Feuchtgebiete überall, dieses Wetter ist zum Schießen
Feuchtgebiete überall, und ich bin übermütig
Feuchtgebiete überall, ich hoffe ihr seid gütig.
Feuchtgebiete und viel Matsch, heute schreibe ich nur Quatsch 😉

Eine amüsante Woche wünsche ich. 🌈

💦💧☔💦💧💦☔💧💦☔💧💦☔

Schlaflos, Gestresst, Unruhig? 🥺

Die 4-7-8 Technik

Erst kürzlich plagten mich angesichts aktueller Projektbedrohungen und unzähliger Maskierter die mich im Traum verfolgten, akute Schlafprobleme. Was tun? Hin und her wälzen bis der Tag anbricht oder ein wenig lesen, bis die Augen zufallen? Alles versucht- nichts hat geholfen.

Da fiel mir die bewährte Technik von Dr. Andreas Weil ein. Die hilft immer. Leider wollte mir nicht einfallen, wie sie funktioniert. Auf jeden Fall ist es eine Atemtechnik mit einem wiederkehrenden Zählrhythmus. Irgendetwas mit; keine Ahnung …Es wollte mir partout nicht einfallen. Zu lange her.

Und weil ich sowieso nicht schlafen konnte, kramte ich in meiner Alternativ-medizinischen Literatur und wurde fündig. Es hat damit zu tun, dass man sich so sehr auf das atmen und zählen konzentrieren muss, dass kein Platz mehr für grüblerische Gedanken bleibt. Das konzentrierte Zählen macht müde und das ist doch der erwünschte Effekt. Vielleicht braucht auch ihr mal ein Sedativum-naturalis zum Einschlafen. Und so gehts:

Vier Sekunden DURCH DIE NASE einatmen
Sieben Sekunden den Atem anhalten
(Keine Angst, so schnell erstickt man nicht)
Acht Sekunden DURCH DEN MUND ausatmen

DREI MAL WIEDERHOLEN

Bei mir wirkt diese Methode immer. Durch das tiefe Einatmen und Luftanhalten zirkuliert der Sauerstoff besser im Körper und damit werden Spannungen abgebaut. Ein ganz natürliches Beruhigungsmittel also. In diesem Sinne …

Schönes Wochenende und schlaft gut. 🥱

Einfach grün …

…ich weiß auch nicht warum, aber die Farbe grün hat es mir einfach angetan. Vielleicht fühle ich mich auch deshalb so wohl in der Natur. Noch gibt es in unserem Garten genug von meiner Lieblingsfarbe und ein paar Eindrücke möchte ich heute mit Euch teilen. Die kommenden Tage sollen ganz schön regnerisch werden und vielleicht erfreut sich die/der eine oder andere über das Grün genau so wie ich …

Ein schönes Wochenende 🙂

Neue Projekte braucht der Mann …

Mein Techniker hat ein neues Projekt. Nach dem wir heuer unser altes H-Boot zum Verkauf ausgeschrieben hatten (wir brauchen unbedingt was größeres 😐 ), wurde ratz fatz ein Neues angeschafft. »Das Angebot ist ein Schnäppchen,« sagte mein Mann strahlend. »Es gibt nur mehr drei von diesem Schiffstyp, eine Rarität quasi, eine ‚K2000‘, sogar in einer österreichischen Werft gebaut.«
Die Werft in Korneuburg gibt es natürlich längst nicht mehr. Der verstaatlichte Betrieb ging pleite.
Wir auch, wenn es mit den Projekten so weiter geht.

Dabei könnten wir es so gemütlich haben. Wir sind ja beide im sogenannten Ruhestand. Es ist ja nicht so, dass wir ein lasches Paar wären. Nein, ganz im Gegenteil. Im Sommer segeln wir. Im Winter gehen wir auf Schitour und Wanderungen machen wir sowieso das ganze Jahr über. Dann wären da noch die Wohnmobiltouren. Heuer eher weniger, wegen der Plandemie 🙄. Nebenbei rufen Haus und Garten und ein Bildschirm aus dem mich ein leeres Word Dokument anstarrt …

Als ich das ‚Projekt‘ das erste mal sah- und ich darf durchaus von mir behaupten, dass ich inzwischen ein bisschen Ahnung von Booten habe, wollte ich gleich wieder weg. Als ich die Leiter wieder hinunter stieg, hatte ich nur den einen Gedanken: ‚Hoffentlich sehe ich das vergammelte Objekt nie wieder!‘ Unten angelangt rief ich meinem Techniker mit fester Stimme zu: »Ich will sie nicht«, und stapfte zurück zum Auto. Von mir aus konnten wir gleich wieder fahren. Wie konnte er nur denken dass …

Heute steht das ‚Projekt‘ bereits hinter dem Haus auf einem Lagerplatz, neben unserem Womo und wartet darauf von mir gemocht zu werden. Da kann es lange warten. Auch der zweite Blick überzeugt mich nicht. Trotzdem klettere ich noch einmal hoch. Vielleicht hat mich der erste Eindruck doch getäuscht.
Es sieht nicht danach aus.
Unter Deck Schmutz und feuchte Stellen überall. Dieselgeruch und fremde Düfte die sich von den Voreignern im Interieur festgesetzt haben. Ich schaue meinem Techniker tief in die Augen und sage: »DEIN Projekt! Das sieht nach einem halben Jahr Arbeit aus. Aber bitte, dann hast Du zu tun und ich komme endlich zum Schreiben!« Im Geiste sehe ich mich schon das nächste Buch veröffentlichen. Dabei streift mein Blick die provisorisch abgedichteten Fenster, die ungepflegte Pantry und den Salontisch, dessen Holz auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Eigentlich könnte man es ganz hübsch einrichten.
Erinnerungen an vergangene Renovierungen kommen hoch. War es nicht total spannend ein Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und bin ich nicht eine begnadete Handwerkerin 🤔?

»Na ja,« höre ich mich plötzlich sagen. »Vielleicht lässt sich doch etwas daraus machen … «

FORTSETZUNG FOLGT ?

Mal wieder »Waldbaden«🌲

Gibt es etwas schöneres, als an einem sonnigen Herbsttag ein Waldbad zu nehmen? Ich könnte es auch Waldspaziergang nennen, aber ich fühle mich in der herrlich frischen Luft mitten im Wald wie in einem Bad voll Glückseligkeit. Kling kitschig? Egal, so geht’s mir halt.

Zauberhafte Herbstbeleuchtung

Immer wieder finden sich die Strahlen der flach stehenden Sonne einen Weg durch die Äste, Blätter und Nadeln und zaubern wunderbare Licht- und Schattenspiele. Wir wandern zügig und schweigend, denn so können wir uns besser auf das zwitschern der geflügelten Waldbewohner konzentrieren. Die gleichmäßigen Schritte, das hören, das fühlen und atmen wirken wie wohltuende Meditation.

Meine ‚Lungenkraftanstalt‘

Zum Abschluss gibt’s vor einer gemütlichen Almwirtschaft was deftiges zu Essen und als krönenden Abschluss einen hausgemachten Beerenkuchen. Danach geht es an einem wunderschönen, aber leider selten gewordenen Bauerngarten vorbei, durch meine Lungenkraftanstalt Wald zurück nach Hause.

