Gemähte Wiese 🌾

Es ist immer noch schwül, wie an einem schweißtreibenden Hochsommertag. 26 Grad. Für den Abend verspricht der Wetterbericht endlich Regen. Es ist viel zu trocken. Die Erde und die Pflanzen lechzen nach Wasser. Also schnell den Rasen gemäht, während der Techniker am Schiff werkt. Diesmal eine Premiere. Anstatt wie üblich einen lauten Benzinrasenmäher oder den leisen Elektrischen über die Wiese zu schieben, versuche ich es heute einmal mit dem guten alten Handrasenmäher. Quasi 100 % Öko, ohne Verschwendung jeglicher Ressourcen. Also voll im Trend.😇😌

Der Mäher ist leicht, schneidet relativ leise, relativ zart und relativ schonend. Der Schnitt ist exakt und was zu hoch ist, bleibt stehen … Nicht viel, aber ein bisschen schon. Muss ich halt mit dem elektrischen Trimmer nacharbeiten. Also wieder nichts mit der vorbildlichen Ökobilanz, weil der Akku, über den dieses Gerät angetrieben wird, fußabdruckmäßig auch nicht so toll ist. Ihr merkt schon, ich denke mit!

Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht und ich bin ein trotz Akku ein bisschen stolz auf meinen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt.😅. Wenn demnächst die Grünen einen Orden fürs brav sein verteilen, bin ich bestimmt dabei. Quasi eine gemähte Wiese …

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So Hot 🥵

Also man muss ganz schön was abkönnen in unseren Breiten. Froren wir letzte Woche noch wie die Schneider und hatten Bange um die empfindlichen Pflanzen im Garten, brannte heute die Sonne vom Himmel wie im Hochsommer. Gut, dass die Wetter-Apps so verlässliche Vorhersagen liefern. Das war auch der Grund, warum wir heute extra früh aufgestanden sind, um am Schiff zu werken.

Es herrscht Endspurt-Stimmung, denn langsam wird mein Techniker ungeduldig. Unverhofft tauchen immer neue Probleme auf und die müssen gelöst werden. Wir haben uns eine Deadline von 14 Tagen gesteckt. Jetzt heißt es anzaahn, wie wir Österreicher sagen. Während der Meister lackierte, erledigte ich die Lehrlingsarbeit des Abklebens als Vorbereitung für die Malerarbeiten.

Am frühen Vormittag war es noch angenehm, aber gegen Mittag hatte es an die 30 Grad und wir schwitzten beide ganz ordentlich. Deshalb beschlossen wir kurzerhand, es wie die Südländer zu machen und legten eine Mittagssiesta ein. Danach arbeitete mein Mann am Schiff weiter und ich im Garten. Zum Abendessen gab es sommerlichen Salat und ein erfrischendes Bierchen, denn für warmes Essen war es einfach TO HOT!

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Glück gehabt 🍀

Wie vielleicht einige wissen, haben wir außer unserem Oldtimer Schiff, bei dessen Renovierung wir den Endspurt eingeleitet haben, ein Oldtimer- Wohnmobil; den Würstelstand. Das geräumige Fahrzeug besitzen wir seit vier Jahren. Mit ihm haben wir eine spannende zweimonatige Reise an Europas Küsten unternommen und Süditalien erkundet. Letztes Jahr wären Montenegro, Albanien und Griechenland an der Reihe gewesen, aber 🤨 (no further comment)…

Nach unseren Reisen machten wir uns auf die Suche nach einem Plätzchen am Attersee. Durch Zufall entdeckten wir einen landschaftlich einmaligen Stellplatz in der Nähe unseres Segelklubs. Da wir keine Lust hatten, jeden Tag nach Hause zu fahren, war das die ideale Lösung. Quasi ein Häuschen am See. Letztes Jahr allerdings wollte uns der betagte und launige Besitzer des Campingplatzes nicht mehr haben. Er wolle aufhören, es werde ihm alles zu mühsam. 😥

Überraschenderweise schaffte es mein redegewandter Überzeugungsmeister und Techniker, ihn dieses Jahr doch noch einmal zu überreden. Er gewährt uns wieder Quartier. Allerdings mit der Auflage einen Jahresplatz zu buchen. OK, für einen Sommer am See akzeptiert man so einiges … Noch dazu ist der Platz genial. Lauschig an einem Bächlein in einer ruhigen Ecke. Herz, was wills du mehr.


Glück gehabt☺️🍀

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Spektakulär …

Gestern Abend gab es einen außergewöhnlichen Sonnenuntergang. Beinahe schien es, als wolle sich die Schlechtwetterfront mit einer besonderen Inszenierung verabschieden. Gerade rechtzeitig zum Wochenende. Zumindest bei uns in Salzburg sind die kommenden drei Tage strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen prognostiziert. Am Montag 28 Grad! Dann werden wir morgen das Womo überstellen und hurtig an der Fertigstellung des Schiffes arbeiten, damit es Ende Mai auf dem Attersee losgehen kann …

Schönes Wochenende 🌥️🌤️☀️
Allen Muttis:

‚Mon General‘ auf St. Helena

Bild: Verbannungshaus auf St. Helena

Am Mittwoch jährte sich der Todestag des Korsen Napoleon Bonaparte zum 200. mal. Er war schon mit 26 Jahren General und zehn Jahre später herrschte er über Europa. Zweifelsohne ein beeindruckender wenn auch kleiner (1,68m) Mann. Er erlitt sowohl menschliche als auch militärische Niederlagen. Seine Feldzüge forderten allein in Frankreich bis zu einer Million Tote. Er diskriminierte Frauen und führte 1802 die Sklaverei auf Haiti wieder ein.

Dennoch bleibt er bemerkenswert.

Zu seinem Erbe zählen die Matura (Abitur), das Zivilrecht, eine zentral organisierte Polizei, das Präfekten System und er bereinigte den europäischen Fleckerlteppich der Kleinstaaten und Fürstentümer von 300 auf 39. Mit seinem Code Civil verschaffte er dem Bürgertum das Recht auf Eigentum und schaffte den Feudalismus ab. Die Bürger durften dadurch selbstständig wirtschaften. Kinder erbten zu gleichen Teilen, Ehe und Familie wurden von der Kirche entbunden und Scheidungen erlaubt. Männer blieben aber nach wie vor gleicher

Immerhin kann ich von mir behaupten in seinem Bett gelegen zu haben. Das war 1998 in seinem Gefängnis – Häuschen auf St. Helena. War natürlich nicht erlaubt, aber ich konnte es mir nicht verkneifen.
Auf der Weltumsegelung gingen wir vor der britisch verwalteten Insel vor Anker und besuchten seinen letzten Aufenthaltsort, der heute ein Museum ist. Hier starb er mit nur 51 Jahren. Ein großer, kleiner Mann … mit großem Mut und …? Fehlern.

