Sonntagsgruß von der Alm🐮

Eine erfrischende Almwanderung ist schon was Feines. Die herrliche Luft, das satte Grün, die lieblichen Blumen.

Unter dem Blick einer gestrengen Kuh endet die Wanderung mit einer köstlichen Jause und einem kühlen Bier. Herz, was willst Du mehr!

🐮🌿🐮🌿🐮🌿🐮

Das easy cheesy Fleischtomatenwunder🍅

Ein Sommermärchen …

Vor einiger Zeit trug es sich zu, dass eine Bürgersfrau aus dem Salzburger Land am Markt von Rijeka ein paar wunderschöne Fleischtomaten entdeckte. Sofort kam ihr der geliebte Gatte in den Sinn, dem sie versprochen hatte, etwas von ihrer Reise mitzubringen. Sie wusste um seine Liebe zur Anzucht von Gemüse und da die Tomaten von wohlfeiler Vollkommenheit waren, kaufte sie der Marktfrau ein paar davon ab.

Sie kannte das Geheimnis der easy cheesy Tomatenaufzucht und freute sich, ihren Mann damit zu überraschen. Als sie ihm zu Hause das Geschenk überreichte, war er zwar erfreut, aber als Gelehrter, der er nun einmal war, äußerte er Zweifel am Erfolg. Das Weib indes ließ sich nicht beirren, zerstreute die Zweifel und begann mit der Aufzucht.

Von einem Mahl behielt sie eine Scheibe der Frucht zurück und legte diese in einen Topf mit Erde. Diesen stellt sie auf ein Fenstserbänkchen, um die Samen unter der wärmenden Sonne und ein wenig Wasser heranwachsen zu lassen. Und bald geschah das Wunder. Die Samen keimten und verwandelten sich in zartes Grün. Die Bürgersfrau war entzückt und rief nach ihrem Manne, um ihm das Wunder zu zeigen. Dieser brummte ein anerkennendes „aha“ und widmete sich wieder seinen Studien. Die Frau hegte und pflegte das Pflänzchen und achtete darauf, das es nicht verdurste. Das Gemüsepflänzchen dankte es ihr und wuchs munter heran.

Just als es groß genug war, um in das Freie umgepflanzt zu werden, begann die Reisezeit und dem Weibe wurde schmerzlich bewusst, dass niemand sich um die Aufzucht kümmern würde. Sie konnte froh sein, einen Aushilfsgärtner zu finden, der ein wenig auf den Garten achten sollte. Drei der Pflänzchen überließ sie ihrem Gatten. Das Kleinste behielt sie für sich. Liebevoll pflanzte sie es in ein Hochbeet neben einen Basilikumbusch. Es wird schon passen, weil es das auch im Kochtopf tut, dachte sie.

Sechs lange Wochen verbrachte die Familie in der Fremde. Sechs lange Wochen waren die Pflänzchen sich selbst überlassen. Mit der Zeit verblasste die Sorge um die kleinen Tomatenzöglinge und schwanden aus ihrem Sinn. Doch als sie von der Reise heimkehrten, begann das große Wehklagen, denn der Aushilfsgärtner hatte versagt und aus dem schönen Garten war ein verdorrter Ort geworden.

Im Hochbeet des Weibes herrschte wildes Durcheinander. Nur die robusten Kohlsprossen schienen unversehrt. Sie schlug die Hände übereinander und besah die Lage. Da fiel ihr neben dem Basilikum ein prächtiger Busch mit kleinen gelben Blüten ins Auge. Sie konnte kaum glauben was sie sah. Aus dem kleinen Tomatenpflänzchen war ein stattlicher Strauch geworden. Umrahmt und beschützt vom blühenden Basilikum. Und als sie noch genauer hinsah, entdeckte sie die ersten kleinen Früchte. Sie rief nach ihrem Manne und zeigte ihm strahlend sein Geschenk, welches nun zur allgemeinen Freude wuchs und gedieh.

🍅🍅🍅🍅🍅🍅🍅

PS: Wie alles begann: Anzucht

Übersiedelt …

Vermutlich haben die Leserinnen und Leser meines Blogs bereits erkannt, dass wir ein recht umtriebiges Paar sind. Nun gut- meinerseits könnte es etwas ruhiger ablaufen, aber mein Ehemann, Technikgenie und Kapitän, kann nicht anders. Er hat einen unruhigen Geist. Zwar sieht unser Leben für Außenstehende wahnsinnig aufregend und nach ewigem Urlaub aus, aber die Wenigsten wissen, wie viel Arbeit die diversen „Latifundien“ verursachen. Wenn man reich ist wie ein Scheich und über das nötige Personal verfügt ist das natürlich kein Problem. Wenn dies nicht der Fall ist, sieht das so aus;

Das „Personal“ bin ich. Unisono. Nicht dass mein Göttergatte mir nicht helfen würde. Ab-und-zu ist dies auch der Fall, aber der Großteil bleibt an mir hängen. Und seien wir ehrlich, Männer verlieren relativ schnell das Interesse an Säuberungs- und Erhaltungsarbeiten. Und das bedeutet ständiges Nacharbeiten, denn sooo genau nehmen es die Männer nicht. Vermutlich gibt es Ausnahmen. Gehört habe ich davon. Persönlich kenne ich keinen. Deshalb mache ich es lieber selbst.

Diese Woche sind wir von der Großen am Meer auf die Kleine am See übersiedelt. Der Vorteil; wir sind in 40 Minuten zu Hause und können den Garten versorgen. Der Nachteil. Schlafen auf der Kleinen ist möglich, aber unbequem. Und natürlich verursacht auch ein kleines Schiff Arbeit. Jedes Mal, wenn wir kommen, haben es sich an die 50 Spinnen unter der Scheuerleiste gemütlich gemacht und spinnen fleißig ihre Nester und Netze. Viele Male stoße ich mit dem Kopf an den niedrigen Durchgang zum Vorschiff und ich frage mich, ob ich zu blöd bin oder es am Alter liegt, dass ich es mir nicht merke. Möglicherweise beides. Bin halt die Große mit ihrer Kopffreiheit gewohnt.

Auch auf dem kleinen Schiffchen muss dafür gesorgt werden, dass es dem verwöhnten Manne an nichts fehlt. Essen, Süßigkeiten und Getränke. Natürlich in ähnlicher Auswahl wie zu Hause, um ein Versorgungstrauma zu verhindern. Die Kühlakkus nicht vergessen, denn bei 30 Grad plus verdirbt die Wurst und lauwarme Getränke mag auch ich nicht. Natürlich gibt es auch schöne Momente. Die stillen Abende am Ankerplatz oder das einfache Mahl im kleinen, aber gemütlichen Salon. Am schönsten jedoch- und deshalb tue ich mir das alles an- ist der direkte Sprung vom Schiff in den See und die Ruhe und Abgeschiedenheit, die man sonst kaum noch findet.

Und habe ich es schon erwähnt? Im September will mein unruhiger Geist mit dem Womo über Albanien nach Griechenland reisen. Das allerdings muss ich mir noch gründlich überlegen …

Schönen Sonntag Euch 🌈☀️