
Jedes Jahr die gleiche Leier:
Der liebe Gruß zur Weihnachtsfeier.
Man wünscht den Freunden nur das Beste:
„Gesundheit, Glück zum hohen Feste.“
Das ganze Jahr wär‘ Zeit gewesen.
Man hätt‘ so gern ’nen Gruß gelesen.
Doch wie’s so ist im Zeitenlauf:
Man schiebt das Schreiben immer auf!
Zum Festtag rührt sich das Gewissen:
Dein Freund wird Deinen Gruß vermissen.
Drum schick‘ zum Fest ihm einen Karte,
damit er nicht vergebens warte!
Ein Euro-Marke mit ’nem Druck
als Porto drauf – das geht Ruck-Zuck.
So macht man zwanzig Stück die Stunde
und schick die Grüße in die Runde.
Heute textet man auf Whats App
denn wer noch schreibt, der ist ein … ?
… lautet ein so manchen Kreuzworträtsel-Fans geläufiger kanadischer Holzfällerruf.
Baum fällt, tönt es bei uns in allen Wäldern. Holz ist als Heizquelle populär wie nie. Die Festmeterpreise schwanken je nach Bauernschläue zischen 90 und 200 Euro pro Festmeter. Ich habe auch schon von 500 gehört, aber das halte ich für ein Gerücht. Holzfällen ist gefährlich, denn die Bäume stehen speziell nach Stürmen unter hoher Spannung und schlagen nach dem Durchschnitt regelrecht aus. Mein Techniker lernte unlängst ein solches „Baumopfer“ in der Kuranstalt kennen. Der peitschende Baum brach ihm beim Sägen seinen Unterschenkel und zwar mir einem derartigen Hieb, dass das Bein ihm im rechten Winkel abstand. Der Beruf des Holzfällers galt schon immer als gefährlich. Auch der winterliche Transport mit dem Schlitten forderte einige Opfer. Nachfolgend ein historischer Filmausschnitt …
Früher, als ich noch ein Baby war, schlugen auch mein Großvater und seine Söhne noch regelmäßig Holz aus dem tief verschneiten Wald, welches sie mit zwei Haflingern zu Tal zogen. Die Winter waren kalt und hart und die Schneehöhen für heutige Verhältnisse unglaublich. Meine Oma erzählte mir, dass sie die Zweitgeborene ihrem Mann direkt aus dem Schlafzimmerfenster im ersten Stock entgegenhielt. Er stand auf einer Schneewächte vor dem Haus. Sie musste das Kind allein zur Welt bringen, da die Hebamme wegen des Schneesturms zu spät kam. Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben.









Wir haben dieses Jahr ebenfalls Buchenholz gebunkert, denn unsere Vorräte gehen zu Ende. Der Preis war in Ordnung und der Bauer half beim Ausladen. Geschleppt hat mein Techniker. Ich habe geschlichtet. Wir befeuern lediglich den offenen Kamin damit. Sein Feuer ist zwar romantisch, würde jedoch im Ernstfall keine Lösung sein. Außerdem ist eine Holzheizung einer der größten Luftverschmutzer überhaupt. Vor allem wenn unsachgemäß geheizt wird und der Kamin versottet.
Also genießen wir noch ein Feuerchen, so lange es geht, denn wer weiß?
Einen geruhsamen 4. Advent
