Danke sagen😍

Ich freue mich darüber, dass Ihr meinen Blog lest und Euch dafür interessiert. Danke an alle. 🙋‍♀️Allen die auch noch Zeit für einen Kommentar (selbst nach Mitternacht) finden, sind mir besonders ans Herz gewachsen. Konstruktive Kritik ist immer willkommen und wer irgendeinen Fehler in der Aufmachung oder sonst wo entdeckt, bitte schreiben. Was Kollegen anbelangt, denen ich folge, war bisher nur ein Blogger ein Fehlgriff. Ich wurde mit Reblogs zugemüllt. Aber das konnte ich schnell blocken. Die Community auf Word Press ist riesig und ich halte ständig Ausschau nach weiteren interessanten Seiten. Leider fehlt einfach die Zeit, um intensiver zu suchen. Vor allem österreichische KollegInnen sind schwer zu finden. Aber vielleicht habe ich sie einfach noch nicht gefunden.

Seit Dezember 2018 schreibe ich auf dieser Seite. Dazwischen wurden drei Bücher von mir über story one veröffentlicht. In zwei Weiteren findet man ebenfalls einen Beitrag von mir. Mein »großes Werk« ist bei Morawa in Druck. Ich erwarte täglich das Probeexemplar und bin gespannt, wie mein reich bebildertes und grafisch aufgelockertes Manuskript in der Druckerei umgesetzt wurde. In dieser österreichischen Self Publishing Plattform (Link – Mitbewerber), habe ich meinen idealen Partner gefunden.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, mit Beiträgen am Ball zu bleiben. Mir ist wichtig »bunt« zu sein und zu unterhalten. Ab und zu muss ich ein politisches Statement abgeben, sonst zerreißt es mich und das ist schließlich ungesund. 😉 Bloggen kann manchmal in Arbeit ausarten, aber ich versuche mich selbst im Zaum zu halten, denn jeden Tag muss nicht sein. (Aber fast). Außerdem sollte man gerade ab 60 seine Synapsen mit Strom versorgen, denn wie schnell kann man verblöden🥳

In diesem Sinne …

Netzfund …

…und so schön, dass ich ihn zum Wochenbeginn gerne weiter schenke.

„Finde jemanden, der auf dich aufpasst. Der mit seinen Fingern über jede deiner Narben fährt und fragt, woher jede einzelne kommt. Finde jemanden, der weiß, wie du deinen Kaffee magst; welcher Song dich dazu bringt, das Fenster herunterzumachen und auf das Gaspedal zu treten. Finde jemanden, der deine kleinsten Details aufnimmt; der die Dinge bemerkt, von denen du dachtest, dass sie niemand jemals bemerken würde. Und dann, wenn du diesen jemand findest, sei auch sein jemand.“

Auf das wir finden, was wir suchen … 🥰

Kreisky, Sinowatz und eine Bar

Anlässlich des Todestages des letzten großen österreichischen Staatsmannes Bruno Kreisky eine Kurzgeschichte zum Thema Vergänglichkeit …

Als ich vor 22 Jahren, nach der Weltumsegelung beschloss, Salzburg als neuen Lebensmittelpunkt zu wählen, waren rationale Entscheidungen ausschlaggebend. Die Stadt lag zentral und schien damit als Basis für einen Neustart optimal. Es wurde einem aber nicht leicht gemacht, sich hier als Zugereiste zu Hause zu fühlen. Nur langsam gewöhnte ich mich an die abweisende und verschlossenen Art der Menschen. Ich sehnte mich zurück in die Segler Community, in der wir alle füreinander da gewesen waren, ohne etwas dafür in Rechnung zu stellen. Arroganz und Unfreundlichkeit waren mir fremd geworden.

Dennoch gab ich nicht auf und grüßte in meiner neuen Heimat mit geradem Blick in die Augen der Menschen fröhlich darauf los. Umsonst. Sie stierten an mir vorbei, entweder auf den Boden oder in die Spiegelung der Schaufenster, um ihre prächtige Erscheinung zu prüfen. Ich arbeitete damals gleich über der Grenze, im nahen Bayern und deshalb schien mir das alles nicht so schlimm. Früh morgens verließ ich Salzburg und abends kam ich wieder zurück.

An den Wochenenden zog es mich in die Gastroszene der Stadt. Eines Nachts entdeckte ich die Steingasse. Ich war sofort fasziniert von dieser düsteren Stadtschlucht, zwischen den jahrhundertealten Häusern mit den originellen Bars und Pubs. Trotzdem bedurfte es einiger nächtlicher Ausflüge, bis ich SIE entdeckte; MEINE Bar!

Als ich den winzigen, verrauchte Raum in einem uralten Gewölbe betrat, fühlte ich mich sofort wie zu Hause. Rechts neben dem Eingang hingen Porträts von Bruno Kreisky und Fred Sinowatz im Andy Warhol-Stil. Das passte damals perfekt in mein Weltbild. An den kleinen Tischen gab es kaum mehr Platz und auch die winzige Bar war voll besetzt. An ihrem rechten Ende strahlte ein riesiger, wunderschöner Blumenstrauß. Links daneben stand eine Schüssel mit tiefroten frischen Tomaten. Jemand machte mir Platz und ich zwängte mich in die letzte freie Ecke neben dem Strauß.

Hinter der Bar musterte mich der Barmann interessiert. Mit rauer Stimme fragte er nach meinen Wünschen. Ich lobte den ausgezeichneten Musikgeschmack. Die Schallplatten stapelten sich in ihren abgegriffenen Hüllen in einer Nische. Er mischte geschickt progressive Nummern mit coolem Italo Sound jenseits eines Eros Ramazzotti und spielte gekonnt mit der jeweiligen Stimmungslage im Lokal. Die Weinauswahl war exzellent aber teuer. Wen er jemanden mochte, schenkte er immer etwas in das Glas. Ich verbrachte unbeschwerte Stunden diskutierend, lachend, trinkend und tanzend an diesem einzigartigen Ort. Dann zog ich fort.

Gestern war ich nach langer Zeit mit meinem Mann wieder dort. Die Bar; menschenleer. Kreisky und Sinowatz von der Wand verschwunden. Statt der schönen Blumen; Plastik. Tomaten; fort. Bedienung; keine da. Musik; langweiliges Chill out-Gedödel. Der neue Besitzer nahm uns endlich wahr und musste seinen Kellner erst zur Aufmerksamkeit gegenüber uns Gästen anspornen. Da wusste ich; es ist vorbei!

