Veröffentlicht am 10. November 2024 von Lopadistory
… nachhause zogen sich etwas, da 90 % der italienischen Campingplätze geschlossen waren. So musste mein Techniker hunderte Kilometer durchfahren, damit wir möglichst schnell nach Hause kommen. In Villach war dann Schluss und wir verbrachten die letzte Nacht in einem Hotel. Bei drei Grad Außentemperatur ohnehin die bessere Idee.
Kaum Zuhause wechselten wir das Auto und abging’s ins UKH, denn Unterarm und Finger waren dick angeschwollen. Gleich nach dem Röntgen kam die schlechte Nachricht. Trümmerbruch und Gips zu eng. Also runter damit. OP noch in derselben Nacht. Damit hatten wir nicht gerechnet! Es ging sofort los. Der Gipser steckte drei meiner Finger einzeln in ein Geflecht, das sich bei Belastung zusammenzieht und den Arm in Position hält. Ein 20 Kilo Gewicht in der Ellenbeuge streckt den Unterarm. Ich hatte ein bisschen Angst, denn die Schmerzen im griechischen Spital waren noch präsent. Zu meiner Erleichterung war es diesmal nicht ganz so schlimm. Danach wurde gegipst. Zwei Stunden später wurde ich operiert und am darauffolgenden Morgen eine Spaltmanschette aus Kunststoff angepasst. Die wird nun sechs Wochen lang bei den Untersuchungen aufgeschnitten und nach der Wundversorgung mit Bandagen wieder geschlossen.

… war komplizierter, als die Chirurgin anfangs vermutete. Aber sie scheint es gut hingekriegt zu haben. Nach einer Stunde lag ich um 22 Uhr im Aufwachraum und bald darauf auf dem Zimmer. Vollgepumpt mit Schmerzmitteln schlief ich bis zum Morgen durch. Das Zweibettzimmer erwies sich als äußerst komfortabel. Der Unterschied zu griechischen Verhältnissen ist groß. Ich liege zwar aufgrund meiner Zusatzversicherung in einem Zweibettzimmer, aber es gibt kaum einen Unterschied zu den normalen Krankenzimmern. In der Versorgung sowieso nicht. Derzeit halten sich die Schmerzen in Grenzen nur die Schmerzmittel-Infusionen vertrage ich nicht. Sie werden abgesetzt und ich bekomme Tabletten.
Drei Tage erhole ich mich von der OP, dann geht es nach Hause. Wenn alles gut heilt, werden in zwei Wochen die Fäden gezogen und in sechs Wochen die Drähte. Meine einzigen Bedenken sind die berüchtigten Krankenhauskeime. Aber wird schon gut gehen. Dazwischen erhalte ich Physiotherapien zur Erlangung der vollständigen Beweglichkeit meines Handgelenkes. Ob die Titan-Platte im Arm verbleibt, kann ich nach einem Jahr selbst entscheiden. Angeblich stört sie nicht. Nur am Flughafen bei der Kontrolle, da wird es künftig piepen …

😇🤕😇🤕😇
Veröffentlicht am 6. November 2024 von Lopadistory
Ein griechischer Streuner zwischen den Wartenden. Ob er wohl mitgenommen werden möchte?
🌞🌞🌞
Veröffentlicht am 3. November 2024 von Lopadistory
Langsam lerne ich, mich mit nur einer Hand durch den Campingalltag zu bewegen. Ich lerne mich anzuziehen, die Zähne zu putzen, zu duschen, zu essen und zu schlafen. Letzteres geht nur am Rücken, was gar nicht so einfach ist. Und weil bei allem Schlechten auch immer etwas Gutes dabei ist, habe ich morgens keine Rückenschmerzen mehr.

Anfangs ist die Schlinge immer dabei. Das Gelenk reagiert noch zu sensibel auf jede Bewegung. Nach ein paar Tagen beginnt allerdings der Nacken zu schmerzen, und ich lege sie ab. Dafür machen sich erst jetzt zwei Hämatome am linken Knie und eines unter dem linken Auge bemerkbar. Schwimmen im Meer hake ich ab, Rad fahren sowieso. Ein paar kleine Fußmärsche mache ich, nur um in Bewegung zu bleiben. Mit meinem Techniker kann ich mich beim Autofahren nicht mehr abwechseln. Abwaschen, Frühstück zubereiten und kochen geht auch nur mit technischer Assistenz. Das freut den Mann, denn die romantische Vorstellung vom gemeinsamen Kochen hat ihn schon immer fasziniert. Während der Fahrten stütze ich den Arm auf einem Kissen ab. Anfangs spüre ich jede Welle.
Aber es wird von Tag zu Tag besser. Bis auf meine Finger. Die bleiben blau und dick angeschwollen. Vielleicht ist der Gips zu eng, aber das werden wir erst wissen, wenn ich Zuhause einen Arzt aufsuche. Ein CT muss ebenfalls gemacht werden. Ich hoffe sehr, dass ich um eine OP mit Platte und Verschraubung herumkomme. Täglich vor dem Einschlafen nehme ich Kontakt mit meinen Genesungskräften auf und bitte sie, das Gelenk zu heilen. Das mache ich immer, wenn ich krank bin und ich bilde mir ein, dass es hilft.
Heuer war es irgendwie ein Murks. Schon das Beladen verlief chaotisch. Irgendwo hat der Techniker gelesen, dass an diesem Tag das Gastro- und Schiffspersonal streikt. Vielleicht hatte es etwas damit zu tun. Die Buchung einer fensterlosen Kabine an Bord erwies sich ebenfalls als totaler Fehlgriff. Die Kabinenwände waren derartig dünn, dass man jeden Huster aus dem Nebenraum hörte. Unglücklicherweise befand sich eine Horde Jugendlicher an Bord, von denen ein Teil in der Kabine neben uns bis vier Uhr früh ordentlich Rabatz machte. Wir fanden kaum Schlaf. Am Morgen danach waren wir dementsprechend gerädert.
Die 1.300 km fuhr mein Mann mit zwei Unterbrechungen. Einmal an einem wunderschönen kleinen Campingplatz in Fermo. Und einmal in einem Hotel in Villach. (Die Übernachtung im sechs Grad kalten Womo wollten wir uns ersparen).
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Und das war sie, unsere diesjährige Herbstreise.


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