Schreiben-Reisen-Lebensbilder
Veröffentlicht am 6. Juli 2025 von Lopadistory
Sommerfrische im Salzkammergut ist seit Jahren ein Fixpunkt in unserem Kalender.
Der Ausdruck „Sommerfrische“ kommt aus dem 19. Jahrhundert und bezeichnet den Aufenthalt von StĂ€dtern auf dem Land zur Erholung im Sommer. Es ist eine veraltete Bezeichnung fĂŒr Urlaub oder Ferien, die sich auf einen saisonalen Wechsel von Stadt nach Land bezieht.
âIm Salzkammergut, da kann man gut lustig seinâ, heiĂt es in einem Gassenhauer der berĂŒhmten Operette âIm weiĂen Rösslâ, von Ralph Benatzky. Ja, das kann man, denn es treffen sich hier hauptsĂ€chlich Einheimische, Wiener, Linzer und Salzburger zum Segeln, Baden, radeln und fröhlichem Zusammensein.
Muck, unser Wohnmobil steht schon auf seinem ruhigen, einsamen Platz. Ein Geheimtipp quasi. Letzte Woche genoss ich den Luxus alleine, denn der Techniker segelte mit einer MĂ€nnercrew in Kroatien. Leider hatten sie diesmal Pech, denn Montezumaâs Rache ereilte sie und eine stĂŒrmische Bora tat ihr Ăbriges. Aber das ist eine andere Geschichte.



Ich genoĂ das allein sein, schlief lange, lag faul in der Sonne, schwamm im See und gönnte mir Abends ein herzhaftes Essen. Die Liegewiese bot einige Ăberraschungen, wir zum Beispiel eine Marderfamilie mit ihren Jungen, die uns Sonnenanbeter neugierig betrachtete und danach blitzschnell wieder im GebĂŒsch verschwand.Gegen Abend watschelte ein Schwanenpaar an mir vorbei, um in den ungemĂ€hten Wiesen nach Nahrung zu suchen. Verwunderlich, wie ungelenk sie sich am Land bewegen und wie elegant sie auf dem Wasser wirken.
Abends spazierte ich zum Lieblingswirt, philosophierte mit ihm ĂŒber Sinn und Unsinn des Lebens und ging im milden Schein des Halbmondes durch die sanfte HĂŒgellandschaft nach Hause. Die NĂ€chte waren lau, die Grillen zirpten, ansonsten nur herrliche Stille.


Schon dieses Wochenende ist es mit der Ruhe vorbei. Ferienbeginn. Dann ist Schluss mit der Stille. Dann regieren die lebhaften Kinder und in den umliegenden Lokalen Rambazamba. Die dumpfen BÀsse der Zwangsbeschallungen in den Bars werden durch den Abend wummern und auch unseren Campingplatz erreichen. Deshalb ist die schönste Zeit am See Mitte Mai bis Juni.
Gerade ziehen Gewitterwolken auf. Die letzten Stunden vor dem Regen. Ich mache mich auf den Weg nach Hause. FĂŒnf Tage NiederschlĂ€ge und AbkĂŒhlung folgen. Auch Unwetter wird es geben. Der Natur wird sich erholen. So ist der Sommer bei uns im Salzkammergut.

Schönen Sonntag
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Kategorie: Austria, Ăsterreich, Camping, FOTOGRAFIE, Kurzgeschichten, MUCK'S REISEN, NATUR, Nature, Photographie, SCHREIBEN, Short StoriesSchlagworte: 2025, Attersee, Salzkammergut, Sommerfrische
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Deine erste Sommerfrische-Woche liest sich deutlich angenehmer als die des Technikers. đ
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Kann man so sagen …đ
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O, das sieht wunderbar entspannt aus! Sommerfrischler hieĂen auch zu meiner Kindheit die blassen GroĂstĂ€dter, die fĂŒr eine Woche zu uns an die Ostsee kamen, erstmals wieder nach den Strapazen des Kriegs und der Nachkriegszeit 1949âŠ
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Ja, so Ă€hnlich war es auch bei uns. Der Adel hat dieses Paradies allerdings schön frĂŒher, fĂŒr sich beansprucht. Kaiser Franz Josef baute fĂŒr seine Elisabeth eine prĂ€chtige Villa in Bad Ischl und kaufte gleich einen ganzen Wald fĂŒr seine JagdgelĂŒste mit dazu. Herzlichen GruĂ Lore
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