Das Schöne währt immer zu kurz 👁️

Diese Woche kam endlich der Schnee. Dieses Mal nicht nur bodendeckend, sondern relativ ergiebig. Während in den Städten leichte Panik ausbrach, gabs bei uns am Land überwiegend strahlende Gesichter. So auch beim Techniker und mir. Nach Tagen der Krankheit und Ungemach, schien es mir wie eine Wiedergutmachung des Himmels. Schon am frühen Morgen schlüpfte ich in warme Kleidungsschichten, um im Freien zu fotografieren. Da die unschuldige weiße Pracht meist nicht von langer Dauer ist, hieß es sich sputen. Allzu schnell verwandelt sich ein Wintermärchen in salzigen Matsch.

Die gedämpften Geräusche und das glitzern der Schneekristalle in der Sonne waren einfach herrlich. Ich konnte mich nicht sattsehen. Aufgrund des grippalen Infektes wollte ich keinen Spaziergang machen, denn auf einen Rückfall wollte ich verzichten. Mein Mann wagte für längere Zeit hinaus, denn Wege und Zufahrt mussten geräumt werden.
Bedauerlicherweise war die Freude nur von kurzer Dauer, denn schon zwei Tage später erreichte uns eine Warmfront und Regen setzte ein. Mit jeder Stunde schmolz die Schneedecke um ein paar Zentimeter und die Bäume verloren ihr hübsches weißes Gewand. Am Ende waren sie wieder nackt in ihrem fadem Wintergrau.

Wie dem auch sei; die Freude war kurz, aber dafür umso intensiver.


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