Wann gibt’s DIE wieder?

Abends gibt’s Sonntags-Tatort. Die Becker, der Waschke. Bisschen speziell, aber genau so mag ich es. Wie mein Waldbad auch.

Tollkirsche – passt irgendwie zum Tatort, finde ich …

ENDLICH! 😅

Es ist soweit. Mein neuestes Werk ist veröffentlicht. Es war NICHT einfach! Seit 2008 ging ich mit diesem Projekt ‚schwanger‘. Unmittelbar nach der Weltumsegelung fragten mich viele, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben, aber ich lehnte ab. Ein dreijähriger Ausstieg auf einer kleinen Segelyacht schien mir nicht eines Buches wert. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich nicht WIRKLICH jemand dafür interessierte. Natürlich war diese Reise für einige spannend und wir wurden gebeten Vorträge zu halten. Aber wenn sie uns danach Fragen stellte und wir antworteten, hatten wir den Eindruck, als hörten uns die meisten nur mit halbem Ohr zu. Und zack, nach dem letzten Satz, berichteten sie übergangslos von ihren eigenen Segelerlebnissen. Einmal wurden wir allen Ernstes gefragt, wie oft wir während der Atlantiküberquerung geankert hätten … ⚓💭

Viele Jahre später kramte ich meine Tagebücher wieder hervor und begann darin zu lesen. Schnell zog mich der Mikrokosmos des damaligen Lebens in seinen Bann und ich versank in meinen eigenen Geschichten. Unwillkürlich fragte ich mich: ‚War diese Frau wirklich ich?‘ Wie habe ich das alles ausgehalten? Dieses Leben auf drei Quadratmetern zu zweit, das Kochen bei jedem Seegang, den Partner täglich 24 Stunden um mich, drei Jahre lang …

Aber dann las ich von den Sternstunden auf See, dem einmaligen Gefühl während der langen Wachen, in denen man niemals allein war. Von den Kreaturen im und über dem Ozean, welche meist unsichtbar und doch stets präsent waren. In diesen Momenten fühlte ich mich wie ein winziger Teil des großen Ganzen. 💫

Ich begann zu schreiben, ohne viel darüber nachzudenken ob es stilistisch anspruchsvoll, oder grammatikalisch auf der Höhe war. Ich verzettelte mich enorm, weil ich versuchte auch die turbulente Zeit danach einfließen zu lassen. Ich ließ ein Exemplar bei BoD drucken und gab es Freunden zum lesen. Die Reaktionen waren nebulös- höflich, abnickend, aber nicht wirklich überzeugend. Ich legte das Werk zur Seite und vergaß es.

Kurz vor meiner Pensionierung, dachte ich darüber nach, wie ich mir die Zeit vertreiben würde. Geschrieben habe ich schon immer gern und was die Fantasie in meinen Aufsätzen anbelangte, war ich schon in der Schule gut. Ich würde wieder schreiben. Soviel stand fest. Diesmal holte ich mir professionelle Hilfe in einem Autoren-Workshop und geriet prompt in einen Schreibtaumel. Zur gleichen Zeit entdeckte ich Story one. Diese Plattform eignete sich wunderbar dafür, meinen Stil zu finden und zu verbessern. Ich schrieb Kurzgeschichten und sie kamen recht gut an. Und weil es bei diesem Verlag so genial einfach war, veröffentlichte ich drei Büchlein. Das alles war äußerst erfreulich und tat meinem Schreiben gut, aber es weckte auch einen gewissen Ehrgeiz und die Erinnerung an mein vergessenes Werk.

Ich kramte das Buch wieder hervor und bat die Seminarleiterin, es über die Weihnachtsfeiertage zu lesen. Als Beurteilung wollte ich nur Hot oder Schrott gelten lassen. Zu meiner Überraschung fand sie es lesenswert, bemerkte aber gleichzeitig, dass es noch einiger Korrekturen bedurfte und ich die Abschnitte nach der Reise weglassen solle. Das würde den nur Leser verwirren. Und weil es gerade so gut passte, fragte ich, ob sie das Buch gemeinsam mit mir lektorieren möchte. Die Angelegenheit nahm ein volles Jahr in Anspruch, denn uns beiden fehlte die Zeit, es schneller durchzuziehen. Aber wir brachten es zu Ende. Inklusive Exposé für die Verlage. Just nach der Fertigstellung kam Corona. Ich schrieb fünfzehn zum Thema passende Verlage an. Alle bis auf drei schickten freundliche Absagen. Na ja, was hatte ich erwartet?

Zwei Monate später stieß ich zufällig auf Morawa, einen österreichischen Verlag, mit einer Self- Publishing Plattform. Es passte sofort. Freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterinnen unterstützten mich und waren da, wenn ich sie brauchte. Bis zur Veröffentlichung dauerte es dennoch zwei weitere Monate. Hauptsächlich deshalb, weil ich versuchte dem Manuskript quasi ‚zu Fuß‘ mittels Korrekturprogrammen und einer Freundin den letzten Schliff zu verpassen. Irgendwann nach dem gefühlten vierzigsten Mal, hatte ich genug vom Korrekturlesen und übergab das Manuskript einer professionellen Agentur. Das hätte ich besser schon früher gemacht, denn dann hätte es mein Techniker mit seiner nervlich angeschlagenen Frau nicht so schwer gehabt … Obwohl; ich litt genauso. Denn mein Mann teilt mich äußerst ungern. Auch nicht mit einem Manuskript in dem er nicht einmal vorkommt.

Aber jetzt ist gut und die Fische fliegen endlich!

🐬🐬🐬🐬🐬

Erhältlich in allen Buchhandlungen oder online.
SBN/EAN978-3-9911039-6-7
Paperback – Verlag My Morawa

https://www.morawa.at/detail/ISBN-9783991103967/Padi-Lo/Wenn-Fische-fliegen-lernen#null

Es müssen nicht immer Blumen sein …

Diesmal ein herbstlicher Blätterstrauß aus meinem Garten. Farbenfroh und beruhigend zu gleich.

Das ist der Herbst, wie ich ihn liebe, Und wie geht es Euch mit dieser Jahreszeit? Vermisst Ihr den Sommer schon? Andererseits; heute habe ich ganz schön geschwitzt im Garten, denn es hatte locker noch 20 Grad.

