…weil’s wahr ist😉😅

Gedanken an einen gequälten Büffel von Rosa Luxenburg – als Brief an ihre Freundin. Dezember 1917

Ach, Sonitschka, ich habe hier einen scharfen Schmerz erlebt,
auf dem Hof, wo ich spaziere, kommen oft Wagen vom Militär,
voll bepackt mit Säcken oder alten Soldatenröcken und Hemden,
oft mit Blutflecken …,
die werden hier abgeladen, in die Zellen verteilt, geflickt,
dann wieder aufgeladen und ans Militär abgeliefert.
Neulich kam so ein Wagen, bespannt, statt mit Pferden, mit Büffeln.

Ich sah die Tiere zum erstenmal in der Nähe.
Sie sind kräftiger und breiter gebaut als unsere Rinder,
mit flachen Köpfen und flach abgebogenen Hörnern,
die Schädel also unseren Schafen ähnlicher,
ganz schwarz mit großen sanften Augen.

Sie stammen aus Rumänien, sind Kriegstrophäen …
die Soldaten, die den Wagen führen,
erzählen, daß es sehr mühsam war,
diese wilden Tiere zu fangen, und noch schwerer,
sie, die an die Freiheit gewöhnt waren,
zum Lastdienst zu benutzen.

Sie wurden furchtbar geprügelt,
bis daß für sie das Wort gilt „vae victis“*.

… An hundert Stück der Tiere sollen in Breslau allein sein;
dazu bekommen sie,
die an üppige rumänische Weide gewöhnt waren,
elendes und karges Futter.
Sie werden schonungslos ausgenutzt,
um alle möglichen Lastwagen zu schleppen,
und gehen dabei rasch zugrunde.

– Vor einigen Tagen kam also ein Wagen mit Säcken hereingefahren,
die Last war so hoch aufgetürmt,
daß die Büffel nicht über die Schwelle bei der Toreinfahrt konnten.
Der begleitende Soldat, ein brutaler Kerl, fing an,
derart auf die Tiere
mit dem dicken Ende des Peitschenstieles loszuschlagen,
daß die Aufseherin ihn empört zur Rede stellte,
ob er denn kein Mitleid mit den Tieren hätte!
„Mit uns Menschen hat auch niemand Mitleid“,
antwortete er mit bösen Lächeln und hieb noch kräftiger ein .

.. Die Tiere zogen schließ an und kamen über den Berg,
aber eins blutete …

Sonitschka,
die Büffelhaut ist sprichwörtlich an Dicke und Zähigkeit,
und die war zerrissen.

Die Tiere standen dann beim Abladen ganz still, erschöpft,
und eins, das, welches blutete,
schaute dabei vor sich hin
mit einem Ausdruck in dem schwarzen Gesicht
und den sanften Augen wie ein verweintes Kind.

Es war direkt der Ausdruck eines Kindes,
das hart bestraft worden ist
und nicht weiß, wofür, weshalb, nicht weiß, wie es der Qual
und der rohen Gewalt entgehen soll

… ich stand davor, und das Tier blickte mich an,
mir rannten die Tränen herunter
– es waren seine Tränen,
man kann um den liebsten Bruder nicht schmerzlicher zucken,
als ich in meiner Ohnmacht um dieses stille Leid zuckte.

Wie weit, wie unerreichbar,
verloren die freien saftigen grünen Weiden Rumäniens!
Wie anders schien dort die Sonne, blies der Wind,
wie anders waren die schönen Laute der Vögel
oder das melodische Rufen der Hirten.

