Mein Naturbüro feiert Auferstehung. Leider nutze ich es zu wenig, denn der Garten gedeiht heuer so fantastisch, dass ich ständig irgendwo herumwuseln muss. Das Gemüse im „Konkurrenzbetrieb“ meines Technikers explodiert förmlich und mein Hochbeet gedeiht ebenfalls prächtig. In meiner Schussligkeit habe ich Koriander und Kerbel statt Blattpetersilie erstanden und diese wuchern unverdrossen zu einem Strauch heran. Also wieder ausgraben und vor das Hochbeet setzen, wo sie fröhlich weiterwachsen. Überhaupt wächst heuer ALLES. Das Unkraut und die Schnecken werden gefühlt ebenfalls größer.


Aber sei’s drum. Es ist herrlich, in dieser großartigen Natur zu leben und sie genießen zu dürfen. Allerdings muss ich mich baldigst um eine Urlaubsvertretung kümmern, denn es geht demnächst nach Kroatien auf unser Schiff und ich hoffe, dass der Garten nach unserer Rückkehr noch zu erkennen ist. Wir wollen circa einen Monat bleiben, und da kann schon einiges passieren. Aber ich will mal nicht so sorgenvoll sein, sondern einfach diesen bisher so schönen Frühsommer weiter genießen und ihn am Meer in einen Hochsommer übergehen lassen. Kraft und Freude für den ungewissen Herbst tanken. Der wird wieder einige Energie kosten. Das spür ich schon …


… lautet eine Redewendung im Wiener Dialekt.
Was ins Hochdeutsche übersetzt bedeutet, rede keinen Unsinn. Allerdings steht das Wort Holler auch für den wunderbar duftenden Holunder und um den geht es heute.
Vor vier Jahren brach ich einen Holunderzweig im nahen Wald, brachte ihn zum Wurzeln und kultivierte ihn vorerst im Blumentopf. Nach einem Jahr setzte ich ihn ins Freie. Inzwischen ist er zu einem stattlichen Strauch herangewachsen und trägt heuer erstmals unzählige Blüten.
Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe-, aber mein Techniker ist ein Süßer. Also süß im Sinne von Zuckerfan, aber ansonsten natürlich auch; -)). Er wünschte sich gebackenen Holunderstrauben. Und wer könnte dem Liebsten schon einen Wunsch ausschlagen. Ich nicht.
Außerdem ist es gescheiter, Holler zu essen, statt Holler zu reden.
Hier das Rezept und die Zubereitung in Bildern.
Schönen Sonntag und vielleicht animiert euch das Rezept zu einem Ausflug und einer Holunderernte im nächstliegenden Wald.



