Wieder Zuhause. OP geglückt, Patientin lebt😉

Die letzten Kilometer …

… nachhause zogen sich etwas, da 90 % der italienischen Campingplätze geschlossen waren. So musste mein Techniker hunderte Kilometer durchfahren, damit wir möglichst schnell nach Hause kommen. In Villach war dann Schluss und wir verbrachten die letzte Nacht in einem Hotel. Bei drei Grad Außentemperatur ohnehin die bessere Idee.

Ab ins Unfallkrankenhaus

Kaum Zuhause wechselten wir das Auto und abging’s ins UKH, denn  Unterarm und Finger waren dick angeschwollen. Gleich nach dem Röntgen kam die schlechte Nachricht. Trümmerbruch und Gips zu eng. Also runter damit. OP noch in derselben Nacht. Damit hatten wir nicht gerechnet! Es ging sofort los. Der Gipser steckte drei meiner Finger einzeln in ein Geflecht, das sich bei Belastung zusammenzieht und den Arm in Position hält. Ein 20 Kilo Gewicht in der Ellenbeuge streckt den Unterarm. Ich hatte ein bisschen Angst, denn die Schmerzen im griechischen Spital waren noch präsent. Zu meiner Erleichterung war es diesmal nicht ganz so schlimm. Danach wurde gegipst. Zwei Stunden später wurde ich operiert und am darauffolgenden Morgen eine Spaltmanschette aus Kunststoff angepasst. Die wird nun sechs Wochen lang bei den Untersuchungen  aufgeschnitten und nach der Wundversorgung mit Bandagen wieder geschlossen.

Die OP Samstag Nacht …

… war komplizierter, als die Chirurgin anfangs vermutete. Aber sie scheint es gut hingekriegt zu haben. Nach einer Stunde lag ich um 22 Uhr im Aufwachraum und bald darauf auf dem Zimmer. Vollgepumpt mit Schmerzmitteln schlief ich bis zum Morgen durch. Das Zweibettzimmer erwies sich als äußerst komfortabel. Der Unterschied zu griechischen Verhältnissen ist groß. Ich liege zwar aufgrund meiner Zusatzversicherung in einem Zweibettzimmer, aber es gibt kaum einen Unterschied zu den normalen Krankenzimmern. In der Versorgung sowieso nicht. Derzeit halten sich die Schmerzen in Grenzen nur die Schmerzmittel-Infusionen vertrage ich nicht. Sie werden abgesetzt und ich bekomme Tabletten.

Sonntag

Drei Tage erhole ich mich von der OP, dann geht es nach Hause. Wenn alles gut heilt, werden in zwei Wochen die Fäden gezogen und in sechs Wochen die Drähte. Meine einzigen Bedenken sind die berüchtigten Krankenhauskeime. Aber wird schon gut gehen. Dazwischen erhalte ich Physiotherapien zur Erlangung der vollständigen Beweglichkeit meines Handgelenkes. Ob die Titan-Platte im Arm verbleibt, kann ich nach einem Jahr selbst entscheiden. Angeblich stört sie nicht. Nur am Flughafen bei der Kontrolle, da wird es künftig piepen …

Bisschen Frankenstein …

Schönen Sonntag und passt auf euch auf.

😇🤕😇🤕😇