Korrektur-Programme – Meine Erfahrung

Womit ich bisher gearbeitet habe

Seit ich schreibe, beschäftige ich mich zwangsläufig mit Korrekturprogrammen. In einem älterem Beitrag habe ich meine Erfahrung mit Papyrus Autor (€169/ Jahr inklusive Duden Korrektor!) beschrieben. Bisher bin ich ganz gut mit der Kombination Word-Editor und LanguageTool Premium € 59/Jahr) gefahren. Allerdings hat sich beim Korrektorat meines aktuellen Manuskriptes gezeigt, dass einige Fehler vom Programm übersehen wurden.

Vor Kurzem entdeckt

Kürzlich bin ich durch eine Selfpublishing-Plattform auf Duden Mentor aufmerksam geworden. Ich habe es mir angesehen und muss sagen, dass es mich, zumindest in der Premium Version, vor allem was Grammatik und Lesbarkeit anbelangt, überzeugt. Wie bei allen Korrekturprogrammen, bei denen der Text nach einem Reglement und nicht nach Kreativität beurteilt wird, selbst entscheiden, ob man zugunsten eines eigenen Schreibstils z. B. Wortwiederholungen beibehalten will oder nicht.

Plug in

Nun zum Haken. Ich nutze derzeit Duden Mentor Premium (€ 15 Euro/Monat). Das Programm ist allerdings nicht Plug in-tauglich. Das bedeutet, dass man keine Prüfung über den gesamten Text machen kann. Es geht nur über Copy/Paste. Das ist zeitaufwendig und nervt. Die Korrektur ist hervorragend. Außerdem kann ich monatlich kündigen und nutze das Programm nur dann, wenn ich es brauche.

Fazit

Für ein professionelles Verlagskorrektorat gibt es keinen Ersatz. Damit ist man zu 99 % sicher. 100 % gibt es auch hier nicht. Mit circa 800 Euro für 250 Seiten erspart man sich im Endeffekt viel Ärger und vor allem Zeit. Diese nutze ich lieber für einen kreativen Schreibfluss. Ansonsten ist meiner Meinung nach Papyrus Autor inklusive Duden Korrektorat die beste und im Endeffekt günstigste Alternative.

Sonntagsgedicht

Das folgende Poetry Slamassel ist gar nicht ‚Sonntag‘ aber aus aktuellem Anlass und aufgrund einiger seltsamer Begebenheiten in den letzten Tagen, konnte ich nicht anders. Es floss quasi aus mir heraus. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb einen schönen Sonntag 🙂

Die ‚neue‘ Diktatur der Angst,
ein Staat, von dem du nicht verlangst,
von ihm dem Steuergeldverwalter
und Euro-Pleitestaatserhalter-
uns verbindlich zu beweisen,
wohin sie all die Gelder schleusen.
 
Es gibt berechtigten Verdacht,
dass er es so wie immer macht.
Er wirft es Banken in den Rachen,
die hämisch die EU verlachen.
 
Derweil lenkt man uns ab mit Gender,
was sind das bloß für üble Blender.
Die Freiheit stellt man in ein Eck,
jedes Mittel wird zum Zweck-
die Linken sind die einzig guten
Establishment muss wieder bluten.
 
Wohin man schaut, die Maskenträger,
verboten ist ein Kuss vom N....(Schwarzen)
Wobei sich keiner was gedacht,
wird heut zum Großproblem gemacht.
Zum Durchatmen brauch ich Natur,
aber auch die Freiheit pur.
 
Ich mag sie nicht, die rüden Blicke,
nur weil ich nicht wie Mainstream ticke.
Ich bin und bleibe selbstbestimmt
die kein Blatt vorm Mund sich nimmt.
Wann starb er aus in diesem Land
der gute alte Hausverstand?
 
Inzwischen auf der Seidenstraße
kommt sie daher die gelbe Nase.
Strategisch ist sie schon platziert
während sie uns mit Fake verwirrt.
Die Amis dumm, die Russen lauern
Egal, die Welt wirds überdauern ...

©lopadi

Bergtour im Salzkammergut

»Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein-wenn die Musi spielt holdriooo« … Das kann man sicher auch, aber vor allem kann man wandern, bergsteigen, baden oder sich einfach nur entspannen. Wir haben heute spontan beschlossen, den großen Schoberstein zu erklimmen. Er ist nur 978 m hoch und wir dachten an eine leichte Wanderung, denn der Aufenthalt am Meer hat unsere Kondition ein wenig einbrechen lassen.

Zu Beginn schien es uns fast schon langweilig, denn die ersten paar Hundert Meter ging es eben dahin und stellenweise bergab. Mein Techniker wurde nervös und stellte meine navigatorischen Fähigkeiten alsbald infrage. Ich kam nicht umhin, ihn daran zu erinnern, wie ich ihn fehlerfrei durch Neapel ans Ziel gebracht habe, und verbat mir das Bezweifeln meines topografischen Talents. So ging es eine viertel Stunde weiter, bis der Weg langsam aber sicher mühsamer und steiler wurde. Nach dem ersten Drittel noch mühsamer, bis es schließlich etwas leichter wurde.

Durch einige ungeduldige und rücksichtslose Wanderer, die es scheinbar nicht aushalten dem vorgegebenen Pfad zu folgen, entsteht Schaden an der Vegetation. Das Querfeldeintrampeln verstärkt die natürliche Erosion. Die Wege und Baumwurzeln werden unterspült und brechen ein. Danke an der Stelle an die coolen Supersportler. Für mich ist der Berg noch immer kein Sportgerät und war es auch in meiner aktiven Bergsteigerzeit nicht.

Weiter ging es dem Gipfel entgegen. Immer wieder machten wir an den Aussichtspunkten Halt und genossen das herrliche Panorama.

Nach eineinhalb Stunden bergauf hatten wir es geschafft und stiegen nach einer kurzen Rast wieder ab. Schön war’s und vielleicht kommt ihr auch einmal in diese Gegend. Es gibt unzählige Wander und Radwege rund um den Attersee und den Mondsee und natürlich im gesamten Salzkammergut. Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein …

Euch allen ein wunderbares Wochenende 🙂

Was ich lieber nicht über Büffelmozzarella gewusst hätte …

Urlaub, Sonne, gutes Essen. Mediterranes Flair. Die frische Meeresbrise kühlt die erhitzten Mauern der Gassen. Auf der Suche nach Schatten dringen wir immer tiefer in das Städtchen ein. Wir sind hungrig. Das ziellose flanieren ließ uns die Zeit vergessen, aber nun meldet sich der Magen, verlangt nach leichtem südländischen Häppchen. Im Süden verspüre ich kaum Hunger. Hier nährt mich das würzige Klima.

