Der Neue 😎

Vorab ein paar Zeilen zur Erinnerung an die Vorgänger …

Würstelstand 2018 bis 2022

Mit unserem ersten Womo bereisten wir 2018 Europa. (Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, die Niederlande und Deutschland).
2019 ging es nach Italien. (Veneto, Marche, Abruzzo, Puglia, Basilicata, Campania und dieselbe Route retour).
2022 führte uns die Balkanroute über Kroatien nach Montenegro und Albanien. Im Anschluss daran folgte eine wunderbare Zeit in Griechenland und via Fähre ging es über Italien zurück nach Österreich.
Es war mein erstes Womoabenteuer, in das ich mit viel Skepsis gestartet bin. Vermutlich ist das den Vorurteilen meines Großvaters geschuldet, der immer sagte: „Schau sie dir an, die Zigeuner“!

Würstelstand vor der Kulisse der weißen Stadt Vejer (Spanien/Andalusien)

Mucki 2023 bis 2023

Mit dem zweiten Womo namens Mucki reisten wir 2023 abermals zwei Monate über die Balkanroute nach Griechenland und über Italien wieder zurück nach Österreich.

Ich war ein bisschen traurig, als wir Mucki verkauften, denn er hatte eine gute Straßenlage, war gemütlich eingerichtet und vor allem wasserdicht, was man von seinem Vorgänger nicht behaupten konnte. Die Fenster fand ich charmant. Mein Techniker war von Mucki nicht so begeistert. Er suchte Fehler und fand sie auch. Die Kaufverhandlungen waren zäh und drohten zu scheitern. Schon damals geisterte ein Mercedes Sprinter im Kopf meines Mannes herum. Leider fanden wir keinen leistbaren, oder der Aufbau war Schrott.
Mit Mucki begann ich diese Art des Reisens zu genießen und steuerte zum ersten Mal selbst.

Mucki auf einem naturbelassenen Campingplatz

Muck 2023 bis?

Endlich ein Mercedes. DER Traum meines Mannes. Baujahr 2002. Aufbau vom Typ Auto Trail 720. Made in Great Britain. Auf den ersten Blick bestens erhalten, mit abgetrennter Dusche, mehr Platz, einer Rückfahrkamera für weniger „Einpark-Kino“ und 160 Pferdestärken. Turbolader inklusive. Da lacht das Technikerherz. Es sei ihm vergönnt. Er sieht etwas seriöser aus als Mucki, deshalb haben wir ihn Muck getauft. Hoffentlich macht er nicht zu viel Mucken.

Von wegen …

Als ich vor ein paar Tagen die Womotür öffne, rinnt mir Wasser entgegen. Der Teppich trieft vor Nässe. Aus der Umrandung der riesigen Dachluke tropft Wasser! Was tun? Da es seit Tagen wie aus Kübeln schüttet, beschließe ich das Dach so schnell wie möglich abzudecken. Zuerst aber ist der Innenraum dran. Teppich raus, trockenwischen und die Polsterung aus der Gefahrenzone räumen. Ein paar Eimer aufstellen.
Nun zum Dach; das muss vor dem Abdecken ebenfalls trocken sein. Wegen des Dauerregens eine Herausforderung, von meinen derzeitigen Knieproblemen ganz zu schweigen. Die schwere Plane hochziehen und zig Mal die Leiter rauf und runter. Glücklicherweise scheint für zwei Stunden die Sonne und inklusive Trockenwischen und Reinigen des Daches schaffe ich das Abdecken vor dem nächsten Regenguss.

Provisorisch dicht …

Leider bin ich allein, weil der Techniker mit Freunden segelnd in Kroatien weilt. Die Sache mit der Dachluke konnte ja keiner ahnen, denn bisher war alles dicht. Eigentlich wollte ich mich ein paar Tage am See erholen. Eigentlich! Wenn mein Mann zurück ist, müssen wir das Fenster ausbauen, abdichten und wieder einbauen. Die erste Challenge mit dem Neuen und vermutlich nicht die Letzte. So ist das eben mit dem wohnmobilen Leben.


Für Interessierte der Link unserer bisherigen Reisen:
https://lobomobil.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=593&action=edit

Der Wunderdoktor …

Seit einigen Jahren ist mein Verhältnis zu Ärzten, sagen wir mal „ein wenig getrübt“. Nun, nach meinem Unfall musste es aber sein. Das übliche Hausarzt-Überweisungen-Gedöns ließ ich aus und recherchierte nach den Besten für mein Knie. Und ich wurde fündig. Zufällig wirkte dort der-Sportarzt meines Vertrauens, übrigens der Einzige, der mir je vor operativen Eingriffen an meinem Gelenkapparat abgeraten hat.

Leider war dieser im Urlaub und ich wandte mich an seinen Kollegen. Obwohl Samstag, gab er mir sofort einen Termin. Nach der Untersuchung verschaffte er mir noch am selben Tag ein Röntgen und CT-Termin im Landeskrankenhaus, um sicherzugehen, wo genau es denn hapert. Die Notaufnahme war gähnend leer und ich wurde prompt versorgt. Gleich danach rief mich der Sportarzt an und teilte mir mit, dass ihm die Ergebnisse bereits vorliegen und er mich über die weitere Vorgehensweise informieren wird. Er besorgte mir einen Termin für ein MRT am Montag.

Montagnacht um 23:04 erhielt ich folgende SMS:

Guten Abend,
MRT habe ich schon gesehen!
Können Sie morgen um 13:15 zur Befundbesprechung kommen?
Herzliche Grüße G.K.

Ich war sprachlos. Derartiges Engagement war mir neu. Inzwischen hat die Therapie begonnen. Sie ist so ungewöhnlich, wie erfolgversprechend. Ich werde berichten.
Natürlich ist diese Dienstleistung privater Natur. Aber wofür habe ich gespart? Genau dafür.

Schönen Sonntag
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Foto: Pexels