Heilen mit der Natur

Naturheilkunde versus Schulmedizin?

Nein, darum geht es mir nicht. Jede Sparte hat sein Gutes und weniger Gutes. Bei Unfällen mit Knochenbrüchen und Organversagen ist man ohnehin auf die Schulmedizin angewiesen, wie ich vergangenes Jahr am eigenen Leib erfahren habe. Ansonsten meide ich Arztpraxen und Spittäler und gehe lieber zum Heilpraktiker meines Vertrauens.

Ein Beispiel:

Vor einigen Wochen hatte eine Zecke Borrelien in meinen Körper übertragen. Es war eine üble Erfahrung. Die Symptome waren vielschichtig und unangenehm. Kopf-, Glieder-, Gelenkschmerzen und Herzrasen. Der Arzt verschrieb mir Antibiotika, die ich zu meinem Leidwesen drei Wochen lang einnehmen musste. Begleitend nahm ich Kardentropfen ein. Drei Wochen durfte ich nicht in die Sonne. Alles nicht so prickelnd. Aber da ich keine Erfahrung mit Borrelien hatte, fügte ich mich. Leider können die Folgen einer Borreliose über einen langen Zeitraum nachwirken.
So auch bei mir. Vergangene Woche kehrten die Symptome zurück. Herzrasen und Schmerzen in der Brust. Ich konnte nicht einmal mehr in Seitenlage schlafen. Ich befürchtete schon einen Herzfehler und konsultierte einen Kardiologen. Privat, denn über die Krankenversicherung erhält man den Befund eventuell erst, nachdem es zu spät ist. Zweiklassen-Medizin nennt man das.
Glücklicherweise ergab das Blutbild keinerlei Schädigung am Herzen.

Mein Vertrauen in die Ärzteschaft …

… ist seit 2020 merklich gesunken. Aber wie gesagt, manchmal gibt es keine Alternative.
Seit vielen Jahren gehen mein Techniker und ich bei Gelenkproblemen, Verrenkungen und Verspannungen zum Heilpraktiker. Er konnte uns mit seinem umfassenden Wissen und seiner langjährigen Erfahrung sehr oft helfen. In seiner spartanisch eingerichteten Ordination gibt es keinen Computer, stattdessen  hunderte Karteikarten der jeweiligen Klienten. Außer einem Apparat für Augendiagnostik findet man keinerlei Gerätschaften im Raum. Dafür lagern in den Regalen unzählige Ampullen, und Fläschchen, in denen der Heilpraktiker seine Medizin aufbewahrt. Manchmal legt er selbst seine kräftige Hand an, manchmal gibts nach einer kurzen Testung ein paar Globuli und manchmal Injektionen. Die meisten Anwendungen wirken prompt.

Vor allem aber …

… hört der Mann zu. Alleine das tut gut. Er hört so lange zu, bis die Ursache klar wird. Danach überlegt er und handelt. Er stöbert in den Karteikarten nach Fällen und Lösungen. In meinem Fall wurde  klar, dass es sich um Nachwirkungen des Zeckenbisses handelte. Nun muss mein Körper vor weiteren Schüben geschützt werden.
Und was soll ich sagen; schon die erste halbstündigen Behandlung linderte die Muskelschmerzen! Der Druck im Herz verschwand und damit die Enge im Brustbereich. In der darauffolgenden Nacht konnte ich schmerzfrei in Seitenlage schlafen. Aktuell sind die Beschwerden zur Gänze verschwunden.
Zwei Wochen lang muss ich jeden zweiten Tag die Verschreibung einnehmen und beobachten, wie sie wirkt. Danach wird telefoniert und entschieden, wie es weitergeht.

Seither geht es mir jeden Tag besser und ich hoffe, dass dieses leidige Thema bald ein Ende hat. Und wenn nicht?

„Wir kriegen das hin“, meint mein Heilpraktiker und ich glaube ihm.

In diesem Sinne –

Schönen Sonntag
🎈🫀🎈

Wer rettet die Glasenbach-klamm?

Für jeden (…) ist Geld da. Nur für Erhaltenswertes nicht.
Ich bin ein wenig aufgebracht. Man merkt es vermutlich. 🫤

Worum geht es?

Es geht um die Glasenbachklamm bei Salzburg, unweit unseres Zuhauses. Regelmäßig besuchen wir sie. Die drei Kilometer lange Wanderung krönten wir, mit einem kühlen Bierchen im Wirtshaus am Ende des Weges. Nun denn; auch das hat mittlerweile mangels Andrang nur mehr am Wochenende geöffnet. Warum? Weil die Klamm, der auch als GEO-Schauweg fungiert, „eigentlich“ nicht mehr begehbar ist. Aus Sicherheitsgründen. „Eigentlich“ deshalb, weil ein Teil der Menschen sich davon nicht abhalten lässt. Radler und Wanderer nutzen den Weg auf eigene Gefahr. So wie wir. Aber wie lange noch? Die Holzbrücken stehen vor dem Verfall, denn die Natur arbeitet unermüdlich im Zerstör und Aufbau-Modus. Muren, Felsstürze, Hochwasser. Das Wasser des Klausbaches formt die Schlucht immer wieder neu.

Wer soll das bezahlen?

Gute Frage, denn darum gehts. Niemand will für den Erhalt dieses Naturjuwels aufkommen. 1987 wurde sie als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen. Aktuell werden sich Grundeigentümer und die Gemeinde nicht einig, wer für die Erhaltung aufkommen soll. Kürzlich hat die Gemeinde die Sperre aufgehoben und die Haftung übernommen. Dennoch muss jemand die Instandhaltung in Angriff nehmen. Spätestens wenn eine der Brücken einstürzt, während sich Menschen darauf befinden, ist das Malheur fertig und das Geheule groß! Die Warnschilder zieren zynische Kommentare von Wanderern. Kein Wunder, seit Jahrzehnten geht nichts weiter. Zu unserem Erstaunen entdecken wir am Ende des Weges ein Werbeschild für einen Wettlauf im Herbst. Sollte bis dahin etwa alles saniert sein?

Der Weg ist gut erhalten und die Natur bietet interessante Kunstwerke aus alten Baumstämmen, Glockenblumen, Millionen Jahre altem Konglomerat und den schönen Anblick der großen Distel.

Die Nachbildung eines Fischsauriers in Stein gemeißelt …

In den Trümmern eines Felssturzes suchen Sammler nach Fossilien. Wir finden nur eine hölzerne Hose. Und immer wieder Blumen und Schmetterlinge …

Vielleicht seid ihr einmal in der Nähe und besucht die Glasenbachklamm. Und vielleicht ist sie dann auch schon gefahrlos begehbar 😊.

Schönen Sonntag
🌞🌞🌞