Wir nehmen auf eine hübschen Terrasse Platz und bestellen einen Mozzarella-Tomaten-Salat und ein Glas Malvazija. Ach, das Leben kann so schön sein, so entspannt, maskenfrei und überhaupt … Wir plaudern ein wenig mit dem freundlichen Kellner und mein Techniker fragt, ob der Mozzarella wohl ein echter vom Büffel sei. »Natirlich ist von Buffel«, antwortet dieser fast ein wenig gekränkt wie mir scheint und schon fragt mein neugieriger Mann weiter; »werden die hier im Land gezüchtet?«.

Der Kellner verneint und erklärt geduldig, dass die Büffel in Italien gezüchtet werden. »Weiß jedes Kind«, tadle ich leise den Techniker, was diesen wiederum nicht davon abhält, den Kellner weiter bei der Arbeit aufzuhalten. «Aber die könntet ihr auch hier züchten. Wozu importieren. Gutes Geschäft!« Der Kellner zuckt gelangweilt mit den Achseln und sagt: »Kann i nix mochen« und geht. Ich bin froh, denn mein Magen knurrt, und ich möchte endlich was Essen.

Bald darauf stehen zwei hübsch angerichtete Tomaten-Mozzarella-Teller dekoriert mit frischem Basilikum und einem Körbchen knusprigen Weißbrotes vor uns und ich greife nach Salz, Olivenöl und Essig, um den Salat zu würzen. Er schmeckt wunderbar, aber mein Techniker hört nicht auf, laut darüber nachzudenken, warum man die Büffelmilch nicht im eigenen Land produziert und vielleicht ist dieser Käse am Teller nur aus Kuhmilch und so weiter … Nachdem ich aufgegessen habe, will ich es selbst wissen und google Büffelmozzarella. Ich hätte es lieber nicht getan.

Der Mozzarella di Bufala wird in Süditalien produziert. Soweit so gut. Einmal pro Jahr bringt die Kuh ein Kalb zur Welt, denn sonst würde sie keine Milch produzieren. Ist das Junge jedoch ein Stier, ist es wertlos. Die Bauern lassen die Stierkälber einfach verhungern und verdursten oder sie ‚erlösen‘ sie, indem sie sie mit einem Hammer erschlagen oder ertränken. Da schmeckt mir diese Delikatesse, deren Nachfrage ständig steigt, augenblicklich nicht mehr. Ich möchte mich darüber nicht weiter auslassen und füge einen Link für jene ein, die es noch genauer wissen möchten. Ich werde in Zukunft nur mehr zu Mozzarella aus Kuhmilch greifen. So viel ist sicher.

Mein Techniker ist inzwischen ganz blass um die Nase geworden und will, dass ich mit dem vorlesen sofort aufhöre. Das beweist wiederum, dass auch in einem kühlen Rechner eine sensible Ader steckt. Das mag ich an ihm. Aber Büffelmozzarella mag ich keinen mehr.

https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Darum-sollten-Sie-beim-Buffel-Mozzarella-genau-hinschauen

AUF DER PIRSCH

Es gibt sehr besondere Plätze in Österreich und einen solchen haben wir heute besucht. Er ist neben seiner Naturschönheit auch eines der ergiebigsten Pilzreviere.
Um uns das Essen und ein Bier zu verdienen, begaben wir uns vorher auf die Schwammerlpirsch.


Gleich in den ersten drei Minuten kamen mir zwei prächtige Exemplare vor die Linse, die ich jedoch bei näherer Betrachtung stehen ließ, da die Waldwürmchen sich offensichtlich daran gütlich getan hatten. Wohlan und weiter. Mein Techniker trennte sich von mir und durchforstete das Revier auf der gegenüberliegenden Seite. Er war sich sicher, kapitale Exemplare zu sichten und mir zur verabredeten Zeit zu Füßen zu legen. Ich erlaubte mir ein spöttisches Lächeln. Mein Ehrgeiz war geweckt. Hurtig stieg ich den steilen Waldhang hoch. Doch was musste ich sehen? Spuren von anderen Jägern, vermutlich Wilderern aus Italien, welche hier unsensibel und vor allem vor mir durch den Forst trampelten …

Ich fand kaum noch Stellen, die nicht bereits bejagt wurden und kämpfte mich weiter durch das Unterholz, um doch noch unberührte Plätze zu finden. Unter einer stattlichen Fichte entdeckte ich schließlich die ersehnten braune Köpfchen. Innerlich jubelnd zückte ich mein Jagdmesser und trenne den herrlich duftende Steinpilz von seinen Wurzeln, damit er nächstes Jahr wieder wachsen möge. Bald darauf entdeckte noch einige mehr und freute mich über die erfolgreiche Pirsch.

Ich suchte eifrig weiter und verlor dabei jegliches Zeitgefühl. Als ich auf die Uhr blickte, waren bereits zwei Stunden vergangen. Hopp, hopp, Jägersfrau, dem Tale zu! Fokussiert auf braune Pilzköpfchen war ich unglücklicherweise in einem feuchten Graben gelandet und suchte nach einem Ausweg. Unter mir sumpfiges Gelände, rechts und links steile Waldhänge. Das sah nach Ungemach aus. Was hatte ich einst beim Bergsteigen gelernt; »begib dich nie in einen Graben, denn dort fressen dich die Raben«, …

Na ja, jetzt war ich schon hier und es blieb mir nichts anderes übrig, als die steile Waldflanke wieder hochzuklettern. Gut, dass ich mir schon vorher einen Fichtenstock zurechtgeschnitten hatte. Ohne diesen wäre ich jetzt ‚etwas‘ in der Bredouille gewesen. Mühsam arbeitete ich mich den Steilhang entlang immer auf der Hut nicht auf den Fichtennadeln ins Rutschen zu kommen. Höher und höher, bis ich endlich auf einen Forstweg stand. Aufatmen. Wo war noch gleich der Ausgangspunkt? Ich folgte einfach dem immer lauter werdenden Geräusch der Landstraße und stand schließlich mit leicht erhöhter Temperatur und roten Wangen vor meinem Techniker. Natürlich tat ich so, als wäre nichts passiert und fragte umgehend nach seinem Jagderfolg.

»Erst Du«, meint er nur und schon öffnete ich mein Rücksäckchen und hielt ihm die Beute unter die Nase.
Immerhin entlockte ihm der Anblick ein anerkennendes »Wow, allerhand!« Aber auch er konnte einige Pilze vorweisen. Obwohl bei näherer Betrachtung fanden sich einige von Würmern zerfressene Exemplare, was seinen Erfolg etwas schmälerte … Aber was solls, es war ein spannender Tag in einer der schönsten Gegenden Österreichs und wir freuen uns schon auf die vielen Köstlichkeiten, welche ich aus den Steinpilzen und Eierschwammerl zaubern werde …

Wo wir die Pilze gefunden haben? Das verrät kein Pilzjäger… 😉

Sünden abtragen …

Mein Techniker und ich haben auf einem unserer Wanderwege das Ritual des Sünden Abtragens entwickelt.
Hat einer von uns ein schlechtes Gewissen, schleppt er einen Stein ein Stück des Weges mit, den er an einen bereits vorhandenen Steinberg ablegt. Damit ist die Sünde getilgt.