Ich muss ja gestehen, dass ich die dunkle Jahreszeit liebe. 🌚 »Du bist ein bisschen ein Kind der Finsternis«, sagt mein Techniker und versteht das natürlich gar nicht. Von ihm aus, wären 365 Sommertage optimal. Ich liebe den Wechsel der Jahreszeiten. Dauernd nur schönes Wetter finde ich fad. Außerdem genieße ich es total, wenn es dunkel ist und draußen stürmt (außer am Schiff) und ich es mir drinnen so richtig gemütlich machen kann 🙂

In diesem Sinne; willkommen Herbst 🍁

*Titelfoto Pexels

Der Zarte Pinselstrich hat seinen Platz …

Wie ich in meinem Blog Eintrag Sonne Sturm und eine Künstlerseele beschrieben habe, hat ein Bild des istrischen Malers Mario Santrač, welcher eine Galerie in Porec betreibt, mich sehr berührt. Der Künstler ist äußerst zurückhaltend und sensibel und Marketing interessiert ihn nicht. Seine besten Werke sind sogar unverkäuflich. Er hängt zu sehr daran. Seine Homepage stellt sein Talent mehr als unzureichend da. Da mich Hannah vom fantastischen Foto Blog fotokartusch.com gebeten hat, das Bild zu veröffentlichen tue ich es hiermit. Ich bin nicht sicher, ob das Stillleben durch die Spiegelung des Glases das erkennen lässt, was ich darin sehe, aber ich habe es versucht. Ohnehin sind Geschmäcker verschieden. Ich liebe es. 😌

Schön wars …

Ein klarer Morgen nach stürmischer Nacht

Um fünf Uhr früh weckt mich heftiges Knarzen und das Heulen des Sturms. Obwohl wir im sicheren Hafen liegen, schwankt das Schiff bedenklich. Regen prasselt auf das Oberdeck. Der Rumpf vibriert und ich werde in meiner Koje hin und her geschaukelt. Ich stehe auf und krabble verschlafen an Deck. Steile, konfuse Wellen im Hafen, wie man sie sonst nur auf offener See sieht. Die Laufplanke droht ins Wasser zu fallen. Ich suche nach einem Bändsel und sichere sie. Der Steg, an dem wir festgemacht haben hebt und senkt sich und unsere ‚Grande Liberté‘ fährt hart in die Belegleinen. Die wiederum knarzen mit einem alles durchdringendem Geräusch und das ist extrem nervtötend. Hoffentlich hält das Material das alles aus. Ok, kann ja nicht immer nur sanft und friedlich sein, denke ich. Schiet-Wetter gehört beim Segeln einfach dazu.

Halb wach, fülle ich einen Eimer mit Salzwasser und füge Spülmittel hinzu. Dann kippe ich die Mischung über die Leinen. Dabei schwanke ich wie eine Betrunkene und muss mich festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Nach dem »Leinengießen« kehrt etwas mehr Ruhe ein. ‚Funktioniert, ‘ denke ich zufrieden und krieche fröstelnd in meine Koje zurück. Kalt ist es geworden. Zeit abzureisen. Bei dem Wetter fällt der Abschied wenigstens nicht so schwer …
Ich finde keinen Schlaf mehr und lasse in Gedanken die vergangen drei Wochen revuepassieren.

Fazit: Schön wars!

Ein Kormoran trocknet sein Gefieder
Kulinarische Genüsse mit herrlicher Aussicht
Die Nachsaison ist unsere Saison …
Sanddorn

Sonne☀️Sturm🌬️Regen☔und eine KÜNSTLER-SEELE🖌️ …

Gegen Ende unseres Istrien- Aufenthalts erleichtert uns das Wetter den Abschied vom Meer. Bereits letzte Nacht wehte es enorm und heute bläst es unverdrossen weiter. Um die 40 Knoten,+ (130 km/H+). Nachts ächzten und knarzten die Festmacher-Leinen und wieder einmal kamen meine Ohrstöpsel zum Einsatz. Trotzdem ein gutes Gefühl, bei diesem Wetter nicht auf See sein zu müssen, sondern im sicheren Hafen.

Den heutigen Tag verbringen wir in Porec, flanieren durch die vertrauten Gässchen und bestaunen das Krims-Krams des jeden Freitag stattfindenden Antikmarktes. Es ist gespenstisch ruhig. Die Laden- und Lokalbesitzer klagen über ausbleibende Touristen. Sie trösten sich damit, das zumindest die kroatischen Landsleute ihr Geld hier ausgeben. Die Geschäftsleute befürchten weitere Umsatz-Einbußen bis hin zu Schließungen und schütteln den Kopf über Reisewarnungen und machen die Politik für den wirtschaftlichen Einbruch verantwortlich.

In meiner Lieblingsgalerie entdecke ich ein wunderschönes Stillleben. Der feine Pinselstrich und die gefühlvolle Komposition ziehen mich unmittelbar in den Bann und lassen mich leichtsinnig werden. Ich kaufe es. Mein Techniker wundert sich. Aber so ist das bei mir. Wenn mir etwas besonders Schönes ins Auge fällt, entscheide ich spontan. Als der Künstler das Bild von der Wand nimmt, streicht er noch einmal liebevoll über den Rahmen und greift fast unmerklich an sein Herz. Diese Geste rührt mich. Das ist keine Schmierenkomödie, sondern sichtliches Bedauern über das Abschiednehmen von einem seine Werke. Und es ist wahrhaftig ein Kunstwerk, jenseits des üblichen Kommerzes. Dieses wunderschöne Bild erfüllt mich mit großer Freude.

Einige Gemälde in der Galerie, sind seit Jahren unverkäuflich. Selbst mein Techniker konnte den Künstler nie dazu überreden, sich von einem dieser Bilder zu trennen. »Warum malt er es nicht einfach noch einmal?«, meinte er pragmatisch. Spürt er nicht die Beweggründe dieser Künstlerseele? Ich kann ihn verstehen. Hätte ich die Gabe auf so empfindsame Weise zu malen, ginge es mir genau so.

Nachdem wir die Galerie verlassen haben, weht uns wieder der stürmische Wind ins Gesicht. Überall in Europa schlägt das Wetter in Richtung Herbst/Winter um. Da haben wir es hier, bei 24 Grad Wärme und zeitweisem Sonnenschein noch ganz gut. NOCH, denn am Montag geht’s nach Hause. Wir machen Platz für unsere Freunde. Sie sollen ebenfalls noch ein paar schöne Herbsttage am Schiff genießen dürfen.

Am Abend sehen wir auf der Wetterapp, dass am Arlberg bereits der Winter Einzug gehalten hat. Wenn wir Pech haben, schneit es am Nachhauseweg auch in den Tauern.🤔 Aber wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen … Erfreuen wir uns lieber an den letzten unbeschwerten Tagen im Hier und Jetzt. Auch wenn es draussen stürmt und die Festmacher-Leinen ächzen und knarzen. Was soll’s.

Stürmische Nächte

Auf Kaiserin Elisabeths Spuren

Immer wenn wir in der Marina-Icici bei Opatija liegen, spazieren wir die bezaubernde Uferpromenade entlang, auf der unsere kapriziöse Kaiserin ihre strammen Spaziergänge absolvierte. Eine Wespentaille kommt eben nicht von ungefähr.

Allein das mehr als 100 Jahre alte Bronze/Messing-Geländer entlang des Kaiser- Franz-Josef-Weges (Lungomare), hat einen Materialwert von mehreren Million Euro, sagt mein Techniker. Ich bin beeindruckt. 😲Hoffentlich haben das keine Räuber gehört … Ich finde diese vollendete Handwerkskunst einfach nur schön.

Genau so schön, wie diesen wunderbaren Spaziergang am Meer. Jedes Jahr. Und immer wieder entdecke ich neue Perspektiven und Motive.

