Auch unsere Goldfische genießen die ersten warmen Frühlingstage und schwimmen gemeinsam mit dem Chef des Clans knapp unter der Oberfläche, um ein Sonnenbad zu nehmen. Den Teich gibt es schon seit 50 Jahren und lange Zeit war der älteste Fisch ein stattliches goldfarbenes Exemplar. Scheinbar ist er in den Fischhimmel aufgestiegen, denn ein mittelgroßer orangeroter mit weißer Heckflosse hat heuer die Führung des Schwarmes übernommen. Erstaunlich finde ich, dass diese robusten Wasserbewohner bis zu 25 Jahre alt werden und selbst die kältesten Winter überleben. Wir haben uns vorgenommen, den Teich heuer von einem Teil des Schlammes zu befreien. Der Teich wird dadurch tiefer und die Tiere haben auch unter einer dicken Eisdecke mehr Platz. Sie sollen sich ja wohlfühlen. Wie es einem Fisch im Wasser eben gebührt.

Euch allen einen schönen Sonntag. ☀️
… was heißt ich wusste es. Sagen wir ich ‚ahnte‘, dass diese Panettonegeschichte riskant ist. Dennoch; es dauerte beinahe den gesamten Nachmittag, um diesen Liebesbeweis in Angriff zu nehmen. Akribisch genau gemessen, gewogen und doppelgecheckt. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich eine kreative und gute Köchin bin, aber beim Backen …😕 Da hapert es. Irgendwie ist der Hund drin. Dennoch habe ich mich ausgerechnet an das komplizierte italienische Weihnachtsgebäck gewagt. Und das auch nur, weil mein Techniker erwähnte, dass er es sich so sehr wünscht.
Also; alle Zutaten beisammen. Genau auf die Reihenfolge geachtet. Den Teig in die Küchenmaschine und danach eine Stunde gehen lassen. Dann die schreckliche Wahrheit. Die Hefebakterien verweigern ihren Dienst! Sie sind tot! Die Hefe war nicht frisch genug. Vor mir der Teig schwer und leblos in der Schüssel. Aber– aufgegeben wird nur einen Brief. Die traurige Wahrheit vor Augen knete ich verzweifelt die in Rum getränkten Rosinen in das leblose Ding. In der Hoffnung auf: Was eigentlich?
Mangels eines Panettone-Ringes greife ich zur Gugelhupf Form. Das geht zur Not auch, habe ich gelesen. Liebevoll lege ich sie mit Backpapier aus. Könnte ja sein, dass der Teig unverhofft aufersteht und in ungeahnte Höhen steigt. Weitere 20 Minuten Warten auf ein Wunder. Liebevoll decke ich den leblosen Teig mit Tüchern ab und stelle ihn an das sonnenbeschienene Fenster. Da hat er es schön warm.
Aber auch dieser Wiederbelebungsversuch scheitert. Egal. Was solls– gehobelte Mandeln drauf und ab in den Backofen. Wer weiß, was kommt. Inzwischen ist der Ehemann zurück von der Arbeit. Immer wieder spähe ich zur Backofenklappe und warte auf ein Wunder. Leider bleibt es aus.
Nun liegt er vor mir der runde Klotz. Nach einer halben Stunde schneide ich ein Stück heraus und wir probieren. Geschmack, ok, Konsistenz skandalös. Aber was habe ich erwartet…
Fazit: Nur frische Hefe oder zur Not auch Trockenhefe erweckt Teige zum Leben. Der Würfel, den ich noch als geeignet wähnte, war es nicht. Aber wie heißt es so schön; wenn man vom Pferd fällt, soll man sofort wieder aufsteigen.
Das nächste Mal gelingt mir das italienische Weihnachtswunder bestimmt. Schwöre! 🙂🙃




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Fast fünf Monate Entzug vom geliebten Meer. Die Zeit ist trotz der Umstände relativ schnell verflogen. Im Gegenteil; ich habe den Eindruck, die Zeit rast an mir vorüber. Aber das sagen ja alle älteren Herrschaften. Kommendes Wochenende werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt. Es dauert Wochen, mich an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Habe ich mich einigermaßen daran gewöhnt, wird die Zeit schon wieder umgestellt. Weiß eigentlich noch jemand warum? Soweit ich weiß, hatte es ursprünglich etwas mit Energiesparmaßnahmen zu tun. In unserem Zeitalter hat es, denke ich, eher etwas mit längeren Sommerabenden am See oder im Biergarten zu tun. 1916 bis 1920 wurde sie in Österreich zum ersten Mal aus wirtschaftlichen Gründen während des Krieges eingesetzt.
Für alle Interessierten; hier mehr.
Aber ich bin vom Thema abgekommen. Nächstes Wochenende soll es laut Techniker nach Kroatien gehen und somit endlich wieder ans Meer. Ich werde mich wohl oder übel zum ersten Mal testen lassen müssen, denn es kann sein, dass an der kroatischen Grenze ein Attest gefordert wird. Nicht älter als 48 Stunden. Vielleicht auch nicht, je nach Grenzbeamten und je nach Laune. Aber sicher ist sicher.
Freunde haben gestern herzerwärmende Bilder aus Rovinj bei prächtigem Sonnenschein und appetitlichen Drinks geschickt. In unserem Heimathafen sind die meisten Lokale geöffnet und angeblich tummeln sich schon viele deutscher Touristen im Ort. Bin gespannt, was daran stimmt. Angeblich stellen sich einige Reisende ihre Atteste selber aus, denn die Grenzbeamten interessiert, wenn überhaupt, nur ein Wort; NEGATIV. Wir werden sehen. Dahingehend bin ich positiv aber testmäßig hoffentlich nicht. Denn ich möchte nicht auch noch zur Verlängerung des Lockdowns beitragen.
Sollte ich vielleicht doch lieber zu Hause bleiben?🤔 (Scherz)


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