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Müde 🥱

Was weiß ich, was mit mir los ist. Ich bin andauernd müde. Gut, ich habe jede Menge zu tun und in letzter Zeit stehen viele Projekte gleichzeitig an. Aber irgendwie ist es eine andere Art der Müdigkeit. Ist es der Frühling, sind es die anstrengenden ‚Hobbies‘, oder ist es etwa das Alter 😮?

Darum habe ich mir heute etwas ausgesprochen Seltenes gegönnt. Einen Friseurbesuch. Trotz Testpflicht. Nicht dass jemand glaubt, ich ließe mich wegen dieses Luxus testen. Niemals! Aber mein Enkelsohn beginnt diese Woche seine theoretische Ausbildung zum Techniker. Die Schule samt Internat befindet sich zufällig in unserer Nähe. Wie es der Teufel haben will, wurde ausgerechnet jene Bezirkshauptstadt unter Quarantäne gestellt.

Da ich versprochen habe, den Jungtechniker vom Bahnhof abzuholen, musste ich, um wieder in meiner Gemeinde ‚einreisen‘ zu dürfen, einen Test machen. Ich und Test! Das geht für mich schon mal gar nicht!
Gleichzeitig flüsterte mein pragmatischer Geist; kein Nachteil ohne Vorteil- gehst halt zum Friseur.
Der mitleidige Blick meiner Lieblings- Coiffeuse war die Bestätigung dafür, dass mein pragmatischer Geist nicht irrte.

Aber nach wie vor- bin ich müde. Müde der ganzen Chose, die seit über einem Jahr läuft, müde des Widerstandes ebendieser, müde des Renovierens, müde des Schreibens … Aber wie die meisten mosere ich vor mich hin, ändere aber nichts. Vielleicht ist genau das so ermüdend.

Vielleicht …

😴😵‍💫😴😵‍💫😴😵‍💫😴 😴

Titelfoto Pexels

Es wächst und sprießt🌼

Der Garten ist eine einzige Freude. Wohl dem, der einen besitzt. Ein Stück Freiheit, ein Stück Glück, ein Stück Individualität. Es wird merklich grüner und bunter. Der Rasen steht bald zur ersten Mahd an. Salatpflanzen sind gesetzt. Rucola und Mangold habe ich direkt in die Hochbeete ausgesät. Der Rhabarber wächst schon munter heran und der Gedanke an einen Blechkuchen lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Nebenbei planen wir eine Tour mit dem Wohnmobil. Ich würde gerne nach dem 19. Mai, wenn die Gastronomie wieder öffnet in die Südsteiermark. Mein Mann träumt von Albanien, aber zu solchen weiten Sprüngen hab ich unter den derzeitigen Umständen keine Lust. Im Juni geht es nach Kroatien. Den Sommer verbringen wir am Attersee im schönen Salzkammergut.

Unseren alten Stellplatz für den Würstelstand haben wir fußläufig zum See auch wieder bekommen. Mein redegewandter Techniker konnte den launigen Besitzer noch einmal überreden. Letztes Jahr wollte er uns mit dem Wohnmobil partout nicht auf sein wunderschönes Hide away lassen. Also- Herz, was willst Du mehr …

Und hier ein paar Neuigkeiten aus dem Garten …

🌻🌷🌻🌷🌻🌷🌻🌷🌻🌷🌻🌷🌻🌷🌻🌷

Was ist neu im Mai?

Na ja, sagen wir mal so- Kompass, Speedo, Uhr, Solaranlage, Elektrik, Toilette, Pinnen Verlängerung und Dieseltank. In seinem Enkel hat mein Techniker einen gelenkigen Helfer gefunden, denn wer sonst hätte ihm in den Tiefen der Stauräume (Backskiste) und noch eine Nische weiter in den Schiffsbauch kriechen können und den alten Tank ausbauen. Der Neue ist schon bestellt und bald erfolgt der Einbau des 25 Liter fassenden Kunststoffbehälters. Alle Schläuche in das Cockpit müssen ebenfalls neu verlegt werden und eine Tankanzeige wird montiert. Mit 25 Liter Diesel kommen wir locker durch den Sommer. Gott sei Dank hat mein Mann bei der Inspektion der Maststütze im Salon noch rechtzeitig verrottetes Holz entdeckt. 😮 Er hat das Teil entfernt, durch ein neues Stück Holz ersetzt und mit Polyester ummantelt.

Was sonst noch zu tun ist?

  • Oberdeck- alte Farbreste entfernen. Einige Stellen neu lackieren
  • Das Laufende Gut- (alle Leinen kontrollieren und gegebenenfalls austauschen)
  • Künstlichen Teakbelag im Cockpit verkleben
  • Reling montieren und im Einstig durch Gurte ersetzen
  • Neues Steckschot bestellen
  • Rumpf polieren
  • Unterwasserschiff mit Antifouling streichen
  • Salon und Vorschiffskoje- Ausräumen, putzen, Rollos montieren. Einrichten. 🤩

Von außen sieht das Schiff schon recht gut aus. In der Aufsicht zumindest. Der Rumpf war immer schon in einem relativ guten Zustand. Der Kärcher hat den hässlichen altdeutschen Schriftzug ‚weggepustet‘, was eine glückliche Fügung ist. Stella Azzurra hieß das Schiff bisher. Wir haben kurz Azzurra allein überlegt, aber man sollte einen Schiffsnamen nie ändern. Das bringt angeblich Unglück. Aber wir leben schließlich nicht mehr in Zeiten des Aberglaubens- oder? (Ein kleine Spitze muss einfach sein 😉

No hakeln no fun 😂

Fortsetzung folgt …

Morgen kein Beitrag 🎈🎈🎈🎈

… denn heut gibts ein Fest.
Vor Langem geboren
bleibt mir noch ein Rest
an hoffentlich vielen guten Jahren-
trotz aller bedrohlichen Lebensgefahren.
 
Alles geschlossen-
es darf nicht mal krachen-
dann müssen wir halt zu Hause was machen.
Hoffentlich das letzte Mal,
so ganz ohne Feiern in einem Lokal. 
Aber es ist ja kein ‚Runder‘- 
darum fast egal. 

