Schaden oder Nutzen?

Baumpilze

Auf meiner täglichen Runde und bei den gemeinsamen Wanderungen mit meinem Mann, gibt es immer viel zu sehen und zu beobachten. Mir haben es die Baumschwämme angetan. Es gibt unzählige Arten. Dabei handelt es sich bei Baumpilzen um keine Pflanzen. Warum? Weil sie nicht die Fähigkeit zur Photosynthese besitzen. Somit sind sie eine eigenständige Spezies.
Wie die Tiere benötigen sie organische Nahrungsquellen. Die Baumpilze sind eine wichtige Gruppe im Ökosystem. Ich wollte herausfinden, ob sie den Bäumen schaden oder nicht. Manche schaden dem Wirt, manche nicht. Bei dem Exemplar auf dem Foto handelt es sich um den Zunderschwamm. Er ernährt sich vom Wirt und zersetzte das Holz. (Weißfäule). In der Steinzeit wurde er als Zunder zum Feuermachen verwendet. Daher sein Name. Aufgrund seiner interessanten Zeichnung verwende ich ihn gerne als Dekoration.

Efeu

Beim Efeu bin ich zweigeteilt. Einerseits schätze ich ihn als natürlichen, immergrünen Zaun. Andererseits zieht er magisch Spinnen an, die im Schutz der Blätter nach Insekten jagen. An der Hauswand geht da ohne Fliegengitter nichts. Andererseits entzieht der Efeu den Bäumen keine Nährstoffe, denn er ist keine parasitische Pflanze mit Haftwurzeln. Bei schlechten Standortbedingungen kann es zu einer Konkurrenz der Wurzeln im Boden kommen, da sie nebeneinander enden. Da der Efeu spät blüht, ist er eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Käfer, Wanzen, Schmetterlinge, Bienen, Wespen und Schwebfliegen. Somit ist er sehr nützlich.

Beim linken Foto, wollte ich den Efeu an der Hausmauer fotografieren, da schaute mir plötzlich eine Amsel in die Augen … Beim rechten Bild überwuchert der Efeu offenbar den Wirt. Der Baum ist im oberen Teil abgestorben. Aber das mag auch schon vorher passiert sein.

Moos

Wir treffen auf unseren Spaziergängen auch immer wieder auf Moos. Unlängst erzählte mir mein Techniker interessantes darüber. Es gibt 12 000 Arten. Sie sind die ältesten Landpflanzen der Welt. Es gab sie schon vor ungefähr 450 Millionen Jahren. Ihre winzigen Blätter speichern Wasser und halten bei langen Trockenphasen die Böden feucht. Sie haben keine Wurzeln, sondern Rhizoide (haarähnliche Strukturen), mit denen sie am Boden haften. Moose pflanzen sich auf zwei Arten fort: asexuell und sexuell. Bei der asexuellen Fortpflanzung wachsen neue Moose aus Fragmenten des ursprünglichen Mooses. Bei der sexuellen Fortpflanzung bilden die Moose Sporen, die vom Wind verbreitet werden und an einem neuen Ort keimen. In unserem Garten gedeiht das Moos an den schattigen Stellen besonders gut. Sie nutzen auch gerne Baumstümpfe, um sie mit ihren flauschigen Polstern zu bedecken. Ich finde die Moose an Baumstümpfen besonders hübsch. Sie hauchen ihnen neues Leben ein. Somit ist diese Pflanze, für mich absolut von Nutzen und im Sommer barfuß über ihre weiche, kühle Oberfläche zu laufen, fühlt sich sehr angenehm an.

Apropos Sommer; derzeit ist es angenehm warm und die Sehnsucht nach dem Frühling wächst.

In diesem Sinne, auf ein baldiges Barfußlaufen
und
schönen Sonntag

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