Die Sünde wird nicht benannt, aber meistens weiß jeder von uns, was gemeint ist. Wir finden es witzig und aus gegebenem Anlass musste mein armer Techniker heute einen besonders schweren Stein hochschleppen.
Ich weiß warum. Er weiß warum …

Schönes Wochenende☀️😊

VERWECHSLUNGSGEFAHR …

Die Vorfreude des Unwissenden

Ich bin jetzt auch nicht so die Gartenexpertin, mache vieles aus dem Bauch heraus und verlasse mich gestalterisch auf meine ehemals beruflich relevanten Merchandising – Fähigkeiten.
In einer meiner Beiträge habe ich das Foto eine Blüte gezeigt, deren Namen ich erst mit Google ‚lensen‘ musste. Ihr Name ist ‚Jungfrau im Grünen‘ (Nigella damascena).

Jungfrau im Grünen

Kürzlich las ich einen Artikel über Schwarzkümmel (Nigella sativa) , dessen schwarze Körnchen man häufig auf Fladenbrot findet. Ich freute mich und dachte; toll, nun haben wir sogar einen eigene Schwarzkümmel-Plantage! Die Samen gibt es demnächst auf dem selbst gemachten Fladenbrot 🙂 hurra!

Irrtum!

Bei der hübschen aber auch invasiven Gartenpflanze handelt es sich NICHT um den echten Schwarzkümmel. Obwohl das in einigen SM – Falschmeldungen behauptet wird. Was ich immer über SM sage. SM wie Sado Maso statt Social Media … Na ja. Man prüfe alles doppelt und dreifach, bevor man es glaubt …

Da ich kein Foto vom echten Schwarzkümmel habe, hier der Link auf Wikipedia;

Echter Schwarzkümmel

Ja, so kann man sich täuschen. Das ist aber nicht so schlimm, denn wir haben die falschen Samen sogar gekostet und leben noch! Wir erfreuen uns weiter an der dekorativen ‚Jungfrau im Grünen‘ und wünschen allen einen schönen Tag.

Geht schon wieder …

Unser Garten nach drei Wochen Urlaub 2

Das gröbste ist getan. Das Auge blickt wieder wohlgefällig auf unser grünes Fitnesscenter. Selbst Gastkater Le Barón lässt sich wieder blicken …

Le Barón

Wir haben gezupft geharkt, gemäht, zurechtgestutzt und gekappt. Der Lavendel war total verholzt und brauchte einen Radikalschnitt. Ich habe einen großen Bund davon in einen Korb gesteckt und werde ihn im Haus als natürlichen Gelsenschutz platzieren.

Mein Techniker ist des Gartens müde und schenkt sich gerade eine Seenrunde mit der Maschin‘. 🏍️ Ich arbeite am Buchcover und am Umschlagtext. Es muss zu Ende gebracht werden, denn ich habe eine neue Buchidee und die will in Angriff genommen werden, solange das Feuer noch brennt …🔥

Nun geht es gärtnerisch noch ans Fine- tuning und dann ist das Kapitel Garten vorläufig beendet.

Finito😊 Beine hoch🌼

Liebe Grüße aus dem grünen Fitnessstudio 🌼Lore

Wucher – Wucher …

Der Garten nach drei Wochen Urlaub – 1

Nun ist er vorbei der wunderbare Urlaub in Kroatien. Es waren herrlich unbeschwerte Tage abseits sämtlicher beklemmender Gefühle und zu 99 % maskenfrei. 🙂 Das Meer war uns meist gewogen und der Himmel wolkenlos.

Anders der Nachhauseweg. Schon bei der Ausreise Stau. Komisch es war Samstag und bisher war lediglich an den Sonntagen mit hohem Rückreiseverkehr zu rechnen. Wir vermuten, dass die aufkommenden Nachrichten über eine abermalige Schließung der Grenzen viele dazu bewogen hat, frühzeitig abzuhauen.

Hurtig ging es dann über die slowenische Autobahn in das erste Unwetter bei Kranjska Gora. Zappenduster wurde es und es schüttete wie aus Kübeln. Übrigens dachte ich mir sehr oft, wenn der Blick in die slowenische Landschaft streifte, dass dieses Land ob seiner Naturschönheiten eine Reise wert wäre. Vielleicht eines Tages mit unserem »Würstelstand.«

Weiter ging es über Kärnten und einer Jause bei meiner Tochter Christina nach Salzburg. Kurz vor Schluss wurde ich noch von der Polizei aufgehalten und durfte den ersten Alkoholtest meines Lebens absolvieren. 0,2 Promille … Das Bierchen bei meiner Tochter? Gut, dass es erst bei 0,5 ernst wird!

Dann spät nachts auspacken, verräumen. Erste Befüllung der Waschmaschine. Im Ankunftsstress nimmt mein Auge nur peripher den Zustand des Gartens wahr … Ich vermeide es, genauer hinzusehen. Erst am nächsten Tag begutachte ich die wild gewordene Natur näher, die im Dauerregen vor allem unkrautmäßig versucht hat, territorial alles zurückzuerobern, was nur geht. Wucher – Wucher …

Ich seufze. Wo anfangen? Der Wein wächst aus und trägt schon viele Rispen. Ich werde mit ihm beginnen, ihn zurückschneiden, um den Trauben mehr Sonne zu gönnen. Mein Techniker arbeitet in seinem geheiligten Gemüsegarten und sucht seine Pflanzen zwischen dem Unkraut. Sogar der Rasen wirkt unglücklich … Morgen …

Mal ein Anfang …

Wenn es am schönsten ist …

Nach zwei Wochen Segeln genießen wir das wiederentdecken der bezaubernden Städtchen Rovinj und Poreč. Ich war schon so oft hier. Dennoch überkommt mich immer wieder eine ganz spezielle und wohltuende Gelassenheit.

Rovinj

Wir schlendern an der Pier entlang. Die gegenüberliegenden Cafés und Restaurants – seit Jahren vertraut. Sie vermitteln Ruhe und Beständigkeit.

An den Rändern dieser Vertrautheit toben Baumaschinen und routinierte italienische Handwerker verlegen Bodenplatten in der sengender Hitze. Ich frage mich, wie hoch oder niedrig sie für diesen Knochenjob entlohnt werden. Der Hafenkapitän von Poreč verdient nach eigenen Angaben weit unter tausend Euro im Monat. Wieviel dann ein Arbeiter?