Oder?

🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁🎈🎁

Weiter weiter …

Irgendwie nimmt das heuer kein Ende. Vermutlich passen wir uns schon dem Weltgeschehen an. Da geht auch nichts weiter. Bei mir ist es das letzte Manuskript. Beim Techniker die Schiffsrenovierung und im partnerschaftlichen Kollektiv der Garten. Die Aktivierung meines Naturbüros steht an und last but not least immer wieder das Haus mit seinen 400 Putzquadratmetern. Langsam könnte es ein Ende nehmen.

Außerdem fällt mir auf, dass mein Fahrgestell zunehmend leidet. Es zwickt und zwackt. Gut, dass es Yoga gibt, denn sonst wäre ich schon brüchig wie ein antikes Brett. Im Geiste engagiere ich ein Heinzelmännchen für kommende Saisonen. Aber da müsste ich erst geheim etwas vom Wirtschaftsgeld abzweigen. 😉 Das haben meine Vorbilder früher auch so gemacht. Oder sollte ich lieber Vorbilderinnen sagen. (Keine Sorge- nicht bei mir).
Das Heinzelmännchen soll dann schleppen, buckeln und putzen und ich werde nur rumstehen und sagen: ‚Den Blumentopf noch ein bisschen nach rechts oder doch lieber nach links. Geht das nicht schneller, sauberer, besser?
Hab ich irgendwo in den Memoiren einer Millionärstussi gelesen. Frau wird wohl noch träumen dürfen.

Am besten ich visualisiere, wie es sich anfühlt, wenn endlich alles fertig ist. Schließlich wurde ich im Sinne von: Nur wer säht, wird auch ernten– erzogen. Also; weiter, weiter …

Aber vorher noch ein kurzer Blick in den Garten …

Ich seufze …

… manchmal während der Gartenarbeit, wenn ich zum Balkon der Nachbarn schiele, auf dem die Mieter gemütlich bei Kaffee und Kuchen sitzen, stelle ich mir vor was sie gerade denken;
Denken sie:
Was sind wir froh, dass wir kein Haus und keinen Garten haben. So viel Arbeit. Guck, wie die rackern. Nein, danke!

Oder überkommt sie eine Sehnsucht. Die Sehnsucht selbst etwas zu hegen und zu pflegen und Bäume und Sträucher, mit eigenen Händen zu pflanzen? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich schwitze. Projekt Wintergarten ist dran, und es ist warm hier drinnen. Ausräumen, Fenster und Boden reinigen und für die kommenden fünf Monate einrichten.

Draußen hingegen weht ein kühler Nordwind. Mein Mann kultiviert den Rasen. Schon vor Tagen hat er mit dem Vertikutieren begonnen. Heute folgt eine Mischung aus Sand, Erde und Grassamen. Bei mir hinter den großen Glasflächen ist es fast schon heiß und ich träume von Sundownern und lauen Sommerabenden.

Mein Techniker hat Jungpflänzchen gekauft. Laut Wetterapp sind diese Woche noch zwei Nächte um die Null Grad vorausgesagt. „Für das Auspflanzen der Tomaten, werde ich die Eisheiligen abwarten“, meint mein sonst so ungeduldiger Ehemann. Mir solls recht sein. Was den Garten anbelangt, haben wir zwei Zonen. Eine Ost (Techniker)- und eine Westzone (Ich).Da macht jeder was er will. Natürlich findet insgeheim ein kleiner Wettkampf statt, aber das würde niemand von uns zugeben. Ups, hab ich ja gerade …

Erledigt ist erledigt !

Na ja. Mir graute schon seit Wochen vor diesem Projekt. Aber heute gab es kein Entrinnen mehr. Die Werkstatt war dran. Der Techniker hatte bereits den Grobputz erledigt. Grob traf es ganz gut. Der Rest hatte es in sich. Nachdem in diesem Raum seit einem halben Jahr für unseren Oldtimer gebohrt, gefräst, gehobelt und geschliffen wurde und nur ab und zu marginal der Besen geschwungen- (sind eigentlich alle Männer so?)- ging es heute ans Eingemachte.

So eine Werkstatt birgt unendlich viele Möglichkeiten zur Ablagerung von Staub. Und wenn ich loslege, dann staubt es noch einmal. Allerdings war das Ganze nicht so einfach, denn wehe, ein Werkzeug liegt nicht mehr genau dort, wo es hingehört … Nach zwei Stunden beschlich mich der Verdacht, dass ich es an einem Nachmittag nicht schaffen würde. Ich hatte erst ein Drittel. Ein Gulasch sollte es heute auch noch geben und Yoga musste sowieso sein, weil bei mir nach jeder Buckelei der Rücken streikt.

Irgendwie schaffte ich es nach fünf Stunden, den Raum so hinzukriegen, dass man eine deutliche Veränderung zum Positiven erkannte. Dann kam der Ehemann vom Renovieren und war genau so geschafft und hungrig wie ich. Umso besser hat das Gulasch geschmeckt.

Nach dem Essen entspannte ich bei einer Runde um das Haus. Ich wollte sehen, was die Natur so alles geschafft hat. En passent pflückte ich ein paar Zitronen und erfreute mich an den Blumen und den vielen Bienen. Was ich sah, gefiel mir sehr. Was wir heute geschafft haben, gefiel mir ebenfalls. Denn erledigt ist erledigt …

Schönes Wochenende

Erinnerungen …

Im Februar vorigen Jahres haben wir gerade noch die Kurve nach COST RICA gekriegt. Dabei wollte ich gar nicht. Heute bin ich meinem Mann dankbar, dass er mich in dieses wunderbare Land ‚genötigt‘ hat. Als wir nach 14 Tagen zurückflogen und nach 10 Stunden in Zürich landeten, wurden bereits die ersten Reisenden aus China ‚abgesondert‘. In Erinnerung blieb die fantastische Natur die Regen-, Nebel- und Trockenwälder und die freundlichen, entspannten Menschen.

Gute Laune überall …

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Tä Tä – Ein Gesetz 🔊

„Tä-tä“- ein Gesetz,
seit heut ist es wahr-
zum Schutz aller Menschen
zum Schutz vor Gefahr …

Jedoch wenn man hinsieht,
ein wenig genauer,
dann kommt man dahinter,
sie sind einfach schlauer.

Die Mächtigen- stark-
unantastbar-  perfid-
geknechtete Völker 
die kennen das Lied.