Die ehemalige Villa Madonna alias Villa Schalek in der Kaiser Franz Joseph angeblich des öfteren mit Katharina Schratt getechelmechtelt  hat, ist heute ein schnöder Glücksspieltempel. Seine Gattin Elisabeth auch nicht fad, trieb ebenfalls ihre Spielchen. Angeblich mit dem schneidigen ungarischen Graf Andrássy. Sie soll in dieser »Angelegenheit« drei Mal inkognito in Opatija gewesen sein.

Die Villa Madonna unter Casino-Beleuchtung

Opatija ist immer eine Reise wert. Gerade jetzt im Herbst, wo es ruhiger wird, die luxuriösen Hotels erschwinglich sind, das Meer noch zum Baden, die Berge zum wandern und die mediterranen Köstlichkeiten zum genießen einladen…

Euch allen eine gute Woche. Wir bleiben noch ein wenig am Meer🌊🌊🌊 …

Entwischt … 🐙

Während der Weltumsegelung schloss ich in der Südsee in der Bucht vor Moorea mit einem stattlichen Kraken Freundschaft. Wir trafen uns regelmäßig an einem vereinbarten Treffpunkt am Riff und spielten ein wenig Verstecken.Ich war fasziniert von der Intelligenz, dieses eleganten tentakelbestückten Wesens und vorgestern Nacht hatte ich wieder die Gelegenheit auf einen dieser erstaunlichen Meeresbewohner zu treffen.

Wir hatten in einem Restaurant fein gegessen, Segelfreunde getroffen und feuchtfröhliche Bekanntschaft mit einer Tiroler Männercrew gemacht. Weinseelig begaben wir uns anschließend zu unserem Beiboot, festgemacht am Landungssteg.

Schon von weitem bemerkten wir das nervöse tanzen eines Lichtstrahls an der Meeresoberfläche in unmittelbarer Nähe des Steges. Des Rätsels Lösung war eine Kroatin, die eifrig damit beschäftigt war, mit der Taschenlampe Kraken anzulocken, diese mit einem auf Plastik aufgedrucktem Krebs zu ködern und schließlich mit einem Vierzack aufzuspießen.

Und weil die vielgerühmte Klugheit der Oktopusse scheinbar doch nicht so weit reichte, um einen aufgedruckten Krebs von einem echten zu unterscheiden- hatte die Fischerin auch schon einen stattlichen Burschen am Haken. Mit Schwung ließ sie ihn der auf den Steg sausen. Reflexartig sprang ich zur Seite, denn sonst wäre mir der Tintenfisch an die Beine geklatscht.

Es ist nicht so, dass ich einen geschmorten Kraken (Polvo à galega) nicht schätze, aber als zivilisatorisches Weichei, wohne ich der Tötung derselben ungerne bei. Ohnehin bin ich der Meinung, dass wenn jeder selbst für das abmurksen seiner fleischlichen Nahrung zuständig wäre, die Zahl der Vegetarier sprunghaft ansteigen würde.

Aber zurück zum Oktopus. Der war nun knapp an mir vorbei auf dem Boden gelandet, hatte sich flugs vom Köder befreit und versuchte nun geschickt sich in Richtung Meer abzusetzen. Die Frau nicht faul, griff nach ihrem Vierzack (empfindliche Seelen mögen nun wegschauen), und stach gnadenlos auf die sich windende Kreatur ein. Insgeheim hoffte ich, sie würde das Objekt der Begierde verfehlen, aber das tat sie mit nichten.

Das Schauspiel stieß mich ab und faszinierte mich gleichermaßen, denn die Beschaffenheit der Haut dieses Tieres war dermaßen resistent, dass die Zacken es nicht vermochten den Oktopus aufzuspießen. In der Hitze des Gerechtes fiel der Plastikeimer in dem bereits mehrere seiner Kollegen ihr Leben ausgehaucht hatten, um. Dadurch war die Frau kurz abgelenkt. Fast sah es so aus als würde sie den gesamten Fang verlieren. Um nicht nur blöd rumzustehen, stellte ich den Eimer auf, behielt jedoch meinen sich geschickt wehrenden Freund im Auge. Der nutzte die Chance. Du schaffst es, dachte ich- Du schaffst es.

Und tatsächlich; er schaffte es. Unversehrt glitt er ins Wasser. Die Frau zuckte nur mit den Schultern und lachte. Ich freute mich für den Tintenfisch und wir stiegen ins Beiboot. Mein Techniker hielt einen Vortrag über die Beschaffenheit von Tintenfischhaut. Meine Gedanken aber schweiften ab in die Vergangenheit nach Moorea zu meinem Freund am Riff. Auch er war mir immer wieder entwischt.

🐙🌊🐙🌊🐙🌊🐙🌊🐙

Wenn ihr mehr über meine Freundschaft mit dem Kraken und viele andere spannende Begegnungen während der Weltumsegelung erfahren wollt- dann könnt ihr das demnächst in meinem neuesten Buch nachlesen.

260 Seiten, reich bebildert und schon bald überall im Buchhandel erhältlich.

MEERES-HÜHNER

🌊🐔🐟🐟🐟🐟🐟🐟🐟🐟🐟🐔🌊

Immer wenn ich an das Heck komme, warten sie schon. Die ‚Meereshühner‘.

Sie gackern nicht, obwohl sie immer hungrig sind und dennoch können sie es kaum erwarten, dass ihnen in ihrem großen blauen Garten etwas zufällt. Was das Fressen anbelangt, sind sie wie der Blitz. Jeglicher organischer Abfall ist in nullkommanix verschlungen und nie werden sie satt. Wenn ich morgens ins Wasser springe, warte ich insgeheim darauf, dass sie mich anknabbern. Blödsinn? Nein! Als mein Techniker vor zwei Wochen im Attersee schwamm, versuchten ein paar Süßwasser-Hühnchen sich an ihm zu laben. Behauptet er zumindest. Trotzdem achte ich darauf, das die Salzwasser-Hühner einigermaßen satt sind. Man weiß ja nie …

In diesem Sinne- Mahlzeit😉 ⛵

An der Schwelle zum Trans-humanismus

Urlaub bedeutet auch viel Zeit zum lesen und nachdenken. Den Link am Ende des Beitrags habe ich kürzlich entdeckt und er hat mich zum Nachdenken angeregt. Vielleicht ist sein Inhalt auch etwas für den einen oder anderen von Euch. Auch in Österreich wird derzeit eine zweite Welle regelrecht herbeigebetet oder sollte ich besser sagen; herbeigetestet.

Mehr und mehr wundere ich mich darüber, wie Menschen sich über Medien steuern lassen und sich von einem Virus in hellste Aufregung versetzen lassen. Niemand spricht mehr von Selbstheilungskräften oder dem Immunsystem, das in uns existiert und uns sehr gut schützen kann. Allerdings funktionieren diese Kräfte nur dann optimal, wenn wir frei von Angst und Stress sind. Aber genau das Gegenteil wurde und wird von politischen Kräften mit eifriger medialer Unterstützung seit nunmehr Monaten geschürt.

Seit März habe ich das Gefühl auf einer Einbahnstraße zu fahren, deren Ziel ein kollektives Vergessen ist. Ein Vergessen von bewährtem Wissen, der Existenz eines Hausverstandes und einer tief in uns existierenden mentalen Kraft. Dieses Gefühl der Ohnmacht inmitten des Stromes gibt mir sehr zu denken. Selbst hier, unter blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein, würziger Seeluft, Wind und Wellen.

