Neuanfang- ein Versuch

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Sagt man. Ein Zauber, den ich seit einiger Zeit vermisse. Deshalb habe ich beschlossen, einen neuen Band mit Kurzgeschichten zusammenzustellen. Eine Zusammenfassung der besten Episoden, die ich chronologisch aufbereitet. Gleichzeitig versuche ich es erstmals mit ‚Kindle direkt publishing‘ (KDP) von Amazon. Angeblich ist das der lukrativste Weg, ein Buch zu veröffentlichen. Allerdings mit Bindung und nur dann sinnvoll, wenn man nicht schon in der Spiegel- Bestseller-Liste steht.😉 Außerdem wurde KDP auf in einer Self Publisher- Umfrage am Besten bewertet.

Bisher habe ich über story one, welche seit neuestem mit BoD kooperieren und Morawa self publishing (my morara)publiziert. Erstere ermöglichen einen Umfang von mindestens 12 und maximal 17 Storys. Jede Geschichte darf nicht mehr als 2500 Zeichen haben. Der gesamte Erstellungsprozess ist in der Basisversion kostenlos. Die Qualität des Druckes und des Umschlages (Hardcover) sind ausgezeichnet und die Covergestaltung individuell möglich. Lediglich Lektorat und Korrektorat kosten Geld. https://www.story.one/mach-ein-buch Gleichzeitig werden die Geschichten auf der gleichnamigen Internetplattform veröffentlicht. Das ist ideal für Einsteiger und Menschen, die schon immer ein Buch veröffentlichen wollten, oder ihre Geschichten über Internet einem breiten Publikum zugänglich machen möchten.

Anfang 2019 habe ich 15 Verlage angeschrieben, zu deren Portfolio mein Buchthema passte. Dann kam C. Ich versuchte es mit BoD, aber die Zusammenarbeit erwies sich als zäh. Ich denke, das war auch meiner Ungeduld geschuldet und ich vermute, dass der Verlag in dieser schwierigen Zeit personelle Engpässe hatte. Bei Morawa war alles ganz anders. Ausgezeichnete Betreuung, viel Geduld mit mir und ein schönes Ergebnis. Lektorat und Korrektorat gingen auf meine Kosten. Die beliefen sich bei 260 Seiten auf ca. 2000 Euro. Das gesamte Manuskript wurde mit der Vorlage des Verlages erstellt. Die Bilder und Grafiken habe ich mit WORD gestaltet. Die Veröffentlichung schlug mit 149.- zu Buche.

Bin schon gespannt auf die Erfahrungen mit Amazon …


Richtigstellung ❗😉

Beitrag vom 28.01.2021 Guter Mond?

Nachdem mir heute ein beleidigter Techniker nahegelegt hat, ihn nicht wie einen Ignoranten dastehen zu lassen, stelle ich Folgendes richtig:

Die Behauptung, dass mein Mann mein psychisches Unwohlsein als ‚papperlapapp‘ abgetan hätte, ist falsch. Vielmehr hätte er mir erklärt, dass es nicht der Mond als solches sei. Es ist wahrscheinlicher, dass die elektromagnetischen Sonnenwinde vom Mond auf die Erde abgelenkt werden. Und das hat möglichweise Auswirkungen auf mein/unser Befinden bei Vollmond.

Dass der Mond als schnöder Gesteinsklumpen als solcher nichts bewirken kann, kann richtig sein, wie eine ältere Dokumentation der ARD wissenschaftlich untermauert.

Allerdings existiert auch das Zitat Wissenschaft sei Irrtum auf dem letzten Stand. Selbiges bekommen wir fast täglich zu spüren. Aber das ist eine andere Geschichte, aus der ich meinen Techniker tunlichst raushalte.

