Achtung, ??? von links

Dieses Jahr scheint ein kühler und schreckhafter Griechenland-Aufenthalt zu werden. Überall lauern Gefahren 😉. Letzte Woche Ungemach von rechts und diese Woche? Von links. Auf der Straße vom Lebensmittelladen zum Campingplatz herrscht wenig Verkehr, deshalb gehe ich zu Fuß. Als mir hinter einer unübersichtlichen Kurve ein Lastwagen entgegenkommt, trete ich zurück an die Böschung und warte bis er vorbei ist. In diesem Moment schlängelt sich ein dunkelbraunes Etwas aus dem Dickicht und gleitet über den Randstein auf mich zu. Reflexartig springe ich zurück auf die Straße. Das Reptil drängt sich zwischen mich und den Randstein und verschwindet so schnell wie es aufgetaucht ist im Gebüsch. Es ist 60 bis 70 cm lang und der schmale Kopf geht unmittelbar in den Rumpf über. Eine überdimensionale Blindschleiche? Aufgrund der imposanten Länge ein älteres Exemplar? Blindschleichen werden bis zu 40 Jahre alt. Aber werden sie so groß? Irgendwie finde ich das Tier schön und anmutig, aber meine Angst vor schleichendem und kriechendem wird deshalb nicht weniger.

Was es genau war, habe ich bisher nicht herausgefunden.Vielleicht kann mir jemand helfen und erkennt was ES ist?

Und sonst so?

Na ja, mit dem Sonnen und Baden sieht es heuer nicht so gut aus, denn es ist recht kühl und windig. Der Techniker fährt manchmal mit dem Kanu aus, aber Gegenwind und Welle sind anstrengend. Als Alternative schwingt er sich auf das Rad und erkundet die Gegend. Und ich? Ich erschrecke mich ab und zu.

Nichtsdestoweniger gefällt es uns hier nach wie vor, das Meer hat noch immer 22° plus und der Wind weht inzwischen etwas milder aus SW. Die kommenden drei Tage sind Niederschläge vorhergesagt. Aber was soll’s; das Essen schmeckt, der griechische Wein ebenso. Carpe diem.

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Achtung Kuh von rechts 🐮!

Schock

Wir waren mit unseren Rädern auf dem Weg vom Dorf zum Campingplatz. Plötzlich brach rechts von mir etwas großes graues durch das Dickicht der Oleanderbüsche. Eine wild gewordene Kuh! Panisch rannte sie knapp vor mir über die Straße, um nach ein paar Sekunden in den gegenüberliegenden Büschen zu verschwinden. Nur einen halben Meter früher, und wir wären zusammengestoßen. Selbst mein Techniker, der mir folgte, konnte kaum fassen, was geschehen war. Glücklicherweise sind wir heil davon gekommen. Oder wie wir Österreicher sagen: »S’Glück is a Vogerl«.

Das Ereignis aus Sicht des Technikers

Dennoch habe ich mir für die heurige Reise ein gebrauchtes Mini- E- Bike zugelegt. Auf Mobilität will ich nicht verzichten und außerdem sollte man ohnehin so schnell wie möglich wieder auf das Pferd steigen, das einen abgeworfen hat. Jetzt ist es halt ein Pony und das reicht.

Nicht einmal ein Jahr ist seit meinem schweren Radunfall in Griechenland vergangen. Ich war mir sicher, nie wieder ein E-Bike in die Hand zu nehmen. Das Unfallrad wurde umgehend verkauft.

Und sonst so?

Na ja, dieses Jahr nichts besonderes. Wir sind zum dritten Mal auf unserem Stammplatz nahe Igoumenitsa. Griechenland empfing uns mit heftigen, frischen Winden und Regen. Es ist kalt, deshalb läuft im Womo seit Tagen ein kleiner Heizstrahler. Der verbreitet das, was das Wetter uns vorenthält; wohlige Wärme. Bald jedoch soll es milder werden. Kommende Woche sind bis zu 26° prognostiziert. Das Meer hat ohnehin noch 23 Grad. Anscheinend kamen wir die letzten beide Jahre in den Genuss ungewöhnlich warmen Wetters, denn die Einheimischen behaupten, dieses Jahr sei es wettermäßig so wie es sein sollte.

Das kühle Herbstwetter hat aber auch viele Vorteile. Man kommt beim Wandern und Radfahren nicht so schnell ins Schwitzen, die Sicht ist klar und das ergibt schöne Fotos. Mal sehen, wie es weitergeht.

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