Rovinj

Die kühlende Brise der letzten Bora bringt etwas Erfrischung. Auf der Suche nach Schatten flüchten wir in die engen Gassen abseits der vordersten touristisch frequentierten Reihen. AuchiAuch hier preisen die Händler ihre Angebote und locken in Läden, Restaurants und Bars.

Rovinj – Freiluftladen👍

Die Läden betrete ich zögerlich, denn die Mitarbeiter(innen) müssen selbst bei diesen Temperaturen Masken tragen und das finde ich wiederum unzumutbar.😷 Andererseits sind wir als Reisenden die Haupteinnahmequelle und Arbeitsplatz – Sicherung. Nicht nur aus volkswirtschaftlichen Gründen, sondern weil ich diese individuelle, ursprüngliche Art von Kunst besonders mag, erstehe ich bei einer sympathischen und angstbefreiten Künstlerin einen sehr individuellen Halsschmuck. Sie ist überzeugte Maskengegnerin und damit zugegebenermaßen ein wenig kaufentscheidend.

Überall in diesem Land trifft man auf ungemein begabte Menschen, die aus einfachsten Materialien dekorative Dinge zaubern.

In den historischen  und morbid anmutenden Gebäuden liegt ein besonderer Reiz, dem ich mich schwer entziehen kann. Ich suche und finde immer wieder Details, die faszinieren …

Rovinj

Während sich mein Techniker auf die Spuren der alten Römer begibt, nehme ich mir Auszeit und gehe meinen Präferenzen nach.

Apropos Römer; einst mächtig und be- herrschend – untergegangen in Wohlstand und Müßiggang. Woran erinnert mich das?🤔

Details …

Ich werfe die düsteren Gedanken von mir und widme mich dem hier und jetzt. Besser so …

Schönes Wochenende☀️

Wenn Neptun ins Gesicht uns spuckt (Bora)

Schluss mit lustig - ich mach ein Gesicht,
denn wenig erbaulich ist der Wetterbericht🌬️
Die Bora soll blasen die nächsten Tage,
noch nicht so stark heute
aber es ist die Frage - ob ”Windy” die gepriesene Wetter App, verläßlich ist oder auch nur ein Depp. 
Wenn der Wind dann bläst mit 40 Knoten, 
gehört auch diese App verboten. 
Dann war es nicht klug, diesem Forecast zu trauen und später blöd aus der Wäsche zu schauen. Nach einer zähen Segelstunde kommt plötzlich aus des Skippers Munde: »Delfine drehen eine Runde, um unser Schiff auf steilen Wellen um Neptuns Grüße zu bestellen!« 
Der wiederum,heut böse muckt und ständig ins Gesicht uns spuckt 🌊
Bora

Zadar

Orgelspiel am Strand - ist's wahr?
Sind wir denn heut schon  Zadar
Bezaubernd klingen Orgelpfeifen
an unser Ohr - kaum zu begreifen - geboren aus dem Wellenschlag, der anbrandet an jedem Tag.
Flanieren durch die alten Gassen auf blankpolierten Pflasterstraßen.
Musik tönt aus so mancher Ecke,
entlang der endlos langen Strecke.🎻
Nie überkommt uns Langeweile. 
Doch langsam gemahnt es uns zur Eile, weil plötzlich meldet sich der Bauch vom Segeln hungrig aber auch - die langsam ziemlich trockne Kehle - nach Wein ist plötzlich unsrer Seele -
am Besten ein Malvasia, köstlich leicht und wunderbar. 
Bald ist ein Restaurant gefunden für genussvolle, entspannte Stunden ...🍷🍷
Auf dem Weg in das Zentrum
Der römische Einfluss ist unverkennbar
Endlose – verwinkelte Gassen
Auf dem Weg zur Orgel
Dalmatinische Köstlichkeiten
Auch hier geht die Sonne prächtig unter …

IST …

Immer freu ich mich auf dich,
bist einfach und freundlich und erdest mich.
Eine Insel so einfach, klein und schön,
von Süd nach Nord 10 Minuten zu gehn.🚶
Bei Ivan essen,
ob Spanferkel,🐷 Fisch,🐟
alles schmeckt köstlich, alles ist frisch.
Und hat man dann Lust,
und fühlt sich noch fit, geht es hoch zur Kapelle, Schritt für Schritt ...🏞️
Danach noch ein Bad im glasklaren Meer,
das alles ist IST, deshalb kommen wir her ...🌅

Hier noch eine wahre Geschichte aus IST aus meinem ersten Story one Buch.
Mirko hat sein Glück gefunden ...

Tourismus

Liegen auf offener Reede, 
der Anker er fällt,
aber alter Schwede -
da kommt er schon der flotte Kassier und sagt: »15 Kuna pro Meter hier!«
Das darf doch nicht wahr sein, 
wir liegen vor Anker - 
»aber es ist ein Hafen!«, 
Es wird immer kranker ... 🧐
Dafür geht die Sonne dann gratis unter, 
der Lärm in der Nacht hält uns  wach und munter🎶 
Am nächsten Tag 
sind wir auf der Flucht, 
nur weg von hier in die nächste Bucht ...
Vor Ilovik liegt es sich dann fein.🌄
Null Bojengebühr, Fischplatte
und Wein.🍤🍷🐟😊☀️
Novalja
Blütenpracht
Einsamkeit
Lavendel
Begegnungen …

Urlaubsreif

Zu 99 % geschafft! Ich meine das Manuskript. Korrekturlesen ist unglaublich anstrengend. Trotzdem der Text professionell lektoriert wurde, entdecke ich ständig Schwächen und Verbesserungspotenzial. Aber es wird. Nun sind es 260 Seiten geworden. Reich bebildert und in WORD formatiert. JA, man kann in Word tatsächlich Manuskripte erstellen. Inklusive Fotos. Aber fragt bitte nicht, wie viel Nerven mich das Anfangs gekostet hat. Mein rechtes Augenlid zuckt schon dauernd. Das hat Sehnsucht nach Entspannung. So wie ich.

Korrekturprogramme

Ich nutze eine Kombination von Duden Mentor Premium (Plugin voraussichtlich erst ab August), LanguageTool Premium (Plugin inbegriffen) und Word (Plugin automatisch in Office inbegriffen). Wobei Duden Mentor für mich in diesem Preissegment die Oberliga ist. Meine Freundin, die mit dem scharfen Auge schaut auch darüber. Aber ich sage Euch gleich; 100 % gibt es nicht.

Formatieren

OMG. Ich hätte mich vorher informieren sollen. Mit Formatvorlagen geht in Word alles leichter. Wenn jemand von Euch vorhat ein Buch im Self Publishing zu veröffentlichen, dann empfehle ich RIndlerwahn. Gut und vor allem unaufgeregt erklärt wird auch hier: BoD YouTube
Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist von Beginn an mit dem Verlag zu kooperieren, da dieser am besten weiß, welche Formatierung für das Buch Sinn macht.