Das Lied, es klingt lieblich
besorgt im Refrain, 
doch es ist betrüblich,
engt ein, ist nicht schön. 
 
„Tä-tä“- ein Gesetz,
seit heut ist es wahr-
zum Schutz aller Menschen
zum Schutz vor Gefahr …

©Lo Padi 2021

🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊🔊

Langsam wird’s …⛵

Seit einem halben Jahr werken wir nun an der K 2001. Das Innenleben hat sich inzwischen bedeutend gewandelt. Mein Techniker war sehr fleißig, während ich mich nebenbei auf das Haus und mein sechstes ‚Werk‘ konzentrieren konnte. Ab und zu ging ich zur Hand und gestern half ihm sein Enkel bei den Kabelanschlüssen. Löten war angesagt. Da braucht man vier Hände. Inzwischen sind alle Luken, die Fenster, das Vorschiff, das ‚Bad‘ und alle glatten Flächen frisch lackiert. Der neue Kompass und die Logge sind eingebaut. Der Boden im Salon fertig. Ich finde, er ist sehr schön geworden. Alle Holzteile sind geschliffen und frisch gestrichen. Einige davon fünf bis sechsmal. Den alten Kunststoffboden im Cockpit haben wir abgezogen und erst ganz zum Schluss, wenn alles gereinigt ist, werden wir das neue, superschöne Teaklaminat verlegen.

Es sieht so echt aus, dass man zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, dass es kein echtes Tropenholz ist. Zwar ist echtes Tropenholz zu verwenden, auch nicht mehr so schlimm, denn es gibt inzwischen genügend Plantagen, welche diese Hölzer liefern. Aber wir waren schon auf der Vorgängerjacht mit dem Laminat sehr zufrieden. Die nächsten Schritte sind die Montage des Solarpaneels, das Ersetzen des alten Dieseltanks, Motorcheck (hoffentlich läuft er noch) samt neuer Leitungen zum Betanken vom Cockpit aus. Das reinigen, reparieren und lackieren des Oberdecks, das laufende Gut (Verdreckte Leinen checken und reinigen) und last but not least das Lackieren der Treppe in den Salon. Dann wird es für mich endlich interessant, denn dann kommen die Sonnenlamellen für die Fenster und die restliche Innenraumgestaltung. Diese Arbeiten mag ich, denn sie sind kreativ.

⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓⚓

Fortsetzung folgt …

Schlechtes Gewissen …

Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen. Das betrifft auch meinen diesen Blog. Die Beiträge sind ein hübsches Trallala mit schönen Fotos und netten Geschichten. Damit erwecke ich möglicherweise den Eindruck, ich sei unkritisch oder oberflächlich, aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. Ich finde, dass momentan gar nichts in Ordnung ist und möchte viel öfter darüber schreiben.

Manipulation, Angst und Unterwerfung, aber auch Gleichgültigkeit und Missgunst beherrschen die Gesellschaft. Eine eigenartige Stimmung liegt über allem. Auch über mir. Sie ist mal stärker, mal schwächer, aber seit mehr als einem Jahr ist sie da. Ich spüre sie sogar körperlich. Einmal schwächt sie mich und lässt mich verzagen, ein andermal steigt ein großer Zorn in mir hoch. Oft fehlen mir einfach die Worte. Immer seltsamer wird dieses Leben immer größer die Versuchung, sich an Indoktriniertes zu gewöhnen. Ich will das nicht!

Eine Freundin verzichtet, (obwohl negativ getestet) auf einen Besuch ihre Eltern in einem anderen Bundesland, weil ihr Schwager (Polizist) sie vor Vernaderern warnt, welche den ganzen Tag am Fenster hocken und der Dienststelle melden, wie viele Menschen wann- wen- besuchen und ob Autos mit verdächtigen Kennzeichen im Hof parken.
Ärzte werden von Patienten zur Rede gestellt, weil jemand anderer früher geimpft wurde als sie selbst. Impfneid als eine Mutation der sogenannten Pandemie?

Familien und Freunde sind zerstritten und reden nicht mehr miteinander, weil sie unterschiedlicher Meinung sind. Ist das noch zu fassen? Menschen sitzen allein und maskiert im Auto oder tragen Masken beim Sport.

Am meisten tun mir die Kinder und Jugendlichen leid. Keine Rangeleien, kein gemeinsames Spielen. Sozialisation wird einfach abgeschafft. Selbst für sie gelten diese unsäglichen Gehorsamswindeln und wiederholtes Testen. Viele hocken nur mehr zu Hause vor den Computern oder hüpfen in den allgegenwärtigen Trampolin-Käfigen herum. Wenigstens bewegen sie sich.

Aber es gibt auch andere. Selten, aber doch. Kritische und wehrhafte Menschen. Auch hier auf WordPress. Sie sprechen über Freiheit und Grundrechte. Hinterfragen sinnbefreite Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen. Die Reaktionen? Kaum Likes, aber dafür typische Mainstream-Kommentare mit der Ermahnung zu mehr Solidarität. Nur wenige wollen sich unbeliebt machen, denn das geht recht schnell. Kritisch zu sein ist so unpopulär wie noch nie. Aluhüte sind heutzutage schneller verteilt als die Gratistests für gesunde Menschen.

Das finde ich schade, denn schon ein wenig mehr Information jenseits der Leitmedien würde für eine faire Debatte reichen. Immer wieder überlege ich, ob und wie ich etwas zur Veränderung beitragen könnte. Ist das überhaupt möglich? Ist der kollektive Marsch gegen die Wand am Ende des Tunnels noch zu bremsen? Muss ich auf meine älteren Tage auf eine Demo? Oder sollte ich mich besser weiterhin dem Trallala widmen … Meinem Techniker würde es gefallen.

Mit den Aufhebungen der Lockdowns in einigen Staaten schöpfe ich Zuversicht. Die vollen Gastgärten in England stimmen mich fröhlich und überhaupt; die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mal schauen, wie es weiter geht.
Mit dem Gewissen und dem Blog …

Trotz allem oder gerade deshalbSchönes Wochenende

Alles hat zwei Seiten …

… so auch Golling. Es ist ein Sonntag mit Föhnwetterlage und herrlich warm. Wir folgen einem Wandertipp und sehen uns die zweite Seite von Golling an. Meistens spazieren wir in der Umgebung des BLUNTUTALS, der wildromantischen Schattseite dieser Region. Heute ziehen wir die Sonnenseite vor, denn ab morgen ist wieder Winter angesagt.