Und hier – diese fremde schaurige Stadt, der dumpfe Stall,
das ekelerregende muffige Heu mit faulem Stroh gemischt,
die fremden furchtbaren Menschen,
und – die Schläge, das Blut,
das aus der frischen Wunde rinnt …

Oh, mein armer Büffel, mein armer, geliebter Bruder,
wir stehen hier beide so ohnmächtig und stumpf
und sind nur eins in Schmerz, in Ohnmacht, in Sehnsucht…..
Quellennachweis: Wikipedia

Eine unendlich traurige Geschichte, über die Qualen wehrlosen Kreaturen, zugefügt von, grausamen und erbarmungslosen Menschen in abscheulichen Kriegszeiten. Die Frage ist; hat der Krieg das aus ihnen gemacht, oder sind sie so geboren…

CAMPINGPLÄTZE

In meinem ersten Eifer, habe ich sofort den ADAC Führer für Südeuropa und Deutschland erworben. Leider entpuppte sich dies als Fehlinvestition. Es gibt viel schönere Campingplätze und ACSI, bei dem wir leider nicht Mitglied waren, hat viel mehr Auswahl und es gibt für Mitglieder fast überall Rabatt.
Am besten ging es uns aber mit der Auswahl über Google. Zwar verwirren widersprüchliche Rezensionen manchesmal, aber insgesamt hat es immer gepasst. Ab Mitte Juni, wurde es etwas enger auf den Plätzen, aber wir haben bis auf ein Mal immer was bekommen. Anrufen hilft, aber nur wenige reservieren. Der allerbeste Campingplatz ever, war mit Abstand Yello Village (Siehe Bordeaux- Lacanau). In der Vorsaison kann man hier um 15 Euro die tollsten und auch ruhigsten Plätzchen belegen. Das Areal ist riesig und für jeden ist in diesem Feriencamp etwas dabei. Der nahe Strand war einfach traumhaft und die Atlantikwelle einfach sensationell! Überhaupt ist Frankreich ein ganz tolles Reiseland für Camper!
Unser „Würstlstand“
Yellow Village Camping
Frei stehen, gefiele uns auch und wir haben das auch drei Mal gemacht, aber Duschen und sanitäre Anlagen, gefallen uns besser als Katzenwäsche und ständiges „nachgießen“ Die „Gogolores“ kann man auch artgerecht entsorgen und ein bisschen zu unsicher ist es uns freistehen auch…Selten waren de Snitäranlagen „Grotte“, aber manchmal doch. Da hilft dann nur- Augen zu und darauf zu achten, dass man keine Wände berührt…Im großen und ganzen hat’s gepasst! Einen bis maximal vier Tage, waren wir an einem Stellplatz und ich muss sagen, das reichte auch völlig, für meinen Geschmack…Dauercampen wäre mir zu fad!
Gratis Stellplatz am Stadtrand von San Remo, neben dem kostenpflichtigen Campingplatz. Neben einem Sportplatz, aber direkt am Meer…

ANTON DER SÄUFER

Wenn ich als kleines Mädchen zaghaft an Antons Tür klopfte, konnte ich sicher sein, eine Sekunde später ein generalstabsmäßiges „herein“ zu vernehmen. Anton lebte bei uns am Hof, im ehemaligen Gesindehaus, einem Wohntrakt im ersten Stocks, über den Stallungen. Im Gang roch es nach Schweinemist und Rauch. Wenn ich dann in seinem Zimmer stand, sah ich Anton nur schemenhaft, denn der Qualm der Zigaretten vernebelte den ohnehin düsteren Raum. Erhellt wurde dieser lediglich durch ein Bild über dem Bett, aus dem eine wunderschöne Frau verführerisch herabsah.

Anton saß wie immer, mit einer Selbstgedrehten zwischen seinen tabakbraunen Fingern, auf einem Stuhl und lächelte mich aus seinem zahnlosen Mund an. Er war groß und hager, das Gewand hing an ihm, wie an einem Kleiderständer. Er hatte ein Bein über das andere geschlagen. Das Knie stand spitz unter dem Hosenstoff hervor. Das Bein wippte in einem imaginären Takt. Er sah mich mit seinen blassblauen Augen an und wartete auf meine Fragen. Ich hatte immer Fragen. „Warum wäschst Du Deine Bettwäsche nicht, warum rauchst Du so viel, warum machst Du das Fenster nicht auf“. Anton lächelte mild und zuckte mit den dürren Schultern. Ich amüsierte ihn mit meiner Fragerei und er war froh, dass ich da war, und ihm Gesellschaft leistete.

