Da steht er nun, der schöne Muck, abgedeckt wegen des lecken Dachfensters, des Technikers harrend, der alsbald mit meiner Wenigkeit das Fenster reparieren wird. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch die Stromversorgung im Womo nicht funktioniert, obwohl Kabel und Buchsen in Ordnung sind. Ständig ziehen Gewitter auf und somit ist an eine Reparatur am Dach nicht zu denken. Irgendwann wird die Sonne wieder scheinen und dann packen wir es an.
Sinnloserweise habe ich mich bei der Gartenarbeit im Gesicht verletzt. Die linke Gesichthälfte spielt alle Farben. Niemand trägt Schuld. Höchstens der Aststumpf eines Baumes und meine Schusseligkeit. Selbstverstümmelung quasi. Diese Pechsträhne geht mir langsam auf den Geist.

Ich nutze die Rekonvaleszenz, um die Herbstausfahrt zu planen. Diesmal soll es über Ungarn, Bulgarien und Rumänien nach Griechenland gehen. Nicht der kürzeste Weg, aber wir kennen diesen Teil Europas noch nicht, und Reisen soll ja spannend bleiben.
Zwischendurch blättere ich in den Fotobüchern, in denen wir unsere vergangenen Roadtrips verewigt haben.
Die Reisefotos am Handy schauen wir uns sehr selten an, aber die Foto- und Blogbücher nehmen wir oft zur Hand.
Letztes Jahr habe ich PIXXI BOOK entdeckt, eine tolle Möglichkeit, über den WP-Blog Ruck zuck ein Buch zu erstellen. Ich musste lediglich die Blogadresse eingeben und schon stellte das Programm in kürzester Zeit ein Buch zusammen. Ich musste nur darauf zu achten, dass die gewünschten Beiträge dieselben Schlagwörter beinhalten. Danach war es ganz einfach diese chronologisch zu ordnen und nachträglich Texte und Bilder zu bearbeiten.
Meine ersten Fotobände sind mit Blog Booker und CEWE entstanden. Aber wie gesagt, mit Pixxi Book geht es einfacher und schneller. Die Qualität ist toll und der Preis in Ordnung. Die Lieferung aus England dauert etwa eine Woche.






Das nächste Blogbuch erstelle ich wieder mit PIXXI.
Schönen Sonntag 🍒
Regen zieht auf …

🌞💙🌞💙🌞
Vorab ein paar Zeilen zur Erinnerung an die Vorgänger …
Mit unserem ersten Womo bereisten wir 2018 Europa. (Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, die Niederlande und Deutschland).
2019 ging es nach Italien. (Veneto, Marche, Abruzzo, Puglia, Basilicata, Campania und dieselbe Route retour).
2022 führte uns die Balkanroute über Kroatien nach Montenegro und Albanien. Im Anschluss daran folgte eine wunderbare Zeit in Griechenland und via Fähre ging es über Italien zurück nach Österreich.
Es war mein erstes Womoabenteuer, in das ich mit viel Skepsis gestartet bin. Vermutlich ist das den Vorurteilen meines Großvaters geschuldet, der immer sagte: „Schau sie dir an, die Zigeuner“!

Mit dem zweiten Womo namens Mucki reisten wir 2023 abermals zwei Monate über die Balkanroute nach Griechenland und über Italien wieder zurück nach Österreich.
Ich war ein bisschen traurig, als wir Mucki verkauften, denn er hatte eine gute Straßenlage, war gemütlich eingerichtet und vor allem wasserdicht, was man von seinem Vorgänger nicht behaupten konnte. Die Fenster fand ich charmant. Mein Techniker war von Mucki nicht so begeistert. Er suchte Fehler und fand sie auch. Die Kaufverhandlungen waren zäh und drohten zu scheitern. Schon damals geisterte ein Mercedes Sprinter im Kopf meines Mannes herum. Leider fanden wir keinen leistbaren, oder der Aufbau war Schrott.
Mit Mucki begann ich diese Art des Reisens zu genießen und steuerte zum ersten Mal selbst.

Endlich ein Mercedes. DER Traum meines Mannes. Baujahr 2002. Aufbau vom Typ Auto Trail 720. Made in Great Britain. Auf den ersten Blick bestens erhalten, mit abgetrennter Dusche, mehr Platz, einer Rückfahrkamera für weniger „Einpark-Kino“ und 160 Pferdestärken. Turbolader inklusive. Da lacht das Technikerherz. Es sei ihm vergönnt. Er sieht etwas seriöser aus als Mucki, deshalb haben wir ihn Muck getauft. Hoffentlich macht er nicht zu viel Mucken.

Als ich vor ein paar Tagen die Womotür öffne, rinnt mir Wasser entgegen. Der Teppich trieft vor Nässe. Aus der Umrandung der riesigen Dachluke tropft Wasser! Was tun? Da es seit Tagen wie aus Kübeln schüttet, beschließe ich das Dach so schnell wie möglich abzudecken. Zuerst aber ist der Innenraum dran. Teppich raus, trockenwischen und die Polsterung aus der Gefahrenzone räumen. Ein paar Eimer aufstellen.
Nun zum Dach; das muss vor dem Abdecken ebenfalls trocken sein. Wegen des Dauerregens eine Herausforderung, von meinen derzeitigen Knieproblemen ganz zu schweigen. Die schwere Plane hochziehen und zig Mal die Leiter rauf und runter. Glücklicherweise scheint für zwei Stunden die Sonne und inklusive Trockenwischen und Reinigen des Daches schaffe ich das Abdecken vor dem nächsten Regenguss.

Leider bin ich allein, weil der Techniker mit Freunden segelnd in Kroatien weilt. Die Sache mit der Dachluke konnte ja keiner ahnen, denn bisher war alles dicht. Eigentlich wollte ich mich ein paar Tage am See erholen. Eigentlich! Wenn mein Mann zurück ist, müssen wir das Fenster ausbauen, abdichten und wieder einbauen. Die erste Challenge mit dem Neuen und vermutlich nicht die Letzte. So ist das eben mit dem wohnmobilen Leben.
Schönen Sonntag
😎🚐😎🚐😎🚐
Für Interessierte der Link unserer bisherigen Reisen:
https://lobomobil.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=593&action=edit