Der Rundweg ist heute gut besucht und führt vom EGELSEE über einen lichten Wald und sonnenbeschiene Hänge nach St. Anton. Ab dort geht es wieder bergab. Wir verlängern die Wanderung um eine paar Kilometer abseits der Hauptroute. Wir machen das gerne, denn so entdeckt man viel Interessantes und Neues. In dieser Gegend verweilte einst Franz Schubert. Vielleicht hat ihn dieses Bächlein zur ‚FORELLE‘ inspiriert?

Auf dem Rückweg malt der Föhn imposante Inszenierungen in den Himmel und am Ende des Tages haben wir viel positive Energie getankt. Die sollte bis zum nächsten Wochenende reichen …

Kunst oder nicht Kunst?

Vor zwei Jahren, während unserer Womo-Europareise machten wir in Bilbao Halt. Wir wollten unbedingt das Guggenheim-Museum besuchen und staunen nicht schlecht, was uns dort als Kunst angepriesen wurde.

Hier der Link zu meinen ersten Blogversuchen 2018: BILBAO

Allein das Bauwerk brachte uns zum Staunen und war den Besuch wert. Die Objekte im Außenbereich fanden wir ebenfalls spannend. Besonders Jeff Koons Blumenhündchen. Mein Techniker sagt immer: Kunst kommt von Können und daher schüttelte er relativ oft sein unergrautes Haupt über die ausgestellten Werke. Ich wiederum las geduldig alle Erklärungen diverser Installationen und versuchte zumindest die Beweggründe des Künstlers zu verstehen. Solange, bis wir vor unzähligen alten Röhren-Fernsehern standen, in denen sich Menschen unentwegt kratzten, bis ihre Haut sich rötete. Dann war auch bei mir Schluss mit Kunstverstand. Was dieses Thema anbelangt, lässt sich ohnehin vortrefflich diskutieren. Denn was als solches angesehen wird oder nicht, liegt meist im Auge des Betrachters.

Als wir gestern in der Nähe von Golling eine Wanderung unternahmen, entdeckten wir zufällig eine Müllablagerung. (In letzter Zeit scheint sich dies zu häufen) Die verursachte bei mir prompt ein Deja Vu. Sie erinnerte mich an jenes Kunstwerk im Guggenheim Museum, in dem ein Haufen Elektroschrott zur Kunst erhoben wurde.

Ich betrachtete das Ganze genauer und setzte ein paar Ausschnitte in Szene. Ich überlegte schon, diesem Schrott einen tiefsinnigen Namen zu geben und die Fotos an das Museum zu schicken. Möglicherweise das Geschäft meines Lebens …

Irgendwann wurde ich aus meinen Tagträumen zurückgeholt, fotografierte weitere Details und fand sie anlässlich der abendlichen Sichtung zumindest interessant.

Sollte ich vielleicht doch? Was meint ihr… 😇

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Alle Jahre wieder …

…sprießt er- der Bärlauch und alle Jahre wieder streife ich durch die lichten Wälder und breche mir zwei Stunden lang das Kreuz um die duftenden- manche behaupten auch stinkenden (sie vertragen den Geruch der Schwefelverbindungen nicht) Blätter zu ernten.

Ich ziehe die Ernte bei strahlendem Sonnenschein vor. Nicht nur, weil ich es gerne warm habe, sondern weil die Pflanze dann besonders intensiv riecht. Das schlägt sich auch im Geschmack nieder. Danach mache ich mich an das Verarbeiten.

Weil ich immer einen Wintervorrat an Pesto anlege, nimmt das einen ganzen Nachmittag in Anspruch. Am Ende sind es 15 Gläser und mir ist schon schwummerig vor lauter ätherischer Öle.

MYSTERIÖS …

Gestern wanderten wir wie so oft durch den Auwald. Wo sonst nur Büsche, Bäume und Natur pur zu sehen ist, stand plötzlich ein kitschig – türkises Autowrack mit ein paar Holzbalken obenauf. Wir staunten nicht schlecht. Woher kam es? Vor ein paar Tagen war hier noch nichts davon zu sehen gewesen. Konnte es sein, dass jemand in tiefster Frustration seinen Oldtimer entsorgt hatte, weil das Restaurieren des guten Stückes zu mühsam war?

Eines auf die Mütze bekommen?

Die Farbe erinnerte mich spontan an die Filme aus den Fünfzigern. An Elvis und Mädels in Petticoats …Aber ich schweife ab …Nachdem wir tiefe Schleifspuren vor dem Wrack entdeckten, folgten wir den Spuren in den Wald. Nach circa 50 Metern fanden wir einen tiefen Graben, in dem das Auto gelegen hatte. Irgendjemand hatte den Wagen entdeckt und ausgegraben. Spielende Kinder? Ich stellte mir vor, wie sie aufgeregt zu ihren Eltern rannten und von ihrer Entdeckung erzählten. Aber vielleicht war es auch ganz anders. Meine Fantasie ist grenzenlos …

Das ‚Grab‘

Sogar der Techniker fand es seltsam. Er vermutete eine ehemalige Garage, welche jemand irgendwann für das Auto gebaut hatte. Dann sei diese eines Tages über dem Wagen zusammengebrochen.
Ich hingegen glaube an ein Versteck. Denn wer sollte mitten im Wald eine Garage bauen? Wie auch immer. Der Fund bleibt vorerst mysteriös …

Es sieht irgendwie erschlagen aus, findet Ihr nicht😉?

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Widerstand zwecklos …

Immer wenn ich durch die Gassen von Poreč flaniere, fällt mir auf, wie künstlerisch begabt die Kroaten sind. Ihre Kreativität spiegelt sich in den unzähligen Ateliers mit Bildern, Schmuck und andere dekorativen Nippes wieder. Mir gefällt der Kontrast zwischen der trockenen, pragmatischen Mentalität der Menschen einerseits und der fantasievollen Kunstwerke und den herzzerreißenden Melodien ihrer Lieder andererseits. Nichts scheint zusammenzupassen.

Wer jemals in Split oder Dubrovnik war, spürt noch die Einflüsse der Römer und den Zwiespalt, in dem sich das kroatische Volk mit ihren ehemaligen Agitatoren befindet. Wenn ich den Diokletian Palast in seinem bemitleidenswerten Zustand sehe und die Schilder, auf denen um Unterstützung für den Erhalt geworben wird, komme ich ins Grübeln. Es muss eine Art Hassliebe zu den alten Denkmälern der ehemaligen Besatzer sein, die sie so lieblos mit den historischen Gebäuden umgehen lassen. In Split, sagt man, leben die schönsten Menschen des Landes. Das kann ich bestätigen. Großgewachsen mit ebenmäßigen Gesichtszügen und stolzem Blick. Die Römer haben bestimmt dazu beigetragen.

