Schreiben-Reisen-Lebensbilder
Es ist heiß, es ist eintönig, es ist nicht lustig. Die Genesung des Technikers geht nur schleppend voran, und obwohl das zu erwarten war, ist es schwer zu akzeptieren. Immer noch, wenn auch schon etwas abgeschwächt. Der Therapeut ist zufrieden. Mein Mann krückelt täglich seine Strecke ab und das zweimal. Dazwischen müssen Ruhepausen eingelegt werden, denn auch diese sind wichtig. Im Großen und Ganzen kann er zufrieden sein. Ist er natürlich nicht.
Und ich? Ich fahre den Mann von A nach B, mache den Haushalt und werkle im Garten. Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen wächst alles wie verrückt, auch das Unkraut. Zugegebenermaßen befällt mich langsam der Lagerkoller. In den vergangenen Jahren waren wir um diese Zeit irgendwo am Meer oder anderweitig aktiv. Trotzdem sind wir froh, wenigstens am Land zu leben, wo man an heißen Tagen in den kühlen Auen spazieren kann und nicht im städtischen Backofen ausharren muss.




Am vergangenen Freitag brach ich für ein paar Stunden aus dem Alltag aus und hielt einen Vortrag über meine Weltumsegelung. Nach dreißig Jahren ist er schon ein wenig „Vintage“, kommt aber immer noch gut an. Es war das vorletzte Mal für dieses Jahr. Ich setze aus, weil wir, wenn es dem Techniker wieder gut geht, ungebremst reisen möchten.
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