Costa Rica- KAFFEEPLANTAGE 2020- 8.Tag

Bohnen die sich lohnen …

Wir befinden uns in Monteverde, in dessen Nebelwald sich Kaffeeplantagen befinden, wo Hilfsarbeiter aus Panama und Nicaragua emsig die roten Früchte des Kaffeestrauches pflücken. Ein voller Korb mit ca. 15 kg Früchten bringt einen Dollar. Da die Früchte in unterschiedlichen Reifestatien heranwachsen, müssen die Pflücker darauf achten, das sich keine grünen Früchte in den Korb verirren. Das würde nämlich bedeuten, dass sie noch weniger Lohn pro Korb erhalten.🥺 Die Pflücker arbeiten schnell, denn je mehr Körbe, desto mehr Lohn …Jeder Costaricaner sollte wenigstens einmal im Leben Kaffee gepflückt haben, erzählt unser Guide. Das ist Tradition. Aber für diesen kargen Lohn, arbeitet auch hier kein Einheimischer auf Dauer …

Kafeestrauch
Nur reife rote Früchte bringen Bares …
Jeweils zwei Kaffeebohnen befinden sich in einer Frucht.

Wer profitiert davon?

Natürlich die Plantagen besitzer, der Handel und Produkt- Veredelungsmeister wie zum Beispiel Nestlé. Die verkaufen das marketingveredelte Produkt mit dem smarten Grinsen eines George Clooneys um bis zu 80 Euro das Kilo. 😲

https://m.focus.de/wissen/klima/tid-25793/oeko-bilanz-von-kaffeekapseln-80-euro-pro-kilo-weniger-kaffee-fuer-mehr-geld_aid_752523.html

Aber machen wir uns nichts vor- wir alle bestimmen durch unser Konsumverhalten den Preis.

Die Pioniere …

Nach dem Pflücken folgen, schälen, trocknen und je nach Wunsch der Großkunden das Rösten der Bohnen.

Einfaches Gerät zum schälen der Frucht
Die rohe Bohne
Trockenphase
Historische Transportmittel und ein typisches Symbol Costa Ricas

Kaffee kommt ursprünglich aus Äthiopien …

… deshalb auch die Bezeichnung ‚Arabica‘, die für eine besonders hohe Qualität steht. Je länger der Kaffee geröstet wird (dunkle ölig glänzende Bohne), desto niedriger der Koffein Gehalt. Bei einem typisch italienischen Espresso aus einer Maschine, verbleibt das meiste Koffein noch dazu im Sud. Das ist auch der Grund warum man nach einem Espresso wunderbar schlafen kann.🥱

https://www.coffee-fellows.com/kaffeewissen-unterschied-zwischen-kaffee-und-espresso/

Die gute alte Aufgussmethode mit Filtern oder mit der ‚French Press‘ gilt immer noch als die beste Methode vollendeten Kaffeegenusses. Das Koffein braucht genügend Zeit um sich zu lösen. Nur dann schmeckt Kaffee ausgewogen und nicht zu sauer oder zu bitter. Aber wie bei allen Dingen ist auch Kaffee Geschmacksache. Und ob mit oder ohne Milch oder Zucker, ist ein Start in den Tag für viele undenkbar. Übrigens für die Finnen und Norweger am allermeisten. Die sind nämlich die größten Kaffeetrinker der Welt.

Costa Rica – RINCÓN DE LA VIEJA- 2020 10. Tag

Cañas, Die Tierpflegestation Las Pumas und der letzte aktive Vulkan (für uns) in Rincón de La Vieja

Der letzte Tag der Rundreise, führt endlich in wärmere Gefilde. Wir haben uns alle auf den Sonnenschein gefreut, aber 32 Grad im Schatten machen dann doch zu schaffen. Wir befinden uns heute im rustikalen ‚Cowboy Land‘ Costa Ricas.

Die Tierpflegestation Hagnauer

Hier führt man das Werk einer Schweizerin fort, die es sich vor 40 Jahren zur Aufgabe gemacht hat, verletzte oder ehemalige Haustiere, die die ehemaligen Besitzer nicht mehr haben wollten, aufzunehmen. Wir sehen Pumas, ein Ozelot, Kapuziner und Klammeräffchen und viele Papageien, von denen uns zwei mit „Hola“ begrüßen. Die Tiere sind zwar hinter Gittern, aber es scheint ihnen gut zu gehen. Ich bin mir allerdings nie ganz sicher, ob es klug ist, in den natürlichen Kreislauf der Natur einzugreifen. Von den verstoßenen Haustieren einmal abgesehen.