Und genau das macht jeglichen Widerstand zwecklos zu versuchen, mich der Kunst dieses Landes zu entziehen. Ich nehme mir immer vor, standhaft zu bleiben und doch kaufe ich immer wieder. In meinem Fall Bilder. Langsam gehen mir die Wände aus. Und obwohl das Atelier meines Lieblingsmalers beim letzten Besuch geschlossen war, und ich dachte diesmal davonzukommen, wurde ich bei der Konkurrenz fündig. Wir kennen die liebenswerte Dame schon lange, haben aber noch nie gekauft. Diesmal doch.

Wie ich schon sagte; Widerstand zwecklos …

Und hier das Bild; (In der Küche war noch Platz)

„Warum einfach …

… wenn es kompliziert geht“, monierte mein Techniker gestern während unserer Wanderung in Filzmoos. Ok, ich gebe es zu; natürlich hätten wir auch die normale Straße zur Oberhofalm nehmen können. Allerdings habe ich das Hinweisschild Themenweg entdeckt und damit war mein Forscherdrang geweckt.
Doch schon kurz nach dem verlassen der Straße, wurde ich unsicher, denn es lag noch sehr viel Schnee. Nur vereinzelt waren Spuren zu sehen und bei jedem Schritt sanken wir tief ein. Es konnte also ein wenig anstrengend werden.

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Auch so viel gegessen?

Keine Ahnung, wie es Euch geht, aber ob Weihnachten, Ostern oder ähnliche Feste- immer esse ich mehr, als für mich gut ist. Die letzten Tage war es wieder ganz schlimm, denn da gab es etwas, dass das restliche Jahr nicht am Speiseplan steht. Dementsprechend groß war die Vorfreude. Allerdings nur für Eingeweihte. Denn wer diesen außergewöhnlichen österreichischen »Osterschmaus« nicht kennt, ist vorerst skeptisch.

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Der kostbarste Stoff der Welt …

Seide aus Muscheln

Viele Jahre flanieren wir nun schon im Hafen von Vrsar und immer wieder erfahren gewohnte Dinge eine neue Bedeutung.

Die Edle Steckmuschel (Pinna Nobilis) zum Beispiel. Mit einer Länge von bis zu 130 cm ist die die größte Muschel des Mittelmeers. Mit dem Byssus, einem Geflecht das die Muschel aus einer speziellen Drüse absondert, verankert sie sich am Boden oder im Geröll. Die flüssige Absonderung ist eiweißhaltig und wird bei Berührung mit Salzwasser zu einem reißfesten goldfarbenen Faden. Viel feiner und kostbarer als Seide.

Früher galt das Fleisch der Muschel als Delikatesse und auch dadurch wurde sie immer seltener.

Was ich nicht wusste …

Vor allem die Fäden wurden genutzt. Man verarbeitete sie zu Stoffen oder Bildern, die auf Grund ihres Wertes allein klerikalen Würdenträgern oder wohlhabenden Schichten vorbehalten waren. Heute beherrscht das Verweben allerdings nur noch eine Frau aus Sant’Antioco auf Sardinien.

Die Natur verzeiht einiges …

Nun vermehren sich die Bestände wieder und uns fällt auf, dass die Muscheln hier immer zahlreicher werden.

Wenn man rücksichtsvoll ist und der Natur Zeit lässt, erholt sie sich. Die Pinna Nobilis ist ein typisches Beispiel dafür.🙂

🌊🐬🌊🐬🌊🐬🌊🐬🌊

Du Meer …

Die Tage zuvor
genervt und verunsichert.
Trotzig- voll Zorn.

Laute Wut gegen die Willkür der Mächtigen.

Verletzende Worte
schlagen um sich.

Treffen Unschuldige.

Dann angekommen
dieses Gefühl,
wenn DU MEER mich umfängst in vertrauter Umarmung.

Dein salziger Hauch
auf winterblasser Haut.

Alles ist vergessen.
Plötzlich und wie von Zauberhand.

Wie machst Du das, Meer?

Denn trotz des Verrats fühl ich mich gut ...
©lopadi2021

Angekommen ☀️

Nach einer wirklich unangenehmen Nasenbohrer- Covid-Test- Premiere, in vorbildlich ‚steriler‘ Umgebung, war der Weg frei in den Süden.

‚Test Center’ im Landhausstil 😵‍💫 …

Mein Techniker hatte beschlossen über Italien zu reisen und so cruisten wir auf Grund der bedingten Reisewarnung, über eine weitestgehend PKW-befreite Strada del Sole nach Kroatien.

Nix los auf der Autostrada

Aus alter Gewohnheit machten wir Rast an unserem Lieblings-Autogrill mit dem für uns weltbesten Cappuccino. Leider bekam die Frau hinter dem Tresen eine Panikattacke, weil wir uns nicht sofort den Gehorsamslappen vor das Gesicht zogen. Daraufhin ließ ich mir vom Angetrauten das Getränk ins Freie servieren. Ich habe keinen Nerv mehr für C- Hysteriker.

Unser Stamm-Autogrill

Weiter ging es über Koper/Slowenien, wo die Polizei mit Argusaugen die Autobahnvignette kontrolliert.

Wir waren schon gespannt, ob die Grenzbeamten in Kroatien einen negativen Test einfordern würden und ja, das taten sie. Oberflächlich, aber doch.

Marina Vrsar

Nun sind wir angekommen, haben unser ‚Mädchen‘ bezogen und gerade bei Goran köstlichen Fisch und butterweiche Calamari genossen.🐟🦑🍷

Unser ‚Mädchen‘ scheint den Winter gut überstanden zu haben

Hier ist der Frühling viel weiter. Neben milden Temperaturen, erfreut üppiges Grün das Auge. Natürlich wartet noch jede Menge Instandhaltungs-Arbeit auf uns, aber daran mag ich jetzt noch nicht denken😊

🌊🌼🌊🌼🌊🌼🌊🌼🌊

Palmsonntag, Vollmond 🌝 und Vorfreude 🌊

Eigentlich wäre heute die letzte Skitour der Saison angesagt gewesen, aber erstens habe ich vergangene Nacht aufgrund einer penetranten Laterne am Himmel kaum geschlafen und zweitens nach einer kleinen falschen Bewegung am Morgen mein Gleitwirbelchen verschoben. Prompt war ein Nerv beleidigt. Autsch!

