Drei Wochen war mein Techniker auf Kur. Das eröffnete mir ungeheure Freiräume und vor allem Zeit.
Zeit für MICH. Aber musste ich mir etwa Sorgen um meinen Holden machen? Lauerten nicht allerorts Kurschatten in diesen Anstalten? Nicht dass ich es ihm zutrauen würde, aber ich habe es mir zugetraut und mir einen angelacht. Besser gesagt EINE. Eine Strohwitwen-Schattin quasi. (Sagt man das so? Gibt es das Wort überhaupt).
Wurscht.
Sie war mittelblond, von sinnlicher Figur und meistens gut gestimmt. Nun ja, oft auch nicht. Dann drehte ich einfach an ein paar Rädchen und schon war wieder alles im Lot.
Ob ich die Seiten gewechselt habe? Na ja, ist divers nicht gerade in? In mir ruhte schon immer eine weiblich sensible und männlich pragmatische Seele. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, mich für eine der beiden zu entscheiden, denn diese Kombination fand ich immer okay.
Aber zurück zu meiner Schattin. Anfangs schien sie unkompliziert und einfacher Natur. Doch je besser ich sie kennenlernte, desto mehr Ansprüche stellte sie. Mit der Zeit bereute ich meinen Seitensprung. Auch weil er mir körperliche Schmerzen bereitete. Vor allen in den Fingern der linken Hand. Ihre Ansprüche und Techniken waren mir fremd. Ich suchte Rat im Internet und wurde fündig. Mühsam erlernte ich die Kunst, die Schattin einigermaßen zu beglücken. Drei Wochen lag sie beinahe täglich in meinen Armen und dennoch war sie nie zufrieden. Ihre Resonanz war mehr als ernüchternd.
Es war zum Verzweifeln. Doch wie heißt es so schön; Übung macht den Meister oder die Meisterin. Wurscht.
Ich werde es schaffen. Ich bringe SIE zum klingen. Das habe ich mir in den Kopf gesetzt.
Und wenn wir dann endlich in Harmonie vereint sind, werden wir gemeinsam meinen Techniker beglücken.
Meine Gitarre und ich …
Einen geruhsamen dritten Advent wünsche ich. Macht es euch schön.

…freue ich mich auf Weihnachten. Egal unter welchen Umständen- und die waren für viele Österreicher letztes Jahr nicht sooo prickelnd, packt mich die Vorfreude.
Exakt am ersten Advent. Nicht früher und nicht später. Und ja, es darf ruhig ein bisschen kitschig sein und vor allem rot. Rot ist die Farbe der Liebe und um die geht es doch in der Weihnachtszeit, oder etwa nicht … Jedes Jahr verwende ich dieselben Dekoteile und dennoch sieht es am Ende immer anders aus. Ich mixe und matche und lasse der Kreativität freien Lauf. Das gefällt auch meinem Techniker, was mich besonders freut.
Heuer sind die Temperaturen so derartig mild, dass mir einige resiliente Blüher einen Strich durch die Stimmung machen. Zuwenig Frost, schon gar kein Schnee. Aber das bin ich nun schon seit Jahren gewohnt.
Man sollte Weihnachten auf Jänner oder Februar verlegen, denn dann gibts garantiert Schnee. Und der ist für mich ganz wichtig. Kein Schnee, weniger Stimmung. Aber das kompensiere ich mit Dekoration.








Bleibt mir nur noch einen schönen zweiten Advent zu wünschen.
Macht es euch schön.
