Sonne☀️Sturm🌬️Regen☔und eine KÜNSTLER-SEELE🖌️ …

Gegen Ende unseres Istrien- Aufenthalts erleichtert uns das Wetter den Abschied vom Meer. Bereits letzte Nacht wehte es enorm und heute bläst es unverdrossen weiter. Um die 40 Knoten,+ (130 km/H+). Nachts ächzten und knarzten die Festmacher-Leinen und wieder einmal kamen meine Ohrstöpsel zum Einsatz. Trotzdem ein gutes Gefühl, bei diesem Wetter nicht auf See sein zu müssen, sondern im sicheren Hafen.

Den heutigen Tag verbringen wir in Porec, flanieren durch die vertrauten Gässchen und bestaunen das Krims-Krams des jeden Freitag stattfindenden Antikmarktes. Es ist gespenstisch ruhig. Die Laden- und Lokalbesitzer klagen über ausbleibende Touristen. Sie trösten sich damit, das zumindest die kroatischen Landsleute ihr Geld hier ausgeben. Die Geschäftsleute befürchten weitere Umsatz-Einbußen bis hin zu Schließungen und schütteln den Kopf über Reisewarnungen und machen die Politik für den wirtschaftlichen Einbruch verantwortlich.

In meiner Lieblingsgalerie entdecke ich ein wunderschönes Stillleben. Der feine Pinselstrich und die gefühlvolle Komposition ziehen mich unmittelbar in den Bann und lassen mich leichtsinnig werden. Ich kaufe es. Mein Techniker wundert sich. Aber so ist das bei mir. Wenn mir etwas besonders Schönes ins Auge fällt, entscheide ich spontan. Als der Künstler das Bild von der Wand nimmt, streicht er noch einmal liebevoll über den Rahmen und greift fast unmerklich an sein Herz. Diese Geste rührt mich. Das ist keine Schmierenkomödie, sondern sichtliches Bedauern über das Abschiednehmen von einem seine Werke. Und es ist wahrhaftig ein Kunstwerk, jenseits des üblichen Kommerzes. Dieses wunderschöne Bild erfüllt mich mit großer Freude.

Einige Gemälde in der Galerie, sind seit Jahren unverkäuflich. Selbst mein Techniker konnte den Künstler nie dazu überreden, sich von einem dieser Bilder zu trennen. »Warum malt er es nicht einfach noch einmal?«, meinte er pragmatisch. Spürt er nicht die Beweggründe dieser Künstlerseele? Ich kann ihn verstehen. Hätte ich die Gabe auf so empfindsame Weise zu malen, ginge es mir genau so.

Nachdem wir die Galerie verlassen haben, weht uns wieder der stürmische Wind ins Gesicht. Überall in Europa schlägt das Wetter in Richtung Herbst/Winter um. Da haben wir es hier, bei 24 Grad Wärme und zeitweisem Sonnenschein noch ganz gut. NOCH, denn am Montag geht’s nach Hause. Wir machen Platz für unsere Freunde. Sie sollen ebenfalls noch ein paar schöne Herbsttage am Schiff genießen dürfen.

Am Abend sehen wir auf der Wetterapp, dass am Arlberg bereits der Winter Einzug gehalten hat. Wenn wir Pech haben, schneit es am Nachhauseweg auch in den Tauern.🤔 Aber wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen … Erfreuen wir uns lieber an den letzten unbeschwerten Tagen im Hier und Jetzt. Auch wenn es draussen stürmt und die Festmacher-Leinen ächzen und knarzen. Was soll’s.

Stürmische Nächte

,Rumpeldipumpel‘

Na, das war heute ein wilder Ritt von Icici nach Pula🥴. Sieben von acht  Stunden hoch am Wind, auf und ab und ein nicht enden wollendes ‚Rumpeldipumpel‘.🌊🌬️

Anfangs noch ganz gemütlich …

Aber auch das war irgendwann vorbei und als Ausgleich ergab sich manch schönes Stimmungsfoto. Der Tag klang aus, mit einer ausgiebigen Portion Spaghetti-Pomodore-Thun und einem kühlen Bier an Bord. Und jetzt mal ehrlich; was will man mehr …

Auch ein Techniker braucht manchmal Halt …
Am Kvarner
Im Westen Gewitter
Bierchen gut, alles gut.

Von ICICI nach Lovran

Heute ging es zur Abwechslung einmal in die andere Richtung. Wir finden den Lungomare nach Lovran fast noch schöner, als nach Opatija, denn auf Grund der fehlenden Vegetation, wird die Sicht nicht einschränkt und ich bin dem geliebten Meer immer nahe.

Nur vereinzelt treffen wir auf schwimmende oder die Sonne genießende Menschen. Die zahlreichen naturbelassenen Bade-Plätze sind kaum belegt. Wir bereuen es ein wenig, keine Badesachen mitgenommen zu haben. Am Morgen sah es nach Regen aus und zu Beginn des Spaziergangs zogen dunkle Wolken auf. Inzwischen brennt die Sonne auf uns und wir geraten ins Schwitzen. Rechts des Weges die prächtigen Jahrhundertwende-Villen mit ihren schattenspenden Parkanlagen. Sie wirken leer und verwaist. Typisch Nachsaison oder die Folgen der Reisewarnung für Kroatien? Vermutlich beides.

Nach 9 Kilometern Fußmarsch und einem Zwischenstopp in Lovran, gönnen wir uns in einer originellen Strandbude frittierte Sardinen und ein kühles Bier. Die charmante Bedienung strahlt über das ganze Gesicht und es tut richtig gut, in ein unverhüllt es und freundliches Antlitz zu schauen. Da schmeckt es gleich doppelt so gut.

Strandbude mit Muschelmotto …

Wir haben erst heute morgen entschieden noch einen Tag länger in der Marina von Icici zu bleiben und das war gut so. Der Abschied morgen, wird mir schwer fallen. 😔

💙🌊🌅🌊🌅🌊🌅🌊💙

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