…wollte ich über politisch motivierte Zwangsneurosen schreiben, weil sie mich im Lauf der letzten beiden Jahre ohnehin wie ein metastasierender Krebs vereinnahmt haben. Manchmal machten mich die Ereignisse und die damit zusammenhängenden Maßnahmen richtiggehend wütend, aber meistens ließen sie mich ratlos zurück. Es war ein Wechselbad zwischen Fassungslosigkeit und Trauer.
Juni 2020 ; nach ersten Wochen der Unsicherheit wurde ich misstrauisch. Ich holte Informationen ein, wog ab, verglich und las mich durch unzählige Artikel. Langsam wurde klar; hier ist etwas faul. Viele Menschen würden erst Monate später und nach drei erfolglosen Injektionen misstrauisch werden. Natürlich gibt es auch jene, welche sich ein Leben ohne Maske und Nadel nicht mehr vorstellen können, aber ich hoffe, es sind nicht allzu viele.
Erst kürzlich hat mich ein mild verlaufender omikronischer Umstand aus dem unseligen österreichischen Lockdown erlöst und zum Goldstatus GENESEN verholfen. Halleluja! NICHTS geht über das eigene Immunsystem. Pervers genug, dass man sich als Gesunder eine Ansteckung herbei sehnt, nur um zumindest für ein paar Monate dem ungesunden Stich zu entgehen und am normalen Leben wieder teilhaben zu dürfen.
Aber was kommt danach? Im Herbst 2022 wieder alles auf Anfang?
Kurzum- nach langen, trägen Wochen österreichischen Lockdowns durfte auch in mich im Wirtshaus eines kühles Bierchens erfreuen. Mein Liebster führte mich groß aus, um die neu gewonnene „Freiheit“ zu feiern. Es war fast schon ungewohnt und ich bat die armen Kellner kurz die Masken zu lüften, damit ich ihr ihr Gesicht sehen konnte. Aber sie müssen leider und klar- einen halben Meter über dem Tisch sind die Viren besonders aktiv. (LOL)
Immer mehr Staaten stellen von Absurdistan auf Normalistan um. Das lässt mich hoffen. Leider bin ich absurdistanische Staatsbürgerin. Immerhin gibt mir der Genesenen- Status das Gefühl wieder vollwertige Staatsbürgerin zu sein. Aber kaum machte sich bei mir Entspannung breit, kommt schon die nächste noch schlimmere Katastrophe.
Krieg. Auch wenn er uns (noch) nicht unmittelbar betrifft, so löst er wieder Angstgefühle aus.
Langsam frage ich mich was kommt noch? Speziell in Europa. Den Amerikanern in Übersee schadet das zündeln nicht, aber was ist mir uns?
Für die überwiegende Mehrheit ist Putin der Böse. Einige wenige verurteilen aber auch Deutschland, das mit seinen amerikanischen Verbündeten an den kriegerischen Auseinandersetzungen nicht ganz unbeteiligt ist. An den ostrussischen Grenzstädten Donezk und Lugansk herrscht seit acht Jahren Krieg. Die Bevölkerung in den Kampfgebieten leidet große Not.
Wieder recherchiere ich. Über die geschichtlichen Ereignisse, Ursachen und Wirkungen. Suche nach Nebenschauplätzen und die Antwort auf die Frage; cui bono? Dabei kam mir dieses Video unter; und nein, ich bin keine Putin-Sympathisantin … Kriegerische Auseinandersetzungen verabscheue ich aus tiefstem Herzen.
NIE WIEDER KRIEG und nie wieder darüber schreiben. Das wäre schön, aber ich weiß- das wird es nie geben, aber ein sonniges Wochenende in Frieden 🙏 das schon.
I

Kaum geschmolzen das prächtige Weiß
erfreut ein neues Strahlen, gerahmt von sattem Grün das Auge.
Kelche so zart wie Porzellan leuchten im fahlen Sonnenlicht.
Glöckchen, fein mit Grün verbrämt, in Büschchen dicht oder verstreut.
Aus dunklen Tiefen an das Licht drängend. Aufstrebend der Sonne zu.
Unmerklich aus dem Laub geboren. Fröhlichen Kindern gleich.
Frühlingsschnee ohne Kälte und Eis geschaffen, aus dem, was immer war.
Aus der Natur, die immer ist längst nachdem wir nicht mehr sind …
© LoPadi 2022
🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