Schreiben-Reisen-Lebensbilder

Ja, richtig gelesen. Wir staunen nicht schlecht, als das erste Schild fĂŒr Schiwerbung am StraĂenrand erscheint. Zugegeben- die Almen Ă€hnliche Landschaft erinnert an unsere Heimat Ăsterreich, aber damit haben wir nicht gerechnet. Als sich der auf 971 Metern Seehöhe gelegene Wintersportort Arachova vor uns auftut, sind wir baff. Ăberall schicke LĂ€den und Lokale. Wie in KitzbĂŒhel oder am Arlberg. Nur Liftanlagen könnten wir keine ausmachen, die befinden sich noch weiter oben in 2455 Metern Höhe im Parnassosgebirge.




Aber zurĂŒck zum Reisealltag; andauernd ist etwas kaputt. Diesmal das rĂŒckwĂ€rtige Fenster auf der Fahrerseite. Der untere Teil ist geborsten. Schon vor dem Reiseantritt bildeten sich Risse, die mein Techniker provisorisch verklebte. Durch die heftigen Vibrationen wĂ€hrend den Fahrt auf lausigen StraĂen, sind die Doppelscheiben endgĂŒltig hinĂŒber. I am not amused! Ein GlĂŒck, dass wir uns in einer Schönwetter Phase befinden. In geduldiger Puzzle Arbeit werden erst die gebrochenen Teile, und danach die groben Risse innen und aussen mit einem Spezialband verklebt. Am Ende das ganze Fenster von auĂen abgedichtet. Sicher ist sicher. Nasses Bett hatten wir schon!



Der Mann hĂ€lt sich derweil auf der Polizeistation auf, um den Diebstahl anzuzeigen. Obwohl sinnlos- da wir das Diebsgut ohnehin nie wiedersehen werden. Aber fĂŒr den Ersatz des FĂŒhrerscheins und der Gesundheitskarte ist eine Anzeige vonnöten.
… und diese irgendwo in Griechenland landen, dann ist dieser Ort ab sofort der Nabel der Welt. Das behauptet zumindest der Mythos rund um die sagenumwobene Stadt Delphi. Der Stein im Beitragsbild ist die Markierung. Das Original- der sogenannte Omphalos, steht im Museum. Das Orakel von Delphi, welches diesen Ort reich und berĂŒhmt gemacht hat, kennt fast jeder. Schon damals, lieĂen sich die Reichen und MĂ€chtigen bei wichtigen Entscheidungen von mehr oder weniger seriösen Wahrsagerinnen beraten. Krösus zum Beispiel, wurde die von ihm falsch interpretierte Weissagung zum VerhĂ€ngnis. Er wĂŒrde im Krieg ein Volk auslöschen, sagte das Orakel. Nur nicht genau welches. Es war sein eigenes.
Uns haben neben den Tempeln, das durch Menschenhand gefertigte riesige Stadion und die perfekt poligonal verlegten Mauern beeindruckt. Und nicht zu vergessen die wunderbare Landschaft in der dieses antike Juwel eingebettet ist.







Neben den KunstschĂ€tzen genieĂen wir einen sehr schöne Stellplatz und ein hervorragendes Lokal in Delphi. Was das Kulinarische anbelangt, meiden wir Lokale in der ersten Reihe. Ich werde nicht mĂŒde, einfache und traditionelle GaststĂ€tten zu suchen und meist werde ich fĂŒndig. In Delphi lieĂ ich mich, wie so oft, von der Intuition leiten und landete einen Volltreffer. In der Taverna Ta Sklakia servieren uns die freundlichen Wirtsleute köstliches Lamm, sĂŒffiges griechisches Bier, guten Wein und zum Schluss einen Raki mit viel Eis. Letzterer kommt zwar aus der TĂŒrkei, ist uns aber lieber als der typisch griechische Ouzo.

Eine weitere angenehme FĂŒgung ist der Campingplatz mit einer fantastische Aussicht auf den Golf von Korinth. Es gibt sogar einen Pool. Ein Standard in dieser Gegend, da es genĂŒgend Quellen in den Bergen gibt. Mit dem sympathischen EigentĂŒmer entwickelt sich ein spannender Diskurs ĂŒber Gott und die Welt. Er ist wie fast alle Griechen, die wir getroffen haben unzufrieden mit der Regierung. Auch hier herrschen Korruption und Freunderlwirtschaft. Das Land werde von fĂŒnf Clans regiert, erzĂ€hlt er uns. Alternativen kĂ€men erst gar keine hoch. Auch in diesem Land gilt; hilf dir selbst, dann … Wir finden, er hat das recht gut hinbekommen mit seinem Campingplatz. Auf den Rotwein, der an diesem Abend reichlich flieĂt, lĂ€dt er uns ein. Menschen wir er, sind uns auch in Salzburg jederzeit willkommen …



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Weiter geht’s nĂ€chste Woche mit: Uâžngenutzten Ressourcen, alternativer Energie und dem warten auf die FĂ€hre nach Bari … Bis dannđâïž
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Apropos Skiort Arahova: dorthin mache unser Sohn öfter mal KlassenausflĂŒge und lernte Ski. Es gibt in Griechenland viele gute Skiorte, nicht nur im Norden, sondern auch auf der Peloponnes.
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