Schreiben-Reisen-Lebensbilder
Hinsetzen, Blogartikel schreiben! So lautet zumindest mein Vorsatz. Also mache ich mich bereit und sehe eine Nachricht aufploppen. Blockiere diese Benachrichtigungen endlich, denke ich, aber schwupp ist sie auch schon geöffnet.
Was ist los mit dir? Konzentriere dich, schau spÀter nach!
Aber wie war das noch mal mit dem Willen und dem Fleisch? Der eine stark, das andere schwach.
Und schon ist wieder wertvolle Lebenszeit vergeudet. WofĂŒr?
Ich weià nicht, wie es euch geht, aber seit der Implementierung des Internets im Alltag fÀllt es mir immer schwerer, mich am Computer auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Dauernd Ablenkungen. Das Àrgert mich.
Bin ich auch schon so weit? Bin ich sĂŒchtig nach dem Netz? Jedes Mal, wenn Menschen mit gebeugten Kopf auf die âGeiĂel der Neuzeitâ starren, denke ich; arme Welt, obwohl ich vermutlich selbst schon ein Teil davon bin. Aber-ich bemĂŒhe mich nicht ganz von diesen Zeitdieben abhĂ€ngig zu werden.
90% aller Ăsterreicher ab 15 Jahren besitzen ein Smartphone. Pro hundert Einwohner gibt es 122 MobilfunkanschlĂŒsse. Nicht einmal ein Drittel können sich ein Leben ohne Handy vorstellen. 20 mal wird im Schnitt ĂŒberprĂŒft, ob es etwas Neues im Netz gibt. Je mehr die Dinger können, desto verfĂŒhrerischer sind sie. Drei Stunden pro Tag verbringen Nutzer durchschnittlich im Netz. Streaming, Gaming, Searching, Shopping.
Mein fĂŒnf Jahre altes Google-Pixel 3, mit dem ich auch fotografiere, hat zwar noch immer eine hervorragende Kamera, aber schon lockt das neueste Modell mit neuesten Features. Ich könnte damit zum Beispiel unpassende Objekte aus einem Bild heraus retuschieren oder verschwommene Bilder im Nachhinein scharf stellen und das mit nur einem Fingertipp. Das Ding kann Sprache unmittelbar ĂŒbersetzen und ich könnte mich im Ausland unmittelbar in meiner Sprache unterhalten. Das Telefon ĂŒbersetzt und spricht simultan in der benötigten Fremdsprache. (Und nein, ich habe keinen Werbevertrag mit Google-Phones)
⊠lautet das neue Modewort fĂŒr Fasten und Entzug hinsichtlich aller sozialen Medien. Allerdings kenne ich nur wenige, die nicht schon nach einem halben Tag âDigital Detoxâ unter heftigen Entzugserscheinungen leiden. Was heiĂt ein Tag? Manche drehen schon durch, wenn der Akku leer ist oder sie das Handy zu Hause liegen gelassen haben. Bei mir sind es 12 Stunden Auszeit pro Tag. Ab 23 Uhr bis 11 Uhr vormittags ist das Telefon in der Regel ausgeschalten. Und das wird so bleiben.
Wie wĂ€rs mit fixen Detoxzeiten. Wenigstens bis Ostern. Oder fĂŒr immer. Oder seid ihr ohnehin nicht abhĂ€ngig. Was meint ihr?
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Beitragsbild: Pexels
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Sorry, diesen Beitrag habe ich bereits vor Wochen veröffentlicht. War ein Versehen, aber danke fĂŒr die Likes đđ
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Da ich den ursprĂŒnglichen, schon veröffentlichten Beitrag verpasst habe, kommentiere ich jetzt hier unter der Wiederholung đ. Da sprichst du ein Thema an, das mich auch öfter umtreibt. Ja, das Internet mit seinen unzĂ€hligen Angeboten und Verlockungen ist bereichernd und gleichzeitig ein Zeitdieb. Zu Digital Detox konnte ich mich bisher noch nicht durchringen. Aber deine tĂ€gliche Begrenzung auf 12 Stunden feste Offline-Zeit ist eine gute Anregung. Das könnte ich probieren. Ach, da fĂ€llt mir Gera ein: vor vier Jahren war ich mal eine Woche lang auf einer Wandertour in der WĂŒste. Da war ich ĂŒber den kompletten Zeitraum zwangslĂ€ufig offline. Und ich habe nichts vermisst. War dann aber halt von auĂen bestimmt. Und die Verlockung fiel weg.
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