Anton war schwerer Alkoholiker. Familie hatte er keine. Wir waren seine Familie. Am Hof war er mehr oder weniger geduldet, weil er ab und zu ein wenig mit half. Wie alt er wirklich war, wusste niemand. Der Alkohol hatte Gesicht und Körper gezeichnet. Alles, was er besaß, war ein altes Waffenrad, ein paar Zeitschriften und das was er am Leib trug.

Während unserer Unterhaltungen saß auf seinem Bett, auf der durch gelegenen Matratze und der ungewaschenen, muffigen Bettwäsche. Im schwachen Licht, war schwer zu erkennen, ob das Karo einmal rot oder blau gewesen war. Das war mir aber egal, weil ich Anton mochte. Er wirkte auf mich weise und gut. Wahrscheinlich, weil er immer aufmerksam zuhörte.

Nach unseren Treffen, schwang er sich etwas ungelenk auf sein altes Waffenrad und radelte dem Alkohol entgegen. Den gab’s reichlich, im Wirtshaus hinter der Kirche. Gegen 22 Uhr torkelte er sternhagelvoll, das Rad in zick zack Linien schiebend, nach Hause. Den gesamten Weg zurück, hielt er lautstarke Reden, die niemand verstand. Sein Gebrüll riss mich aus dem Schlaf. Jedes Mal rann mir ein kurzer Schauer über den Rücken, dann schlief ich wieder weiter.

Eines Tages, als wir Besuch von meinen kleinen Cousinen hatten und diese über Nacht blieben, kam es zum Eklat. Sie wurden vom Brüllen Tonis, im Schlaf überrascht. Die Mädels stürmten völlig verängstigt in das elterliche Schlafzimmer. Unter Tränen schworen sie, ein fürchterlicher Mann würde da draußen sein Unwesen treiben und sie holen. Sie waren nicht mehr zu beruhigen, bis meine Oma kam und sie aufklärte.

Meine Oma lud Toni ab und zu zur Jause ein, denn sie glaubte, er würde sonst verhungern, weil er nie etwas aß, sondern nur soff.

Und da war noch die Geschichte mit dem kirschgroßen Talg Gewächs in seinem Augenwinkel. Eines Tages war es weg. Oma fragte ihn, ob er beim Arzt gewesen sei, und er antwortete: „Nein, den habe ich mir letzte Woche mit dem Messer aufgeschnitten und dann ist alles herausgekommen. Viel Gelbes und Blut.“ Das hinterließ meine Oma mehr oder weniger fassungslos und macht noch lange als unglaubliche Geschichte die Runde.

Was aus Anton geworden ist, weiß ich nicht, denn ich verließ mein Elternhaus früh. Die Erlebnisse und Gerüche rund um Anton sind jedoch fest in meinen Erinnerungen verankert.
© LoPadi

Hattet ihr auch so ein tolles Wochenende?

I am flying …Ein für mich unvergessliches Erlebnis…Folgt einfach dem roten Link 🙂

I am flying …🙏 🙂👍💙

https://photos.app.goo.gl/XfnAkibKM4GDAb7N9

Werben mit Facebook- zweiter Versuch…

Seit einigen Jahren werbe ich über Facebook. Mal mehr, mal weniger. Früher für eine Schüleraustausch- Seite jetzt für mein Buch. Die Anleitungen von Facebook sind mehr als detailliert und dahingehend gibt es nichts zu meckern.

Allerdings, wer nimmt sich schon die Zeit, stundenlang durch Anleitungen zu scrollen, um nur ja nichts falsch zu machen.
Die Ergebnisse der Kampagnen waren gelinde gesagt „mau“, obwohl ich über 300 Euro Werbebudget verblasen habe. OK, über vier Jahre hinweg nicht so schlimm, und man kann es ja steuerlich geltend machen.

