Das Wetter ist unschlüssig. Noch Winter, oder bald Frühling …


Titelbild: Blick vom Gaisberg auf die Stadt Salzburg.
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Kürzlich vor dem Kirchenwirt/Puch gesichtet. Teilnehmer des Elefanten Treffens 2026?




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… veröffentliche ich heute einen älteren Blogbeitrag. Darin geht es zwar um Farah Pahlavi und was aus ihr wurde, aber auch um die Hintergründe des Sturzes vom Schah Reza Pahlavi. Ob sein Sohn Prinz Reza im US-Exil schon auf seine Chance wartet? Wer weiß.
Farah Diba Pahlavi war die Frau des Schahs von Persien. Sie heiratete den um 20 Jahre älteren Mohammad Reza Pahlavi im Dezember 1959. Sie war nach Soraya, die ihm keinen Thronfolger gebar. Es war die dritte Ehefrau. Farah Diba, die den Schah 1959 bei einem Empfang der französischen Botschaft in Paris kennengelernt hatte, beeindruckte den Mann nach eigenen Aussagen mit ihren wunderschönen, aber traurigen Augen. Sie war Architekturstudentin, sportlich und klug. Der Schah verliebte sich und hielt noch im selben Jahr um ihre Hand an.
Farah Diba, die in einer königstreuen und weltoffenen Familie aufgewachsen war, gliederte sie sich rasch in das höfische Leben ein. Zehn Monate später wurde der Thronfolger geboren. Das erste von vier Kindern. Dem Schah stand sie täglich mit Rat und Tat zur Seite und war ihm eine wertvolle Stütze. Sie mischte sich sehr zum Leidwesen der Leibwächter gerne unter das Volk, um die Stimmung zu erspüren und Verbesserungen voranzutreiben. Sie ließ Krankenhäuser, Schulen, Bibliotheken und Museen erbauen und entwickelte Sozialprogramme für die Bevölkerung. Bildung, Kultur und Umwelt waren ihr wichtig. Der Schah vertraute ihr und schätzte ihre unermüdliche Arbeit.
Das führte dazu, dass sie 1967 zur Kaiserin von Persien gekrönt wurde. Sie sagte in einem Interview, dass sie es nicht als die eigene Krönung empfunden habe, sondern die aller iranischen Frauen. Als Kaiserin wäre es nun ihre Aufgabe gewesen, im Falle des Todes ihres Mannes die Regierungsgeschäfte bis zum 20. Geburtstags ihres Sohnes zu übernehmen.
Der Klerus unterstützte die Krönung. Die gemäßigten Vertreter des Islam waren auf der Seite des Monarchen.
Im Zuge der Weißen Revolution erhielten die Frauen das Wahlrecht und das Recht, selbst gewählte Berufe zu ergreifen. Das Scheidungs- und Abtreibungsrecht wurde reformiert. Farah Diba Pahlavi war zur damaligen Zeit eine der weltweit einflussreichsten Frauen.
Der Plan, ein nach westlichem Vorbild ein zivilisiertes und wirtschaftlich erfolgreiches Land aufzubauen, schien in greifbarer Nähe gerückt. Indem der Schah die enormen Erdöl- und Gasvorkommen nicht verstaatlichte, sicherte er sich die Unterstützung der USA. Deutschland machte damals ebenfalls gute Geschäfte mit dem Iran. (Bau von Staudämmen und Atomkraftwerken).
Heftige Kritik kam von den Linken und den radikalen Mullahs, denen einerseits der Fortschritt und andererseits der moralische Verfall ein Dorn im Auge waren. Außerdem zog sich der Schah heftige Kritik wegen des Verbotes jeglicher Opposition und der Rolle des iranischen Geheimdienstes SAVAK zu.
Zu den Feierlichkeiten 2.500 Jahre persisches Reich, lud er unzählige Gäste ein, nur seine Untertanen nicht.
In den Siebzigern schlitterte das Land in eine Wirtschaftskrise. Nach boomenden Jahren regierten Inflation und Beschäftigungslosigkeit. Studenten in Deutschland protestierten 1967 während eines Staatsbesuchs in München, und es kam zu schweren Handgreiflichkeiten seitens des iranischen Geheimdienstes. Wirtschaftliche Interessen und Menschenrechte passten schon damals nicht zusammen.
Währenddessen schrieb Ayatollah Khomeini, Todesfeind des Schahs, im irakischen Exil ein Buch namens „Islamischer Staat“. Der Inhalt war fundamentalistisch, radikal; es verbreitete sich rasch. Die einfachen Menschen im Iran, viele ehemalige Bauern und Händler, die in den Außenbezirken lebten, spüren nicht viel vom Fortschritt. Stattdessen die Beschäftigungslosigkeit und die Inflation. Hier kamen Khomeinis Schriften gerade recht. Die Revolution begann.
Von den Fundamentalisten angezettelte Attentate wurden der Regierung in die Schuhe geschoben. Die Ausschreitungen wurden immer heftiger. Schließlich kam es am 8.9.1978 (Schwarzer Freitag) zum Showdown in Teheran. „Tod dem Schah“, war zu hören. Ein Satz, der noch ein Jahr zuvor undenkbar gewesen wäre. 69 Menschen starben. Der Schah war an Krebs erkrankt und flog mit seiner Familie in die USA. Das Militär wartete vergebens auf einen Schießbefehl. Farah Diba sagte zum Abschied am Flughafen in einem Interview: „Ich werde nie die Tränen in seinen Augen vergessen, als wir das Land verließen und den Offizier, der sich vor meinem Mann vor die Füße warf …“
In der Zwischenzeit bereitete sich Khomeini auf die Rückkehr aus dem Exil in Paris vor. Er sprach mit Engelszungen von Freiheit, von Demokratie und Selbstbestimmung im Iran. Die Vertreter der Westmächte, Jimmy Carter, Valéry Giscard d’Estaing, Helmut Schmidt und den britischen Premier James Callaghan trafen sich auf Guadeloupe und beschlossen, den Schah fallen zu lassen. Pahlavi’s Traum von der Wirtschaftsmacht Iran war ausgeträumt. Im entscheidenden Moment zeigt er Schwäche und die Westmächte konnten getäuscht werden.
Die ehemalige Kaiserin lebt heute in Washington, DC oder in Paris. Sie hatte vier Kinder, von denen sich zwei das Leben genommen haben. Sie ist 87 Jahre alt und bei guter Gesundheit und setzt sich nach wie vor für Frauenrechte ein. Ihr angebliches Nettovermögen beträgt 100 Millionen Dollar.
Beitragsbild AI
Der Dorfteich ist erstmals seit Jahren zugefroren. Das ruft die Eisstöckler sofort auf den Plan. Ich freue mich für sie, dass sie endlich wieder auf Natureis spielen können. Und für die Kinder freue ich mich besonders. So geht Winter!


