… lautet ein so manchen Kreuzworträtsel-Fans geläufiger kanadischer Holzfällerruf.
Baum fällt, tönt es bei uns in allen Wäldern. Holz ist als Heizquelle populär wie nie. Die Festmeterpreise schwanken je nach Bauernschläue zischen 90 und 200 Euro pro Festmeter. Ich habe auch schon von 500 gehört, aber das halte ich für ein Gerücht. Holzfällen ist gefährlich, denn die Bäume stehen speziell nach Stürmen unter hoher Spannung und schlagen nach dem Durchschnitt regelrecht aus. Mein Techniker lernte unlängst ein solches „Baumopfer“ in der Kuranstalt kennen. Der peitschende Baum brach ihm beim Sägen seinen Unterschenkel und zwar mir einem derartigen Hieb, dass das Bein ihm im rechten Winkel abstand. Der Beruf des Holzfällers galt schon immer als gefährlich. Auch der winterliche Transport mit dem Schlitten forderte einige Opfer. Nachfolgend ein historischer Filmausschnitt …
Früher, als ich noch ein Baby war, schlugen auch mein Großvater und seine Söhne noch regelmäßig Holz aus dem tief verschneiten Wald, welches sie mit zwei Haflingern zu Tal zogen. Die Winter waren kalt und hart und die Schneehöhen für heutige Verhältnisse unglaublich. Meine Oma erzählte mir, dass sie die Zweitgeborene ihrem Mann direkt aus dem Schlafzimmerfenster im ersten Stock entgegenhielt. Er stand auf einer Schneewächte vor dem Haus. Sie musste das Kind allein zur Welt bringen, da die Hebamme wegen des Schneesturms zu spät kam. Die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben.









Wir haben dieses Jahr ebenfalls Buchenholz gebunkert, denn unsere Vorräte gehen zu Ende. Der Preis war in Ordnung und der Bauer half beim Ausladen. Geschleppt hat mein Techniker. Ich habe geschlichtet. Wir befeuern lediglich den offenen Kamin damit. Sein Feuer ist zwar romantisch, würde jedoch im Ernstfall keine Lösung sein. Außerdem ist eine Holzheizung einer der größten Luftverschmutzer überhaupt. Vor allem wenn unsachgemäß geheizt wird und der Kamin versottet.
Also genießen wir noch ein Feuerchen, so lange es geht, denn wer weiß?
Einen geruhsamen 4. Advent

Drei Wochen war mein Techniker auf Kur. Das eröffnete mir ungeheure Freiräume und vor allem Zeit.
Zeit für MICH. Aber musste ich mir etwa Sorgen um meinen Holden machen? Lauerten nicht allerorts Kurschatten in diesen Anstalten? Nicht dass ich es ihm zutrauen würde, aber ich habe es mir zugetraut und mir einen angelacht. Besser gesagt EINE. Eine Strohwitwen-Schattin quasi. (Sagt man das so? Gibt es das Wort überhaupt).
Wurscht.
Sie war mittelblond, von sinnlicher Figur und meistens gut gestimmt. Nun ja, oft auch nicht. Dann drehte ich einfach an ein paar Rädchen und schon war wieder alles im Lot.
Ob ich die Seiten gewechselt habe? Na ja, ist divers nicht gerade in? In mir ruhte schon immer eine weiblich sensible und männlich pragmatische Seele. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, mich für eine der beiden zu entscheiden, denn diese Kombination fand ich immer okay.
Aber zurück zu meiner Schattin. Anfangs schien sie unkompliziert und einfacher Natur. Doch je besser ich sie kennenlernte, desto mehr Ansprüche stellte sie. Mit der Zeit bereute ich meinen Seitensprung. Auch weil er mir körperliche Schmerzen bereitete. Vor allen in den Fingern der linken Hand. Ihre Ansprüche und Techniken waren mir fremd. Ich suchte Rat im Internet und wurde fündig. Mühsam erlernte ich die Kunst, die Schattin einigermaßen zu beglücken. Drei Wochen lag sie beinahe täglich in meinen Armen und dennoch war sie nie zufrieden. Ihre Resonanz war mehr als ernüchternd.
Es war zum Verzweifeln. Doch wie heißt es so schön; Übung macht den Meister oder die Meisterin. Wurscht.
Ich werde es schaffen. Ich bringe SIE zum klingen. Das habe ich mir in den Kopf gesetzt.
Und wenn wir dann endlich in Harmonie vereint sind, werden wir gemeinsam meinen Techniker beglücken.
Meine Gitarre und ich …
Einen geruhsamen dritten Advent wünsche ich. Macht es euch schön.