
Advent, Advent, manch Lichtlein brennt
alles hastet, alles rennt
woher, wohin, wer weiß das schon
die Taschen voll mit doppeltem Lohn.
Schaufenster locken,
der Handel muss leben,
wir sind bereit, ihm alles zu geben.
Schön wärs, es fiele Schnee,
eisbedeckt der Bach, der See,
Kinderaugen würden strahlen,
wenn weiße Sterne Winter malen.
Bis Weihnachten sind’s ein paar Tage
die bleiben noch und ja ich wage,
und hoffe, dass in nächster Zeit,
es doch noch ein paar Flocken schneit.
lopadi 2024
Ich weiß ja nicht, wie es Euch mit dem Schnee geht, aber für mich gehört er zum Winter.
Vor allem zur Weihnachtszeit. Auch wenn er das Alltagsgrau nur kurz zudeckt,
genieße ich jeden Moment der weißen Pracht.
❄️☃️❄️☃️
Unser putziger Weihnachts-Seppl sollte endlich Stellung beziehen …
… aber wie all die Jahre zuvor finde ich ihn nicht …
💫🫣💫🤔💫
Mir ist ein wenig mulmig. Ich warte im Gipszimmer auf jene Chirurgin, welche die Bohrdrähte ziehen wird. Der Kunststoffgips wurde soeben entfernt. Der Fünfte und Letzte! Es ist ein komisches Gefühl ohne diesen fünfwöchigen Begleiter, denn er war ja Beschützer und Stütze der Hand. Für die nächsten zwei Wochen wird eine Manschette diese Aufgabe übernehmen. Die Ärztin betritt das Zimmer und fragt, wie ich mich fühle und fügt hinzu: „Vermutlich besser als mir“! Ihre Augen sind müde vom Nachtdienst. „Der Dienst war anstrengend“, seufzt sie. „Ab morgen habe ich Urlaub“, meint sie lächelnd. „Sie sind meine letzte Patientin“. Dann nimmt sie die Zange und ich schließe die Augen. Ich mag kein Blut sehen. Dabei ist gar nicht sicher, ob welches fließen wird.



Binnen Sekunden sind die Bohrdrähte herausgezogen. Völlig schmerzlos. Ein wenig Blut ist geflossen, aber kaum der Rede wert. Ich bin erleichtert. Der nächste Schritt ist eine Röntgenaufnahme und wir werden besprechen, wie die Therapie aussehen wird. Sie besteht auf eine stationäre Behandlung. Zweimal wöchentlich im Krankenhaus. Einen Monat lang. Dann sehen wir weiter.
Der Techniker ist seit einigen Tagen von der Kur zurück. Unfreiwillig. Ein bakterieller Infekt hat ihn heimgesucht. Halsschmerz, Husten, Schnupfen. Das volle Programm. Die Kuranstalt gab ihm eine Galgenfrist, denn ich kam wegen meiner Behinderung zum Abholen nicht infrage. Ein Krankentransport mit der Rettung ebenfalls nicht. Daher behielten sie meinen Mann noch drei Tage bei strenger Quarantäne. Anschließend fuhr er selbst nach Hause. Das war auch für mich ein Vorteil, denn mit einer Hand und alleine ist das Leben doppelt so schwer. Vom Schaufeln der prognostizierten Schneemassen einmal abgesehen. Andererseits wären drei Wochen ohne die leidige Einhand-Kocherei auch ganz nett gewesen.
Wie benennen böse Zungen die Situation, wenn der Partner aus dem Haus ist?
Schöner wohnen!
Einen gemütlichen zweiten Adventsonntag wünsche ich.
🌟✨🌟✨🌟