Schreiben-Reisen-Lebensbilder
Die Tage sind getaktet. Aufstehen, den Mann versorgen – Kompressionsstrümpfe anziehen, Nachtgeschäft entsorgen –, Frühstück machen. Danach das Haus, die Gartenarbeit, kochen und den Chauffeurdienst übernehmen. Momentan bleibt einfach viel an mir hängen. Das Nervenkleid ist dünn.
Mein Mann übt über den Tag verteilt das Gehen auf Krücken oder strampelt auf dem Hometrainer. Täglich krückelt er in den Garten hinter dem Haus und werkelt. Zu allem Überfluss ist im Bad zum wiederholten mal der Abfluss verstopft. Auch das würde er am liebsten selbst regeln, aber diesmal ohne mich. Der Klempner muss her.
Exakt vier Wochen sind seit der OP vergangen. Doch der Techniker ist ungeduldig. Nach wie vor will er zu schnell zu viel. Die Physiotherapie bringt kaum Ergebnisse, er hat Schmerzen, nimmt Tabletten und die Heilung geht schleppend voran.
Kurzum: Irgendetwas läuft in der Nachbehandlung falsch.
Deshalb habe ich einen Spezialisten meines Vertrauens vorgeschlagen. Ich will endlich Klartext und wissen, was der Genesung wirklich nützt und was nicht.
Nächste Woche bekommen wir hoffentlich einen Termin. Da es eine Privatpraxis ist, wird es wohl klappen.
Zwischendurch hole ich mir Kraft in der Natur und erfreue mich an den Bildern – und hoffentlich kann ich euch heute ein wenig damit anstecken.
SCHÖNEN SONNTAG 🎈



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