Nichtsdestotrotz, blieb das Gefühl, etwas falsch zu machen. Aber was? Eine Freundin von mir hat ebenfalls über Facebook geworben. Es kamen auch vermehrt Likes, aber von irgendwelchen Menschen aus dem Niemandsland, die nicht nach der passenden Zielgruppe klangen.

Nach einer Umschau am Büchermarkt gestöbert, bin fündig geworden und habe mir ein vielversprechendes E-Book zu diesem Thema heruntergeladen. Damit habe ich heute eine Werbekampagne gestartet. Mit Verkaufslink und allem Drum und Dran. Es bleibt abzuwarten, ob die Kampagne diesmal ein besseres Ergebnis erzielt. Ich werde berichten.
Eure Lo

ABTÖRNER der Woche

Wem nützt die Sommerzeit? Gute Frage, oder? Ich weiß auch nicht. Vermutlich den Feiernasen, die sich im Sommer im Garten neben dem Schweins Kotelette noch zwei Bier mehr einschütten können. Die Gastronomie freut das sicher. Ab kommenden Sonntag wird die ewige Diskussion wieder eröffnet. Am letzten Sonntag im Oktober endet sie wieder. Aber zurück zum Thema; wem nützt es?

Schon sehr früh war klar, dass die Sommerzeit keinen entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch nimmt. Diese Argumente hält sich aber heute noch hartnäckig. Bereits 1916 wurde die Sommerzeit eingeführt. Der Grund war damals, das
die Sommerzeit die energieintensiven Materialschlachten des Ersten Weltkriegs unterstützen. 1919 wurde die Kriegsmaßnahme wieder abgeschafft. Im Zweiten Weltkrieg hat man die Sommerzeit ab 1940 bis November 1942 durchgezogen. Nur England behielt zwischen der Kriege die Sommerzeit bei. (Wen wundert’s)

Warum kann man sich nicht auf eine Zeit einigen? Von mir aus auch ständig Sommerzeit. Die Umstellung bringt den Schlafrhythmus durcheinander, die Kinder quengeln und überhaupt ist vieles aus der Balance. So, jetzt weiß ich wieder nicht, wem es nützt. Am ehesten noch den Bauarbeitern, die es im Hochsommer morgens noch kühler haben. Für sie freut es mich auf jeden Fall. Also doch einen Nutzen gefunden. Und ihr?

Ein Gedicht zum Wochenstart- „WAHRNEHMUNG“

Wahr und nimm, was meint das Wort? Versteh, was Du verstehen magst, nimm’s an, auch wenn Du dich dann plagst? Weil dein Verstand, wenn eingeschaltet, Information divers verwaltet? Ist es nicht so, dass man gern hört, was nicht die eigene Meinung stört? Vielleicht ist alles doch nicht wahr, denn Meinungen sind sonderbar. Vielleicht ist alles Unsinn nur- wir liegen falsch rund um die Uhr- und, was wir als Wahrheit sehen, ist so vielleicht, gar nicht geschehen. Sollten wir nicht in uns gehen, um Reaktionen zu verstehen, die unser Geist und die Erfahrung, sich holt aus alter Aufbewahrung?

Wir sind halt gut, im passend machen, von diesen angelernten Sachen. Wahr ist doch Nichts in Wirklichkeit, es sind nur Wahrheiten auf Zeit. Sie kommen, gehen, ändern sich. Wie war das noch? Was kümmerts mich! Wir nehmen wahr und halten fest, auch wenn es uns verzweifeln lässt. Das tut uns sehr oft gar nicht gut, zerstört Visionen, nimmt den Mut. Die Lösung kam mir über Nacht. Ich nehme wahr, was glücklich macht. Weil ich die Welt nicht ändern kann, fang ich jetzt bei mir selber an.

© LoPadi