Lebensroutinen und Improvisation im Alltag

Routinen

Wenn das Leben Zitronen schenkt, hol dir Salz und Tequila. Ich mag diesen Schnaps nicht. Auch mein derzeitiges Handicap schmeckt mir nicht. Nichtsdestoweniger wird das Beste daraus gemacht und nach fünf Wochen Gips stellt sich eine gewisse Routine ein. Dennoch bin ich froh, wenn kommenden Donnerstag die Bohrdrähte gezogen werden und der Gips endlich Geschichte ist. Mein Techniker ist seit Donnerstag auf Kur. Bei den Herbstarbeiten im Garten haben Rücken und Schulter gelitten. Die werden jetzt ausgiebig gehegt und gepflegt. Ich sollte vielleicht auch auf Kur gehen.

Die Bohrdrähte

Improvisation

In 99 Prozent der langärmeligen Oberteile komme ich nicht hinein, deshalb trage ich seit Wochen dieselben Klamotten. Um in die langen Ärmel zu kommen, nutze ich ein Plastiksackerl. Inzwischen beginnt sich die Haut an der verunfallten Hand zu schälen. Es sieht aus, wie bei einer Schildkröte. Auch nicht so prickelnd, aber bald vorbei. Während der dreiwöchigen Strohwitwern-Zeit werde ich viel im Garten werkeln und die grobe Männerarbeit nacharbeiten. Da ich ein bisschen „Monk“ bin, gibt es genug zu tun. Die Weihnachtsdeko steht auch an. Eigentlich wollte ich dieses Jahr darauf verzichten, aber das kann ich nicht. Ich mag es eben hübsch und gemütlich.  Auch wenn ich den größten Teil der Adventszeit alleine bin.

Der Plastiksackerl-Trick

Hilfsbereite Menschen

Als Highlight kommt meine Tochter nächste Woche zu Besuch und fährt mich zum Bohrdraht ziehen in die Klinik. Und weil die OP relativ kompliziert verlief, hat sich die Chirurgin bereit erklärt, diesen Eingriff nach ihrer Nachtschicht persönlich vorzunehmen. Sie verlängert quasi ihre Schicht für mich. Sehr nett, oder?
So birgt jede negative Lebenslage auch etwas Positives. Man lernt, mit schwierigen Situationen umzugehen und viele hilfsbereite Menschen kennen. In diesem Sinne …

Einen schönen ersten Advent

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