Der Techniker musste daraufhin allein durch den sulzigen weißen Gatsch stapfen. Ich machte derweil ein paar Spezial- Yoga- Entspannungsübungen. Bin schon Profi darin und so ließ der Schmerz bald nach. Wieder fit beschloss ich, einen kleinen Ausflug in den Auen zu machen.

Das wiederum verband ich mit dem Ausspähen neuer Bärlauchjagdgründe. Nach etwas Suchen wurde ich fündig. Sobald wir wieder aus Kroatien zurück sind, kann die Pestoproduktion losgehen.

Damit bin ich auch schon bei der Vorfreude. Morgen gehts ab ans Meer! Hach, I love it. Ich werde berichten. Aber vorerst noch ein paar Stimmungsbilder vom Palmsonntag.
Vidimo se – wie der Kroate sagt …



Sonnenbad

Auch unsere Goldfische genießen die ersten warmen Frühlingstage und schwimmen gemeinsam mit dem Chef des Clans knapp unter der Oberfläche, um ein Sonnenbad zu nehmen. Den Teich gibt es schon seit 50 Jahren und lange Zeit war der älteste Fisch ein stattliches goldfarbenes Exemplar. Scheinbar ist er in den Fischhimmel aufgestiegen, denn ein mittelgroßer orangeroter mit weißer Heckflosse hat heuer die Führung des Schwarmes übernommen. Erstaunlich finde ich, dass diese robusten Wasserbewohner bis zu 25 Jahre alt werden und selbst die kältesten Winter überleben. Wir haben uns vorgenommen, den Teich heuer von einem Teil des Schlammes zu befreien. Der Teich wird dadurch tiefer und die Tiere haben auch unter einer dicken Eisdecke mehr Platz. Sie sollen sich ja wohlfühlen. Wie es einem Fisch im Wasser eben gebührt.

Der Schwarm mit neuem Chef

Euch allen einen schönen Sonntag. ☀️

Ich wusste es …

… was heißt ich wusste es. Sagen wir ich ‚ahnte‘, dass diese Panettonegeschichte riskant ist. Dennoch; es dauerte beinahe den gesamten Nachmittag, um diesen Liebesbeweis in Angriff zu nehmen. Akribisch genau gemessen, gewogen und doppelgecheckt. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich eine kreative und gute Köchin bin, aber beim Backen …😕 Da hapert es. Irgendwie ist der Hund drin. Dennoch habe ich mich ausgerechnet an das komplizierte italienische Weihnachtsgebäck gewagt. Und das auch nur, weil mein Techniker erwähnte, dass er es sich so sehr wünscht.

Also; alle Zutaten beisammen. Genau auf die Reihenfolge geachtet. Den Teig in die Küchenmaschine und danach eine Stunde gehen lassen. Dann die schreckliche Wahrheit. Die Hefebakterien verweigern ihren Dienst! Sie sind tot! Die Hefe war nicht frisch genug. Vor mir der Teig schwer und leblos in der Schüssel. Aber– aufgegeben wird nur einen Brief. Die traurige Wahrheit vor Augen knete ich verzweifelt die in Rum getränkten Rosinen in das leblose Ding. In der Hoffnung auf: Was eigentlich?

Mangels eines Panettone-Ringes greife ich zur Gugelhupf Form. Das geht zur Not auch, habe ich gelesen. Liebevoll lege ich sie mit Backpapier aus. Könnte ja sein, dass der Teig unverhofft aufersteht und in ungeahnte Höhen steigt. Weitere 20 Minuten Warten auf ein Wunder. Liebevoll decke ich den leblosen Teig mit Tüchern ab und stelle ihn an das sonnenbeschienene Fenster. Da hat er es schön warm.

Aber auch dieser Wiederbelebungsversuch scheitert. Egal. Was solls– gehobelte Mandeln drauf und ab in den Backofen. Wer weiß, was kommt. Inzwischen ist der Ehemann zurück von der Arbeit. Immer wieder spähe ich zur Backofenklappe und warte auf ein Wunder. Leider bleibt es aus.

Nun liegt er vor mir der runde Klotz. Nach einer halben Stunde schneide ich ein Stück heraus und wir probieren. Geschmack, ok, Konsistenz skandalös. Aber was habe ich erwartet…
Fazit: Nur frische Hefe oder zur Not auch Trockenhefe erweckt Teige zum Leben. Der Würfel, den ich noch als geeignet wähnte, war es nicht. Aber wie heißt es so schön; wenn man vom Pferd fällt, soll man sofort wieder aufsteigen.

Das nächste Mal gelingt mir das italienische Weihnachtswunder bestimmt. Schwöre! 🙂🙃

OMG!

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Gartenspaziergang

Traurig sieht er aus der Garten. Teils schneebedeckt, der kleine Wald hinter der dem Haus braun und kahl. Nur die Frühlingsblüher leuchten mir entgegen und recken ihre Hälse in die wärmende Sonne. Die dicke Schneedecke hat sie vor dem Erfrieren bewahrt. Der Bärlauch, dessen Samen wunderbar aufgegangen sind, schau ein wenig beleidigt, aber auch er wird sich erholen. Die riesige Bärlauch Wiese in den nahen Auen wurde aus Wasserschutzgründen wegen der Hunde eingezäunt. Nun muss ich mir eine neuen Platz suchen, an dem die gesunden und schmackhaften Blätter wachsen. Ich fülle jedes Frühjahr mindestens zehn Gläser mit B-Pesto und friere es ein. So genießen wir auch in den Herbst und Wintermonaten den würzigen Brotaufstrich oder verwenden ihn und für Spaghetti aglio e olio zusätzlich zum Knoblauch.

Die Kirsch und Apfelbaumblüten treiben aus und die Rosen entwickeln ihre ersten frischen Blätter. Aus meinem kleinen Kräutergarten konnten wir den gesamten Winter über frischen Rosmarin und Majoran und Lorbeer ernten. Der Salbei hat bis Jänner durchgehalten, dann hat ihn der Frost erwischt. Er treibt schon wieder aus. Die Minze ebenfalls. Sie ist äußerst robust und ich muss aufpassen, dass sie nicht überhandnimmt. So viel Hugo oder Gin Tonic vertragen wir nicht, dass alle Blätter Verwendung finden. 🥴

So, jetzt werde ich mich zum ersten mal daran machen, einen Panettone zu backen. 🙄 Ich höre die Italiener schon lachen und ja ich weiß, dass es sich um ein Weihnachtsgebäck handelt. Ich habe auch keine Ahnung ob er gelingt, aber mein Techniker wünscht sich ihn schon lange. Und was macht die brave Ehefrau? Sie bindet sich eine Schürze um und legt los.

