Schlechtes Gewissen …

Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen. Das betrifft auch meinen diesen Blog. Die Beiträge sind ein hübsches Trallala mit schönen Fotos und netten Geschichten. Damit erwecke ich möglicherweise den Eindruck, ich sei unkritisch oder oberflächlich, aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. Ich finde, dass momentan gar nichts in Ordnung ist und möchte viel öfter darüber schreiben.

Manipulation, Angst und Unterwerfung, aber auch Gleichgültigkeit und Missgunst beherrschen die Gesellschaft. Eine eigenartige Stimmung liegt über allem. Auch über mir. Sie ist mal stärker, mal schwächer, aber seit mehr als einem Jahr ist sie da. Ich spüre sie sogar körperlich. Einmal schwächt sie mich und lässt mich verzagen, ein andermal steigt ein großer Zorn in mir hoch. Oft fehlen mir einfach die Worte. Immer seltsamer wird dieses Leben immer größer die Versuchung, sich an Indoktriniertes zu gewöhnen. Ich will das nicht!

Eine Freundin verzichtet, (obwohl negativ getestet) auf einen Besuch ihre Eltern in einem anderen Bundesland, weil ihr Schwager (Polizist) sie vor Vernaderern warnt, welche den ganzen Tag am Fenster hocken und der Dienststelle melden, wie viele Menschen wann- wen- besuchen und ob Autos mit verdächtigen Kennzeichen im Hof parken.
Ärzte werden von Patienten zur Rede gestellt, weil jemand anderer früher geimpft wurde als sie selbst. Impfneid als eine Mutation der sogenannten Pandemie?

Familien und Freunde sind zerstritten und reden nicht mehr miteinander, weil sie unterschiedlicher Meinung sind. Ist das noch zu fassen? Menschen sitzen allein und maskiert im Auto oder tragen Masken beim Sport.

Am meisten tun mir die Kinder und Jugendlichen leid. Keine Rangeleien, kein gemeinsames Spielen. Sozialisation wird einfach abgeschafft. Selbst für sie gelten diese unsäglichen Gehorsamswindeln und wiederholtes Testen. Viele hocken nur mehr zu Hause vor den Computern oder hüpfen in den allgegenwärtigen Trampolin-Käfigen herum. Wenigstens bewegen sie sich.

Aber es gibt auch andere. Selten, aber doch. Kritische und wehrhafte Menschen. Auch hier auf WordPress. Sie sprechen über Freiheit und Grundrechte. Hinterfragen sinnbefreite Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen. Die Reaktionen? Kaum Likes, aber dafür typische Mainstream-Kommentare mit der Ermahnung zu mehr Solidarität. Nur wenige wollen sich unbeliebt machen, denn das geht recht schnell. Kritisch zu sein ist so unpopulär wie noch nie. Aluhüte sind heutzutage schneller verteilt als die Gratistests für gesunde Menschen.

Das finde ich schade, denn schon ein wenig mehr Information jenseits der Leitmedien würde für eine faire Debatte reichen. Immer wieder überlege ich, ob und wie ich etwas zur Veränderung beitragen könnte. Ist das überhaupt möglich? Ist der kollektive Marsch gegen die Wand am Ende des Tunnels noch zu bremsen? Muss ich auf meine älteren Tage auf eine Demo? Oder sollte ich mich besser weiterhin dem Trallala widmen … Meinem Techniker würde es gefallen.

Mit den Aufhebungen der Lockdowns in einigen Staaten schöpfe ich Zuversicht. Die vollen Gastgärten in England stimmen mich fröhlich und überhaupt; die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mal schauen, wie es weiter geht.
Mit dem Gewissen und dem Blog …

Trotz allem oder gerade deshalbSchönes Wochenende

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: