Logbuch 7.10.21

Wetter

Pula: Luft 17° Meer 22° Wind: Bora 25-45 KN

Der Tag

Nachts schlecht geschlafen. Die Böen zogen an den Leinen und es knarzte und ächzte die ganze Nacht. Ich bin missmutig und gereizt. Es ist so kalt geworden, dass wir beide auf das morgendliche Bad im Meer verzichten. Stattdessen startet der Kapitän den Motor und gönnt uns warmes Wasser für die Borddusche. Die morgendlichen Schwimmrunden um das Schiff, werden mir fehlen. Die konfuse, unangenehme See und das Geschaukle sicher nicht.

Resümee

Der diesjährige Herbsttörn geht zuende. Wir liegen nach einer letzten anstrengenden Etappe sicher in unserem Heimathafen. Wir ziehen Bilanz; zwei Wochen waren ganz okay, die Letzte weniger. Drei Tage Jugo haben uns alte Segelhasen ganz schön gefordert. Gegen diesen Wind ist die Bora fast schon harmlos.

Aber was, wenn ich einfach schon zu alt für diese Art von Abenteuer bin? Ein Gedanke, der sich diesmal zu oft in meinem Kopf breit machte. Wenn ich beim Kurbeln aus der Puste kam. Wenn bei unvorhersehbaren Manövern die Nerven blank lagen. Wenn die Genuaschot mir einen Peitschenschlag auf die Hand verpasste. Wenn mir der Seegang auf den Magen schlug. Wenn das Schiff aus dem Ruder lief und Angst mich überkam. Mich, die Weltumseglerin …

Vielleicht war es einfach nur ein schlechtes Jahr. Wettermäßig und überhaupt … Vielleicht ist beim nächsten Mal alles wieder vergessen und es zählt nur dieses wunderbare morgendliche Bad im Meer … Vielleicht …

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