Mehr dazu morgen …

Staub


Die Sonne scheint und ich seh Staub!
Was soll das Ganze mit Verlaub?
Was ich seh an diesem Morgen,
blieb gestern noch vor mir verborgen.
Statt Frühlingsfreuden quält mein Herz
der Frühjahrsputz – Abneigungsschmerz.
Denn der steht an, ganz ohne Zweifel,
ich aber wünsche ihn zum Teufel.
Schnell Blumen gießen- Wintergarten-
der Staub im Haus kann bitte warten.
Da fällt mein Blick in eine Ecke
zwischen dem Balken und der Decke.
Was sehen meine scharfen Sinne?
Das feine Netz von einer Spinne!
Ok, ich schau jetzt nicht mehr weiter,
denn dieser Tag begann so heiter,
mit Sonnenschein und einem Lächeln-
jetzt bitte nicht schon wieder schwächeln.
Augen zu Gesicht zur Sonne-
denn nur Genuss ist eitel Wonne!



Das Meer ruft🌅

Fast fünf Monate Entzug vom geliebten Meer. Die Zeit ist trotz der Umstände relativ schnell verflogen. Im Gegenteil; ich habe den Eindruck, die Zeit rast an mir vorüber. Aber das sagen ja alle älteren Herrschaften. Kommendes Wochenende werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt. Es dauert Wochen, mich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Habe ich mich einigermaßen daran gewöhnt, wird die Zeit schon wieder umgestellt. Weiß eigentlich noch jemand warum? Soweit ich weiß, hatte es ursprünglich etwas mit Energiesparmaßnahmen zu tun. In unserem Zeitalter hat es, denke ich, eher etwas mit längeren Sommerabenden am See oder im Biergarten zu tun. 1916 bis 1920 wurde sie in Österreich zum ersten Mal aus wirtschaftlichen Gründen während des Krieges eingesetzt.

Für alle Interessierten; hier mehr.

Aber ich bin vom Thema abgekommen. Nächstes Wochenende soll es laut Techniker nach Kroatien gehen und somit endlich wieder ans Meer. Ich werde mich wohl oder übel zum ersten Mal testen lassen müssen, denn es kann sein, dass an der kroatischen Grenze ein Attest gefordert wird. Nicht älter als 48 Stunden. Vielleicht auch nicht, je nach Grenzbeamten und je nach Laune. Aber sicher ist sicher.

Freunde haben gestern herzerwärmende Bilder aus Rovinj bei prächtigem Sonnenschein und appetitlichen Drinks geschickt. In unserem Heimathafen sind die meisten Lokale geöffnet und angeblich tummeln sich schon viele deutscher Touristen im Ort. Bin gespannt, was daran stimmt. Angeblich stellen sich einige Reisende ihre Atteste selber aus, denn die Grenzbeamten interessiert, wenn überhaupt, nur ein Wort; NEGATIV. Wir werden sehen. Dahingehend bin ich positiv aber testmäßig hoffentlich nicht. Denn ich möchte nicht auch noch zur Verlängerung des Lockdowns beitragen.

Sollte ich vielleicht doch lieber zu Hause bleiben?🤔 (Scherz)

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Gefühle

Heute ist ein seltsamer Tag. War ich gestern noch beseelt von der wunderbaren Natur, die mir immer wieder den Wert der Freiheit ins Bewusstsein ruft, so versetzt mich die Tatsache, das über den indirekten Impfzwang ein großes Unwohlsein. Seit Wochen versuche ich mich von diesen negativen Gefühlen zu befreien. In einem Akt von Selbstliebe daran zu glauben, dass alles wieder gut wird.

Der Frühling naht und damit die anstehende Inspektion unseres Schiffes in Kroatien. Das wiederum führt zwingend zu einem Test. Jeder Test jedoch zieht die Möglichkeit einer Erhöhung der infizierten auch ohne Symptome und somit zu einem Never ending Lockdown nach sich … Vielleicht war ich deshalb über den Wintereinbruch so froh, weil er diese Entscheidung hinauszögert. Einige meiner Familienmitglieder, aber auch Freunde können es kaum erwarten, sich impfen zu lassen, um sich die Freiheit des Reisens und die Geselligkeit zurückzuholen. Aber um welchen Preis?

Obwohl ich im Grunde kein Impfgegner bin, weigere ich mich, mir eines dieser nicht ausreichend erprobten, Immunsystem schwächenden Vakzine verabreichen zu lassen. Wenn überhaupt, scheint mir das Antigen von Stöcker einer näheren Betrachtung wert. Das Paul-Ehrlich-Institut, welches für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig ist, und das Landesamt für soziale Dienste hat diesen Mann jedoch angezeigt. Für mich ein weiteres politisch motiviertes Scharmützel. Die PHARMARIESEN und ihre Aktionäre wird es freuen. Genau so wie die Masken und Hygienemittel- Hersteller seit Anbeginn dieser Ära.

Es geht mir gerade wie den halb erfrorenen Primelchen im Schnee. Angegriffen, aber voller Zuversicht auf die wärmenden und heilenden Strahlen der Sonne.

Ich weiß…

… viele können ihn nicht mehr sehen den weißen, flockigen, bezaubernden, herrlichen Schnee. Aber gestern war es einfach zu schön in unserem Zauberwald. Die Bäume wirkten wie stolze Wächter, die sich vor uns verneigen. Und diese wunderbare Stille …

Vergessen waren all die schlimmen und beängstigenden Gedanken. Vergraben unter dieser weißen Decke. Eine Leichtigkeit und Fröhlichkeit umfing uns. Wir waren wie Kinder, die zum ersten Mal Schnee sehen. Ich dachte darüber nach, warum das so ist. Warum Schnee diese Emotionen auslöst. Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Viele Augen beginnen zu leuchten und so manche Herzen sich öffnen sich, wenn alles Unschöne unter der weißen Decke verborgen bleibt. Es ist etwas Besonderes.

Wie Weihnachten. Nur diesmal in Weiß …

Einen guten Start in die Woche 🙂🙃

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