Format

Mein Buch ist eine Reiseerzählung und bebildert und daher ist ein Format nicht kleiner als 17 × 22 sinnvoll. Für reinen Text eignet sich z.B. 21 × 15 ganz gut.

Titel – Fotos -dpi

Da ich unglaublich viel gutes Fotomaterial von meinen Reisen habe, setze ich es natürlich ein. 300 dpi sind die Voraussetzung. Bei Grafiken reichen auch 200. Die dpi seht ihr wenn ihr einfach im Ordner mit der rechten Maustaste auf das Bild klickt, auf Eigenschaften geht und dann auf Details klickt. That’s it.
Mein Titel steht schon fest und das Cover auch. Alle Bilderrechte bei mir. Kein Problem Kopierrechten. Das ist schon mal gut.

Und wie geht es weiter?

Spätestens Mitte August sollte das Werk in den Buchläden und online sein. Aber jetzt gehe ich erst einmal mindestens 14 Tage segeln. In dieser Zeit werde ich nicht sehr oft bloggen. Macht es gut. Ihr hört von mir. Mein rechtes Augenlid zuckt nämlich dauernd. Das hat Sehnsucht nach Entspannung. So wie ich.

Bilder der Vergangenheit

…als Lebenslust noch nicht verwerflich war Lissabon 2001 …

Gestern wurde ich durch dieses Bild an alte Zeiten erinnert. Und ich blicke zurück auf ein Gefühl der Freiheit, der Lebensfreude und eines Moments des Glücks. So soll Leben sein. Meine Arbeitskollegin aß zum ersten Mal in ihrem Leben Schnecken. Sie dachte, sie würde das nicht überleben. Aber sie lebt heute noch. Lissabon ist meine absolute Lieblingsstadt. Reich an Schönheit, aber auch Armut. Morbid aber lebensbejahend. Schön und hässlich. Aber immer liegt es im Auge des Betrachters und immer wieder finde ich neues und aufregendes in dieser Stadt.
Lisboa – minha cidade favorita …

Meine Bilder der Woche

Also ich mag Regen. Wirklich. Er ist wichtig für die Pflanzen und da ich sowieso an meinem Manuskript arbeite, versäume ich draussen nichts. Aber schön langsam …

Bei Dauerregen den Humor nicht verlieren …

Den Zwergnelken macht der Regen nichts aus. Die blühen gerade prächtig.

Gastkater »Le Baron« allerdings, der sonst so gerne im Schatten des Pampasgrases döst, hat die Flucht in sein Stammheim angetreten …

Mein Techniker schwitzt derweil in Kroatien am Schiff. Viel Arbeit vor der Segelsaison. Ich komme nächste Woche nach. Auf mindestens drei Wochen Adria. Heuer ist es aus bekannten Gründen noch ungewöhnlich ruhig. Wir werden die masken- befreite Zeit genießen …

Hier hole ich mir wieder Inspiration zum Schreiben …

Reisefreiheit 🚎🌞

Zwei Monate an Europas Küsten

Gerade hat mich Facebook (manchmal ist es doch für was gut) an die Europareise vor zwei Jahren erinnert. Wir waren gerade in Mont Saint Michelle und wer jemals dort war, weiß wie imposant dieses unfassbare Monument des Glaubens ist.

Wer mehr über diese zweimonatige Reise wissen möchte, hier der Link: Würstelstands Reisen

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“ Alexander von Humboldt (angeblich)

Das Feigerlzweigerl

Vor fünf Jahren habe ich an der Sisi – Promenade des wunderschönen Opatija in der Kvarner Bucht ein Feigen Zweiglein stibitzt. Allein der Duft der Feigenblätter bringt mich schon zum Schwärmen. Von der köstlichen Frucht ganz zu schweigen. Mein Techniker lächelte mild über meine Zuversicht in unserer Gegend Feigen kultivieren zu können und wünschte mir viel Glück. 😇

Ich war wild entschlossen es zu versuchen und lächelte mild zurück. Da wir mit unserem Segelschiff unterwegs waren und die Seereise erst begonnen hatte, stellte ich das Zweiglein in das Fester der Pantry und hegte und pflegte es die folgenden Wochen auf See. Das Feigleinzweiglein musste einiges aushalten, denn die Adria hatte für das Zweiglein auch anspruchsvolles Segeln im Repertoire.

Nach dem Urlaub brachte ich das arg gebeutelte Zweiglein unversehrt nach Hause und hoffte, dass es in der Heimat von Kaiserin Sisi Wurzeln schlagen möge. Jeden Tag schaute ich nach ihm und eines Tages meinte ich ein feines Wurzelchen zu erblicken, aber erst Tage später hatte ich Gewissheit. Das Feigerl wurzelte tatsächlich und würde bald es in einen Blumentopf mit durchlässigem Substrat umziehen dürfen.

Das geschah vor nunmehr fünf Jahren. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in sandiger Erde und tönernem Topf, habe ich es gewagt das Feigerl in eine geschützte Ecke zu setzen. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht ob es sich bei meinem Zweigerl um eine Feigensorte handelte, die sich selbst bestäuben würde, denn an den passenden Betäubungsinsekten für mediterrane Feigen fehlt es nördlich der Alpen.

Das Frühlahr war spannend. Mein Techniker begann mich langsam ernst zu nehmen, denn die Pflanze überstand den ersten Winter und trieb im März aus. Das war schon ein schöner Erfolg. Dann kamen sie. Erst winzig klein,wie Blaubeeren wuchsen sie keck aus den Zweigen des Strauches. Ich war so ungeheuer stolz auf meine Babys. Dann geschah es. Plötzlich und ohne Vorwarnung fielen alle ab. Einfach so. Ich war sehr betrübt, das kann ich Euch sagen. 😪

Verzweifelt wälzte ich die Internetseiten und fand eine mögliche Ursache. Meine armen Babys schienen schlicht und ergreifend verdurstet zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass Feigen so viel Wasser benötigen, weil es doch in den mediterranen Gefilden manchmal wochenlang nicht regnet. Das war mir eine Lehre und so gieße ich meinen Feigenstrauch mäßig aber regelmäßig, denn Staunässe vertragen sie auch nicht und siehe da ,sie sind noch dran. 😀

Nun hoffe ich , dass meine Babys tatsächlich zu saftigen Feigen heranwachsen. Ganz sicher bin ich mir noch nicht, denn es könnten auch nur die Blüten sein, die mangels Befruchtung wieder abfallen. Ich werde berichten. Ein weiteres mildes Lächeln meines Technikers könnte ich nur schwer verkraften.