Heute sende ich nachdenkliche Grüße aus einem Land in dem ich auf Grund einer »Reisewarnung« gar nicht sein sollte. Aber es sind auch Grüße vom Ursprung allen Lebens- dem Meer. Grüße von der erhabenen Schönheit dieses unerbittlichen Elements, das dennoch unendlich heilende Kraft in sich birgt. Eine Kraft, die gerade jetzt wichtiger ist denn je. 🌊🌊🌊

Euch allen eine gute Woche voller Zuversicht und Freude.😊 Und hier der Link:

https://www.storl.de/gesundheit-phytotherapie/an-der-schwelle-zum-transhumanismus/

Omas Kochkiste …

Was für ein Tag, was für ein Segeln. Einfach wunderbar. Sieben bis 14 Knoten Wind schieben und auf leicht bewegter See voran. Kaum Yachten unterwegs. Unser erstes Ziel wie immer die Bucht von Portic. Am Leuchtfeuer Porer vorbei segeln wir in die fast menschenleere Bucht.

Schon zwei Stunde zuvor stehe ich in der Pantry und schneide einen Kürbis in kleine Stücke. Mit leicht angebraten Zwiebeln köchelt das Gemüse vor sich hin.

Unter Deck merke ich, dass der Wind zugenommen hat und wir nach dem Kurswechsel bei der Ansteuerung etwas »Lage schieben« werden. Was tun mit zwei heißen Kochtöpfen am Herd? Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, denke ich und spontan fällt mir Omas »Kochkiste« ein.

Früher hatte jeder »ordentliche Haushalt« eine solche Kiste in der Küche. Meistens befand sie sich unter der Sitzbank in der Essecke. Sie war meist mit Stroh oder Holzwolle gefüllt und hatte ein, zwei Kullen in welche die Kochtöpfe passten. Das Essen wurde kurz vorgekocht und dann in der Kiste fertig gegart. Meist Eintöpfe, Erdäpfel oder Gemüse.🍠🥦🧅🥔

Mhm, ich überlege. Und wenn ich einfach die beiden Abwaschbecken nehme? Darin kann nichts überschwappen und es ist noch sicherer als am kardanisch aufgehängten Herd. Gesagt- getan.

Mein Techniker🙏 gibt mir noch einen Isolationstipp für den Boden. Ich lege zwei Holzbretter in die Becken und stelle Suppentopf und Erdäpfel hinein. Dann decke ich alles mit Handtüchern zu und lege noch ein Kissen oben drauf. Fertig.👍

Anschließend widme ich mich gemeinsam mit dem Kapitän unbeschwert der Ansteuerung und am Ankerplatz packe ich alles aus, würze die Kürbissuppe und servieren das dampfend heiße Essen.

Stressfreies Kochen, energiesparend, sicher und optimal gegart. Danke Oma.😊

Premiere

Noch nie habe ich meine Yogaroutine am Steg der Marina absolviert, denn das wäre mir höchstens peinlich. »Du bist dahingehend ein bisschen komisch …«, sagt mein Mann. »Tja, Prägung«, antworte ich. »Sich als Kind in Szene zu setzen, war in meiner Familie verpönt«

Meistens übe ich unter Deck, abends vor dem Schlafen gehen, wenn der Techniker schon friedlich sägt. Am Ankerplatz, bei ruhiger See und wenig Nachbarn, manchmal an Deck. Heuer allerdings sind überhaupt keine Menschen hier, sodas ich mich ungestört verrenken kann.

Dennoch nehme ich in meinem Augenwinkel eine männliche Gestalt am Steg gegenüber wahr, der mich ungeniert beobachtet. Egal, soll er. Ich fühle mich gerade so zentriert, dass mich nichts aus dem Gleichgewicht bringen kann …

Ein anderes Erwachen

Für mich ist aufwachen nirgendwo schöner als am Schiff. Gerade jetzt, wo alles ruhig und entspannt ist. Ein tiefblauer Himmel empfängt mich und der Ort ist in sanftes Morgenlicht getaucht.

Wir haben entschieden noch ein wenig im Hafen zu bleiben. Ich war einkaufen und mein Techniker putzt. Ein dünner Film aus Saharasand hat sich über das Schiff gelegt. Das kommt hier öfter vor und läßt das Kind im Mann mit dem Wasserschlauch spielen.

Am Nachmittag geht’s an den Strand und Abends wieder ins Lieblingsrestaurant. Was für ein gutes Leben. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich jede Minute intensiver genießen sollte als in all den Jahren zuvor. Es ist wie ein Auftanken, ein Aufladen der Batterien, ehe es zurück geht in den Herbst/Winter dieses neuen, befremdlichen Alltags.

Unwillkürlich schweifen meine Gedanken viele Jahre zurück in die Zeit der Weltumsegelung. Die Arbeit am Buch hat alles wieder zum Leben erweckt. Das Gefühl der großen Freiheit auf den Weltmeeren, das Dasein in diesem einzigartigen Mikrokosmos auf dem eigenen winzigen Schiff. Die Gefahren und Ängste und das Bewusstsein, wie endlich und unbedeutend das eigene Leben im Vergleich zur Macht der Naturgewalten ist. Und wie man Frieden schließt mit dieser Situation. Dagegen ist alles was ich gerade genießen darf, Luxus. Und trotzdem habe ich manchmal Sehnsucht nach dieser wunderbaren Zeit in der alles unkompliziert war und frei …

Bis morgen …

Angekommen

An den Grenzen nichts los. Keinerlei Kontrolle bei der Einreise.Die italienische Autobahn ist eine einzige Baustelle. Wir fahren abwechselnd die 5,5 Stunden bis zum Ziel. Zwischendurch das Ritual eines Zwischenstopps an einer typischen uralten Autoraststätte mit einem typisch köstlichen Cappuccino und untypischer Maskenpflicht deren Sinnlosigkeit mit dem Tragen derselben unter der Nase der Mitarbeiterin, unterstrichen wird. Ich wundere ich mich immer wieder aufs Neue, was wir Lemminge uns von unseren »Volksvertretern« gefallen lassen. Aber »Nachdenken off« Ich bin im Urlaub! Hungrig verschlingen wir zwei süße Mehlspeisen, deren Verweildauer in der Vitrine schon etwas länger gedauert haben dürfte.

Am Ziel herrscht die typische Stimmung der Nachsaison. 24 Grad. Wolkenlos. Nur mehr vereinzelt Touristen. Die aktuelle Panikmache scheint zu wirken. Gut für uns. Nachdem wir klar Schiff gemacht haben, geht’s in unser Lieblingsrestaurant. Hier trägt das Personal diese totschicken, völlig nutzlosen Mini-Plastikmaulkörbe. Der Erfinder dieser genialen Idee erspart ihnen zumindest den Gesichtslappen und damit das ungesunde Rückeinatmen ihres eigenen CO2.

