Muckis Reisen Ende 🚌

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:

Zeit: 45 Tage

Campingplätze: 20

Muckis Reisen 13 🚌

Mucki auf See

„Ach, wie aufregend! Jetzt habe ich schon so viele Kilometer mit dem Techniker und seinem Frauchen zurückgelegt, aber jetzt werde ich gefahren! Die ganze Strecke von Igoumenitsa nach Bari. Über das Meer. Mit einer Fähre. Man nennt das segeln. Schon heute Früh habe ich gespürt, dass es ein besonderer Tag wird. Meine Besitzer haben die Markise eingerollt, die Bodenmatte entfernt und gereinigt, Tisch und Stühle abgebaut und alles verstaut. Meine Fenster wurden geputzt. Der Motor, also quasi mein Herz, wurde ebenfalls überprüft. Grundsätzlich war alles in Ordnung. Ein bisschen Öl hier ein bisschen Kühlwasser dort und schon läuft alles wieder rund. Hab ich euch schon erzählt, dass ein Marder eine meiner Lebensadern, nämlich die Hydraulikleitung, angeknabbert hat? Wahnsinn, oder? Aber Herrchen und Frauchen haben die Leitung mit selbstverschweißenden Material abgedichtet und alles ist wieder picobello. Toll, was heutzutage automedizinisch alles möglich ist, oder?

Der Techniker kehrt mir auf dem Kopf herum …

Danach sind wir zum Fährhafen gefahren und sie haben mich dort vorerst abgestellt. Nachdem sie eingecheckt haben, sind sie essen gegangen. Na ja, bis Mitternacht war es ja noch lange hin und was soll ein Mensch sonst mit seiner Zeit anfangen? Ein paar Stunden später ging es endlich los.

Ich wurde auf die Fähre gefahren und zwischen größeren und kleineren Fahrzeugen geparkt. Es war etwas eng, aber nachts wurde es kühl und wer kuschelt da nicht gern?

Kuscheln …

Nach 11 Stunden waren meine Besitzer wieder da und haben mich von der Fähre gefahren. Sie waren ziemlich gut gelaunt, denn das Schlafen in den Außenkabinen schien ihnen gefallen zu haben. Allerdings gab es eine Verspätung und einen riesigen Stau im Hafengelände, was speziell den Techniker nervte. Frauchen war noch im Griechenland-Modus und dementsprechend entspannter.

Entspanntes Schlafen in der Kabine

Wir haben uns durch Bari gekämpft und sind weitere 600 Kilometer zum Campingplatz in Ravenna gefahren. Der Verkehr auf der italienischen Autobahn war enorm. Ich habe mich tapfer geschlagen, auch wenn ich bergauf einige Lkw-Matches verloren habe. Um 21 Uhr kamen wir an. Außer dem milchigen Schein des Mondes war es stockdunkel und kalt. Wir sind fix und foxi. Aber es hilft nichts, morgen geht es weiter, denn auch dieser Campingplatz schließt seine Tore … Es gäbe da zwar noch einen geöffneten Campingplatz am Meer …

… aber Frauchen will nach Hause.“

Rolling Home

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Muckis Reisen 12 🚌 

Gewohnheiten🧻und die letzten Tage in Griechenland 🇬🇷

Nun, da ich mich endlich daran gewöhnt habe, das Klopapier nicht in die Toilette, sondern in den daneben stehenden Behälter zu werfen, ist unser Aufenthalt in Griechenland fast schon vorbei. Morgen geht’s auf die Fähre und dann über Bella Italia nach Hause. Hoffentlich schneit es  nicht, denn mit Mucki in seinen Sommersandalen über den Tauern zu schlingern ist zumindest für mich entbehrlich.

Wir fragen den Wirt am Platz, ob es heute regnen wird. Er verneint. Angeblich spricht man in Griechenland erst dann von Regen, wenn es schüttet, wie aus Kübeln. Kurze Schauer sind hier nicht der Rede wert. Auch auf der hiesigen Wetterkarte nicht. Trotzdem nimmt der Techniker bei seiner Erkundungstour den Schirm mit. Das ist gut so, denn schon am späteren Nachmittag fallen die ersten Tropfen. Ich beschäftige mich derweil mit kleinen Instandhaltungsarbeiten am Wohnmobil und schreibe. Es ist kühler geworden und so ziehe ich mich nach getaner Arbeit auf ein Gläschen griechischen Wein ins Womo zurück. Abends koche ich. Es gibt Wurstnudeln und Tomatensalat.

In der darauffolgenden Nacht regnet (schüttet) es dann tatsächlich. Gut, dass Mucki dicht ist. Würstelstand war es nicht. Im Trockenen schläft es sich einfach besser. Als der Wind zunimmt, werde ich dennoch unruhig, denn die Markise wurde schon einmal Opfer eines Sturmes. Ich schleiche am Techniker vorbei und berge den Regenmantel, den der Wind vom Haken in den Matsch gerissen hat. Provisorisch verstaue ich ihn auf dem Campingstuhl. Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und ich kuschle mich wieder ins warme Bettchen.

Die letzten Tage genießen …

Plataria heißt das kleine Küstenörtchen, das 20 Minuten zu Fuß vom Campingplatz entfernt liegt. Hier gibt es eine Marina, einen Charterstützpunkt und unzählige Kneipen. Mein Techniker fährt mit dem Rad voraus. Ich wandere nach dem Schwimmen hinterher. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich bergauf zu Fuß mindestens gleich schnell bin wie der Techniker mit dem Rad? (Und nicht, dass jemand glaubt, er schiebt!) Nein, ich gehe einfach lieber und das rasant. Es entspannt mich.

Die wunderbar duftenden Cyclamen

Damit die Vorräte weniger werden, habe ich gestern Chilli mit Soja gekocht. Gefriergetrocknetes Soja ist unsere Not-Ration, denn normalerweise essen wir diese styroporähnliche, nach Holz schmeckende Fleischkopie nicht. Aber im Fall der Not … Allein die Chilisauce reißt das Gericht heraus und wir essen alles auf. Dafür gönnen wir uns heute gebackenen Feta mit Honig und eine Pizza im Dorf. Nach einem sportlichen Tag ist das drin.

Am Samstag stehen wir früh auf, radeln flott bergab in den Ort und frühstücken bei Olga. Die Besitzerin lebte 12 Jahre in Bielefeld und spricht perfekt Deutsch. Wir philosophieren über Politik, Land und Leute. Anschließend kaufen wir für das Abendessen ein. Im Markt gibt es einen kleinen Metzger. Wir entscheiden uns für Hühnchen und Gemüse. Anschließend radeln wir den Berg wieder hoch. Zwischenzeitlich nieselt es immer wieder mal. Gut, dass es nicht regnet.😜

Kochen an Bord 🔥

Heute und morgen genießen wir noch einmal das ionische Meer, dann geht’s um Mitternacht auf die Fähre nach Bari 🛳️ Ob wir uns an Italiens Küsten noch einmal ins Meer wagen?