Nur die Blüten oder schon die Früchte, das ist hier die Frage …

Explosion

Nach dem großen Regen ist der Sommer🌞nach Salzburg zurückgekehrt. Laut Vorhersage nur für zwei Tage, aber das lässt mich das Zwischenhoch nur noch intensiver genießen.

Mein Techniker schwitzt lieber am Rad. 🚴Hat er deshalb ein Rad ab? Ich denke nicht😉 ich mache Pause vom Korrekturlesen und gehe ein wenig in den Garten.
»Schau genau und halte die Explosionen fest«, flüstert die Natur.

In Ordnung denke ich und zücke die Kamera. »Klick, klick, klick« …

Unser Ginkgo wächst und gedeiht. Mein Techniker kaut ab und zu ein Blatt. Soll angeblich gut fürs Gehirn sein …💡
Gilbweiderich Fast schon Unkraut, aber trotzdem schön und ich liebe Gelb.
Der Zwetschkenbaum ist seit vier Jahren NUR schön grün. Er blüht, entwickelt aber keine Früchte. 🤔Vielleicht machen wir was falsch.
Basilikum genug für herrliches Presto Pesto

Schönen Sonntag 🙂

Mein Manuskript und ich

Es ist zum Verzweifeln. Das Korrekturlesen ist anstrengend und wenn man es selbst macht wenig zielführend. Eine Freundin mit einem scharfen Auge hat sich bereit erklärt „darüberzuschauen“.
Nun das ist ein wenig untertrieben, denn wenn Brigitte „Drüberschauen“ sagt, bedeutet das im Klartext; „oh mein Gott, so viele Beistriche und warum gibst du die Uhrzeiten in einem so seltsamen Format an und warum gibt du deinem Segelschiff keinen Artikel“ …u.s.w. „Findest du es wenigstens inhaltlich gut?“, frage ich vorsichtig. „Ja, ich lese es gerne“.
Aufatmen.

Ihre kritischen Anmerkungen allerdings bedeuten erneutes lesen, Sätze und deren Stellungen hinterfragen, prüfen ob Teile des bereits lektorierte Text überhaupt etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun haben und, und, und… Warum nimmt es kein Ende? Meine Ungeduld ist genau das, was ich jetzt nicht gebrauchen kann. Loslassen wäre vielleicht besser. Innehalten, etwas anderes tun, ans Meer fahren, endlich wieder Segeln, den Wind in den Haaren spüren …

Vielleicht liegt es auch an der Unfreiheit der letzten Monate, dem unguten Gefühl des eingeschränkt seins. Vielleicht. All diese Dinge lähmen mich.

Mein Techniker drängt. Hinaus in die Natur. Rauf aufs Rad …OK, wenn es unbedingt sein muss, denn ich verspüre keine rechte Lust dazu. „Nur wenn wir es mit einem Abstecher zu Brigitte verbinden und den korrigierten Text abholen“. Schon wieder Manuskript … Die neue Geisel. Gesagt getan. Zwischenstopp, Enkel bestaunt, geplaudert, gelacht. Dann weiter mit dem Rad der Salzach entlang. Viele Menschen und noch mehr Natur. Langsam komme ich runter.

Dunkle Wolken ziehen auf. Hinter den Rändern strahlt das Sonnenlicht. Schön, denke ich, halte an und den Moment fest. Aus meinem Unterbewusstsein drängt ein Satz:

Wer Schmetterlinge
lachen hört,
weiß, wie Wolken schmecken

In diesem Sinne – Schönes Wochenende 🙂

DURCH DAS BLUNTAUTAL

In diesem relativ kühlen Tagen macht das Wandern besonders viel Freude. Gestern gings mit unserer alten Puch 250 GS nach Golling um auf einem unserer Lieblingspfade ein paar gemütliche Kilometer zu Fuß zu gehen. Man kann entweder die klassische Bluntautal – Runde komfortabel bis zum Bärenwirt und wieder zurückwandern, oder bis zum Wasserfall weitergehen.

Dieser Weg auf flachem Gelände mit den kleinen Teichen und den rauschenden Bächen nebenan ist ideal zum ‚herunterkommen‘ und herrlich entspannend. Auf den vielen großen Steinbrocken die vor langer Zeit aus den steilen Felswänden ins Tal gestürzt sind, haben sich im Laufe der Jahrhunderte hohe Bäume angesiedelt. Es ist erstaunlich, wie sich die Bäume auf einer minimalen Humusschicht verankern und den Stürmen trotzen. Die Natur weiß sich eben immer zu helfen und lässt sich nicht so leicht unterkriegen.
Wenn man sich in dieser urwaldähnlichen Landschaft bewegt, kann man diese Millionen Jahre alte, starke Kraft spüren.

Dazwischen wachsen Blumen mit zarten Blüten und wechseln sich mit den wilden Kräutern der Streuwiesen ab. Die Häuser am Eingang des Tales sind traditionell und urig mit der typischen Hollerstaude im Garten und den bunten Blumen am Balkon.

Euch allen eine gute Woche 🙂

Sonntagsgeschichte # 9

Café Craigher

Sagen wir mal so; als Jugendliche war ich eine Düse. Ich war bei jedem Abenteuer dabei, neugierig und unerschrocken. Aufgewachsen bin ich wie ein Bub und so habe ich mich auch benommen. Am Bauernhof war das keine Kunst, denn da haben die Männer das Sagen. Zumindest außerhalb des Wohnhauses. Die Erziehung war wilhelminisch streng und die Regeln klar. Aber wie das halt so ist mit Regeln und Verboten, gerade die machen den Reiz aus. Als ich mit fünfzehn meine Lehre begann, musste ich jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit. Als Bücherwurm las ich immer bis lange nach Mitternacht und am Morgen kam ich nicht aus dem Bett. Jedes Mal holte mich meine Oma unter Aufbringung all ihrer Überredungskünste aus dem Bett. Wenn das alles nichts half, zog sie mir einfach die Decke weg. Das war im Winter nicht so toll, denn es hatte im unbeheizten Zimmer gefühlte null Grad und auf den Fensterscheiben wuchsen die Eisblumen.

Immerhin stand ein opulentes Frühstück auf dem Küchentisch, dass ich weil ich zu spät dran war, kaum anrührte. Daraufhin war meine Oma beleidigt. „Ich gebe mir so viel Mühe und du?“, aber was sollte ich machen. Ich stand unter Zeitdruck. Ich rannte zur Tür hinaus, hastete querfeldein unter den Stacheldrahtzäunen hindurch zum Bus, von dem ich leider zu oft nur mehr die Rücklichter sah. Daraufhin stellte ich meinen Daumen in Fahrtrichtung und ‚stoppte‘ bis zum Hauptplatz in der Stadt, wo der Bus eine Viertelstunde Stehzeit hatte. Das klappte meistens.