Mondbeschienene Heimat

Guter Mond?🌚

Diesmal habe ich es gar nicht mitbekommen. Fast. Bis es krachte. Zwischen meinem Techniker und mir. Ich zog mich zurück. Da ich ohnehin an einem neuen Manuskript arbeite, kein Fehler. Aber ich merke, irgendetwas stimmt nicht. Ich bin unruhig und fahrig. Aufkeimender Lagerkoller? Schon beim Kochen überkamen mich Zweifel, ob es denn heute gelingen kann … Aber das habe ich hingekriegt.

Ein Blick auf den Kalender brachte Licht ins Dunkel. Vollmond. Na klar! Und weil es gerade so gut passt;
Eine meiner Kurzgeschichten:

Wie heißt es so schön in einem Lied:
Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin; deines Schöpfers weiser Wille hieß auf jener Bahn dich ziehn.
Von wegen. Schon Tage zuvor überkommt mich eine gewisse Unruhe. Nervosität und Sensibilität steigen. Ein falsches Wort genügt. Ich bin gekränkt. Alles um mich herum scheint fokussierter und klarer. Fehler und Ungereimtheiten treten deutlicher hervor. Ich beginne zu hinterfragen und zu grübeln. Ich sehe alles. Mir entgeht nichts. Mein Techniker kann tun, was er will, es passt nichts. Was soll das für ein weiser Wille sein, wenn es einen den Schlaf raubt! Nachts jagen alle möglichen Gedanken durch meinen Kopf. Für alle Probleme scheint es plötzlich eine Lösung zu geben. Auch fallen mir die wildesten Geschichten ein. Ich sollte diese gleich zu Papier bringen, denn wenn der Anfall vorüber ist, erscheinen sie mir absurd.

Leuchte freundlich jedem Müden in das stille Kämmerlein. Und dein Schimmer gieße Frieden ins bedrängte Herz hinein.
Ja, genau! Als Nachteule schlafe ich vor Mitternacht ohnehin nie ein, aber bei Vollmond bin ich bis zwei, drei Uhr morgens hellwach. Ich könnte Bäume ausreißen und wäre bereit, die Welt zu retten. Unruhig wälze ich mich hin und her, probiere Einschlaftechniken aus wie; Schafe zählen und Yogatricks, aber nichts hilft.

Irgendwann gegen vier Uhr schlafe ich endlich ein. Am nächsten Morgen bin ich gerädert und gereizt. Der Techniker bemerkt dazu lakonisch; „das mit dem Mond bildest du dir nur ein. Es gibt keine Beweise.“
Was für Beweise? Ich bin selbst der beste Beweis.

Nun habe ich eine ältere Version des Liedtextes gefunden. Die gefällt mir besser und entspricht mehr meinen Erfahrungen. Sie lautet:
Guter Mond, du gehst so stille in den Abendwolken hin, bist so ruhig und ich fühle, dass ich ohne Ruhe bin! Traurig folgen meine Blicke deiner milden, heitern Bahn; oh, wie hart ist das Geschicke, dass ich dir nicht folgen kann! Guter Mond, dir will ich’s klagen, was mein banges Herze kränkt und bei allen meinen Plagen die betrübte Seele denkt. Guter Mond, du sollst es wissen, weil du so verschwiegen bist, warum meine Tränen fließen und mein Herz so traurig ist.

Keine Ruhe, gekränktes Herz, Plagen und betrübte Seele.
Genau so ist es! Vermutlich hat man den Text nur geändert, um dem Mond zu einem besseren Image zu verhelfen und Millionen ‚Mondfühligen‘ die Vorurteile zu nehmen. Aus vielen Gesprächen mit Freunden weiß ich, dass es nicht nur mir so geht. Streit, Veränderung und Trennungen fallen oft in diese Zeit. ‚Papperlapapp‘ werden die einen sagen, ‚genau so ist es- die anderen.‘

Es gibt auch Gutes im Zusammenhang mit Mondphasen. Erfahrungen in der Arbeit mit Holz oder andere Bereiche in Haus und Garten. Ich harre der Mondphasen, die noch kommen. Man muss das Beste daraus machen. Und ich sollte ohnehin mal was ‚Wildes‘ zu PC bringen … 😈