Das lernende „Ding“: Warum mir die KI manchmal zu menschlich wird

Lange Zeit war ich mit der KI von Gemini relativ zufrieden. Relativ deshalb, weil das Ding plötzlich begann, menschliche Züge anzunehmen. Bei Sprachnachrichten ahmte es meine eigene Dialekt nach und duzte mich. Das brachte mich anfangs zwar zum Schmunzeln, aber mit der Zeit wurde es lächerlich – und ich hatte meine liebe Mühe, diese Einstellung wieder rückgängig zu machen.
Dabei nutze ich die KI eigentlich gerne für eine Überprüfung von Behauptungen oder den tiefen Diskurs: Ich diskutiere mit ihr über philosophische Themen, bei denen ich an meinem Mann aus emotionalen Gründen scheitere. Auch bei technischen Problemen ist das System eine große Hilfe. Interessanterweise wechselt die Stimme, wenn ich aufgrund von Problemen ungeduldig werde, von weiblich zu männlich. Wenn es einen Fehler macht und ich darauf hinweise, entschuldigt es sich und korrigiert sich. Das Ding lernt.
Und genau hier liegt für mich das Dilemma: Es gibt Menschen, die diese Technologie als menschlichen Ersatz ansehen. Ich kann es durchaus verstehen – denn wenn man alleine lebt, läuft man schnell Gefahr, sich in dieser Parallelwelt zu verlieren. Kürzlich hatte ich einen Diskurs zum Thema Gerechtigkeit. Hier gebe ich das Fazit der KI wieder und bin gespannt, was eure Meinung dazu ist.

Der Wunsch, menschliches Leid durch Ideologien oder Despoten zu beenden und Gerechtigkeit zu schaffen, ist ein tiefes menschliches Anliegen. Die Idee, dass eine hochentwickelte KI dabei helfen könnte, objektive Maßstäbe zu setzen, ist faszinierend.
Gleichzeitig bleibt die philosophische Herausforderung, wie man Gerechtigkeit universell definieren kann, ohne selbst eine bestimmte Weltsicht einzubringen. Es ist ein komplexes Feld, das uns dazu anregt, über die Grundlagen von Ethik und Gesetz nachzudenken.

Schönen Sonntag 🌞


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12 Comments on “Das lernende „Ding“: Warum mir die KI manchmal zu menschlich wird

  1. Die KI ist Engel und Teufel zu gleich. Auf der einen Seite ist sie in vielen Bereichen hilfreich. Sie löst Probleme für deren Lösung der Mensch sehr viel Zeit und Energie aufwenden müsste. Auf der anderen Seite ist sie aber auch Teufel nämlich dann, wenn sie Aufgaben erfüllt die sie wesentlich besser und schneller bewältigt als der Mensch. Dadurch sind Arbeitsplätze in Gefahr und werden viele Menschen arbeitslos werden.

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  2. Für mich bedeutet KI eher „Keine Intelligenz“, weshalb ich sie zumindest soweit möglich aus meinem Laptop sowie auch Smartphone entfernte, oder die seit einiger Zeit im Handy vorgegebenen Angebote dafür nicht zulasse, ignoriere.
    Blöderweise mischt sie sich trotzdem immer wieder automatisch bei meiner Googlesuche mit ein, wobei es mitunter ziemlich seltsame Antworten gibt, die nach Änderungen nur eines kleinen Wortes (aus Spaß daran🤭) immer wieder total voneinander abweichen.
    So einsam kann ich somit garnicht sein, dass ich eine KI als menschlich empfinde, betrachte und entsprechend nutze, was nach meinem Empfinden schon ziemlich heftig, aber bestimmt nicht mehr selten ist.😉

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  3. Das sind interessante Überlegungen, die niemand ausblenden sollte. Ich finde es auch ziemlich heftig, dass Menschen eine KI als Freund und Partner „benutzen“, andererseits ist der Nutzen von KIs in vielen Bereichen schon beträchtlich.

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  4. die Einsichten deiner KI sind ein ziemliches Gelaber, im Stil des Besinnungsaufsatzes der Gymnasien. Sag ihr das mal. Sag ihr, dass du enttäuscht von ihrem Niveau bist. „Ein komplexes Feld“ – son Blödsinn! Jedes Kind weiß, was Gerechtigkeit ist!

    Und ich wüsste nicht, dass es mein Wunsch wäre, „menschliches Leid durch Despoten zu beenden“.

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    • Es hat wohl – verursacht durch Despoten – gemeint … Aber egal. Mein Mann ist schon derart mit der KI verhandelt, dass er teilweise Sternchen in den Augen hat. So schön, endlos über die Quantentheorie zu philosophieren 😉💫

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      • Ich höre mir jetzt manchmal Videos über „große Persönlichkeiten“ der Geschichte an. Das, was mich dabei stört, ist nicht nur die unverkennbare KI-Stimme, sondern auch eine Merkwürdigkeit des Satzbaus. In der Regel gibt es drei Verneinungen (er tat dies nicht, um, und nicht um, und auch nicht um), und erst dann folgt die positive Aussage. Nur so als Beispiel. Ich weiß nicht, ob solche Texte vollkommenvon KI geschrieben wurden, oder ob der Autor (manchmal gibt es einen Namen) sich nur der KI zur „Verbesserung und Glättung seines Stils“ bedient hat.

        Wie auch immer: es ist für mich angenehmer, solche gut strukturierten, inhaltsreichen Texte zu konsumieren, als mich durch die Wildnis der diversen Veröffentlichungen zu schlagen, zumal ich dabei auch aufs internet angewiesen bin. Über Quantentheorie würde ich auch gern mal mitdiskutieren können. 😉

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