Ewigen Frieden findet die menschliche Seele vermutlich erst nach dem Tod.
Der Tod ist weitestgehend ein Tabuthema, obwohl er in natürlicher Weise zum Leben gehört.
Einige wünschen sich hingegen ewiges Leben oder zumindest eine Auferstehung.
Ich finde, man sollte in der Zeit leben, die dafür vorgesehen ist. Bewusst und intensiv.
Friedhöfe gibt es viele. Ich habe einige rund um den Globus besucht. Sie ziehen mich an. Unterschiedlichste Ausführungen gab es. Kultiviert und gepflegt, einfach und pragmatisch, verfallen und vergessen.
Für ein besonders interessant halte ich den Petersfriedhof in der Salzburger Altstadt. Er gehört zu den touristischen Sehenswürdigkeiten. Ob die Ruhestätten das sein sollten, will ich nicht beurteilen. Aber vielleicht beobachten uns die Seelen der Verstorbenen und freuen sich, dass Leben in die Bude kommt. Dieser Friedhof ist einer der ältesten Salzburgs. Seine Anfänge reichen bis 700 zurück. Er liegt am Fuße der Salzburger Festung. Uralte, in den Fels gehauene Katakomben thronen über den Gräbern. Sie wirken ein wenig unheimlich. Zumindest auf mich.
Auf diesem Friedhof gibt es wie überall gepflegte und vernachlässigte Gräber. Nur die Gräber der ehemals Edlen und Hochrangigen sind in perfektem Zustand. Einem Schutzwall gleich, umrahmen sie die Grabstätten der einfachen Bürger. In der Mitte der Anlage steht die hübsche Margarethenkapelle. Es lohnt sich, diesen Friedhof zu besuchen. Er ist ein Gesamtkunstwerk.










🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿
Während andere auf Mallorca oder Florida oder sonst wie ihren Ruhestand genießen, können wir zwei „Alten“ es nicht lassen. Das malochen. Mein Techniker verarbeitete diese Woche 1,8 Tonnen Steine, schleppte sie höchstselbst vom Steinbruch ins Auto und von dort viele Treppenstufen hoch zu seinem Ziel einem Gartenprojekt hinter dem Haus. Ich, auch nicht faul- baute zwei morsche Holz-Hochbeete ab, schaufelte die Erde heraus und lagerte sie zwischen. Bist Du meschugge?, fragt mein Rücken, aber das ignorierte ich. Denn eines haben mein Mann und ich gemeinsam-bei der Arbeit kennen wir keinen Schmerz. Wenn wir arbeiten, vergeht uns hören und sehen auch noch … Wir vergessen sogar zu essen.






Im Bauhaus wählte ich für mein Projekt ein Beet aus Eisen und bestand selbstverständlich darauf, es alleine aufzubauen. War nicht die beste Idee, aber wenn ich mir etwas in den Kopf setze …! Und ich schaffte es tatsächlich. Wohl mit allerhand Flüchen auf den Lippen. Aber das gehört dazu.
Während der Techniker Steine schleppte, Mörtel anrührte, Mauern und Umrandungen baute, wuchs mein Beet Lamelle um Lamelle. Gut, dass ich von einem schwedischen Möbelhaus gelernt habe, Bauanleitungen zu lesen und dass wir einen Akku-Schrauber besitzen.
Am Ende noch die Erde-Rück-Schaufel-Aktion. Mein Rücken zwickte nun schon recht ordentlich, aber nach zwei Tagen war ich fertig. Das heißt nicht ganz, denn der Anti-Schnecken-Rand fehlt noch. Den montiere ich kommende Woche.
Gleichzeitig schaffte es mein Mann auf der oberen Gartenterrasse seine Arbeiten abzuschließen. Hoffentlich hält das eiserne Hochbeet, was die Werbung verspricht, denn ein zweites Mal tu ich mir diese Maloche SICHER nicht an.
😜






Alle mein Bücher findet ihr auf meiner Servus-Willkommenseite