Die gegrillten Tintenfische sind köstlich und der Salat knackfrisch. Darauf habe ich mich gefreut und auf die herrliche Meeresbrise und die Stille der Nachsaison. Nach einem Absacker an Bord geht es in die Koje. Morgen werden wir noch ein paar Kleinigkeiten bunkern und dann setzen wir Segel Richtung Süden. Sofern die Winde wehn. Aber wozu gibt es einen Motor …

Einstweilen – Gute Nacht.⛵

Muuuh, die zweite …🐄

Die Kuh ist verstummt, aber ich weiß nicht, warum. Ich hoffe, sie hat bekommen, wonach sie rief, und ist nun glücklich und zufrieden. Es lässt mir aber noch immer keine Ruhe und irgendwann, werde ich erfahren was tatsächlich los war.

Heute haben wir Abschied vom Attersee genommen und die letzten Stunden an unserem Stamm-Ankerplatz genossen. Das Wasser hatte noch 21 Grad und es war schon um einiges weniger los als die im August. Schade finde ich, dass an diesem schönen See noch immer Motorboote geduldet werden, die lediglich im Juli und August nicht fahren dürfen. Dafür gaben sie heute wieder mächtig Gas und verursachen Lärm und Wellen. Wenn sie dann vor Anker gehen, lassen sie alle an ihren großartigen Musikanlagen teilhaben, ob man es nun will oder nicht.

Für uns geht es am Montag wieder nach Kroatien auf unsere Grande Liberté. Die Angstmacherei ist zwar schon wieder voll im Gange, aber wir sind da schmerzfrei. Mein Buch ist nach dem professionellem Korrektorat endlich ich in Druck und es wird vermutlich während des Segeltörns erscheinen. Promoten kann ich es auch von Bord aus und ich freue mich schon auf erste Reaktionen.

Aber wie gesagt, ein paar Tage wird es noch dauern. In diesem Sinne bis bald vom Meer mit vielen Fotos (leider nur mit schwacher Kamera, denn meine Lieblingshandycam ist in Reparatur),aber ich lasse mir etwas einfallen, um neue lesenswerte und interessante Reisethemen zu entdecken.

Euch einen schönen Sonntag 🙂

Muuuh!🐄

Mein Techniker und ich leben am Land. Wer glaubt, das Landleben sei geprägt von Ruhe und Frieden, der irrt. Entweder plärren diverse Gartengeräte oder wummern die Maschinen eines Häuslbauers. In den letzten Tagen kam ein neues Geräusch hinzu. Ein immer wieder kehrendes „Muuuh.“

Da ich auf einem Bauernhof groß geworden bin, weiß ich das das unter Umständen nichts Gutes zu bedeuten hat. Das macht mich ein wenig unrund. Möglicherweise auch deshalb, weil die aktuell herrschende Stimmung von Angst und Irrationalität in mir eine erhöhte Sensibilität ausgelöst hat. Das Schreien der Kuh klingt in meinen Ohren verzweifelt. Mein Techniker würde höchstens lapidar anmerken; „was Du schon wieder hörst.“

Warum muht eine Kuh? In erster Linie wenn sie hungrig oder durstig ist, oder wenn man ihr das Kalb wegnimmt. Sie kann aber auch ganz schön brüllen, wenn sie brünstig ist, also Sehnsucht nach einem Stier hat. In diesem Fall weiß ich es nicht, zumal ich nicht einmal den Bauer orten kann, woher das herzerweichende muhen kommt. Mhm, was tun? Nachschauen, mich auf die Suche machen?

Mein Mann kommt gerade zur Tür herein und ermahnt zum Aufbruch. Innerhalb ein paar Minuten bin ich abgelenkt und die Kuh ist vergessen. Aber wenn ich sie morgen wieder höre, geh ich dem nach …

Fortsetzung folgt …

Bild: Pexels

Black & White Fotografie 📷

Schwarz/Weiß Fotografie ist gerade sehr angesagt. Ich hab’s ausprobiert, denn die App BlackCam pro&wcamera steht gerade kostenlos über Google Play als Download zur Verfügung. Ich habe ein bisschen experimentiert  …

Na ja, alles hat seinen Reiz und bei s/w kommt es sehr auf das Motiv an. Leider ist die Kamera meines Google Pixel 3 defekt. Sie stellt nicht mehr scharf und ist zur Reparatur. Die Ersatzkamera macht deutlich, wie gut die Kamera des Pixel ist. (Vergleich letztes Bild mit den ersten beiden des Ersatzhandys).

Ich warte sehnsüchtig auf meine bewährte Handykamera und wünsche Euch einen wunderbaren, BUNTEN Tag.

❤️🧡💚💛💙💜🖤🤎

Trick 17 🍇🐝

In einer unserer Hausecken steht eine Weinrebe. Mit dem Wein ist es so eine Sache. Er wächst und wächst und wächst. Bisher hatten wir mehr Laub als Trauben und die Reben schmuggeln sich mit ihren ‚Fangarmen’ in jede Ritze, um Halt zu finden. Also schneiden, schneiden, schneiden …

Letztes Jahr gab es endlich köstliche blaue Trauben, die von den Bienen, Wespen und Hornissen um die Wette vor unseren Augen weggefressen wurden. Ich hing Fallen mit Zuckerwasser auf, aber die Leichen hinter Glas gefielen mir auch nicht sonderlich. Also hielt ich Ausschau nach einer humaneren Abwehr.

Ich fand sie in Form billiger Lampions, die von außen an Wespennester erinnern. Also ehrlich, so recht habe ich nicht daran geglaubt, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Kein einziges geflügeltes Wesen näherte sich heuer unseren Trauben. Die Insekten wähnten eine konkurierende Kolonie und blieben allesamt fern. Vielleicht … So stand es zumindest in der Beschreibung, aber es scheint zu wirken.

Nun wachsen uns die köstlichen Trauben fast schon in den Mund und wir dürfen sie heuer endlich ungeteilt genießen.

🍇🍇🐝🍇🐝🍇🍇🐝🍇🍇🐝🍇🐝🍇🐝🍇🐝🍇🍇🐝🍇🍇

Ein Sonntag allein …

Mein Techniker widmet sich heute seinen Enkeln und ich mich mir. Das Wetter ist besser als prognostiziert und ich entspanne ausgiebig, flaniere ein wenig durch den Garten und tauche ein in das üppige Grün des Spätsommers. Die Sonnenblumen leuchten, die Rosen blühen, und langsam wechselt so mancher Baum die Farbe seiner Garderobe in Herbstliches rotbraun.

Ich mache es mir im Liegestuhl bequem, um meine Bräune etwas aufzufrischen, bevor ich mir ein kühles Bierchen gönne und auf das Leben anstoße. Sobald aber die Sonne hinter den Wolken verschwindet, spüre ich den kühlen Hauch des Herbstes. Le Barón, unser Gastkater, schaut kurz vorbei und wundert sich über meine spärliche Bekleidung. Leicht irritiert wendet er sich ab. Als Kater von Welt weiß er, was sich gehört.

Starker Wind kommt auf und dunkle Wolken formieren sich im Nordwesten. Mich fröstelt. Langsam falte ich die Sonnenliege wieder zusammen und verstaue sie an ihrem Platz. Bis mein Manuskript fertig korrigiert ist, habe ich noch ein paar Tage Urlaub, die ich vielleicht gemeinsam mit dem Techniker für einen kurzen Ausflug mit unserem Womo »Würstelstand« in die Südsteiermark nutze. Mal sehen.