Einmal fuhr mich der Fahrer des Sattelschleppers bis neben den Einstieg des Busses . Da fielen den Fahrgästen fast die Augen raus! Abends, nach der Arbeit blieb der Bus, an einer Haltestelle direkt vor dem Café Craigher stehen. Wieder für fünfzehn Minuten. Ich nutzte die Zeit und sauste in den Raum, in dem die Musikbox stand und gönnte mir bei einem Glas Leitungswasser die Hits von Iron Butterfly, The Who, Procol Harum oder Cozy Powell. Musik war mein Leben und ich wollte unbedingt in einer Band singen. Dafür und für den Leadgitarristen hätte ich alles gegeben.

Manchmal gesellte sich Herr Craigher-Senior persönlich zu mir, was ich toll fand, denn ich mochte ihn sehr. Er war für mich einer von den ‚coolen Alten‘. Mich nannte er „Gamsle“, weil ich wie eine Gams ständig in Bewegung war und nie ruhig sitzen konnte. Er hatte Verständnis für uns und es machte auch nichts, wenn wir wenig konsumierten. Dennoch hätte er niemals zugelassen, dass wir Drogen nahmen und in seinem feinen Café high herumlungerten. Aber da musste er sich ohnehin keine Sorgen machen, denn Musik war unsere einzige Droge.

Ein Schilling für ein paar Minuten Glück. Das machte uns high. Jeden Sonntag fuhr ich mit dem Bus ‚offiziell‘ zu meiner besten Freundin. In Wirklichkeit aber saß ich mit der ganzen Clique beim Craigher. Wenn das zu Hause jemand mitbekommen hätte, das wäre mir nicht gut bekommen. Für sie war diese Musik nur ‚Tschinn – Bumm!‘
Lang ging alles gut. Bis eines Tages plötzlich mein Großvater vor uns stand. Aber das ist eine andere Geschichte ….

© LoPadi

Beitragsbild: Pexels

Naturbüro

Es ist wieder so weit. Das Wetter ist schön, die Tage lang, die Büroterrasse vor der Nase und die frische Luft darum herum. Die Vögel zwitschern, die Blumen blühen und der Wind rauscht in den Zweigen des Waldes. Manchmal ist es gar nicht so einfach, konzentriert zu bleiben und sich auf das Manuskript zu konzentrieren. Korrekturlesen ist äußerst anstrengend, die Internet-Programme zu schwach und mein Auge schnell müde. Aber es muss sein. Duden Mentor hat ein recht gutes Programm, aber ich habe es noch nicht geschafft ein Plugin mit Word herzustellen. Es scheint noch nicht zu funktionieren. Aber vielleicht bin ich auch nur zu begriffsstutzig bei der Installation.

Ich werde es weiter versuchen. Habt IHR Erfahrungen mit Rechtschreibprogrammen? Ich nutze LanguageTool Premium, mit dem ich bei einfachen Texten recht zufrieden bin, aber für Belletristik reicht es einfach nicht. Die Word Korrektur kann man auch getrost vergessen und so suche ich weiter nach dem perfekten Tool. Aber jetzt nichts wie raus und weitermachen … Schönen Freitag 🙂

Mein neuer Schreibtisch …
Büro mit Aussicht

… vielleicht setz ich mich aber auch nur auf mein Bankerl …

Lieben Gruß aus Salzburg – Eure Lo

Waldmeisterbowle

Gerade blüht der Waldmeister und ich erinnerte mich dunkel daran, dass es früher zu feierlichen Anlässen manchmal Waldmeisterbowle gab. Mein Techniker ist ja so was von begeistert, von diesem Geschmack, aber ich ehrlich gesagt nicht sooo sehr.
Aber egal, interessant ist die Geschmacksrichtung auf jeden Fall; wer von Euch diesen Mix noch nicht kennt und ihn ausprobieren möchte-bitte sehr …

Rezeptmenge für ausreichend Fröhlichkeit:

2-3 Büschel Waldmeister
4 l Weißwein
1 l Sekt
1 – 2 unbehandelte Orangen

Den hoffentlich selbst gepflückten Waldmeister waschen und über Nacht welken lassen.
Die Orangen mit heißem Wasser waschen in Scheiben schneiden und in das Bowlengefäß legen.
Darüber die HÄLFTE des Weißweins gießen. Danach die Büschel Waldmeister zusammenbinden und so in den Wein hängen, dass nur die Blätter im Wein sind. Eine halbe Stunde an einem kühlen Ort ziehen lassen.
Danach Orangen und Waldmeister entfernen und mit dem restlichen Wein und dem Sekt aufgießen.

Bin gespannt wer es kennt, oder ausprobiert und ob es schmeckt. Prost!

Dazu die passende Musik in Form der ‚Waldmeisterouvertüre‘ – auch ein Klassiker 🙂

Komponist: Johann Strauss


Schönen Pfingstmontag 🙂

Feiertagsgeschichte #1

The Rose …

Jahr für Jahr, aber viel zu kurz erfreust du mich mit deiner wunderbaren Blütenpracht. Wenn sich das erste Grün deines Kleides entfaltet, zauberst du ein Lächeln in mein Gesicht.
Für mich bist du die schönste aller Rosen und wirst es immer bleiben, auch wenn deine Schwestern versuchen, mich mit ihrer Vielfalt für sich zu gewinnen.
Wenn die ersten Knospen rund und fest aus deinen kräftig grünen Armen wachsen und ihre Ränder beginnen das Geheimnis der Farbe zu enthüllen, weiß ich, dass auch du es nicht mehr erwarten kannst, dich zu entfalten und deine prächtige Blüte der Sonne entgegen zu strecken.
Dann diese wunderbare Explosion der üppigen Blütenköpfe, die in zartem, vornehmen Pastell Zurückhaltung üben oder in kräftigen, leidenschaftlichen Farben aus dem satten Grün des Gartens leuchten.
Jeden Tag sehe ich nach dir und manches Mal raube ich ein paar deiner hübschen Kinder, um mich im Haus an ihnen zu erfreuen. Du siehst es mir nach und lässt mich gewähren. Du siehst es mir nach, weil du meine Wertschätzung spürst.
Und dann eines Tages sind die letzten schweren Blütenköpfe verschwunden. Wie ein Traum, der immer mehr verblasst. Was bleibt, ist dein dem Schmuck beraubtes Blätterkleid, dass eins wird mit dem grün des Gartens und die Vorfreude auf nächstes Jahr …

Und hier mein ganz persönliches ‚Rosenlied‘ …

Schöne Pfingstfeiertage

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