Einige von euch werden es ohnehin wissen; die glamouröse, so typisch amerikanische Welt und Finanzmetropole New York wurde von den Niederländern gegründet. Sie besiedelten im Jahr 1610 die Südspitze der Insel Manna Hatta. Bald weiteten sie ihr Territorium bis nach Long England im Westen, dem heutigen Brooklyn aus. Sie luchsten den Indianern das Land angeblich um 60 Gulden ab. Der Siedlung gaben sie den Namen Nieuw Amsterdam und die Hauptstadt nannten sie Nieuw Nederland. Geschäftstüchtig waren sie schon immer die Niederländer und nicht umsonst besagt eine alte Weisheit; und ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein. Und der blühte.

Anfangs durch Bier und Fisch. Später durch Gewürze und natürlich auch damals schon durch die richtigen Netzwerke. Wie zum Beispiel den Anschluss an die mächtige Kaufmannschaft ‚Hanse‘, welche wesentlich zur Blüte des europäischen Handels beitrug. Ihre Zunft lehnte sich auch gegen die zu dieser Zeit alles beherrschende Kirche und den Adel auf. Auch die Kunst blühte. Hunderte Maler malten jährlich Tausende Bilder. Und nicht zu vergessen; der Verkaufsschlager Tulpen.

Die Tulpenmanie galt als erste Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte. Für zwei Tulpenzwiebeln konnte man angeblich ein ganzes Haus kaufen!
Ein Land mit nicht einmal 2 Millionen Einwohnern, geringer landwirtschaftlicher Produktion und ohne eigene Rohstoffe wurde durch ihren regen Handel mit Waren aus aller Herren Länder zur führenden Macht des 17. Jahrhunderts. Die Niederländer waren mutige Entdecker und schneidige Seefahrer. Allein schon aus diesem Grund fasziniert mich dieser Menschenschlag 😉.
1664 luchsten ihnen die Engländer das Territorium Nieuw Amsterdam allerdings wieder ab.
Immer diese Briten😉

Dem Gebiet des heutigen Amsterdam mussten die Siedler vorerst jeden Quadratmeter Sumpf und Moor abringen, um es in Bauland umwandeln zu können. Dam heißt nichts anders als Platz und die Amstel ist der Fluss, an dem die erste Siedlung entstand. Durch das Mirakel von Amsterdam wurde die Stadt 1345 zur Pilgermetropole und die Einwohnerzahl begann rasant zu steigen. Allerdings machte die Pest im Jahre 1350 auch vor dieser Stadt nicht halt. Die zahlreichen Flammeninfernos auf Grund der strohgedeckten Holzhäuser stellten für die Menschen eine weitere Herausforderung dar. Erst durch den Bau von Steinhäusern wurden die beinahe alltäglichen Brände eingedämmt. Möglicherweise hat der ständige Überlebenskampf die Menschen so zäh und zielbewusst gemacht.

Aber am meisten bewundere ich die toleranten Niederländer für ihr Freiheitsbewustsein und den Mut, sich im zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus aufzulehnen. Den Verfolgten boten sie unter Einsatz ihres eigenen Lebens Schutz. Davor ziehe ich meinen Hut. Heute mehr den je.
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Das Wetter hat miese Laune. Regen, Regen, Regen. Das ist zwar nicht zu ändern, aber die Sehnsucht nach Sonne und Wärme wächst. Ich krame im Blog- Archiv, um dort etwas Aufmunterndes zu finden. In den Beiträgen unserer Europareise mit dem Würstelstand vor drei Jahren und werde ich fündig und gleichzeitig sentimental. Erinnerungen an UNBESCHWERTHEIT und Abenteuerlust erwachen. Nur drei Jahre- aber was hat sich seither getan! ‚Schreib jetzt nichts dazu‘- flüstert meine rationale Seite und ich gehorche. Aber es brennt in meinen Fingern. Seis drum …
Würstelstand ist seit der Süditalienreise zur Ruhe gekommen und steht nun auf einem lauschigen Campingplatz im Salzkammergut. Dort wird er voraussichtlich für längere Zeit bleiben.
Heute genieße ich diese Bilder. Aber wer meine Beiträge aufmerksam gelesen hat, weiß, dass ich dem Campen nie viel abgewinnen konnte. Allerdings handelte es sich bei dieser Abneigung um das gängige Klischee der wochenlang vor dem Womo sitzenden Paare, deren Hauptbeschäftigung das Beobachten von Menschen zu sein scheint. Das zumindest war bei unserer Reise anders, denn wir waren fast täglich an einem anderen Ort. Da kam eher Zeitdruck auf als Langweile. Leider hatten wir das Pech, dass es ständig viel zu kalt für die Jahreszeit war und wir nur selten ein Bad im Meer genießen konnten. Die herrlichen Wellen des Atlantiks vor Bordeaux allerdings lockten uns dennoch ins prickelnde Nass. Die Niederlande haben wir als Campingparadies entdeckt. Von den weltoffenen Städten wie Amsterdam oder Haarlem ganz zu schweigen. Allein die Geschichte Amsterdams ist faszinierend. Davon demnächst mehr …







So, ab Mittwoch soll es wettermäßig wieder bergauf gehen. ‚Schaun mer mal, dann sehn mas schon‘. Bis dann.
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Jetzt ist aber mal gut- Oder? ☔☂️🌞
Obwohl Regentröpfchen können auch recht hübsch sein …






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