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Im Salzburgerland endete das Alte mit Schnee 🤩 und das Neue zeigt sich in weißer Pracht❄️. Die Wolken haben ein Fenster geöffnet, das in eine himmelblaue Zukunft blicken lässt. In diesem Sinne ein vor allem friedliches neues Jahr.
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You get to build your perfect space for reading and writing. What’s it like?
Alleine auf einer Hütte in den Bergen🙂🙃

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What book are you reading right now?
T.C. Boyle NO WAY HOME
Ich find’s recht spannend.
Der Klappentext für den Roman „No Way Home“ von T.C. Boyle beschreibt einen Arzt namens Terry, der nach dem Tod seiner Mutter in deren Haus in Nevada zieht. Dort lernt er die charismatische Bethany kennen, die gegen seinen Willen bei ihm einzieht und ein toxisches Beziehungsdreieck auslöst, als ihr eifersüchtiger Ex-Freund Jesse auftaucht. Der Roman dreht sich um die daraus resultierende Eifersucht, Machtspiele und Gewalt in einer isolierten Wüstenumgebung.
Vergangenen Dienstag wurde unser Muck auf die Fähre nach Venedig verladen und wir genossen die Vorzüge einer Außenkabine mit Aussicht auf das Meer.


Viele Menschen sparen sich diesen Luxus und legen sich einfach auf die Bänke der diversen Räumlichkeiten oder auf den Boden. Einige haben ein regelrechtes Camping-Equipment dabei. Aufblasbare Matratzen und Klappbetten. Besonders harte schlafen im Zelt an Deck.
Meins ist das nicht und so bin ich dankbar, dass wir es uns in einer Kabine gemütlich machen konnten. Zwar gab es im Vorfeld Ärger mit der griechischen Gelassenheit, denn wir wurden spätestens zwei Stunden vor dem Boarding zum Einchecken gebeten, was Tagwache um zwei Uhr dreißig früh bedeutete. Als wir um halb vier Uhr vor dem Schalter standen, war dieser natürlich geschlossen und ein müde dreinschauendes Ehepaar erklärte uns, dass vor fünf Uhr niemand da sein würde. Aha. Die Fähre legte trotzdem pünktlich um sieben Uhr ab. Da die meisten bereits am Vortag den Check-in gemacht hatten, hielt sich die Schlange vor dem Schalter in Grenzen.
Wie auch immer, wir konnten in Ruhe unseren Schlaf nachholen und 24 Stunden später einen mystischen Morgen in der Lagune von Venedig genießen.





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Ein Monat Griechenland geht zu Ende. Der letzte Morgen beschert uns am Stammplatz einen bezaubernden Abschiedsgruß. 🌈

Es wird langsam Zeit …