Euch allen eine gute Woche😊

Alte Türen und Fenster

Während meiner Reisen fotografiere ich gerne pittoreske alte Fenster und Türen. Da ich gerade entspannt auf die Endfassung meines Manuskriptes warte, hatte ich endlich Zeit diese Fotos zusammen zu suchen und mit Euch zu teilen. Ich finde sie spannend, diesen Ein und Ausgänge durch die so viele Geschichten, Hoffnungen, Gedanken, Erwartungen Augenblicke und Ereignisse gegangen sind. Und Ihr?

Ein Kommen und Gehen, eine Erwarten und Sehen.

Einen schönen sturmfreien Freitag wünsche ich. Und nicht vergessen Türen und Fenster zu schließen …

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was lange währt …

Ich weiß ich weiß- über das Korrektorat wurde schon so manches geschrieben. Auch ich habe mich in einem früheren Beitrag darüber geäußert. Korrektur-Programme, – meine Erfahrung.. Und ja, ich war tatsächlich davon überzeugt, dass ich es gemeinsam mit dem scharfen Auge meiner Freundin schaffe, mein Manuskript zumindest zu 99% fehlerfrei zu bekommen. Ende dieses Monats sollte mein (Lebens)-Werk im Selfpublishing bei Morawa erscheinen.

Stundenlang brütete ich mit Hilfe von Language Tool, Duden-Mentor-Premium und dem mehr als schwachen Word-Korrekturprogramm vor dem Laptop und sah bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Erst heute entdeckte ich die Plug-in-Version von Duden Mentor und wähnte mich bereits im siebten Sparefroh-Korrektur-Himmel aber weit gefehlt. Das Programm hängte sich schon nach den ersten Seiten auf und tat so, als sei es gar nicht installiert. »Grrr«.Wenn man in seinem Manuskript nach gefühltem hundertmaligen Lesen noch immer Fehler bezüglich Satzzeichen und Schlampipampi-Wörtern findet, hat man irgendwann mir Verlaub die Schnauze voll.

GENUG der nächtlichen Sessions, dem kopfschüttelnden Ehemann und der geröteten Pupillen. Ich konsultierte Freund Google und suchte mir professionelle Hilfe. Ich wurde fündig, prüfte das Unternehmen auf Kundenzufriedenheit und danach meine Finanzen. Nachdem mein Ausgabenlimit feststand und dieses mit einem Korrektorat in Graz korrelierte, nahm ich Kontakt auf. Zufällig wirkte sich das Sommerloch positiv auf meine angespannte finanzielle Situation aus und wir kamen ins Geschäft.

Nachdem der Entschluss gefasst war, mein Lebenswerk in professionelle Hände zu legen, überkam mich ein Glücksgefühl, dass ich seit der Geburt meines Manuskripts nicht mehr erlebt hatte. Nun verschiebt sich der Veröffentlichungstermin auf Anfang September. Egal. Was lange währt wird (hoffentlich) endlich gut …

Dieser Beitrag wurde übrigens von Duden Mentor überprüft. Seht also selbst …

Have a nice Mittwoch. Ich geh jetzt segeln. Hab endlich wieder Zeit und Muse …

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Aufgeregt!

Hach, ist das aufregend …🙃🙂 Am Freitag wurde das Musterexemplar meines neuen Buches geliefert. 269 Seiten, 86 Fotos, Grafiken und Internationale Rezepte aus der Bordküche.

Jetzt heißt es noch mal scharf darüber schauen, ob sich irgendwo Fehler eingeschlichen haben. Genau dafür habe ich das Muster drucken lassen.

Finale im Naturbüro

Während der Arbeit am Manuskript wird man mit der Zeit ‚betriebsblind‘. Gebunden sieht alles viel übersichtlicher aus …

Nun noch einmal ran an die Arbeit, das finale Muster ‚stricken‘ und dann ab in den endgültigen Druck. So ist es eben, wenn Fische fliegen lernen …🐟🐠🦈

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Sommerpause

Ich bin dann mal weg und genieße den Sommer am See. Unter dem Sonnenschirm werde ich nach neuen Blogs stöbern und natürlich die abonnierten Beiträge endlich in aller Ruhe lesen.

Bücher habe ich ebenfalls genug an Bord. Aber ich will ehrlich sein; in den vergangenen Tagen habe ich kaum mehr als fünf Seiten geschafft und schon🥱😴 …

Aber das ist das Schöne am Urlaub; man liest nach einem kurzen Nickerchen wieder fünf Seiten und in Endlosschleife quasi …

Euch allen eine Gute Zeit. Viele sind ja selbst gerade urlaubend im in – oder Ausland unterwegs. Ich wünsche allen eine schöne Zeit☀️⛱️🌅🌈

Danke sagen😍

Ich freue mich darüber, dass Ihr meinen Blog lest und Euch dafür interessiert. Danke an alle. 🙋‍♀️Allen die auch noch Zeit für einen Kommentar (selbst nach Mitternacht) finden, sind mir besonders ans Herz gewachsen. Konstruktive Kritik ist immer willkommen und wer irgendeinen Fehler in der Aufmachung oder sonst wo entdeckt, bitte schreiben. Was Kollegen anbelangt, denen ich folge, war bisher nur ein Blogger ein Fehlgriff. Ich wurde mit Reblogs zugemüllt. Aber das konnte ich schnell blocken. Die Community auf Word Press ist riesig und ich halte ständig Ausschau nach weiteren interessanten Seiten. Leider fehlt einfach die Zeit, um intensiver zu suchen. Vor allem österreichische KollegInnen sind schwer zu finden. Aber vielleicht habe ich sie einfach noch nicht gefunden.

Seit Dezember 2018 schreibe ich auf dieser Seite. Dazwischen wurden drei Bücher von mir über story one veröffentlicht. In zwei Weiteren findet man ebenfalls einen Beitrag von mir. Mein »großes Werk« ist bei Morawa in Druck. Ich erwarte täglich das Probeexemplar und bin gespannt, wie mein reich bebildertes und grafisch aufgelockertes Manuskript in der Druckerei umgesetzt wurde. In dieser österreichischen Self Publishing Plattform (Link – Mitbewerber), habe ich meinen idealen Partner gefunden.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, mit Beiträgen am Ball zu bleiben. Mir ist wichtig »bunt« zu sein und zu unterhalten. Ab und zu muss ich ein politisches Statement abgeben, sonst zerreißt es mich und das ist schließlich ungesund. 😉 Bloggen kann manchmal in Arbeit ausarten, aber ich versuche mich selbst im Zaum zu halten, denn jeden Tag muss nicht sein. (Aber fast). Außerdem sollte man gerade ab 60 seine Synapsen mit Strom versorgen, denn wie schnell kann man verblöden🥳

In diesem Sinne …

Netzfund …

…und so schön, dass ich ihn zum Wochenbeginn gerne weiter schenke.