Ozelot

Nationalpark und vulkanische Aktivitäten

Der Trockenwald beeindruckt vor allem mit dem Ficusbaum- (Birkenfeige), der nachdem sie seinen Wirt aufgezehrt hat, zu einem beeindruckenden Gebilde heranwächst und bis zu tausend Jahre alt werden kann.

Im Durchschnitt wachsen hier sechzig bis einhundert Baumarten auf einem Hektar Wald. In Mitteleuropa sind es lediglich zwölf.

Zwischendurch erspähen wir Kapuzineräffchen, Echsen und einen Goldhasen.

Ein Blick in die Hölle

Immer stärker werdender Schwefelgeruch und dunkles Grollen führt uns schließlich zu rauchenden, blubbernden und dampfenden Vulkankratern. Dabei fällt uns auf, wie prächtig die Bäume und Sträucher rund um die hochkonzentrierten Schwefeldämpfe gedeihen. So viel zur grassierenden CO2- Hysterie …

Zauberwald
Die wunderschönen Blüten des Butterblumen- Strauches säumen die Wege
Die Costaricaner nennen ihn „Touristenbaum”, denn auch er scheint einen Sonnenbrand zu haben und die Baum- Haut schält sich …😊
Ausser Betrieb!

Fazit

Wieder ein intensiver Tag mit vielen Eindrücken. Ab morgen sind zwei Tage relaxen am Pazifik angesagt. Nach der schönen, aber auch anstrengenden Rundreise freuen wir uns nun auf El Pacífico, Ein schönes Hotel, endlich mal ausschlafen und ein paar kühle Drinks an der Bar…🌊🍹

Costa Rica- MONTEVERDE- NEBELWALD 2020- 9. Tag

Nebelwald, Quäker, Schweizer, Kolibris und unsichtbare Gefahren …

Im Nebelwald von Monteverde

Wie die Quäker nach Monteverde kamen …

Monteverde kann man als touristisch ‚voll erschlossen‘ bezeichnen. Touristen wohin das Auge reicht. Nicht unbeteiligt daran sind die Quäker. Was einst 1951 in Alabama- USA begann ist heute zu einem lukrativen Wirtschaftszweig erblüht. Die Quäker- Männer verweigerten als überzeugte Pazifisten die Teilnahme am Korea- Krieg, was damals in den USA mit einer drei jährigen Gefängnisstrafe geahndet wurde.

11 Familien suchten daraufhin einen Ausweg und fanden diesen in Costa Rica. Sie teilten 1500 Hektar Land unter sich auf, bauten jeder ein Haus und begannen mit der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen. In Costa Rica ist es üblich, dass wenn kein anderer das Land für sich reklamiert, es nach fünf Jahren in den Besitz des Nutzers übergeht. Seither haben die Quäker ihren Besitz vervielfacht, produzieren massenhaft Käse und gehören zu den reichsten Familien des Landes. Sie haben sich friedlich mit den Costaricanern arrangiert, ziehen es aber vor zurückgezogen im Dschungel zu leben. Wie bei dem Paradies- Vogel haben wir nie einen Quäker zu Gesicht bekommen.

Die Schweizer

Auch viele Schweizer haben hier eine neue Heimat gefunden. Auch sie leben hier ihre Kultur und Tradition, wie man unschwer an der Architektur erkennen kann.

Schweizer Stil in Costa Rica

Über Hängebrücken durch den Nebelwald

Alles strebt dem Licht entgegen. Nicht alle schaffen es an einen Platz an der Sonne, wie im menschlichen Leben auch
Bromelien überall …
Baumhohe Farne
Biodiversität. Fünf von über 1200 Farn- Arten
Bergsingdrossel- Vorlage für die „Angry Birds“

Was wir im Dschungel nicht zu sehen bekamen …

Die hochgiftigen Coral Snake
Klapperschlangen
Fer de Lance

Und das ist gut so, denn es gab 2019 in Costa Rica 300 Unfälle. Die meisten davon in den Plantagen Sieben davon endeten tötlich.