„Finde jemanden, der auf dich aufpasst. Der mit seinen Fingern über jede deiner Narben fährt und fragt, woher jede einzelne kommt. Finde jemanden, der weiß, wie du deinen Kaffee magst; welcher Song dich dazu bringt, das Fenster herunterzumachen und auf das Gaspedal zu treten. Finde jemanden, der deine kleinsten Details aufnimmt; der die Dinge bemerkt, von denen du dachtest, dass sie niemand jemals bemerken würde. Und dann, wenn du diesen jemand findest, sei auch sein jemand.“

Auf das wir finden, was wir suchen … 🥰

Kreisky, Sinowatz und eine Bar

Anlässlich des Todestages des letzten großen österreichischen Staatsmannes Bruno Kreisky eine Kurzgeschichte zum Thema Vergänglichkeit …

Als ich vor 22 Jahren, nach der Weltumsegelung beschloss, Salzburg als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen, waren rationale Entscheidungen ausschlaggebend. Die Stadt lag zentral und schien damit als Basis für einen Neustart optimal. Es wurde einem aber nicht leicht gemacht, sich hier als Zugereiste zu Hause zu fühlen. Nur langsam gewöhnte ich mich an die abweisende und verschlossenen Art der Menschen. Ich sehnte mich zurück in die Segler Community, in der wir alle füreinander da gewesen waren, ohne etwas dafür in Rechnung zu stellen. Arroganz und Unfreundlichkeit waren mir fremd geworden.

Dennoch gab ich nicht auf und grüßte in meiner neuen Heimat mit geradem Blick in die Augen der Menschen fröhlich darauf los. Umsonst. Sie stierten an mir vorbei, entweder auf den Boden oder in die Spiegelung der Schaufenster, um ihre prächtige Erscheinung zu prüfen. Ich arbeitete damals gleich über der Grenze, im nahen Bayern und deshalb schien mir das alles nicht so schlimm. Früh morgens verließ ich Salzburg und abends kam ich wieder zurück.

An den Wochenenden zog es mich in die Gastroszene der Stadt. Eines Nachts entdeckte ich die Steingasse. Ich war sofort fasziniert von dieser düsteren Stadtschlucht, zwischen den jahrhundertealten Häusern mit den originellen Bars und Pubs. Trotzdem bedurfte es einiger nächtlicher Ausflüge, bis ich SIE entdeckte; MEINE Bar!

Als ich den winzigen, verrauchte Raum in einem uralten Gewölbe betrat, fühlte ich mich sofort wie zu Hause. Rechts neben dem Eingang hingen Porträts von Bruno Kreisky und Fred Sinowatz im Andy Warhol-Stil. Das passte damals perfekt in mein Weltbild. An den kleinen Tischen gab es kaum mehr Platz und auch die winzige Bar war voll besetzt. An ihrem rechten Ende strahlte ein riesiger, wunderschöner Blumenstrauß. Links daneben stand eine Schüssel mit tiefroten frischen Tomaten. Jemand machte mir Platz und ich zwängte mich in die letzte freie Ecke neben dem Strauß.

Hinter der Bar musterte mich der Barmann interessiert. Mit rauer Stimme fragte er nach meinen Wünschen. Ich lobte den ausgezeichneten Musikgeschmack. Die Schallplatten stapelten sich in ihren abgegriffenen Hüllen in einer Nische. Er mischte geschickt progressive Nummern mit coolem Italo Sound jenseits eines Eros Ramazzotti und spielte gekonnt mit der jeweiligen Stimmungslage im Lokal. Die Weinauswahl war exzellent aber teuer. Wen er jemanden mochte, schenkte er immer etwas in das Glas. Ich verbrachte unbeschwerte Stunden diskutierend, lachend, trinkend und tanzend an diesem einzigartigen Ort. Dann zog ich fort.

Gestern war ich nach langer Zeit mit meinem Mann wieder dort. Die Bar; menschenleer. Kreisky und Sinowatz von der Wand verschwunden. Statt der schönen Blumen; Plastik. Tomaten; fort. Bedienung; keine da. Musik; langweiliges Chill out-Gedödel. Der neue Besitzer nahm uns endlich wahr und musste seinen Kellner erst zur Aufmerksamkeit gegenüber uns Gästen anspornen. Da wusste ich; es ist vorbei!

Korrektur-Programme – Meine Erfahrung

Womit ich bisher gearbeitet habe

Seit ich schreibe, beschäftige ich mich zwangsläufig mit Korrekturprogrammen. In einem älterem Beitrag habe ich meine Erfahrung mit Papyrus Autor (€169/ Jahr inklusive Duden Korrektor!) beschrieben. Bisher bin ich ganz gut mit der Kombination Word-Editor und LanguageTool Premium € 59/Jahr) gefahren. Allerdings hat sich beim Korrektorat meines aktuellen Manuskriptes gezeigt, dass einige Fehler vom Programm übersehen wurden.

Vor Kurzem entdeckt

Kürzlich bin ich durch eine Selfpublishing-Plattform auf Duden Mentor aufmerksam geworden. Ich habe es mir angesehen und muss sagen, dass es mich, zumindest in der Premium Version, vor allem was Grammatik und Lesbarkeit anbelangt, überzeugt. Wie bei allen Korrekturprogrammen, bei denen der Text nach einem Reglement und nicht nach Kreativität beurteilt wird, selbst entscheiden, ob man zugunsten eines eigenen Schreibstils z. B. Wortwiederholungen beibehalten will oder nicht.

Plug in

Nun zum Haken. Ich nutze derzeit Duden Mentor Premium (€ 15 Euro/Monat). Das Programm ist allerdings nicht Plug in-tauglich. Das bedeutet, dass man keine Prüfung über den gesamten Text machen kann. Es geht nur über Copy/Paste. Das ist zeitaufwendig und nervt. Die Korrektur ist hervorragend. Außerdem kann ich monatlich kündigen und nutze das Programm nur dann, wenn ich es brauche.

Fazit

Für ein professionelles Verlagskorrektorat gibt es keinen Ersatz. Damit ist man zu 99 % sicher. 100 % gibt es auch hier nicht. Mit circa 800 Euro für 250 Seiten erspart man sich im Endeffekt viel Ärger und vor allem Zeit. Diese nutze ich lieber für einen kreativen Schreibfluss. Ansonsten ist meiner Meinung nach Papyrus Autor inklusive Duden Korrektorat die beste und im Endeffekt günstigste Alternative.

Ab in den Süden☀️⛵

Wir müssen noch Mal in Richtung Süden- mein Techniker und ich …Die Grande Liberté ist ja auch noch da, und damit wird die Verjüngungskur der Petite Liberté etwas ausgesetzt. Einwintern steht an. Einige Arbeit🛠️, aber auch mediterrane Genüsse🍤.

Und einmal ehrlich; der Wetterbericht sagt für kommende Woche Sonnenschein und bis zu 20° voraus und wer würde angesichts der gruseligen Stimmung zu Hause nicht gerne entfliehen …

Während der Fahrt gab es die unterschiedlichsten Eindrücke; von schneebedeckten Bergen über ausgestorbene Autobahnraststätten bis hin zu einem grandiosen Sonnenuntergang am Ziel. Von grau und trist bis Sonne und Meer … Ein positiver Verlauf, wie ich meine.

Schönen Sonntag☀️

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